Beschwerde von Nachbarn :(

Diskutiere Beschwerde von Nachbarn :( im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebes Fellnasen-Personal :mrgreen: Ich hab ein Problem wegen meinen Miezen und hoffe jemand hat Erfahrung auf dem Gebiet Meine Mädels...
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Ligeia

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Hallo liebes Fellnasen-Personal :mrgreen:

Ich hab ein Problem wegen meinen Miezen und hoffe jemand hat Erfahrung auf dem Gebiet

Meine Mädels sind nun ein Jahr bei mir. Ich wohne am Stadtrand in einem Wohnkomplex aus 6 Mehrparteienhäusern
Die Katzen wurden von der Hausverwaltung genehmigt, allerdings plante ich damals dass sie drin bleiben sollten.
Hier in den Häusern gibt es viele Katzen, teils Freigänger, teils Wohnungskatzen.

Nachdem sie im Februar kastriert wurden ließ ich sie chipen, tättowieren und impfen. Ich wollte sie weiter drin behalten, war aber beunruhigt, dass sie mal abhauen.
Irgendwie taten sie mir leid, wenn ich sah wie sie neugierig am Fenster saßen. Sobald das Rollo hoch ging kamen sie angeflitzt und guckten stundenlang raus. Auch Katzenbesuch der Nachbarn saß oft am anderen Ende der Scheibe.

Ich dachte dann, dass ja auch die Nachbarskatzen schon ewig raus gehen und ihnen nie was passierte.
Ich ließ die beiden dann vor 8 Wochen das erste mal raus und natürlich sind sie gerne draußen.

Im Hof und in der Umgebung tummeln sich viele Katzen aus dem Wohnkomplex und der Umgebung.

Jetzt bekam ich aber Beschwerden, meine Katzen würden die Anlage verunreinigen, sich angeblich lautstark mit anderen Katzen streiten, im Blumenkasten einer Nachbarin rumliegen und in eines der Häuser gehen wo ständig die Tür offen steht. Da ich sie bei der Anschaffung nicht als Freigänger angemeldet hab solle ich sie drin lassen.

Ich bin jetzt ratlos wie die rechtliche Lage ist. Schließlich gibts hier echt genug Freigänger und auch schon mir wurden mehrfach Blumenkübel umgegraben von anderen Katzen.
Katzen machen auch unter anderem draußen, das weiß doch jeder. Plötzlich stören sich vereinzelte Nachbarn, aber keiner kann beweisen, dass Häufchen oder Urin von meinen beiden kommt.

Zu deb Streitereien: Am Anfang hörte ich 2-3 mal Gefauche und Katzenlärm, aber immer nur ganz kurz. Sonst nichts. Und ist doch klar, dass die erst mal das Revier klären mässen wenn plötzlich 2 Neulinge draußen sind. Bis auf die 2-3 mal kam mir echt nichts zu Ohren und ich bin derzeit viel zu Hause

Ja und zum Treppenhaus: Das gefällt mir auch nicht, dass sie in ein fremdes Treppenhaus gehen. Aber wie soll ich ihnen beibringen das nicht zu tun?
Im Grunde ist es doch klar, dass man bei ständig geöffneter Tür Besuch bekommt, seien es Insekten, Mäuse, Ratten oder Katzen - sogar Menschen die keiner reingebeten hat. Hier sehe ich die Eigenverantwortung bei den dortigen Mietern.

Kann die Hausverwaltung verlangen, dass ich meine Katzen wieder drin behalte, wenn doch auch so viele andere im Haus ihre Katzen raus lassen?
Was kann ich tun um bei den Problemen Abhilfe zu schaffen?
Ich dachte schon drüber nach der Nachbarin mit dem Blumenkasten ein Lavendeöl zu geben. Damit halte ich meine Katzen von meinen Pflanzen fern.
Aber ob es hier nicht nur ums meckern geht?

Leider wird hier schnell gemeckert über Kleinigkeiten. Auch darüber wenn die Zeitung mal 2 Tage aus dem Briefkasten ragt, weils unschön aussieht

Habt ihr Tipps, Ratschläge etc, was ich tun kann?

LG Ligeia
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #2
Kann die Hausverwaltung verlangen, dass ich meine Katzen wieder drin behalte, wenn doch auch so viele andere im Haus ihre Katzen raus lassen?

Ja, können sie leider. Ein Mietvertrag ist ja immer eine individuelle Vereinbarung.
Was steht denn genau in Deinem Mietvertrag?
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #3
Hi,
wenn alle Häuser zu einer Verwaltung gehören und so viele Katzen Freigänger sind, dann würde ich mich da ganz gelassen zurücklehnen.

Da die Beschwerde vom Nachbarn kam, würde ich ihm zuerst höflich um Beweise bitten, dass es wirklich deine Katzen sind, wenn so viele rumlaufen kann es ja gut eine Verwechslung geben. Lass dir ja nicht von einem Nachbarn irgendwas von "angemeldeten Freigängern" erzählen, dies wäre ein extrem merkwürdiger Passus, den eine Hausverwaltung nicht wirklich individuell begründen und festsetzen kann. Entweder dürfen alle Katzen nach draußen oder keine.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #4
. Entweder dürfen alle Katzen nach draußen oder keine.

Ja, ne, so einfach ist es ja leider eben nicht. Deswegen fragte ich ja, was genau im Mietvertrag steht:wink:. Ein Vermieter kann ja auch einem Mieter zum Beispiel die Hundehaltung erlauben und dem nächsten wieder nicht. Man kann da kein "allgemeingültiges" Recht ableiten.

Hier auch noch was dazu:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #5
Petra, ich glaube das stimmt so nicht. Man kann nicht einem Mieter das Halten von Hunden erlauben und dem anderen nicht, das gleiche bei Katzen.
Und wenn in der Anlage zig Katzen draussen rumlaufen, kann man es den zwei Katzen nicht untersagen. Die Beweispflicht liegt beim Nachbarn, dass es genau diese Katzen sind, die in die Gärten machen, im Hausflur rumlaufen (obwohl ich da auch der Meinung bin, dass dafür zu sorgen ist, dass die Haustür verschlossen wird) usw.
Bei genehmigter Tierhaltung müssen wirklich schon einige stichhaltige Beschwerden angesagt sein, um diese wieder zu untersagen.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #6
Bei genehmigter Tierhaltung müssen wirklich schon einige stichhaltige Beschwerden angesagt sein, um diese wieder zu untersagen.

Du sagst es. Bei genehmigter Tierhaltung.:wink:
Im Mietvertrag kann drinstehen, dass dem Mieter die Haltung von Wohnungskatzen erlaubt ist.
Wenn diese dann plötzlich zu Freigängern werden, kann es leider schon ganz anders aussehen.

Daher wäre der genaue Wortlaut des Mietvertrages wichtig.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #7
Hm, schade dass ich nicht mehr bei meinem Chef bin (ansonsten bedauere ich es natürlich nicht, nicht mehr zu arbeiten ;-)) :lol:. Den hätte ich gleich morgen gefragt. Denn ich bin mir da nicht so sicher, dass die Katzen nicht rausdürfen.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #8
Selbstverständlich kann ein Vermieter einem Mieter das Ganze erlauben, einem anderen nicht. Dieser könnte dann zwar klagen (und würde vielleicht Recht bekommen, aber eben nur vielleicht), aber verbieten kann man es schon erst mal.

Die Hausverwaltung hat damit erst mal wenig zu tun, die macht Vorschriften nämlich nicht selber, sie setzt nur Beschlüsse der Eigentümer um.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #9
Moin :-D

Danke für eure Antworten.

Also erst mal: hab mich falsch ausgedrückt, mir war der Begriff Hausverwaltung wohl in falscher Weise bekannt. Es handelt sich hier nicht um Eigentumswohnungen sondern um Mietwohnungen mit einem einzigen Eigentümer. Dieser Eigentümer ist keine Einzelperson sondern ein Verband, Firma, keine Ahnung. Nennt sich "xxx"-Werk. Müsste nachschauen ob es sich um einen E.V. handelt oder was genau. Kenne mich damit kaum aus und interessiert mich auch wenig. Fakt ist, dass es da eine Verwaltung gibt und einen Verantwortlichen der für Mietangelegenheiten zuständig ist

Im Mietvertrag ist Tierhaltung nach Absprache allgemein geregelt. Also Tierhaltung nach Absprache möglich steht drin.
Unser Hund wurde genehmigt als wir einzogen
Dann bat ich um die Aufnahme 2er Katzen mit dem Verweis, dass andere Mieter auch Katzen halten dürfen

Das war mir damals sehr wichtig, da ich psychisch krank (u.a. Chronische Depression und Panikstörung) bin und ich bemerkte, dass Katzen mir extrem viel geben können und mir im Kontakt zu Katzen total das Herz aufgeht.
Das hab ich jetzt nicht angegeben, das nur hier als Erklärung warum zum Hund noch 2 Katzen.

