Hallo an alle!
Ich war aus verschiedenen Gründen schon lange nicht mehr hier gewesen. Aber jetzt habe ich ein Problem wo ich einfach nicht weiß wie ich damit umgehen soll.
Unser Salem ist 10 1/2 Jahre alt und vor vier Monaten wurde bei Ihm
CNI im Endstadium diagnostiziert. Er war mehrere Tage beim
Tierarzt, Infussion, Medikamente und Spritzen, halt das volle Programm. Zu Hause haben wir dann erst einmal versucht die Ernährung umzustellen, was jedoch nicht so gut funktioniert hat wie erhofft. Er bekommt nun wieder sein altes Futter (Lux vom Aldi) was, wie wir inzwischen herausgefunden haben, bei
CNI gar nicht so schlecht ist. Zusätzlich streuen wir ihm IPAKITINE Pulver über sein Futter und geben ihm täglich Vitamin B-Komplex und Vitamin B12 in Pulverform die wir aus Kapseln entnehmen. Damit haben wir wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht, vor allen Salems Apetitt hat sich verstärkt. Und hin und wieder bekommt er frische Hühnerherzen oder ein Stück rohes Rindfleisch.
Leider hat sich auch sein ganzes Wesen verändert. Er ist zwar lieb wie immer, springt immer noch auf fast alle Schränke (wenn auch inzwischen etwas wacklig) und läuft hin und wieder sogar in den Garten aber seine Eigenheiten haben sich verstärkt. Es gab Zeiten da hat er tagsüber einfach nicht mehr geschlafen und wenn, dann nur auf einen einzigen Hocker mit einer ganz bestimmten Decke. Trinknäpfe müssen ebenfalls an ganz bestimmten Stellen stehen. Da er glücklicherweise sehr viel trinkt, was den relativ guten Allgemeinzustand vom ihm erklärt, kann er das Wasser manchmal nicht mehr halten und pieselt auch schon mal in die Küche direkt auf dem Fußboden oder in die Badewanne. Ok. gibt schlimmeres denke ich mal. Inzwischen haben wir drei neue Kaklos aufgestellt, zwei allein im Wohnzimmer. Seit vorgestern zieht er sich immer mehr ins Schlafzimmer zürück. Dort habe ich ihm eine Decke auf das Aquarium gelegt und direkt daneben einen Trinknapf gestellt. Zwei mal am Tag frisst er noch, aber er ist leider nur noch ein Schatten seiner selbst. Von ehemals 7,5 Kg (und er war damals schon schlank) sind inzwischen nur noch 3,8 übrig. Man kann ihn gar nicht mehr richtig über dem Rücken streicheln weil man nur noch Fell und Knochen spürt.
Seit der Diagnose
CNI-Endstadium sind inwzwischen 115 Tage vergangen, was wie wir erfahren haben, gar nicht mal so schlecht ist. Der durchschnittliche Wert liegt wohl so bei etwa 90 Tagen. Mehr können wir einfach nicht für ihm tun und ehrlich gesagt komme ich damit einfach nicht recht klar. Da stirbt ein Lebewesen vor den eigenen Augen und man ist so völlig macht- und hilflos.

Ich wünschte mir, ich hätte mehr Stärke um mit solch einer Situation besser umzugehen. Immerhin hatte Salem, so weit ich das beurteilen kann, ein gutes Leben, hatte ein ruhiges Zuhause und seinen eigenen Katzengarten. Natürlich hätte ich Ihm noch viele weitere Jahre gegönnt aber wenn man mal überlegt wie viele Katzen nicht mal ein oder zwei Jahre alt werden sind 10 Jahre gar nicht mal so übel, denke ich.
Hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen und was habt Ihr in solchen Fällen gemacht? Was kann man für seine Mieze tun um sie zu beruhigen? Wie geht man damit um?
Hier mal ein aktuelles Bild von Salem:
Viele Grüße aus Peine
sendet Frank mit Salem & Floyd
http://www.salem-und-floyd.de/
PS: Floyd geht es gut. Frisst und schläft den ganzen Tag und wird immer dicker und runder. Sein Markierungsdrang ist zwar sehr viel besser geworden, aber ganz weggehen wird er wohl nie. So wie ich Floyd kenne wird er bestimmt mal 30 Jahre und sei es nur um uns zu ärgern und noch viele Möbel zerstören zu können. :mrgreen: