wieso will niemand meine Babys???

Diskutiere wieso will niemand meine Babys??? im Halblanghaar Forum im Bereich Katzenrassen; Ja, klar verstehe ich das! Genau deswegen hatte ich auch diese Frage gestellt... Hatte es mir schon so oder so ähnlich gedacht, wollte aber noch...
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #41
Ja, klar verstehe ich das! Genau deswegen hatte ich auch diese Frage gestellt... Hatte es mir schon so oder so ähnlich gedacht, wollte aber noch einmal klarheit haben...

Das "immer" ist so zu verstehen: Züchter züchten ja (meiner Information nach) immer regelmäßig. Also krass ausgedrückt das ganze Jahr über und nicht nur alle 3-5 Jahre, wenn sie ma Lust haben....

und "so viel": Viele Züchter haben ja nicht nur eine Zuchtkatze sondern gleich mehrere...

Das alles ist natürlich in Gänsefüßchen, weil die es verharmlosen sollen, also damit nicht der Eindruck entsteht ich würde dem kritisch gegenüber stehen...

So doof es ist, aber das hört sich nach nem seeehr teuren Hobby an, was Zeit und Geld angeht. Und Zeit ist nun mal Geld. *lach*
Wenn man sich das natürlich genauer überlegt... Mein Hobby (Reiten) zB ist auch net billig. Aber da fällt mir das net so auf... Weiß auch nicht warum.

Kann euch also voll und ganz verstehen, habe aber leider nicht das Geld um mir ne Rassekatze leisten zu können und ich fürchte das wird auch noch ne Weile dauern. Und selbst für ne Tierheimkatze reichts nicht. (Das hängt aber auch mit unserer derzeitigen Mieze zusammen... :wink: )

Na ja, wenn ich irgendwann mal (nach meiner Ausbildung, Studium etc)genau weiß, dass ich mit allen Eventualiäten genug Zeit und Geld für Tiere hab, dann hab ich direkt nen kleinen Bauernhof...

So long,
Steffi
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #42
Hallo Steffi,

naja, seinem Zuchtziel kommt man nun einmal nicht mit einer Katze und Würfen so alle paar Jahre mal näher. Das ist nun einmal so. Und ich sehe z. B. jemanden, der eine Katze hat, die er mit schöner Regelmäßigkeit von ein und dem selben Kater decken lässt, nicht unbedingt als Zucht an - das ist für mich bloße Vermehrung. Sollten aus so einer Verpaarung supertolle Kitten herausgekommen sein, mag das ja noch angehen, obwohl das für die Rasse auch nicht wirklich gut ist - dann wird natürlich alles in die Zucht verkauft und schon hat man nahezu identisches Genmaterial quer durch die Weltgeschichte verteilt. Und wenn die Kitten halt nicht soooo toll waren, macht es auch nicht viel Sinn, eine Verpaarung zu oft zu wiederholen.

So hat man dann halt ein paar Katzen mehr - und die haben dann halt auch mal mehr Babys. Ich habe z. B. sechs Mädchen zu Hause - das heißt aber keineswegs, das ich jedes Jahr sechs Würfe habe. Meine Mädels haben in der Regel zwei Jahre Pause - aber zu lange sollte man auch nicht warten. Dann muß man ständig die Pille geben, was auch nicht so gut ist. So sitzt man irgendwo zwischen zwei Stühlen....

Aber Du hast es ja jetzt gesehen, wie das ist mit den Kosten und so.....und verstehst die Züchter jetzt vielleicht ein bißchen besser :p
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #43
Ist ja nicht so, dass ich sie vorher net verstanden hätte. Aber besser schon, das stimmt!

Ja, immer nur die gleichen Kater und Katze paaren, wäre ja bald Inzucht... aber na ja, ist auch langweilig find ich!

Und mit dem alle paar Jahre bzw das ganze Jahr über, war auch nur sehr krass gesprochen, um den Unterschied klar zu machen.

Aber Schluss jetzt, ist schon viel zu off!

Steffi
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #44
Ganz neu hier und muss schon meinen Senf abgeben... fängt ja schon gut an :D