Die Katzen wurden genehmigt unter Vorbehalt, dass sich die anderen Mieter nicht an ihnen stören dürfen.
Ich schrieb dann auf die Gebehmigung hin zurück, dass sie sowieso als Wohnungskatzen geplant sind und merkte an, dass es die ersten Monate zu Ruhestörungen kommen kann wegen Rolligkeit, aber dass ich die beiden kastrieren lassen werde wenn sie alt genug sind (und ich das Geld dafür tusammen habe).
Trotz Rolligkeit kamen keine Beschwerden, obwohl das echt nervenaufreibend war.
Also wurden sie nicht als Wohnungskatzen genehmigt sondern generell. Ich machte nur die Dummheit auf die Genehnigung hin zu schreiben, dass die 2 drin bleiben werden. Aber Genehmigungsbedingung war es nicht. Wie gesagt, die wurden genehmigt bevor ich mich überhaupt zu Freigang oder Wohnungshaltung äußerte.

Da beide recht ruhig und sehr lieb sind, keinen Blödsinn machen, nichts zerstören, also keine Rabauken, ging ich davon aus, dass der Freigang kein Problen darstellt.

Jetzt hab ich aber doch das Problem und weiß nicht was ich tun soll.
Vlt mal zurück schreiben und vorschlagen, dass die halt einen Ordnungsdienst einführen sollen für Katzendreck in der Wohnanlage? Ich schließe aus, dass jedes Häufchen nur von meinen kommt. Außerdem vergraben Katzen doch meist ihre Hinterlassenschaft.
Weiterhin, dass ich finde, dass Haustüren geschlossen zu halten sind, nicht nur wegen Katzen sondern wegen anderem unliebsamen Besuch und das somit nicht in meiner, sondern in der Verantwortung der Mieter liegt die sich dran stören.

Ich wohne selbst im EG und hab in der Wohnung auch immer wieder mal fremde Katzen. Ja soll ich mich da jetzt auch bei den Eigentümern aufblasen? Was sollen die da machen? Ich bringe die Katzen nach draußen und schaue halt, dass die Fenster so wenig wie möglich unbeaufsichtigt offen stehn und gut ist.
Was soll der Tierhalter da tun??? "Nein Felix, du darfst net in fremde Häuser, du darfst dich nur in xxxstraße xy aufhalten". Ja nee is klar....
Also meine Verantwortung meine Wohnung fremden Katzen nicht zugänglich zu machen.

Außerdem würd ich halt vorschlagen den Mietern zum Schutz ihrer Topfpflanzen ätherisches Lavenöl zu empfehlen.
Aber ich denk echt hier gehts net um die Katzen oder den Schutz der Topfpflanzen sondern nur ums Motzen.

Wir haben im Haus auch eine Frau die Katzen hasst und sich bei mir immer ausjammerte über die Katzen meiner Nachbarin. Diese würden stinken und in den Hausflur machen. Davon hab ich nie was mitbekommen, da diese 2 auch total lieb sind. Die Frau tat als wären Katzen Ungeziefer. Ich kann mir schon vorstellen, dass es solchen Leuten ein Dorn im Auge ist, dass jetzt noch 2 Katzen zusätzlich unterwegs sind.
Allgemein kommts mir vor als würden manche hier auf der Lauer liegen und nur drauf warten, dass sie was finden zum Beschweren. Schlimm ist das...

Was sagt ihr? Brief zurück schreiben?
LG Ligeia
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #10
Die Katzen wurden genehmigt unter Vorbehalt, dass sich die anderen Mieter nicht an ihnen stören dürfen.

LG Ligeia

Guten Morgen,

ich denke hier liegt der Knackpunkt. Sobald es Beschwerden gibt, wirds schwierig. Ich hatte die Auflage früher auch in der Miet whg, Katzen durfte ich halten, aber die Nachbarn dürfen sich nicht beschweren. Solange sie niemanden belästigen, und sich keiner beschwert, war alles in Ordnung.

