• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um?

Diskutiere Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? im Erkrankungen von Nieren und Harnwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo an alle! Ich war aus verschiedenen Gründen schon lange nicht mehr hier gewesen. Aber jetzt habe ich ein Problem wo ich einfach nicht weiß...
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aLuckyGuy

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Hallo an alle!
Ich war aus verschiedenen Gründen schon lange nicht mehr hier gewesen. Aber jetzt habe ich ein Problem wo ich einfach nicht weiß wie ich damit umgehen soll.

Unser Salem ist 10 1/2 Jahre alt und vor vier Monaten wurde bei Ihm CNI im Endstadium diagnostiziert. Er war mehrere Tage beim Tierarzt, Infussion, Medikamente und Spritzen, halt das volle Programm. Zu Hause haben wir dann erst einmal versucht die Ernährung umzustellen, was jedoch nicht so gut funktioniert hat wie erhofft. Er bekommt nun wieder sein altes Futter (Lux vom Aldi) was, wie wir inzwischen herausgefunden haben, bei CNI gar nicht so schlecht ist. Zusätzlich streuen wir ihm IPAKITINE Pulver über sein Futter und geben ihm täglich Vitamin B-Komplex und Vitamin B12 in Pulverform die wir aus Kapseln entnehmen. Damit haben wir wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht, vor allen Salems Apetitt hat sich verstärkt. Und hin und wieder bekommt er frische Hühnerherzen oder ein Stück rohes Rindfleisch.

Leider hat sich auch sein ganzes Wesen verändert. Er ist zwar lieb wie immer, springt immer noch auf fast alle Schränke (wenn auch inzwischen etwas wacklig) und läuft hin und wieder sogar in den Garten aber seine Eigenheiten haben sich verstärkt. Es gab Zeiten da hat er tagsüber einfach nicht mehr geschlafen und wenn, dann nur auf einen einzigen Hocker mit einer ganz bestimmten Decke. Trinknäpfe müssen ebenfalls an ganz bestimmten Stellen stehen. Da er glücklicherweise sehr viel trinkt, was den relativ guten Allgemeinzustand vom ihm erklärt, kann er das Wasser manchmal nicht mehr halten und pieselt auch schon mal in die Küche direkt auf dem Fußboden oder in die Badewanne. Ok. gibt schlimmeres denke ich mal. Inzwischen haben wir drei neue Kaklos aufgestellt, zwei allein im Wohnzimmer. Seit vorgestern zieht er sich immer mehr ins Schlafzimmer zürück. Dort habe ich ihm eine Decke auf das Aquarium gelegt und direkt daneben einen Trinknapf gestellt. Zwei mal am Tag frisst er noch, aber er ist leider nur noch ein Schatten seiner selbst. Von ehemals 7,5 Kg (und er war damals schon schlank) sind inzwischen nur noch 3,8 übrig. Man kann ihn gar nicht mehr richtig über dem Rücken streicheln weil man nur noch Fell und Knochen spürt.

Seit der Diagnose CNI-Endstadium sind inwzwischen 115 Tage vergangen, was wie wir erfahren haben, gar nicht mal so schlecht ist. Der durchschnittliche Wert liegt wohl so bei etwa 90 Tagen. Mehr können wir einfach nicht für ihm tun und ehrlich gesagt komme ich damit einfach nicht recht klar. Da stirbt ein Lebewesen vor den eigenen Augen und man ist so völlig macht- und hilflos. :cry: Ich wünschte mir, ich hätte mehr Stärke um mit solch einer Situation besser umzugehen. Immerhin hatte Salem, so weit ich das beurteilen kann, ein gutes Leben, hatte ein ruhiges Zuhause und seinen eigenen Katzengarten. Natürlich hätte ich Ihm noch viele weitere Jahre gegönnt aber wenn man mal überlegt wie viele Katzen nicht mal ein oder zwei Jahre alt werden sind 10 Jahre gar nicht mal so übel, denke ich.

Hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen und was habt Ihr in solchen Fällen gemacht? Was kann man für seine Mieze tun um sie zu beruhigen? Wie geht man damit um?

Hier mal ein aktuelles Bild von Salem:
SL378870.jpg

SL378872.jpg


Viele Grüße aus Peine
sendet Frank mit Salem & Floyd


PS: Floyd geht es gut. Frisst und schläft den ganzen Tag und wird immer dicker und runder. Sein Markierungsdrang ist zwar sehr viel besser geworden, aber ganz weggehen wird er wohl nie. So wie ich Floyd kenne wird er bestimmt mal 30 Jahre und sei es nur um uns zu ärgern und noch viele Möbel zerstören zu können. :mrgreen:
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #2
Hallo,

das ist sehr traurig und eine schlimme Sache. Leider bin ich zurzeit in einer ähnlichen Situation und weiß, wie hilflos man sich fühlt.
Ich habe nach Deiner Beschreibung den Eindruck, dass Du alles tust, was möglich ist.

Du fragst, wie andere Dosis damit umgehen: Ich habe viel mit meiner Tierarzt gesprochen und versuche meiner Kleinen (Bösartiger, schnell wachsender Tumor im Maul bei einer 19Jährigen Katze) die letzte Zeit so schön wie möglich zu machen, lasse sie alles machen und fressen, was sie will. Leider trinkt sie gar nicht. Zum Glück frisst sie Nassfutter, da mogle ich immer ein bisschen Wasser drunter. Blos nicht zu viel, dann rührt sie es nicht an. Ich beobachte meine Katze genau und drehe bei dem kleinsten Anzeichen für eine Verschlechterung fast durch. Ich stand schon ein paar mal kurz davor, mein Kleines erlösen zu lassen, aber scheinbar rappelt sie sich immer wieder. Ich versuche, ihr so viel Liebe und Zuneigung zu geben, wie ich kann. Aber ich bin schon ziemlich fertig mit den Nerven. Und ich frage mich immer wieder, ob ich Leben oder Leiden verlängere. Die Tierarzt gibt mir leider immer nur wage Antworten darauf, so dass die letzte Entscheidung wohl bei mir liegt.

Alle sagen immer: Du weißt, wenn es soweit ist, sie gehen zu lassen. Ich hatte diese Gefühl schon mehrfach, aber dann hatte ich doch immer Zweifel, weil es ihr wieder etwas besser ging. Ich finde das alles fast unerträglich. Ich hoffe nur, die Kleine leidet nicht zu sehr (bekommt Korstison und Schmerzmittel) und hat noch eine einigermaßen schöne Zeit, bis sie sich in Richtung Regenbogenbrücke aufmacht. Ich heule mir seit Wochen die Augen aus und meine Nerven leigen blank. Hilft nichts, aber so gehe ich mit der Situation um. Nicht sehr hilfreich.
Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser Zeit.
Grüße aus Fellnasenheim
 
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  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #3
Hallo Frank,
es tut mir sehr leid für Salem, für dich natürlich auch.
Mein Katerchen Pico hatte auch CNI. Für mich war es sehr, sehr schwer mit dieser Krankheit umzugehen und vor allem, ihn so leiden zu sehen. Hinzu kamen bei ihm noch total vereiterte Zähne was ja bei CNI auch nicht toll ist. Leider hat meine alte TK ihm, trotzdem ich es gewünscht habe, nicht alle Zähne gezogen. Der Wechsel in eine andere TK war für Pico leider zu spät.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
Falls du noch Vit.B Kompl. brauchst, ich hätte noch eine Packung die bis 6/16 hält. Da wir ja fast Nachbarn sind, kann ich sie dir gern vorbeibringen oder du holst sie dir ab.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #4
achte auf Salem, ihr habt schon alles gemacht und ihr habt es gut gemacht. Er wird euch zeigen wenn er nicht mehr kann und will. Natürlich möchte man erleben, dass sein Tier einfach einschläft, ohne dass man sich darum Gedanken machen muss .... Ist es nun der Zeitpunkt gekommen einzugreifen.