Ich muss zugeben, dass mich dieses ganze "Katzenzüchter verdienen ja so doll"-Geschwätz aufregt. Ich züchte zwar selber nicht (irgendwann werd ich das sicher mal tun, wenn ich mehr Platz und Geld dafür habe), aber meine Mutter züchtet seriös Maine Coons, also kann ich auch ein wenig mitreden. Und selbst wenn man seine Kitten für 650 oder gar 750 Euro verkauft, verdient man an der Katzenzucht nicht.
Nicht nur, dass jedes Kätzchen für sich schon sehr teuer kommt mit Futter (die Kleinen fressen eine Menge und bei großen Katzen wie Maine Coons fällt sogar noch mehr an), Tierarztkosten und Sonstiges (Chip, Stammbaum, Kittenpaket für den Käufer etc.), eine Zucht benötigt natürlich auch Zuchtkätzinnen (mehr als eine) und mindestens einen Deckkater. Die kosten nicht nur in der Anschaffung mal locker 1000 Euro, sondern wollen auch gut versorgt werden. Gerade trächtige und säugende Kätzinnen brauchen das Allerbeste vom Allerbesten, zusätzliche Aufbaumittel etc... alles ziemlich teuer.
Wenn man viele Katzen hat, wird jeder kleine Schnupfen zum Verhängnis, da das Ansteckungsrisiko trotz größter Sauberheit bei mehreren Tieren einfach höher ist. Die Folge sind immense Tierarztkosten. Manchmal zieht man einen Kater/eine Kätzin ein Jahr lang auf, bis man feststellt, dass er/sie nicht zuchttauglich ist und einem alle Pläne über den Haufen wirft.
Von Futter und Tierarzt abgesehen (und das macht schon einen riesigen Teil aus), machen beispielsweise 10 Katzen auch eine Menge kaputt, diese Dinge ersetzt einem niemand. Züchter zahlen einen jährlichen Beitrag an ihre Vereine, das macht zwar das Kraut "nicht mehr fett", muss aber erwähnt werden. Wasserkosten sind extrem erhöht, da man ja ganz oft waschen muss (Decken, auf denen die Katzen liegen, Katzengeschirr etc.), aber so etwas bedenkt auch niemand. Heizkosten sind viel höher, weil man Räume wegen den Katzen beheizen muss, die man ansonsten kaum benutzen würde. Stromkosten wegen Staubsauger etc.
Und von der vielen Arbeit mal abgesehen. Die gut 4-5 Stunden täglich, die man an Arbeit hat, sein Haus komplett sauber zu halten, Futter zuzubereiten, Katzenklos mehrmals täglich zu reinigen etc. sind im Preis eines Kitten vom Züchters überhaupt nicht einmal mit einberechnet! Wenn man diese Zeit in einen Nebenjob investieren würde, hätte man wesentlich mehr Geld.
Dann gehts ja weiter: Viele Katzen brauchen viel Spielzeug, viele Kratzbäume, viel Streu. Manch einer mietet sich sogar ein größeres Haus, obwohl ihm eine Wohnung schon genügen würde, hätte er nicht die Zucht.
Dann braucht man idealerweise ein Freigehege, das zu bauen kostet einen Haufen Kohle.
Züchter sollten wenigstens ab und zu mal eine Ausstellung besuchen, um sich bekannter zu machen und den Typ seiner Katzen beurteilen zu lassen, diese sind unglaublich teuer. Eine gute Homepage gehört auch nocht dazu, die sowohl Geld als auch Zeit und Arbeit kostet...

Ich könnte meine Liste noch endlos fortsetzen, aber ich hoffe jedem klar denkenden Menschen leuchtet Folgendes ein:
Seriöse Katzenzüchter verdienen an ihren Kitten nichts. Im schlimmsten Fall zahlen sie sogar bei 750 Euro/Kitten noch etwas drauf. Rentieren würde sich das Ganze entweder durch einen enorm erhöhten Kittenpreis, indem man die Katzenunterhaltskosten extrem einschränkt, was auf das Wohl der Tiere niederschlagen würde oder indem man eine "Massenproduktion" startet, das Ganze hauptberuflich macht und wirklich seine paar hundert Kitten im Jahr hat. Aber kleine - mittelgroße, seriöse Katzenzuchten sind von allen am angeschmiertesten. Sie verdienen nichts, sie zahlen drauf oder wenn sie Glück haben bleibt ihnen +/- 0 übrig.
Man sieht - das kann man keinesfalls vergleichen mit "meine (Haus)katze hatte auch mal Junge, weil die ja so süß sind und das war auch nicht so teuer".

Leider gibt es Leute. die meinen, sie müssten bei einer Katze sparen und kaufen lieber beim Schwarzzüchter nebenan für 200 Euro ein Rassekitten. Hat ja nur keinen Stammbaum, sonst ist Katze ja Katze, oder? Pustekuchen.
Wer seine Rassekitten für 200 Euro verkauft, hat definitiv irgendwo massiv eingespart. Und das nicht am Stammbaum, denn der kostet pro Kitten nur ca. 30 Euro. Sparen ist nie gut, wenn es um Lebewesen geht.

Wenn ich dauernd sowas lesen muss wie "bla, Rassekatzenhalter/züchter sind alle doof, geldgierig, halten sich Tiere nur als Statussymbol", dann frage ich mich schon, ob da nicht ein gewisses Maß an Neid mitschwingt.
Ja, ich habe zwei Rassekatzen. Eine hat mich 400 und eine hat mich 600 Euro gekostet. Ich bin weder reich, nicht einmal "gut betucht". Aber wenn man sein Geld heutzutage schon für jeden Scheiß ausgibt, dann kaufe ich mir lieber eine Katze und verzichte dafür auf einen Urlaub (ich fahre ohnehin nicht in Urlaub, war nur ein Beispiel), ein neues Handy, einen neuen Fernseher oder ein paar mal Essen gehen... oder sonst etwas. Und hey, die Tiere kosten ihr Leben lang SO viel Geld, da kommt es auf die paar hundert Euro nun wirklich nicht mehr an. =)

Weder noch sind Tiere für mich Statussymbol, aber ich muss ganz ehrlich sagen: Ja, das Aussehen, das Wesen und die Aufzucht spielen für mich schon eine Rolle!
Ich wollte eine Britisch Kurzhaar haben, genau wie ich eine Somali haben wollte. Und ich liebe meine beiden Zuckerschnecken, sie sind nämlich einfach einmalig. Ich finde sie wunderschön, supersüß und auch vom Charakter her ganz bezaubernd.
Soll natürlich nicht heißen, dass es keine schönen Hauskatzen gibt, aber so eine wollte ich eben nicht. Hätte ich so eine gewollt, hätt ich mir so eine geholt. Ich möchte eine schöne, liebe Katze, von der ich möglichst lange etwas habe.