Das Problem ist, unabhängig von der rechtlichen Lage, bringt es nichts, sich mit seinem Vermieter anzulegen, oder den Nachbarn. Ich zumindest lebe lieber friedlich. Du kannst versuchen mit deinen Nachbarn zu reden, wenn du weist wer sich beschwert. Vielleicht bringt das was.

Aber ich kann durchaus verstehen das manche sich daran stören wenn fremde Katzen plötzlich in der Whg stehen. Ich hab auch schon eine Katze aus meinem Haus raus getragen. Ich möchte keine fremden Katzen in meinem Haus, aber ich muss auch mal Getränke in den Keller schleppen, da bleibt die Tür eben mal offen bis ich fertig bin.

Wir haben im Haus auch eine Frau die Katzen hasst und sich bei mir immer ausjammerte über die Katzen meiner Nachbarin. Diese würden stinken und in den Hausflur machen. Davon hab ich nie was mitbekommen, da diese 2 auch total lieb sind. Die Frau tat als wären Katzen Ungeziefer. Ich kann mir schon vorstellen, dass es solchen Leuten ein Dorn im Auge ist, dass jetzt noch 2 Katzen zusätzlich unterwegs sind.

Das wäre für mich Grund entweder umzuziehen, oder die Katzen drin zu lassen, was nun aber schwierig wird, das sie den Freigang bereits kennen. Jemand der Katzen so gar nicht mag, dem traue ich nicht. Ich hätte einfach Angst das dieser mal zu weit geht, wenn er sich zu sehr daran stört.

lg Juli
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #11
Ich würde der Nachbarin mit dem Blumenkasten persönlich ein Lavendelöl vorbeibringen und mich entschuldigen, vielleicht auch anbieten, die Blumen o.ä. zu ersetzen.
Ich denke nämlich, dass das SChreiben aufgrund von Beschwerden an dich und möglicherweise auch an andere Katzenhalter in der Anlage ging. Problematisch ist es natürlich, weil es auch Leute gibt, die Katzen einfach nicht mögen und sich über völlige Nichtigkeiten aufregen, denen ist dann nicht zu helfen.

Ich würde ein freundliches Antwortschreiben formulieren, dass Du Deine Katzen nur noch unter Aufsicht rauslässt oder so ähnlich.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #12
Ich würde ein freundliches Antwortschreiben formulieren, dass Du Deine Katzen nur noch unter Aufsicht rauslässt oder so ähnlich.

Hi,

wie will man das aber sicherstellen? Dann müsste man mit ihnen an der Leine raus, man kann ja nicht immer neben 2 Katzen stehen. Selbst wenn man sie nur einzeln raus lässt, hat man im ungesicherten Freigang und ohne Leine einfach keine Kontrolle über die Mäuse.

lg Juli
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #13
Petra, ich glaube das stimmt so nicht. Man kann nicht einem Mieter das Halten von Hunden erlauben und dem anderen nicht, das gleiche bei Katzen.
Doch, klar kann man das.

Die Beweispflicht liegt beim Nachbarn, dass es genau diese Katzen sind, die in die Gärten machen, im Hausflur rumlaufen (obwohl ich da auch der Meinung bin, dass dafür zu sorgen ist, dass die Haustür verschlossen wird) usw.
Bei genehmigter Tierhaltung müssen wirklich schon einige stichhaltige Beschwerden angesagt sein, um diese wieder zu untersagen.
Das blöde ist, dass tatsächlich Beschwerden der Nachbarn ausreichen damit die Genehmigung zur Katzenhaltung zurückgezogen werden kann. Auch ganz ohne Beweise. Das tolle "neue" Urteil, das viele so verstanden haben dass Katzenhaltung nicht mehr verboten werden könne (eine Fehlinterpretation), hat genau dem den Weg geebnet. Theoretisch kann man als Vermieter die Katzenhaltung nicht mehr verbieten, als Nachbar kann man aber problemlos dafür sorgen dass der Vermieter die Genehmigung zurückziehen muss, es ist also nicht mal mehr die Entscheidung des Vermieters sondern letztendlich ist man jetzt auf Gedeih und Verderb den Nachbarn ausgeliefert.

Dann bat ich um die Aufnahme 2er Katzen mit dem Verweis, dass andere Mieter auch Katzen halten dürfen
Das war damals schon die falsche Argumentation - was andere Mieter dürfen und was nicht, ist nicht relevant. Auch dann nicht, wenn die komplette Wohnanlage einen einzelnen Eigentümer hat.

Die Katzen wurden genehmigt unter Vorbehalt, dass sich die anderen Mieter nicht an ihnen stören dürfen.
Und da haben wir genau das Problem. Jetzt stören sich andere Mieter daran. Und der Vermieter muss sich eben (auch) nach den anderen richten.

Ich schrieb dann auf die Gebehmigung hin zurück, dass sie sowieso als Wohnungskatzen geplant sind und merkte an, dass es die ersten Monate zu Ruhestörungen kommen kann wegen Rolligkeit, aber dass ich die beiden kastrieren lassen werde wenn sie alt genug sind (und ich das Geld dafür tusammen habe).
Da war jedes Wort schon ein Wort zuviel... Und dann auch noch schriftlich...

Wie gesagt, die wurden genehmigt bevor ich mich überhaupt zu Freigang oder Wohnungshaltung äußerte.
Genehmigt unter Vorbehalt...

Vlt mal zurück schreiben und vorschlagen, dass die halt einen Ordnungsdienst einführen sollen für Katzendreck in der Wohnanlage?
Auf keinen Fall! Es gibt kaum was, mit dem Du dich noch mehr unbeliebt machen kannst bei den Nachbarn als damit, einen kostenpflichtigen (!!!) Dienst zu fordern. Die Reaktion ist vorhersehbar, die Nachbarn werden sich mit allen verfügbaren Mitteln dagegen wehren "wegen Dir" zusätzlich Geld bezahlen zu müssen.
Du könntest anbieten dass DU diesen Dienst übernimmst. Kostenlos. Damit wären sicher alle einig.

Ich schließe aus, dass jedes Häufchen nur von meinen kommt. Außerdem vergraben Katzen doch meist ihre Hinterlassenschaft.
Vergraben geht im Gras nicht so gut. Im Sandkasten aber prima.
Natürlich werden die Häufchen nicht nur von DEINEN Katzen sein - aber beweis das erst mal.

Weiterhin, dass ich finde, dass Haustüren geschlossen zu halten sind, nicht nur wegen Katzen sondern wegen anderem unliebsamen Besuch und das somit nicht in meiner, sondern in der Verantwortung der Mieter liegt die sich dran stören.
Offenstehende Haustüren sind ein Ärgernis in den meisten Mehrfamilienhäusern. Dass die Haustüren eigentlich nicht offenstehen sollten, steht bestimmt auch deutlich in der Hausordnung. Bringt nur meist nicht viel.

Außerdem würd ich halt vorschlagen den Mietern zum Schutz ihrer Topfpflanzen ätherisches Lavenöl zu empfehlen.
Wem willst Du das vorschlagen? Der Hausverwaltung? Wenn die Hausverwaltung einigermaßen clever ist, wird sie das ganz sicher nicht machen, denn damit würde sie ja sozusagen einen "Mangel" der Wohnungen schriftlich manifestieren und entsprechenden Mietminderungen Vorschub leisten.
Auch da müsstest Du selbst tätig werden - aber bitte nicht nach dem Motto "wenn Euch meine Katzen stören, dann benutzt doch Lavendelöl" sondern bitte etwas cleverer und vor allem ohne dass den Nachbarn Kosten entstehen.
Lavendelöl wäre übrigens für mich das aller-aller-letzte was ich benutzen würde, nicht nur weil ich den Geruch nicht mag und das ein Anaphrodisiakum ist, sondern weil ich mir grundsätzlich nicht von Nachbarn vorschreiben lassen will dass ich meine direkte Umgebung, meine Privatsphäre überhaupt irgendwie beduften soll.

Aber ich denk echt hier gehts net um die Katzen oder den Schutz der Topfpflanzen sondern nur ums Motzen.
Leider reicht dieses Motzen aber aus um Dir die Genehmigung zur Katzenhaltung zu entziehen - zumal diese ja unter dem Vorbehalt erteilt wurde dass sie kein Motzen der Nachbarn auslösen darf.

Was sagt ihr? Brief zurück schreiben?
Wenn Du darauf schriftlich reagieren willst, dann solltest Du Dir aber sehr, sehr genau überlegen was Du da schreibst. Ich fürchte Du hast schon viel zu viel geschrieben. Da sollte jedes Wort genau überlegt sein und es sollte wirklich kein Wort zuviel sein. Sachlich bleiben ist oberstes Gebot, und wenn man schon mit "Rechten" argumentieren will, dann sollte man diese auch wirklich gut kennen. Die Argumentation "aber andere dürfen das doch auch" ist z.B. juristisch gesehen grundsätzlich falsch und könnte sich für Dich verheerend auswirken, es sind auch nicht die anderen über die es Klagen gibt.
Nicht vergessen: Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Stiefel - und das Gesetz und der sogenannte "gesunde Menschenverstand" haben (leider?) absolut nichts miteinander zu tun. Der "gesunde Menschenverstand" wird Dich vor Gericht fast zwangsläufig Schiffbruch erleiden lassen, vor allem wenn er das einzige Argument ist, das Du anbringen kannst.

Ich würde erstmal versuchen mit den Nachbarn zu reden. Sachlich. Anbieten Dich um die Hinterlassenschaften zu kümmern (ja, auch wenn sie nicht von Deinen Katzen stammen), Tipps geben zum Schutz der Pflanzen und womöglich sogar die entsprechenden Hilfsmittel beibringen usw.
Auf keinen Fall etwas fordern, was Kosten bei den Nachbarn verursacht, darauf sind sie ganz sicher nicht scharf. Sondern eben eigenhändige Abhilfe anbieten die nichts kostet.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #14
Anbieten Dich um die Hinterlassenschaften zu kümmern (ja, auch wenn sie nicht von Deinen Katzen stammen),

Genau das mache ich täglich.

Meine Katzen halten sich draußen auf einem Gemeinschaftshof auf. Außer ihnen sind hier auch andere Katzen unterwegs. Dennoch kontrolliere ich täglich die Beete und entferne den Output. Ob der zwingend immer von meinen Katzen stammt, weiß ich nicht; ist mir aber auch egal.
Ich hatte trotz wechselnder Nachbarn noch nie Ärger wegen der Katzen und führe dies auch meinem Verhalten zu. Mein Reden war und ist immer:
Wenn was ist, bitte Bescheid sagen, ich kümmere mich.
Das klappt hier schon lange einwandfrei, Gott sei Dank.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #15
Was auch noch Abhilfe schaffen kann, wäre es erstmal alles zu tun, was das Problem verringert.
Hast Du schon ein Outdoor-Klo für Deine Katzen in Deinem Garten eingerichtet? Ob das wirklich funktioniert ist dabei noch nicht mal der Knackpunkt - wichtig ist zu zeigen dass Du alles tust was im Bereich Deiner Möglichkeiten ist.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #16
Ich habe mal in einem Mehrfamilienhaus gewohnt, in dem es etliche Jahre keine Tiere gab. Besitzerwechsel und ich zog mit Hund ein. Hundehaltung war unter Vorbehalt erlaubt. Die Nachbarin in der untersten Etage beschwerte sich dann über Hundehaare und Dreck im Hausflur. Hund hatte, wenns nass draußen war, Pfotenabdrücke hinterlassen. Ich habe dann mit ihr geklärt, dass ich diese sofort entferne und 1 mal die Woche mit nem Besen durchgehe wegen haare. war okay und lief super. Dann meinte ein anderer Nachbar plötzlich, mein Hund würde neben der Haustür an die Hauswand pinkeln. Ne, ganz bestimmt nicht. Würde ich nicht zulassen. Die Nachbarin, von der die Beschwerde wegen dem Hausflur kam, hat meinen Hund dann verteidigt. Damit wars vom Tisch. nach ner Zeit war mein Hund im ganzen Haus beliebt. Die Kinder baumelten im am Hals wenn sie ihn gesehen haben, die Erwachsenen haben ihn geknuddelt.
Ich meine mal von einem ähnlichen Fall, wie es bei dir ist, gelesen zu haben. Da haben sich Nachbarn über "Katzendreck" von Freigängern beschwert. Am Ende hat der Vermieter Freigang komplett verboten, die Katzenhaltung allgemein aber nicht.
Ich habe zwar keine Freigänger, bin aber echt froh, dass ich einen tierlieben Vermieter habe. Tierhaltung ist laut Mietvertrag ausdrücklich erlaubt.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #17
Doch, klar kann man das.
Ähm, jein. Vermieter können Hunde- oder Katzenhaltung eigentlich nur dann verbieten, wenn ein dringender Grund besteht. Ein einfaches "find ich blöd" reicht dafür beileibe nicht aus. Prinzipiell haben Mieter ein berechtigtes Interesse bei Tierhaltung, denen vom Grundsatz her auch entsprochen werden muss. Ein trifftiger Grund zum Verbot der Katzenhaltung wäre zum Beispiel eine Katzenallergie des Vermieters der mit ihm Haus wohnt. Leider wissen das viele Mieter wie auch Vermieter nicht.