Solange er frisst und seine Geschäfte macht und er sich wohlfühlt und ohne Schmerzen ist, genießt die Zeit.

lg
Verena
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #5
Ja, du wirst merken, wenn er nicht mehr will. Pico hat mich nicht mehr angesehen und wenn ich ihn angesprochen habe, hat er den Kopf weggedreht. Das hat schrecklich wehgetan:cry:
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #6
Das hat Sheela auch schon mehrmals getan, immer wenn wohl die Wirkung des Metacam nachlässt. Aber dann berappelt sie sich wieder. Das macht es für mich so schwer zu entscheiden.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #7
Vielen Dank für die Antworten. :) Ich denke, es hilft schon sehr, wenn man sieht das es anderen Dosis ebenso ergeht und man nicht allein ist.

Tja, einerseits möchte man seinen Kater nicht leiden lassen, andererseits gehört etwas Kampf schon zum Überleben dazu. Ich denke, das ist einfach so, das kann man seinen Tieren auch nicht abnehmen.

Wie schon geschrieben, die letzten Wochen waren mal besser, mal etwas schlechter. Meist folgte nach einen guten Tag mit ordentlich fressen, wieder ein schlechter, weil die Nieren das Futter eben nicht mehr so abbauen wie es sein müsste. Er trinkt dann sehr viel, was die schlechten Blutwerte nach und nach wieder etwas bessert. Einige Zeit hatte er sich angewöhnt nur noch im Badezimmer, direkt aus dem Wasserhahn zu trinken. Er hat dann miaut und einer von uns musste mitgehen und ihm den Hahn anstellen. Am Tag bestimmt 30 mal. Manchmal sogar in der Nacht. Ich habe dann einen kleinen Trinkbrunnen gebastelt. Einfach eine kleine Wasserpumpe bestellt und ein Blumenübertopf. Dass hat zum Glück gut funktioniert. Inzwischen gehen bei Salem auch wieder kleine Näpfe die ich direkt neben seinen Schlafplatz stelle.

Nachdem er nach längerer Feng Shui Suche endlich einen Sessel im Wohnzimmer gefunden hat, schläft er auch etwas besser. Allerdings zieht er sich seit zwei Tagen nur noch ins Schlafzimmer zurück und da der Geruch aus seinen Mäulchen stark zugenommen hat, glaube ich, dass es so lange nicht mehr dauern kann. Aber immer wenn ich denke es ist soweit, rappelt er sich auf und schaut mich an als wenn er sagen möchte: "Dosi, mir geht es schon viel besser". Ich habe ihm überall Kletterhilfen aufgestellt, aber Supermacho Salem springt natürlich trotzdem gleich oben auf die Schränke und meint, Kletterhilfen wären doch was für kleine Kitten.:roll:

Ein weiteres Problem sind übrigens Flöhe. Keine Ahnung wo und wie er sich die geholt hat, jedenfalls war es zwischenzeitlich echt schlimm. Floyd hat ein advocate Spot on bekommen, das hat gut geholfen. Aber bei Salem geht das natürlich auf Grund seines Gesundheitszustandes nicht. Da haben wir nur Frontline-Spray benutzt und ihn täglich abgekämmt. Na und ich bin seit Wochen nur noch am waschen, saugen, putzen und dampfreinigen. Aber ich denke, das Schlimmste ist wohl inzwischen geschafft, seit einigen Tagen ist Salem flohfrei.
Mein Freund ist übrigens vom oben bis unten zerstochen und mußte sogar bei seiner Hausärztin vorbeischauen. Ich habe nicht einen einzigen Biss. Wahrscheinlich mögen Katzenflöhe kein Ossi-Blut. :mrgreen:
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #8
Aber immer wenn ich denke es ist soweit, rappelt er sich auf und schaut mich an als wenn er sagen möchte: "Dosi, mir geht es schon viel besser".
:mrgreen:

