Danke, ihr Lieben, eure Worte tun gut.
Aber auch mir geht es verhältnismäßig gut, seit ich die endgültige Entscheidung gefällt habe. Es tut zwar sehr weh, aber ich weiß, dass es richtig so war und dass alles andere nicht in seinem Sinne gewesen wäre. Er durfte in Ruhe Zuhause gehen, ohne Stress, ganz sanft hinübergleiten.
Für die, die es noch nicht anderswo gelesen/gehört haben, Jack ist an einer feuchten FIP verstorben, die ersten wirklichen Symptome zeigten sich am Samstagabend, sein Allgemeinzustand war im Vorfeld (zumindest was Blut- und Organwerte angeht, Anfang November gecheckt) völlig in Ordnung, er hatte jedoch schon etwas abgenommen, daher der Check.
Es ging rasend schnell, Sonntag der dicke Bauch und der erste, leider da schon sehr konkrete Verdacht, da auch andere ggf. für einen solchen Erguss "typischen" Krankheiten (Lebererkrankung z.B.) wegfielen, heute die endgültige Gewissheit: FIP.
Nie hätte ich gedacht, dass ich mich mal mehr als theoretisch mit dem Thema auseinander setzen müsste, zumal Jack auch nun wirklich nicht in irgendeine Risikogruppe passte. Aber das interessiert die Krankheit leider nicht :-(.
Ach du meine Güte, dass ist wirklich ein Schock und da wirst du lange dran knabbern müssen, wie ich leider aus eigener Erfahrung weiß. Bei Nico kam es auch vollkommen überraschend, klar er war noch ein Kitten aber aus einer wirklich seriösen Zucht (er war der erste und einzige
Fip-Fall innerhalb von 10 Jahren), ich war noch 2 Wochen davor beim
Tierarzt mit ihm, um den Kastratermin auszumachen, alle gratulierten mir zu den beiden tollen Kitten und ihren Top-Zustand und dann war er Samstag geringfügig ruhiger als sonst, Sonntag morgen kam er dann mit dicken Bauch zu mir ins Schlafzimmer, wir sind sofort in die Tierklinik gefahren, da kam dann gleich der erste Verdacht, uns blieben noch 5 Tage, dann wurde die Diagnose durch die restlichen Laborergebnisse und durchs Ausschlussverfahren bestätigt, am Freitag vormittag (24.12.2010) kam meine TÄ zu mir nach Hause, um ihn zu erlösen, weil er es nicht mehr über die Feiertage geschafft hätte. Diese 5 Tage waren die Hölle, ihn so zu sehen, zu wissen dass man ihm nicht mehr helfen kann, hat mir mein Herz jeden Tag aufs neue gebrochen und wenn ich geweint habe, ist der kleine kranke Kater zu mir gekommen, um mich zu trösten, bis zuletzt habe ich auf ein Wunder gehofft, dann blieb nur noch der Abschied. Ich bin meiner TÄ unendlich dankbar, dass sie obwohl es der 24.12. war, zu mir nach Hause gekommen ist und er keinen Stress mehr hatte, sondern in gewohnter Umgebung in meinen Armen einschlafen durfte und sich auch Sue, die beiden waren unzertrennlich, sich noch vom ihm verabschieden konnte.
Es kam so aus dem Nichts, es traf mich vollkommen unvorbereitet, ich war mir sicher, meine beiden Kitten waren gesund und munter, es ging ihnen bestens, die sind mit 14 Wochen bei mir eingezogen, sie haben sich gut und schnell eingelebt, die hatten keinen Stress. Es ging so schnell und dann diese Hilflosigkeit, weil man nichts mehr machen kann, außer zeitnah erlösen und das Leiden beenden und danach folgte ein Jahr voller Angst, erst 2-3 Jahre später wurde es langsam besser, aber so ganz wird man diese Sorge nie wieder los. Leider konnte ich daher das Aufwachsen meiner Sue (seine Schwester) gar nicht mit Freude und Stolz verfolgen, ich hatte immer nur Angst um sie.
Liebe Heike, fühl dich gedrückt, ich bin in Gedanken bei dir.
Jack, komm gut im Regenbogenland an und grüß meinen Nico von mir. :sad: