Und nun geht es auch noch weiter mit Max und der Blutabnahme. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mit drei Katzen beim
Tierarzt war.
Irgendwann Ende März oder Anfang April (weiß nicht mehr genau) saß Max im Garten und knurrte. Als ich schauen wollte, was sie hat, knurrte sie mich an. Ihre Zunge war knallrot, wie verbrannt, abgeschliffen, irgendwie entzündet oder so, die Papillen waren weg. Ich habe sie also eingepackt und bin mit ihr in die Klinik gefahren. Es war ein Sonntag, aber die Klinik hat jetzt neuerdings auch sonntags auf. Der
Tierarzt sagte sofort, dass es ein Geschwür ist (Ulkus) und seiner Vermutung nach von den Nieren herrührt. Max ist nun 9 Jahre alt, für ihn stand das irgendwie fest. Ich war relativ ungläubig - immerhin bekommt Max seit Kittenalter BARF mit extra viel Flüssigkeit. Warum sollte sie jetzt was an den Nieren haben? Aber ok, wenn der
Tierarzt das so sagt. Erste Maßnahme sollte ein Bluttest sein, um die Lage einschätzen zu können und dann so schnell wie möglich auch ein Ultraschall. Ok, das war ein guter Plan.
Max ist eine temperamentvolle Katze und sehr sturköpfig. Der
Tierarzt hat relativ schnell versucht, Max mit Gewalt festzuhalten, um ihr Blut abzuzapfen. Er hat sich dicke Handschuhe geholt, eine dicke Decke, nach 10 Minuten hat er noch eine Assistentin dazu geholt. Zu zweit haben sie versucht, die Kanüle zu platzieren. Ging nicht. Max hat sich mit superman-Kräften gewehrt. Ich sollte raus gehen, weil ich Max nur ablenken würde, aber das wollte ich nicht. Sie gingen beide raus, kamen wieder, habens nochmal probiert. Nach einer halben Stunde haben sie es aufgegeben. Ich meine, sie haben sich beide mit voller Kraft irgendwie auf Max draufgelegt, um sie zu stabiliesieren und konnten trotzdem kein Blut nehmen. Max war wie wild. Schließlich meinte der
Tierarzt, er gibt ihr eine AB-Spritze mit zweiwöchiger Wirkung und zusäztlich eine Cortison-Spritze. Dadurch sollten die Symptome abklingen. Ich sollte in etwa 2 Wochen wieder kommen, wenn Max keine Schmerzen mehr hat und wir probieren das mit der Blutabnehme erneut. Ok.
Wieder zu Hause habe ich mich unten auf dem Sofa eingerichtet und habe mindestens eine Woche lange nur noch dort geschlafen, mit Max im Arm. Ich habe sie Tag und Nacht beobachtet. Die ersten Tage waren schwierig. Sie konnte nichts fressen, kaum was trinken. Am ersten Abend war ich so verzweifelt, dass ich ihr mit einer Spritze zumindest Wasser in den Hals einflössen konnte und danach auch ein bisschen flüssigen Snack. In der ersten Wochen hing sie stundenlang mit dem Kopf über dem Wassernapf und ich dachte, ja, der
Tierarzt hat wohl Recht, sie hat Nierenprobleme. Sie versuchte zu trinken, aber es lief ihr am Maul runter, sie litt und ich auch. Langsam wurde es jedoch besser. Nach einer Woche konnte sie schon besser fressen, nach zwei Wochen hat man kaum noch was gemerkt. Ich ließ noch eine Woche verstreichen und war dann wieder dort in der Klinik für die Blutabnahme. Bei demselben
Tierarzt, weil er ja die Behandlung begonnen hat.
Leider ging auch der zweite Versuch der Blutabnahme genau so den Bach runter wie der erste.

Ich sollte an einem anderen Tag wieder kommen.
Ich ging nicht mehr hin. Ich wollte zu meiner anderen Tierärztin hin, aber es vergingen noch Wochen. In denen war Max völlig ok. Normales Fressen, normales Trinken, kein Erbrechen, alles fein. Ich wollte trotzdem wissen, ob sie nun was an den Nieren hat, weil ich mich dann einlesen muss und dementsprechend die kompletten Barf-Rezepte ändern sollte.
Ich war also letzte Woche Donnerstag mit der Max bei der Tierärztin. Die versuchte wirklich sehr sanft Max zu übereden, überhaupt aus der Transportbox rauszukommen, aber Max stellte sich mal wieder quer. Sie meinte dann, schnell sedieren, Blut abnehmen und kein Stress verursachen. Die TÄ selbst hat bei sich in der Praxis nur die Möglichkeit, bestimmte Blutwerte für die Organe zu untersuchen. Abgesprochen war, dass ich alles im Zusammenhang mit den Nieren wissen möchte.
Das Ergebnis der ersten Blutuntersuchung (Organe) ist ok.
Für eine allgemeine Blutuntersuchung sollte ich eine Phiole mit Blut in eine andere Praxis, die ein Labor hat, bringen. Auch von dort kam das Erbenis noch am selben Abend und war in Ordnung.

Dann hab ich abends noch gefragt, ob sie noch einen Rest Blut im Kühlschrank hat, damit wir doch auch noch die SDMA-Wert untersuchen lassen. Am nächsten Morgen durfte ich dann die Phiole abholen und wieder in dieselbe Praxis bringen.
Hier also auch der SDMS-Wert
So, der SDMA-Wert ist erhöht, aber ich verstehe ihn irgendwie trotzdem nicht.
Ich habe mir das üblicherweise empfohlene Tanya's Handbuch usw. fast komplett durchgelesen, aber vom Verstehen bin ich noch weit weg. Irgenwie sind das immer andere Werte als das, was ich hier habe.
Vielleicht kann mir jemand helfen, die Blutwerte besser zu lesen und zu verstehen?