Genauso geht es mir mit meiner Sheela! Es ist auf der einen Seite sehr schön (mehr Zeit), auf der anderen fühle ich mich hin- und hergepeitscht. :cry::-?
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #9
Ich hatte die Entscheidung ja nun auch vor noch nicht einmal zwei Wochen zu treffen - mir haben auch alle gesagt "die Katze wird es dir zeigen". Aber ich muss klar sagen, nein, das war bei uns nicht so, besser gesagt, ich wollte das nicht - denn ich weiß, wie gut unsere Lieblinge im Verbergen von Schmerzen sind (Beispiel: schwere Blasenentzündung und völlig vereiterter Zahn, von beidem haben wir nichts bemerkt, bis es wirklich übel war) - ich wollte keinesfalls so lange warten, bis mir die Katze "zeigt", wie groß ihre Schmerzen sind, sondern sie vorher erlösen. Und so haben wir es auch gehandhabt. Vielleicht war es eine Woche zu früh, aber da es unausweichlich war - wem habe ich damit etwas genommen? Doch nur mir, nicht aber de Tier, dem ich schlimmere Schmerzen erspart habe. Ich weiß, nicht jeder denkt so - darüber haben wir uns ja letzthin hier () lang und breit unterhalten - aber ich würde immer wieder so handeln, weil ich finde, dass man nachweislich todkranken Tieren den letzten Kampf ersparen kann - schlimm genug, dass man das bei Menschen nur unter erschwerten Bedingungen kann/darf.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #10
Hallo Saurier,

im Prinzip sehe ich das genauso wie Du. Ich habe furchtbare Angst, dass sie sich in ein paar Tagen oder Wochen zu Tode quält und ich es nicht mitbekomme, weil ich gerade einkaufen oder arbeiten bin und ich es hätte verhindern können, in dem ich zur rechten Zeit gehandelt hätte. Aber der letzte Schritt ist so schwer! Ich habe ja schon ein paar Mal Anlauf genommen, habe aber immer drum herum geredet/gefragt und die Tierärztin ebenso. Ich hatte nicht den Mut zu sagen: "Bitte erlösen Sie mein Tier!" und sie hat die Worte auch nicht ausgesprochen.
Nachdem der Vormittag ganz o.k. war, hockt sie jetzt wieder in Schonhaltung auf dem Sofa und will weder angefasst noch angesprochen werden. Und die nächste Gabe Metacam wäre erst in 3 Stunden .... :-:)-?

LG Blanca
 
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  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #11
Dann gib ihr jetzt was - wovor hast du Angst? Vor Langzeitschäden? Wenn es ihr hilft, gib ihr jetzt etwas.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #12
Du hast recht. Das mache ich. Aber es ist wie jeden Tag: Ich denke, jetzt geht gar nichts mehr und dann schläft sie auf einmal. Oder machen die Schmerzen sie so fertig? Ich wünschte, ich wäre ne Katzenflüsterin....
Wenn sie aufwacht und immer noch so gequält aussieht, :cry: geb ich ihr sofort was. Sie hat gute Blutwerte und hat das Metacam bisher gut vertragen.

Wenn das Metacam dann wirkt, ist sie fast wie früher ....
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #13
Hm... wie ich schon sagte, ein wenig kämpfen müssen die Miezen halt schon. Das kann man ihnen nicht abnehmen. Ich beobachte halt Salem immer genau. Bisher ist er ja sogar noch ab und an mal in den Garten gegangen, oft sogar stundenlang. Meine zwei TÄ haben mir gesagt, dass Katzen bei CNI zumindest keine Schmerzen haben. Ihnen ist halt "nur" kotzübel. Und irgendwann würden sie dann einschlafen. Soweit die Theorie. Bei unseren "Mäuschen" war es leider nicht so einfach, aber bei ihm kamen auch Leberprobleme und ein Tumor im Bauchraum dazu.