Und so ganz dem zum Trotz habe ich mir jetzt kürzlich noch eine fast 13jährige Hauskatzen-Mischlings-Dame in dreifarbig dazugeholt, die von mir genauso viel Liebe und Aufmerksamkeit und genauso tolles Futter bekommt wie meine anderen beiden.

Ob Hauskatze oder Rassekatze, wir lieben sie doch alle. Wer eine Hauskatze auf die Straße setzen würde und eine Rassekatze nicht; für wen der einzige Unterschied der nackte "Waren"wert und die 500 Euro Aufpreis sind, der hat eine Katze generell nicht verdient!
Und auch Züchter lieben ihre Katzen, auch wenn es nach "hartem Geschäft" klingt. Als Züchter muss man öfter Tiere weggeben, denn wenn man jeden Kastraten behalten würde, hätte man bald das Haus voll und den Geldbeutel leer. Aber es blutet doch jedes Mal das Herz. Und wenn mal ein Kitten tot geboren wird oder gar nach ein paar Tagen stirbt (und das kommt in der besten Zucht einmal vor), da fließen auch schonmal die Tränen.
Ich hab da mal ein Gedicht gelesen. "You only pay with money, we pay with out heart". Ich denke, das trifft es ganz gut.

Bei Katzen darf man nicht sparen! Weder in der Anschaffung, noch im Unterhalt. Egal welche Rasse oder ob Rasse überhaupt!

So, das war mein Senf. Mittelscharf. :D
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #45
Seit langen Jahren habe ich Katzen, ganz normale Hauskatzen. Vor kurzem habe ich zwei Ragdoll-Notfälle aufgenommen, die von den Papieren her aus anerkannter und guter Zucht stammen (lt. Homepage der Cattery und lt. Papiern sind unter den Vorfahren und Eltern viele anerkannte Champions). In den drei Jahren, wo sie jetzt bei mir sind, waren sie von meinen Katzen die anfälligsten und mit vielerlei Erbkrankheiten behaftetsten. Ich liebe diese Tiere wie alle meine Katzen, aber trotz bester Pflege wage ich jetzt schon zu bezweifeln, dass sie jemals ein hohes Alter erreichen werden.

Soviel nur dazu, dass ich eine Rassekatze kaufe, um möglichst lange viel Freude an ihr zu haben. Sicher, die Lebensdauer eines Lebewesens kann nicht kalkuliert werden, aber ich bin der festen Überzeugung, dass man bei den vielen "Standarts" die Gesundheit der Tiere irgendwie aus den Augen verliert. Und - eigenartigerweise - leben die mir bekannten Züchter alle gar nicht sooo schlecht - mag aber reiner Zufall sein....
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #46
Ich weiß nur, dass die meisten HCM Fälle bei Hauskatzen vorkommen. Und ebenso auch die meisten anderen Erbkrankheiten. Es fällt eben einfach nur nicht so auf, welcher "Otto-Normal-Katzenbesitzer" lässt seine vestorbene Hauskatze schon obduzieren oder gar testen, schallen etc.?
Nur weil eine Cattery eine Homepage und viele Champions hat, ist sie noch lange nicht auf die Gesundheit der Tiere aus. Es gibt immernoch Züchter, die ihre Katzen nicht testen lassen oder denen das einfach egal ist.

Dass Züchter nicht schlecht leben, liegt vielleicht daran, dass man Geld und Zeit schon als Grundvoraussetzung benötigt, um eine Zucht überhaupt erst zu beginnen. Hauptsächlich sind das Frauen, deren Männer arbeiten gehen. Jemand mit einem Vollzeitjob hat für so etwas keine Zeit.
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #47
Todesursache bei meinen Hauskatzen:

Schorschi - 16 Jahre, Impfsarkom
Wurzel 18 - Jahre Nierenversagen
Bubi 17 Jahre - Organversagen
Blacky - 18 Jahre - Nierenversagen
Philomena (Alter unbekannt) - Schlagfalle
Luzie 1 1/2 Jahre - Autounfall
Rudi 15 Jahre - Darmkrebs

Bei mir leben:

Heidi (Hauskatze) 15 Jahre, altersbedingt Herzmedikamente
Luzie 13 Jahre (Hauskatze) kerngesund
Djamila (Persermix) kerngesund
Mika (Hauskater) 5 Jahre - kerngesund
Dodie (Ragdoll) - 5 Jahre - FORL und Nierenschwäche
Harlekin (Ragdoll) 5 Jahre - FORL, Nieren- und Herzschwäche
Felix (Siammix) 2 Jahre - kerngesund
Minnie (Siammix - Schwester von Felix) 2 Jahre -Verwachsungen im Knorpeögerüst und auch leichte Debilität
Hedwig (1 Jahr - Hauskatze) - kerngesund
Frodo (1 Jahr - Hauskatze) kerngesund
rote Renate - (Alter unbekannt - aus sehr schlechter Haltung) Hauskatze - kerngesund - geschätzt ca. 7 Jahre)

