Hallo liebes Forum,
da dies mein erster Beitrag ist, möchte ich euch gerne kurz die Geschichte meiner kleinen Katzenoma Gina erzählen.
Gina war die meiste Zeit ihres Lebens ein Streuner und wurde mehr schlecht als recht von den Bewohnern eines Studentenheims in Osnabrück mitversorgt. Als ich dort eingezogen bin, ist die Kleine erstmal für 2 Wochen verschwunden, nur um nach ihrem Auftauchen direkt in mein neu eingerichtetes Zimmer zu marschieren und es sich auf dem Bett bequem zu machen. Seit dem sind wir ein Herz und eine Seele.
Ich habe dann erstmal alle Impfungen nachgeholt, ihren Zahnstein entfernen lassen, entwurmt und sie wieder aufgepäppelt. Zu der Zeit wurde sie auf etwa 8-10 Jahre geschätzt.
Nach einem Jahr in besagtem Wohnheim wollte ich dann nach Karlsruhe umziehen, die Miez musste natürlich mit, mit kleineren Anlaufschwierigkeiten hat sie sich in der neuen Umgebung auch super eingelebt.
Gina hat sich in der Zeit zu einer gesunden und lieben Katze entwickelt und ist jetzt schon 5 Jahre bei uns. In dieser Zeit hatte sie keine nennenswerten Krankheiten, sie wurde vor 1,5 Jahren mit dem Verdacht auf ein Fibrosarkom nahe der Wirbelsäule operiert, es hat sich aber rausgestellt, dass es nur ein kleiner Fettknoten war, alles ist gut abgeheilt.
Vor 3 Wochen fing die Miez nun aber an zu husten, sie fraß weniger und schlief deutlich mehr als sonst. Also ab ins Körbchen und zum Tierarzt. Durch ein Röntgenbild wurde festgestellt, dass ihr linker Lungenflügel kaum Sauerstoff bekam, Verdacht auf schwere Lungenentzündung. Sie wurde über Nacht in der Klinik behalten.
Das Blutbild zeigte sich unauffällig und nach einer Infusion und Atemwegs-Überwachung durfte sie am nächsten Tag mit uns wieder nach Hause.
Gina hat außerdem das Antibiotikum Doxycyclin und das Medikament Aminophyllin mit nach Hause bekommen. Sie hat dann auch wieder angefangen zu fressen, nur die Tabletten (die sehr bitter sind) hat sie kontinuierlich überall aussortiert und liegen lassen. Also nochmal zum Tierarzt und einen Tablettenverabreicher (so eine große Art von Spritze) geholt. Auch wenn es mir furchtbar leid tat, ihr diesen 2x am Tag ins Mäulchen zu stecken, es hat dann doch ganz gut funktioniert und sie hat ihre Medikamente etwa 1 Woche am Stück durchgenommen.
Nun zum eigentlichen Problem: Seit letzten Sonntag frisst sie einfach nichts mehr! Ich habe mich dann ein bisschen eingelesen und herausgefunden, dass Doxycyclin bei Katzen oft zu einer Magenübersäuerung führt, also wieder zum Tierarzt, das Antibiotikum wurde dann abgesetzt. Das Röntgenbild hatte sich in der Zwischenzeit auch so verbessert, dass diese Entscheidung durchaus vertretbar war. Außerdem bekam sie einen Magensäurehemmer und etwas gegen Übelkeit. Das war am Dienstag. Inzwischen lässt sie sich leidlich mit einer Spritze füttern, die meiste Zeit liegt sie aber im Bett und schläft. Ab und zu dreht sie eine Runde durch die Wohnung, schnuppert an ihrem Futter, aber nichts scheint ihren Appetit anzuregen. Morgen geht es nun wieder zum Tierarzt, da die Gute in den letzten 3 Wochen inzwischen über 1 Kilo an Gewicht verloren hat!
Hat denn jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit den Medikamenten oder so einem Krankheitsverlauf gemacht? Fällt euch noch etwas ein, wie ich sie zum Essen bringe? Ich fahre jetzt noch fix zum Einkaufen und hole ihr Rinderstückchen und sogar mal eine Dose Sheba (bekommt sie sonst nie, weil ungesund, riecht aber laut Tierärztin für viele Katzen fantastisch).
Vielen Dank schonmal für eure Antworten,
LG Fyannon