Guten Tag liebe Fellnasenbesitzer,
wir haben 3 liebe Miezen, von denen eine Kätzin eine strenge Diät wegen Lipidose halten muss. Wir würden uns freuen, wenn wir ein paar Tipps oder Infos dazu bekommen könnten.
Was ist passiert? - Unsere Mieze war seit dem 20. Januar 8 Wochen verschwunden und wurde vermutlich davon 7 Wochen irgendwo eingeschlossen. Danach tauchte sie in ca. 500 m Entfernung bei einer Familie auf und torkelte praktisch fast verhungert über deren Veranda ins Haus wurde aber rausgeworfen, weil sie so krank aussah. Nach drei Tagen!! hatten sie dann ein Mitleid und fingen an sie unter ihrem Garagenvordach im Freien zu füttern (immer noch bei Minusgraden). Über Facebook hatten wir Suchbilder gepostet und so wurden wir dann nach weiteren 7 Tagen informiert, dass eine Katze aufgetaucht ist, die unsere sein könnte. Sie war mehr tot als lebendig, wog noch 1,8 kg und wurde mühsamst wieder von uns aufgepäppelt. Es war nur noch ein abgemagertes Skelett mit entzündetem Auge und abgefrorenen, nekrotischen Ohrspitzen. Ich würde keinem hier wünschen, dass er seine Katze jemals in einem solchen Zustand wiederfinden muss. Es war grauenhaft.
Also, erst mal Tierarztbehandlung mit Transfusionen, Injektionen usw. - das ganze Prozedere. Eine Blutarmut bekamen wir einigermaßen in den Griff und sie fraß und fraß und fraß. Aber leider bekam Sie plötzlich praktisch über Nacht vor 10 Tagen einen Riesenblähbauch und der Tierarzt diagnostizierte zuerst eine nasse
Fip. Am nächsten Tag ließen wir aber vorsichtshalber eine Punktion der Bauchflüssigkeit vornehmen, weil wir die Todesdiagnose nicht einfach so hinnehmen konnten und es stellte sich - Gott sein Dank - heraus, dass es doch keine
Fip war :-D Nach einer sofortigen Not-Op, bei der ihr 650 ml Bauchwasser entfernt wurde, stellte der Tierarzt nun fest, dass sie wohl durch die extreme Hungerperiode eine Lipidose entwickelt hat. Nun bekommt sie momentan täglich 50 g Hepatic-Trockenfutter (mit Wasser püriert) von Royal Canin plus 100 g Nassfutter Low-Fat von Vet-Concept auf 4 Portionen täglich verteilt. Sie macht wieder - nach einer für uns extrem sorgenvollen Zeit - seit 2 Tagen einen super Eindruck und wirkt auch nach Absetzen der Antibiotika und Schmerzmittel wieder fast wie die alte. Jetzt jammert sie uns aber furchtbar die Ohren voll und bettelt und bettelt und bettelt nach mehr Futter, weil ihr 50 g Trocken und 100 g -Nassfutter anscheinend viel zu wenig sind.
Hat jemand Erfahrungen mit dieser Art von Lipidose, die durch Nahrungsentzug entstanden ist und bei der sich die Leber wieder durch die Diät erholen soll? Wie lange muss man das Futter noch reduzieren? Sie guckt so, als ob sie uns beim Tierschutz anzeigen will :roll: Welche Anzeichen gibt es denn, dass die Leber wieder normal arbeitet? Sie hatte "nur" die extreme, aber lebensgefährliche Ansammlung von Bauchwasser aber z.B. keinen
Ikterus und seltsamerweise auch bei der ersten Notfallbehandlung beim Wiederauftauchen keine schlechten Leberwerte. Das viele Fressen nach der Hungerperiode wurde von ihrer Leber aber nicht richtig verarbeitet. Der Tierarzt sprach davon, die Leber wäre immer noch im Hungerstoffwechsel und hätte den plötzlichen Nahrungsschub nicht verkraftet, bzw. würde noch nicht umstellen.
Wie lange geht so was? Wann darf sie sich wieder den Bauch nach Herzenslust vollschlagen. Wann darf es wieder normales Futter sein (getrennt füttern ist gerade eine Herkulesaufgabe - die zwei anderen sind scharf auf ihr Diätspezialfutter und sie will unbedingt das Dosenfutter der anderen zwei Miezen - Stress!!!) Wann müssen wir uns nicht mehr wie Tierquäler vorkommen, weil sie stundenlang laut bettelt?
Liebe Grüße