Die Maine Coons meiner Freundin mussten im Alter von 8 und 10 Jahren wegen Darmlähmung eingeschläfert werden
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #48
[...] Und - eigenartigerweise - leben die mir bekannten Züchter alle gar nicht sooo schlecht - mag aber reiner Zufall sein....
Oh, nein, dies ist sicherlich kein Zufall. Denn wer sich auf das "Abenteuer" Zucht einlässt, MUSS ganz gut situiert sein, weil er sonst gar nicht in der Lage ist, gewisse Kosten vorzulegen bzw. aufzufangen (wie bereits ausführlich dargelegt). Wer wirklich seriös und anständig züchtet (wobei ich nur für den Bereich der Orientalischen Katzen sprechen kann, da ich dort recht viele Züchter z.T. persönlich kenne, bei anderen Rassen so gut wie keine), kommt selten bei mehr als "0" raus - in der Regel sind diese Hobbyzuchten (und bei vielen ist es genau das: Ein durchaus kostenintensives Hobby) alles andere als lukrativ, aber wessen Hobby ist das schon? Ich weiß nicht, wie es bei anderen Rassen ist, aber ich kenne nicht einen Siam-/OKH-Züchter, der von seiner Zucht leben könnte. Alle arbeiten FÜR die Zucht oder haben eine Familie, die sie diesbezüglich unterstützt.

Und was das Thema "Rassekatzen" im Tierheim angeht, kann ich nur sagen: Welche Tiere bevölkern denn prozentual gesehen zum Großteil die Tierheime - Rassekatzen aus seriösen Zuchten? Wohl kaum. Sicher landen auch Rassetier dort, aber in der Regel sind die nicht aus einer "Zucht", sondern aus dem Stall eines Vermehrers/Schwarzzüchters, der - in vielen Bereichen, so eben auch in der Unterbringung nach seiner "Produktion" - kaum Sorgfalt walten lässt, sondern tatsächlich auf Profit aus ist und dem es egal ist, was aus den Tieren danach wird. Ich kenne in meinem Bereich kaum Züchter, die ihre Tiere völlig aus den Augen verlieren, in der Regel haben viele selbst nach Jahren noch Kontakt zu den neuen Adoptiveltern und nehmen auch Tiere von Menschen, die in Not geraten, wieder auf bzw. helfen bei der Vermittlung.

@Mika: Wenn die Cattery bekannt war, aus der deine Süßen stammen, wie hat denn die Züchterin reagiert, als sie erfuhr, dass die Kleine im Tierheim waren? Normalerweise gibt es Schutzverträge, die dieses verhindern sollen, da die Züchter sich in der Regel immer ein Rückkaufsvorrecht sichern, um eben zu vermeiden dass ihre Tiere weitergegeben und abgeschoben werden (aber auch hier: nur die seriösen und leider können viele Interessenten im Vorfeld, weil sie sich auch nicht ausreichend erkundigen und nachdenken, seriöse Züchter nicht von Vermehrern unterscheiden und schielen aufs Geld - eine teure Katze kann ja nichts Gutes sein, sie ist ja lediglich da, damit der Züchter sich daran bereichert :roll:).

@_bored: Züchter "produzieren" nicht, sie erhalten die Vielfalt des Lebens. Soll es irgendwann nur noch eine Einheits-Rasse geben, weil sich nur noch weitervermehren darf, was halt so auf der Straße rumläuft? Durchdachte Zuchtprogramme und Rasse(katzen)zucht pauschal abzulehnen hat nichts mit "Tierschutz" zu tun, dass ist Rassismus in seiner feinsten Art und beweist nur einmal mehr, dass leider einige Leute, die sich "Tierschützer" nennen, scheinbar nur einen begrenzen Horizont haben, über den sie sich nicht wagen hinauszublicken - ist ja auch so viel einfacher: Die bösen, bösen Züchter sind an der Katzenschwemme der Tierheime Schuld :roll: - sicherlich.

Aus diesem Grund gibt es ja auch nur eine Klamottenmarke, nur einen Schuhhersteller und - auch ja, selbstverständlich nur einen, der das eine Automodell produziert, das alle ganz toll finden und mit dem alle ganz glücklich sind...

Natürlich hat ein Tier einen anderen Stellenwert als ein Auto (sollte es zu mindest, aber ich sehe ein, dass es auch Idioten gibt, für die eine Rassekatze tatsächlich nur ein Statussymbol ist, ich kenne aber durchaus Züchter, die solchen Menschen keines ihrer Kitten verkauft haben - die gehen dann zu den Vermehrern, denen es egal ist, an wen sie verscherbeln und solche Tiere landen durchaus auch im Tierheim. Aber das kann man definitiv einfach nicht pauschalisieren!), aber mal im Ernst - müssen alle denselben Geschmack haben - sollen alle dasselbe anhaben, essen, in denselben Häusern wohnen? Nein. Und genauso verhält sich das mit Haustieren. Der eine mag Dackel, der andre Doggen (komischerweise hört man selten Kritik, wenn sich jemand einen Rassehund anschafft, dort ist das seit Jahren völlig normal, Hunde von seriösen Züchtern zu kaufen und kaum einer ist so kleinkariert und verbohrt, sich über so etwas aufzuregen), einer EKH, ein weiterer Maine Coon - UND?!

Und um auf den Begriff des "Produzierens" zurückzukommen: Das passt eher zu den Katzenhaltern, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen, weil sie zu faul, zu dumm, zu ignorant oder zu geizig sind. "Produzieren" passt eher zu denjenigen, die Katzen als Waren betrachten und "Rassekatzen" ohne Stammbaum vermehren, weil es ja soooo populär ist (und in dem Fall tatsächlich auch lukrativ, weil es so viele dumme, ignorante und/oder uninformierte Käufer gibt, bei denen man mit solchen populären Sprüchen Stimmung machen kann).
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #49
Anbei eine Aufstellung, die engagierte Liebhaber und Züchter (unter ihnen viele, die sich jahrelang schon im und für den Tierschutz engagieren) gemeinsam erstellt haben.