Allerdings bezieht sich die Genehmigung zur Tierhaltung so weit ich weiß nur auf die Wohnungshaltung. Der Freigang kann auf jeden Fall eingeschränkt oder verboten werden und zwar völlig unabhängig ob sich die Nachbarn beschweren oder nicht.

Das war damals schon die falsche Argumentation - was andere Mieter dürfen und was nicht, ist nicht relevant. Auch dann nicht, wenn die komplette Wohnanlage einen einzelnen Eigentümer hat.
Wie gesagt, das stimmt so nicht. Ein Vermieter kann nicht einfach nach Lust und Laune heraus genehmigen.

Natürlich werden die Häufchen nicht nur von DEINEN Katzen sein - aber beweis das erst mal.
Ich denke, es ist eher genau umgekehrt. Pure Beschuldigungen ohne entsprechende Beweise sind beim Freilauf von Katzen völlig irrelevant. Wobei man allerdings sagen muss, dass das Mietrechtsverhältnis wieder eine ganz andere Geschichte ist. Wie ich schon sagte, können Mieter den Freilauf jeder Zeit einschränken oder verbieten.

Offenstehende Haustüren sind ein Ärgernis in den meisten Mehrfamilienhäusern. Dass die Haustüren eigentlich nicht offenstehen sollten, steht bestimmt auch deutlich in der Hausordnung. Bringt nur meist nicht viel.
Wer Haustüren offen stehen lässt ist selbst schuld. Das wird jedes Gericht ebenso sehen.
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #18
Wer Haustüren offen stehen lässt ist selbst schuld. Das wird jedes Gericht ebenso sehen.

Bei den Haustüren vielleicht, aber was ist mit der Terrassentür? Da wo ich früher gewohnt habe, waren die Whgen in der untersten Etage ebenerdig. Bei jedem der gelüftet hat, bestand demnach die Gefahr das eine fremde Katze reinhopste. War auch bei meiner Nachbarin so, irgendwann schaute mich die falsche Katze aus ihrer Whg an. Ihr eigener Kater lag draußen in der Sonne.

Lüften muss jeder, aber mich kann keiner zwingen ein Fliegengitter anzubringen, nur um fremde Katzen fern zu halten oder?

lg Juli
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #19
Lüften muss jeder, aber mich kann keiner zwingen ein Fliegengitter anzubringen, nur um fremde Katzen fern zu halten oder?
Doch eigentlich schon. Meine Schwiegermutter hatte genau das Problem. Schlafzimmer mit Terrassentür zum Garten. Fremde Katze kam herein und legte sich natürlich mitten auf das Bett zum schlafen. Inzwischen hat sie ein Fliegengitter davor.
Überleg mal, was passiert wenn ein Einbrecher kommt und man der Polizei sagt das man gelüftet hat und dazu noch ein paar Minuten weg war. ;-)
 
  • Beschwerde von Nachbarn :( Beitrag #20
Doch eigentlich schon. Meine Schwiegermutter hatte genau das Problem. Schlafzimmer mit Terrassentür zum Garten. Fremde Katze kam herein und legte sich natürlich mitten auf das Bett zum schlafen. Inzwischen hat sie ein Fliegengitter davor.
Überleg mal, was passiert wenn ein Einbrecher kommt und man der Polizei sagt das man gelüftet hat und dazu noch ein paar Minuten weg war. ;-)

Es bleibt auch bei Einbrechern Einbruch und verboten. ;-) Egal wie man es dreht, die Polizei nimmt die anzeige auf, niemand hat das Recht eine Whg zu betreten, ohne das der Besitzer, bzw derjenige der dort wohnt, es möchte.

Natürlich kann man den Katzen das nicht erklären, aber ich denke es würde als Grund für den Vermieter ausreichen, den Freigang zu verbieten. Das könnte durchaus ein Grund sein, denke ich.

lg Juli
 
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Beschwerde von Nachbarn :(

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