Ein wenig ruhiger als bei "Mäuschen" damals bin ich ja schon. Mäuschen war 10 Jahre ein reiner Wohnungskater und hatte den vollen gesicherten Freigang erst zwei Jahre lang. Ich hätte ihm wirklich noch einige gute Jahre gegönnt. Das ist bei Salem schon etwas anders, er genoss von Anfang an gleich seinen Katzengarten und hatte zumindest einen Spiel- bzw. Raufkumpel. Ich wünschte mir nur das ich einfach etwas gelassener mit etwas umgehen könnte, was nun mal der Lauf der Natur ist und was ich ohnehin nicht ändern kann. Zumindest versuche ich möglichst stark zu sein, weil ich denke, dass Salem jetzt jemand braucht der ihm Kraft gibt. Aber je länger es dauert, desto schwieriger wird es.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #14
Hm... wie ich schon sagte, ein wenig kämpfen müssen die Miezen halt schon. Das kann man ihnen nicht abnehmen. [...]
Wieso? Wieso sollte ich einem todkranken Tier den sinnlosen Kampf um etwas, was es nie (wieder) haben wird, nicht abnehmen?

Mag sein, dass es bei CNE etwas anders ist, aber ich hatte eine krebskranke Katze, wogegen und wofür die noch kämpfen sollte, weiß ich nicht.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #15
Hm... wie ich schon sagte, ein wenig kämpfen müssen die Miezen halt schon. Das kann man ihnen nicht abnehmen.

Ich denke, genau das kann man ihnen abnehmen! Bei Menschen darf man es nicht und so mancher Krebspatient würde es sich wünschen. Aber das schreibe ich hier so leicht hin, ich handle ja auch (noch) nicht danach .....

Wie saurier sagt, es ist vielleicht bei CNI anders, aber bei Krebs hat man höllische Schmerzen. Ich habe das bei meiner Mutter erlebt und es war ganz furchtbar. Sie konnte es nur mit Morphium (das stärkste Schmerzmittel überhaupt) aushalten und trotzdem hatte sie kaum noch Lebensqualität und hat sehr gelitten.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #16
Wieso? Wieso sollte ich einem todkranken Tier den sinnlosen Kampf um etwas, was es nie (wieder) haben wird, nicht abnehmen?

Mag sein, dass es bei CNE etwas anders ist, aber ich hatte eine krebskranke Katze, wogegen und wofür die noch kämpfen sollte, weiß ich nicht.
Nun ja, es gibt halt einen großen Unterschied zwischen sich krank und unwohl zu fühlen und krank zu sein und dabei auch noch große Schmerzen zu haben. Die Linie dazwischen ist fließend und genau da liegt für mich die Schwierigkeit. Ich möchte meinen Kater nicht unnötig leiden lassen, gar keine Frage. Aber ich möchte ihn auch nicht um Wochen, oder vielleicht Monate wertvolle Lebenszeit bringen in denen er möglicherweise noch durchaus Lust am Leben verspürt hat, wenn gleich auch mit viel Anstrengung verbunden, nur weil ich mich nicht in der Lage fühle seinen Leiden zuzusehen.