Rassekätzchen ohne Papiere besonders günstig....

....oder: Warum sollte ich eine Rassekatze mit Papieren vom seriösen Züchter kaufen?

Ein scheinbar rassereines Kätzchen ohne Papiere mit 8 Wochen für „nur“ 200,- Euro scheint ein echtes Schnäppchen, wenn man bei einem seriösen Züchter für ein 12 oder 16 Wochen altes Kätzchen mindestens 500,- bis 600,- Euro bezahlen soll.

Aber ist es wirklich so „günstig“???

1) Mit 8 Wochen ist ein Kätzchen zwar alt genug, um selber zu fressen und manchmal auch, um zuverlässig aufs Klöchen zu gehen, aber die Sozialisierung über die Mutter, Geschwister und sonstige kätzische Verwandte ist noch lange nicht abgeschlossen. Dazu gehört – wie bei einem Menschenkind auch – mehr, als nur Essen und aufs Klo gehen können. Wie verhalte ich mich in einer Katzengruppe, wie in ungewohnten Situationen im alltäglichen Leben, wie beim Weg zum Tierarzt und noch vieles mehr. All dies lernt das Kätzchen erst, wenn es älter als 8 Wochen ist.

2) Mit 8 Wochen kann ein Kätzchen höchstens nur einmal geimpft sein, wenn überhaupt – alles andere macht keinerlei Sinn und auch Impfungen kosten Geld, die Sie auf die 200,- Euro drauf rechnen müssen. Schauen Sie ruhig genau in den Impfpass und lassen sich erklären, was dort steht – wenn Sie einen Impfpass zu Ihrem „Schnäppchen“ bekommen.

3) „Einen Stammbaum brauche ich doch nicht!“ – Doch, am Ende brauchen Sie den Stammbaum, denn nur er belegt, dass das Kätzchen wirklich rasserein ist. Ansonsten kann sich durchaus der nette Nachbarskater verewigt haben und Sie bezahlen viel Geld für ein Mixkätzchen, von dem jemand behauptet, es sei rasserein. Nur diese Rassereinheit ist auch der Garant für das typische Aussehen und den typischen Charakter einer Rassekatze, welches Beides leider durch Fremdeinkreuzungen sehr schnell verloren geht.

4) Ferner belegt der Stammbaum, dass sich der Züchter Kontrollen eines Vereins unterwirft und seine Mutterkatzen nicht als Gebärmaschinen missbraucht werden.

5) Und noch viel wichtiger: Ein zu hoher Inzucht- und Inzestgrad beim Katzenkind wird durch die Vereinskontrolle vermieden, denn - genau wie beim Menschen - können diese zu engen Verpaarungen schuld an einem schlechten Immunsystem und anderen Erkrankungen sein.

6) Die Kosten für einen Stammbaum betragen lediglich 15,- bis 30,- Euro, teuer ist also nicht der Stammbaum an sich, sondern die durch ihn ausgelösten und sicher gestellten Kontroll- und Schutzfunktionen.

7) Wurde Ihr Kätzchen entwurmt? Auch wenn scheinbar keine Würmer zu sehen sind, machen prophylaktische Entwurmungen durchaus Sinn, da über die Mutter auch scheinbar „unsichtbar“ Wurmeier an die Katzenkinder mit der Muttermilch weiter gegeben werden können. Entwurmungen kosten auch wieder Geld – das sie auf Ihren Kaufpreis aufschlagen sollten, wenn Ihr Kätzchen noch nicht entwurmt wurde.

8 ) Ein Kätzchen fängt mit 8 Wochen an, so richtig wie ein Scheunendrescher zu fressen – jetzt werden die Kätzchen im Unterhalt erst mal teuer. Ein seriöser Züchter ist gewillt, dieses Futter und das dementsprechende Streu zu investieren, damit das Kätzchen weiter bei seiner Familie gut sozialisiert werden kann. Nehmen Sie das Kätzchen mit 8 Wochen zu sich, bezahlen Sie diese Hochphase der Futterverwertung aus Ihrer Tasche!

9) Seriöse Züchter packen meistens Startpakete für ihre Katzenkinder, um den Kleinen den Umzug im Alter von 12 (bis 16) Wochen so einfach wie möglich zu machen – im Kaufpreis inklusive ist also die Sorgenfreiheit, dass das Kätzchen nicht wegen zu schneller Futterumstellung womöglich Bauchweh und Durchfall bekommt.

10) Ein guter Züchter steht Ihnen und dem kleinen Samtpfötchen sozusagen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite, ein kostenloser Service – aber unbezahlbar!

11) Kurz zusammengefasst: Momentan scheinbar viel gespartes Geld kann später sehr teuer werden. Lieber ein wenig länger sparen und am Anfang mehr bezahlen, aber dafür gute Betreuung durch den Züchter und ein gut sozialisiertes Kätzchen mit einer glücklichen Kindheit.

Sollten Ihnen diese Gründe alle noch nicht reichen, kaufen Sie ruhig ein billiges Schnäppchen ohne Papiere – aber sagen Sie bitte nie mehr „wenn ich das gewusst hätte“, wie es leider schon viele vor Ihnen getan haben, die im Vorfeld nicht so ausführlich informiert wurden!

