Hallo liebe Katzenfreunde,
ich muss mir hier einfach mal ein wenig was von der Seele schreiben denke ich und vielleicht hat ja noch jemand einen Rat.
Es begann damit, dass mein Kater Philou seit letzter Woche kaum noch etwas gefressen hat. Er ist circa 14 Jahre alt, genau kann ich es nicht sagen, da er vor ca. 10 Jahren zugelaufen ist.
Da bei ihm Anfang des Jahres eine Nierenerkrankung festgestellt wurde, dachte ich zuerst, dass er keine Lust mehr auf das Nierenfutter hat. Aber auch anderes Nieren-Futter wollte er nicht fressen. Dann haben wir es mit "normalem" Futter und Leckerlies probiert, da hat er was von genommen aber nur sehr wenig und auch nicht regelmäßig. Also plante ich am Montag mit ihm zum Tierarzt zu gehen.
Am Sonntag fiel mir dann auf, dass er seltsam atmet. Es war aber noch nicht "alamierend" und so dachte ich, dass ich Montagfrüh gleich mit ihm zum Arzt kann.
Am Montag war es dann aber sehr sehr schlimm mit der Atmung, als ich versucht habe ihn zu nehmen hat er so doll nach Luft geschnappt, ich dachte er muss sich übergeben oder fällt um.
Ich habe dann versucht einen Tierarzt zu erreichen der ins Haus kommt, unsere Tierärztin habe ich nicht erreicht (außerhalb der Sprechstunde). Überall nur Mailbox...als ich endlich einen Rückruf bekam kam eine sehr nette Ärztin mit ihrem Mitarbeiter ins Haus.
Sie sagte mir, einen Transport hätte Philou wohl nicht überlebt weil die Atmung sehr schlecht ist.
Sie hat ihm dann Dimazon gespritzt und noch andere Dinge, darunter auch einen Appetitmacher.
Abends kam noch eine Ärztin aus unserer Praxis ins Haus die ebenfalls nochmal Dimazon, ein Antibiotikum, Cortison und etwas für das Herz gab.
Montagabend/Nacht war es weiterhin sehr schlimm, dann wurde es aber plötzlich besser.
Am Dienstag ging es ihm besser, die Atmung/Herzfrequenz war auch besser geworden und lag teilweise bei unter 30. Tagsüber war sie bei über 50 gewesen.
Ich gebe ihm seit Dientag nun täglich 2x 1/4 Tablette Dimazon (eine ganze hätte 40mg) und 1/2 Tablette Benakor. Seit Mittwoch 2x tgl. Kesium. Aber es wurde nicht besser. Die Ärztin und ich (ich war bisher täglich da um Medikamente abzuholen und mit ihr zu sprechen) haben dann gedacht, dass das Cortison vielleicht geholfen hatte, also bekommt er seit gestern auch noch 2x tgl. 1/2 Tablette Prednisolon.
Leider hat aber auch das nicht geholfen.
Heute Mittag dachte ich, dass er erstickt, weil er auf einmal wieder so nach Luft gerungen hat bzw. als müsste er sich übergeben (auch so würgen, wie wenn sie spucken müssen) - er hat sich aber in der gesamten Zeit nicht übergeben soweit ich es beurteilen kann. Er ist Freigänger, geht nichts aufs Katzenklo und die Ärzte meinten, ich soll ihn rauslassen wenn er möchte, weil er sonst so unruhig ist und ihn das nur noch mehr aufregen würde.
Heute war ich dann nochmal da und habe gefragt ob ich das Dimazon wegen der Entwässerung der Lunge erhöhen soll/darf. Die Ärztin sagte mir heute noch 2x eine Vierteil Tablette (es sind ja 40mg Tabletten) geben soll, ein Viertel hatte er heute morgen schon bekommen und ab morgen dann 2x tgl. eine halbe.
Das Problem ist, dass er nicht geröntgt werde kann, weil er einen Transport in die Praxis in seinem Zustand wohl nicht überstehen würde. Deshalb bekommt er auch alles irgendwie nur "auf Verdacht". Die Medikamente scheinen aber ja auch nicht mehr zu helfen. Es könnte laut den Ärzten eine Lungenentzündung (eher nicht weil er kein Fieber hatte), ein Tumor, eine Herzerkrankung oder auch Asthma oder eine allergische Reaktion sein.
Die Ärztin sagte mir auch heute, wenn die erhöhte Dosis Dimazon über das Wochenende auch keine Besserung bringt, kann man ihm wohl nicht mehr helfen ("austherapiert") und ich sollte überlegen ob ich ihn dann nächste Woche einschläfern lassen werde.
Er geht aber noch raus und macht eine Runde und frisst ab und zu auch noch. Trinken tut er auch.
Wenn es ihm wirklich nicht mehr besser geht, denke ich, ist es natürlich das Beste ihn zu erlösen..auch wenn es mir sehr schwer fallen wird.
Aber ich frage mich wieso am Dienstag eine Besserung war und seitdem ist es durchgehend schlecht. Herzfrequenz immer so bei über 40, pumpende Atmung am Bauch usw.
Er tut mir so Leid, ich fühle mich so hilflos und ich wünschte, ich könnte ihm irgendwie helfen.
Und wenn es wirklich nicht mehr geht würde ich mir wünschen, dass er einfach ruhig einschläft...ich habe solche Angst, dass er erstickt.
Im einen Moment ist er total platt und reagiert kaum und im nächsten möchte er raus und rumlaufen.
Es ist wirklichs schlimm. Ich schlafe auch kaum noch weil immer irgendetwas ist. Zum Glück habe ich derzeit frei (muss eigentlich meine Bachelor-Arbeit schreiben...aber wenigstens nicht aus dem Haus) und kann bei ihm sein.
Wenn jemand diesen langen Text gelesen hat, bin ich wirklich sehr dankbar. Ich hoffe auch, dass ich hier im richtigen Forum bin.
Epona