So hat mir Salem einerseits vorgestern noch bei der Aquarium Reinigung zugesehen und hat mit viel Elan versucht Fische zu fangen (die halbe Wand war klitschnass) anderseits weiss ich das er wirklich todkrank ist und allein aus logischen Erwägungen heraus nicht mehr lange zu Leben haben dürfte. Bei unseren letzten Kater war irgend wann die Sache klar. Spätestens als er überhaupt nichts mehr fressen wollte und sich strikt geweigert hat und die ganze Nacht lautstark geschnurrt oder besser noch, gebrummt hat, wussten wir, es ist soweit. Aber bei Salem ist es bisher etwas schwieriger.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #17
[...] Aber ich möchte ihn auch nicht um Wochen, oder vielleicht Monate wertvolle Lebenszeit bringen in denen er möglicherweise noch durchaus Lust am Leben verspürt hat, wenn gleich auch mit viel Anstrengung verbunden, nur weil ich mich nicht in der Lage fühle seinen Leiden zuzusehen. [...]
Das sehe ich eben ganz anders. Wenn ich beim Leiden meines Tieres einfach nur zuschauen würde, würde ich das als Tierquälerei empfinden, weil ich Zeit, in der ein Lebewesen leidet, nicht als wertvolle Lebenszeit ansehe. Aber das ist so individuell, wie der Mensch und das Tier - daher gibt es da sicher nicht nur "eine Art", das Ganze anzugehen.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #18
Ich habe diese Zeit auch kürzlich erst durchlebt.
Wäre die Verlängerung ihres Lebens für Tante Paul oder für mich wünschenswert gewesen?
Ich würde jederzeit wieder so entscheiden, dass mein geliebtes Tier nicht erst schlimme Leiden ertragen muss.
Das musst du mit dir ganz allein ausmachen, die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #19
Ich möchte meinen Kater nicht unnötig leiden lassen, gar keine Frage. Aber ich möchte ihn auch nicht um Wochen, oder vielleicht Monate wertvolle Lebenszeit bringen in denen er möglicherweise noch durchaus Lust am Leben verspürt hat, wenn gleich auch mit viel Anstrengung verbunden, nur weil ich mich nicht in der Lage fühle seinen Leiden zuzusehen.

Das sehe ich eben ganz anders. Wenn ich beim Leiden meines Tieres einfach nur zuschauen würde, würde ich das als Tierquälerei empfinden, weil ich Zeit, in der ein Lebewesen leidet, nicht als wertvolle Lebenszeit ansehe. Aber das ist so individuell, wie der Mensch und das Tier - daher gibt es da sicher nicht nur "eine Art", das Ganze anzugehen.

Genau diese beiden Gedanken sind es, die mich so fertig machen. In einer Minute gewinnt der eine Oberhand, aber in der anderen schon wieder der andere. :?: Allerdings: Es geht doch darum, eben unsere Tiere nicht leiden zu sehen, sondern ihnen zu helfen, dass sie es nicht müssen.
 
  • Wie gehen andere Dosi mit solch einer Situation um? Beitrag #20
Das sehe ich eben ganz anders. Wenn ich beim Leiden meines Tieres einfach nur zuschauen würde, würde ich das als Tierquälerei empfinden, weil ich Zeit, in der ein Lebewesen leidet, nicht als wertvolle Lebenszeit ansehe. Aber das ist so individuell, wie der Mensch und das Tier - daher gibt es da sicher nicht nur "eine Art", das Ganze anzugehen.
Hm, das ist schwierig zu erklären. Ich versuche das immer mit Menschen zu vergleichen. Ein älterer Mensch der im Pflegeheim nur noch im Bett liegt, nichts mehr tun kann als still dazuliegen und überall im Körper Schmerzen hat sollte schon das Recht haben sein Leben selbstbestimmt beenden zu können. Aber was ist bspw. mit Menschen die körperbehindert aber geistig noch voll da sind? Oder Menschen die halt einfach die verschiedensten Krankheiten haben, mal mehr mal etwas weniger. Wann beginnt wirkliches Leiden und wann ist es einfach nur große Scheisse... sorry... wo halt jeder einfach mal durch muss.

Salem hat CNI saß aber im strömenden Regen am Gartenteich und versuchte voller Elan Fische zu fangen. Gesund hat er sich gewiss nicht gefühlt. Aber so krank um ihn gleich zu erlösen? Leider kann man Tiere nicht einfach fragen wie es ihnen geht. Ich war grad bei ihm. Gefressen hat er heute mal wieder fast nichts, sass aber immerhin vor dem Katzenkino und hat etwas "ferngesehen". Allerdings möchte er offenbar seinen Platz auch nicht verlassen. Schwierige Situation.
 
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