[ Dieser Text soll keine Katzenkinder verkaufen – er soll lediglich aufklären, damit mehr Menschen mehr Wissen und Verständnis bekommen zugunsten unserer samtpfötigen Freunde. Ein Text, der Ihnen ersparen soll, womöglich aus eigener leidvoller Erfahrung irgendwann sagen zu müssen „Hätte ich das gewusst, dann...“

Viel Erfolg auf der Suche nach dem passenden kätzischen Mitbewohner!

(Copyright: Betreiber der Seite siamania.de)


Ich räume ein, dass es unter denen, die ohne Verein und Stammbaum züchten auch viele gibt, die sicherlich ebenso seriös und verantwortungsvoll mit ihren Tieren umgehen und auch, dass es selbst trotz Vereinszugehörigkeit und nach Außen demonstrierter Seriosität unter den "offiziellen Züchtern" schwarze Schafe gibt.
Insgesamt ist es aber leider so (wobei ich auch hier einschränkenderweise nur für den Bereich der Siam/OKH sprechen möchte), dass diejenigen, die ohne Stammbaum züchten überwiegend unseriös vor allem auch in Bezug auf die Bedürfnisse der Katzen handeln. Sie geben die Kleine viel zu früh (z.T. ungeimpft) ab, sie geben Orientalen in Einzelhaft usw., wenn ich mich mal aus so Seiten wie dhd24 umschaue, was ich vermeide, weil mir da regelmäßig die Galle hochkommt, sehe ich ja, wer da die Katzen "produziert"...

Grüße, saurier
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #50
@Traumtänzer: Sorry, dass dein Thraed so offtopic geworden ist, ich hoffe, dass du - wann auch immer du Nachwuchs hast - liebevolle und verwantwortungsbewusste Menschen findest, denen du deinen Schätze guten Gewissens anvertrauen magst!
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #51
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #52
Und zum Thema: Züchter "produzieren" Katzenüberschuss: , DA sieht man (wie an vielen anderen Beispielen, hier und in anderen Katzenforen auch), wer ohne im Grund notwendige Vorkenntnisse und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema "Zucht" für die "Produktion" von Katzennachwuchs zuständig ist.

Und so was z.B. lässt mich einfach nur kotzen...



(da holländisch mal die Übersetzung nur einer Zeile, das lagt schon:)

"Dürfen jetzt weg, sind 7 Wochen alt und selbstständig" :evil:.

Oder so was:



An diesem Kater ist vielleicht während des Deckakts mal in 50 m Entfernung eine Siamkatze vorbei gelaufen - aber gutgläubige und uninformierte Vermehrer fallen auf so was rein UND DAS ist definitiv Geldmacherei, denn die Deckgebühr für so ein Tier kann ich mir auch sparen, da vererbt jeder streunende Kater vermutlich bessere Attribute :roll:.

DAS sind Leute, die Katzen bewusst für den Markt "produzieren" und damit die Geiz-ist-geil-Generation erreichen wollen. Das hat aber NICHTS mit Zucht und einem seriösen Züchter von Rassekatzen zu tun!

@russian, ich bin nicht Steffi :wink:

Ich habe nicht auf das Datum geschaut, nur die Beiträge gelesen und dadurch nicht gesehen, dass er schon ein gewisses Alter hat, was ja seine Aktualität nicht verringert.

Grüße, sauri
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #53
Hallo Saurier,

nein, die Ragdolls waren nicht im Tierheim sondern wurden in der geräumten Wohnung zurückgelassen. Als die "Besitzer" von unserem Befreiungsunternehmen in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr erfuhren, haben sie sogar noch auf ihrem Besitzrecht bestanden und sich die Katzen freikaufen lassen.

Die Züchterin, die ja in den Papieren vermerkt ist, habe ich angerufen. Ja, sie hat zwar was von Rückkaufsrecht gesagt, aber war dann letztlich damit zufrieden, dass die Tiere nun bei mir sind. Es hat sie nicht im Mindesten interessiert, wer ich bin, wo ich wohne und wie es die Katzen bei mir getroffen haben. Es hätte ja auch blöd für die Beiden ausgehen können.
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #54
Super, naja, wenn man solche Erfahrungen mit einem "Züchter" macht, kann ich eine gewisse Ablehnung echt verstehen.

Stimmt - sorry, ich erinnere mich, dein Mann hat sie als gerufener Handwerker dann mitgenommen und ihnen bei euch Asyl gegeben - so war das doch...

Ich kenne halt nur das Gegenteil: Eine befreundete Züchterin hat ein Pärchen (ich hatte es auch hier inseriert) Siam/OKH (wobei nur einer der Kater urspr. von ihr war) aufgenommen und hat sie weitervermittelt, weil die Kater mit dem menschlichen Nachwuchs so gar nicht zurecht kamen und sobald das Baby schrie, durchdrehten und die Besitzer selber keine neuen Dosis fanden. So etwas nenne ich einen verantwortungsvollen Züchter, weiß aber natürlich auch, dass das nicht immer möglich ist (nicht jeder kann man eben zwei oder mehr Katzen zusätzlich zu den eigenen unterbringen), aber eine Unterstützung/eine intensive Beschäftigung mit dem Neukatzenbesitzer seitens des ehemaligen Züchters wäre für mich das Mindeste!

Gut, dass die beiden bei euch gelandet sind!!

Liebe Grüße, sauri
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #55
Die Kalkulation des Preises für eine Rassekatze kann ich vollkommen nachvollziehen, da eine Bekannte von uns zwar keine Rassekatzen, aber Hunde (Sheltie's) züchtet. Selbes Schema...

Trotzdessen darf nicht vergessen werden, dass auch kleine Hauskätzchen genauso viel wert sind. Denn Lebewesen ist Lebewesen.

Und selbst wenn ich mal drüber nachdenk wieviel meine Haustiere mich in der Anschaffung und dann über die Zeit mal durch Arztkosten etc. gekostet haben, rechnet sich das nicht gegen ;D

Ich denke, jeder der sein Tier liebt, sollte nicht auf das Geld schauen!

Und ich muss zugeben, so ein Birmchen oder auch ein Wald"kätzchen" sind ja schon traumhaft... :>
Aber mal ehrlich zum Knutschen sind sie doch alle! :)
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #56
Damit hast du vollkommen Recht und keiner hat gesagt, dass Rassekatzen "mehr" wert sind als andere - im Gegenteil - ich habe hier nur gelesen, dass Rassekatzen weniger wert sind, weil sie "produziert" werden und sowieso keinerlei "Daseinsberechtigung" haben, wenn es nach "den Tierschützern" geht (man verzeihe mir die ironische Verallgemeinerung!).

Ich behaupte auch nicht (würde ich mir nie anmaßen), dass meine Katzen, obwohl reinrassig, mit Stammbaum und von Züchter, mehr wert sind als die süßen Knuddelmäuse meiner besten Freundin: EKH-Mixe aus dem Tierheim. Auch wenn ich meine und sie ihre Tiere viel schöner finde/t :wink:. Ich bin eben einen anderen Weg gegangen (was nicht heißt, dass ich nicht zuvor in einigen Tierheim war, dort aber keine "Herzenskatze" gefunden habe).

Grüße, sauri
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #57
Todesursache bei meinen Hauskatzen:

Schorschi - 16 Jahre, Impfsarkom
Wurzel 18 - Jahre Nierenversagen
Bubi 17 Jahre - Organversagen
Blacky - 18 Jahre - Nierenversagen
Philomena (Alter unbekannt) - Schlagfalle
Luzie 1 1/2 Jahre - Autounfall
Rudi 15 Jahre - Darmkrebs

Bei mir leben:

Heidi (Hauskatze) 15 Jahre, altersbedingt Herzmedikamente
Luzie 13 Jahre (Hauskatze) kerngesund
Djamila (Persermix) kerngesund
Mika (Hauskater) 5 Jahre - kerngesund
Dodie (Ragdoll) - 5 Jahre - FORL und Nierenschwäche
Harlekin (Ragdoll) 5 Jahre - FORL, Nieren- und Herzschwäche
Felix (Siammix) 2 Jahre - kerngesund
Minnie (Siammix - Schwester von Felix) 2 Jahre -Verwachsungen im Knorpeögerüst und auch leichte Debilität
Hedwig (1 Jahr - Hauskatze) - kerngesund
Frodo (1 Jahr - Hauskatze) kerngesund
rote Renate - (Alter unbekannt - aus sehr schlechter Haltung) Hauskatze - kerngesund - geschätzt ca. 7 Jahre)

Die Maine Coons meiner Freundin mussten im Alter von 8 und 10 Jahren wegen Darmlähmung eingeschläfert werden

Mit so vielen Katzen kann ich als Vergleich natürlich nicht dienen, aber ich will mal schauen, was ich zusammenbekomme:

Meine Katzen:
Osa, Britisch Kurzhaar, 5 Jahre alt - einmal Harnsteine, ansonsten nie krank
Billie-Jean, Somali, 1 Jahr alt - kerngesund
Nicky, Perser-Hauskatzen-Mix, 13 Jahre alt, kerngesund

ehemalige:
Belinda, Britisch Kurzhaar, 9 Jahre alt - nie krank, an Vergiftung gestorben ( :( )
Toulouse, Britisch Kurzhaar, 11 Jahre alt - nie krank, lebt jetzt bei meiner Mutter

Katzen aus meiner Kindheit, an die ich mich noch erinnern kann:
Gypsy, Perser (europ. Typ), verstorben mit mind. 18-19 Jahren, lebenslang kerngesund
Sheila, Perser (europ), verstorben mit 16 Jahren, lebenslang kerngesund

Einige Hauskatzen aus dem Tierheim: Überfahren worden, an Niereninsuffizienz verstorben oder an anderen, gefährlichen Katzenkrankheiten erkrankt.

Die Katzen aus der Zucht meiner Mutter: Alle kerngesund, maximal 3 Jahre alt.

Mehr hab ich nicht "zu bieten", aber da sieht man mal wieder, dass solche selbst aufgestellten Statistiken Schall und Rauch sind.

Und es ist nunmal leider Fakt und Tatsache, dass der Standard-Hauskatzenbesitzer (der, der sich nicht die Mühe machen würde, sich wegen einem Tier in einem Forum zu registrieren), nicht sonderlich nachforschungsfreudig ist und nicht unbedingt herausfinden muss, weshalb "Minka" oder "Muschi" von ihrem nächtlichen Streifzug nicht nachhause gekommen ist. Kommt eben ne neue Katze vom Bauernhof daher... gibt ja so viele "süße Mutzis", die man mal eben mitnehmen kann.
Da wird im Regelfall nicht obduziert, geschallt oder gengetestet.
Ansteckbare Katzenkrankheiten? Giardien? Was ist das? Premiumfutter? Nah, viel zu aufwendig und teuer!
Eine Rassekatze zu "besitzen" (oder von ihr besitzt zu werden ;) ), wenn man nicht gerade wie die Jungfrau zum Kinde an sie gekommen ist, setzt im Regelfall immerhin eines voraus: Informiert zu sein.
Viel schneller ist bei einer Rassekatze daher von Erbkrankheiten die Rede, obwohl so etwas bei Hauskatzen genauso häufig, ja sogar häufiger vorkommt (dass gerade unter diesen die meisten HCM Fälle vorkommen, ist eine Tatsache). Klar, der Bauer kontrolliert nicht nach, ob sich Mucki mit ihrem Bruder Motzi verpaart und an welcher Krankheit die Eltern Mikesch und Mulli gestorben sind.

Bitte fühlt sich hier keiner angegriffen! Ausnahmen bestätigen nur die Regel. :D Dass es hier etwas anders zugeht, in einem Forum, wo sich Leute allein wegen ihren geliebten Vierbeinern austauschen und informieren, ist schon klar. Trotzdem kann niemand abstreiten, dass es im Normalfall genau wie oben beschrieben zugeht.

Nein, ich bin definitiv nicht der Auffassung, dass Hauskatzen "weniger wert" sind, ich liebe alle Katzen, ob groß oder klein, kuschelig oder nackig. :D Trotzdem steh ich dazu: Ich wollte eine Britin und ich wollte eine Somali, weil sie mir einfach besser gefallen. Bin ich jetzt voll blöd? :p


Und diese Ragdollzüchterin, der der Aufenthaltsort ihrer Katzen vollkommen latte ist und die obendrein mit Erbkrankheiten behafteten Tieren züchtet, würde ich nicht als seriös bezeichnen.
Tut mir ja leid, dass du schlechte Erfahrungen machen musstest, aber so ist es nicht immer.

Weil ich heute mal wieder so viel Senf abzugeben habe: :D
Dass Züchter im Durchschnitt nicht "so arm" sind, ist klar und hoffentlich selbstverständlich! Leute, die nämlich in einer 2-Zimmer Wohnung leben, sich mit einem Ferien- und Wochenendjob ihr Studium finanzieren oder den ganzen Tag arbeiten müssen, haben im Regelfall natürlich keine Zucht. Wenn man züchtet, dann sind in meisten Fällen die Grundvoraussetzungen schon vorhanden: Eine, je nach Größe der Zucht, größere Wohnung oder ein Haus und genug Zeit, also meistens Leute, die sich leisten können, dass die Frau beispielsweise zuhause bleiben kann.
Das heißt aber nicht, dass Züchter "stinkend reich" sind und sich leisten können, die Kitten für 1 Euro herzuschenken *g* ;)

PS: Saurier nimmt mir einfach die Worte aus dem Mund. =)
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #58
@russian, ich bin nicht Steffi :wink:
sorry, nun bring ich schon die User durcheinander :oops:

Ich habe nicht auf das Datum geschaut, nur die Beiträge gelesen und dadurch nicht gesehen, dass er schon ein gewisses Alter hat, was ja seine Aktualität nicht verringert.

Deine Antwort fand ich schon richtig, denn nur wer einigermaßen finanziell gut gepolstert ist kann sich eine Zucht überhaupt leisten, es ist kein billiges Hobby.
Und ich hätte als Züchter auch nicht den Ehrgeiz für Schnäppchenjäger zu züchten, Geiz ist geil habe ich noch nie als Züchtermotto gelesen
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #59
Hallo
Also ich finde deine kleinen allerliebst allerdings mein Smoky ist ein Pascha und total eifersüchtiger Einzelgänger mmmmmmmmmmmmmmm aber bei so kleinen süßen Kitten schmelz ich immer dahin.
Ich denke abermal das es mit den Kätzchen nicht so läuft liegt zur Zeit auch an der lage ob man sich ein Kätzchen in bestimmten preislagen leisten kann.
Viele sehen nur den Kaufpreis und rechnen nicht das für den Züchter ja auch kosten für Tierartzt,Futter sowieso und Deck kosten entstehen.
Ich selbst finde das 450€ ein guter Preis für eine Rassekatze ist wobei ich immer daran denke das ich mal aus den tierheim eine Katze holen wollte und sollte da schon 200€ für die unkosten zahlen.
LG!
 
  • wieso will niemand meine Babys??? Beitrag #60
Hallo
Also ich finde deine kleinen allerliebst allerdings mein Smoky ist ein Pascha und total eifersüchtiger Einzelgänger mmmmmmmmmmmmmmm aber bei so kleinen süßen Kitten schmelz ich immer dahin.
Ich denke abermal das es mit den Kätzchen nicht so läuft liegt zur Zeit auch an der lage ob man sich ein Kätzchen in bestimmten preislagen leisten kann.
Viele sehen nur den Kaufpreis und rechnen nicht das für den Züchter ja auch kosten für Tierartzt,Futter sowieso und Deck kosten entstehen.
Ich selbst finde das 450€ ein guter Preis für eine Rassekatze ist wobei ich immer daran denke das ich mal aus den tierheim eine Katze holen wollte und sollte da schon 200€ für die unkosten zahlen.
LG!

Hallo,

der Thread ist von 2008 - also schon uuuuuuralt:lol:
 
Thema:

wieso will niemand meine Babys???

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