Abschließend möchte ich euch noch den ungefähren Verlauf schildern. Ist recht traurig, hat mit dem Thema „Libellenstich“ nichts mehr zu tun.
Am letzten Samstag hatte unser Kleiner eine Libelle im Mäulchen, dabei aber viel herunterhängenden Speichel. Ursache dieses Speichels war aber vermutlich nicht die Libelle, sondern ein vorausgegangener epileptischer Anfall, den wir nicht bemerkt hatten. Zu dem Zeitpunkt war der Kleine noch voll bei Kräften, keine Krankheitsanzeichen erkennbar. Er strotzte vor Kraft, wie immer.
Am Sonntag waren mehrere krampfartige Anfälle zu verzeichnen. Nicht nur die 'normalen’ epileptischen Anfälle, bei denen Verkrampfungen am ganzen Körper gefolgt von symmetrischen Zuckungen der Beine sowie des Kopfes auftreten, sondern in der Vorphase auch unkontrolliertes Rennen mit höchster zu erreichenden Geschwindigkeit, resultierend in Zusammenstößen mit Gegenständen (Möbel) und Laufen im Kreis bis zur absoluten Erschöpfung. Nach dem ersten Anfall sind wir sofort in eine Tierklinik gefahren. Blutbild in Ordnung, Allgemeinbefund ebenfalls unauffällig. Therapie Antibiotikum und starkes Beruhigungsmittel in hoher Dosierung (Diazepin).
Hat alles nichts genützt. Beim Tierarztbesuch am nächsten Tag wurde ein hochdosiertes Epileptikum verordnet, die Anfälle häuften sich aber weiterhin. Am nächsten Tag zusätzlich eine andere Sorte von Epileptikum, ebenfalls hochdosiert. Hat alles nichts gebracht, der Tierarzt hat schon hier auf eine finale Lösung hingewiesen, weil wahrscheinlich ein schnellwachsender Tumor zu befürchten war. Nach weiteren Konsultationen mit einem anderen Tierarzt und auch befreundeten Humanmedizinern haben wir uns dann entschlossen, unseren Kleinen zu erlösen. Ist und war furchtbar, werden lange dran zu kauen haben.