Umstellung von Dose auf (Teil-)barf

Diskutiere Umstellung von Dose auf (Teil-)barf im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallihallo, ich bin überfordert. Mausi wohnt seit 10 Tagen bei uns, ist 10 Jahre alt und wurde bisher beim Vorbesitzer und im Tierheim mit...
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marielaurin

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Hallihallo,

ich bin überfordert.
Mausi wohnt seit 10 Tagen bei uns, ist 10 Jahre alt und wurde bisher beim Vorbesitzer und im Tierheim mit 4%-ihr-wisst-schon-Kram ernährt, sie fraß es prima, ihr scheint es auch gut zu gehen. Bei uns hat sie anfangs kurz gemäkelt, das haben wir aber in den Griff bekommen.

Mein Ziel ist, sofern sie es mitmacht, selbst hergestelltes Vollbarfen, weil ich das bei der Vorgängerkatze auch schon vorhatte, wozu es aber nie gekommen ist wegen eines Unfalls und Tod der Katze. Die vorherige Katze hat auch regelmäßig roh gefressen, aber tja ... barfen war das nicht, eher so eine Rohfleisch- und Fertigbarf-Fütterung, weil ich mir selbstmischen damals irgendwie nicht zutraute und sie draußen eh Mäuse und diverses Kleingetier zerlegt hat.

Ich habe nun immer mal wieder zu den Essenszeiten Rohfleisch (keine Hälse, keine Mägen etc.) bei Mausi ausprobiert, bei Huhn zeigt sie sich interessiert, leckt es aber oft nur ab und lässt es liegen. Rind ist der Knaller, das mag sie offenbar total gerne. Vorhin hat sie etwas vom Gulasch abbekommen und war ganz aufgeregt :mrgreen: . Pute und Ente oder Kaninchen hab ich noch nicht roh ausprobiert.

Mein Problem: Ich möchte das gerne vernünftig weitermachen, ich weiß nur nicht wie ich am besten vorgehe.

Steige ich erstmal um auf kleine Portionen Fertigbarf, wobei ich da die Zusammensetzungen oftmals für Katze nicht so dolle finde, vielleicht hab ich aber auch einfach die "falschen" Produkte angesehen. Könnt ihr da was für so eine Übergangs-/Gewöhnungszeit empfehlen?

Frankenprey ist so ne Sache. Grundsätzlich bin ich absolut dafür, ein Beutetier nachzubauen, aber ich wüsste grad nicht so wirklich, woher ich genau das alles bekommen soll. Beim Metzger vermutlich ... was ist mit dem Federn-Schnabel-Knochen-Teil? :shock:
Oder kauf ich Beutetiere komplett, also Futtermäuse und so? Ich weiß grad auch nicht, ob ich möchte, dass sie mir ne Maus in der Küche zerlegt. Mit "industriellen" Futtertieren hab ich auch ein Problem, ich weiß nicht ob ich das unterstützen möchte.

Dann hab ich auch noch Findeprobleme von Rezepten, werde hier aber mal weiter stöbern.

Dann die Supplemente. Was nehme ich da, gibt es welche, die von Katzen eher schlecht akzeptiert werden? Muss ich ausprobieren oder mich auf Beurteilungen verlassen? Gibt es ein gutes Buch das ihr empfehlen könnt oder eine Internetseite vielleicht?

Ich hab gestern hier einen Beitrag gesehen, den muss ich nochmal suchen, mit Rezept mit Grammangaben der einzelnen Bausteine. Was macht ihr damit? Einmal durch die Küchenmaschine jagen oder nur kleinschnippeln?

So viele Fragen, aber ich danke jedem, der sich das hier durchliest und mir vielleicht kurz auf die Sprünge helfen kann.

Gruß,
Tanja
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf

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  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #2
Bei mir gibt's schon seit einiger Zeit Vollbarf (mal nach Grundrezept, mal mit Kalkulator, mal mit Felini Complete oder auch mal Frankenprey).
Beim Einstieg hat die Seite mir schon sehr geholfen...
Auch hier im Forum findest du viele gute Tipps in den entsprechenden Treads (bin grad zu faul, sie rauszusuchen...sorry:oops:)
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #3
Fertigbarf ist in der Tat oft naja, und ob man da Akzeptanz ablesen kann weiß ich nicht. Zum Ausprobieren wäre es vllt eher was, mal eine Fertigsuppi Mischung wie Feline Complete über das Fleisch zu geben. Da dann aber ohne Knochen und Organe wie Leber!

Ansonsten zerbrich dir erstmal nicht den Kopf über die Akzeptanz, es gibt durchaus Katzen, bei denen das sehr zügig und relativ problemlos geht. Sollte deine Katze keine "fertige Portion hinstellen - fressen" Sorte sein, kann man eben Stück für Stück die einzelnen Suppis mit zugeben (Calcium und Taurin wird meist gut akzeptiert, Dinge wie Bierhefe, Blutpulver/Fortain und Seealge riechen und schmecken sehr intensiv, das gefällt nicht jeder Katze).

Ist ja erstmal gut, dass sie so gerne Rindfleisch frisst.

Mit Franken Prey kenn ich mich nicht aus, ich weiß aber nicht, ob man damit direkt anfangen sollte, wenn die Katze von Dosenfutter umgestellt wird. Durch den Knochenanteil kann es zu ziemlich unangenehmen Knochenkot kommen, wenn die Katze das nicht gewohnt ist. Also am Besten auf Knochen erstmal verzichten, man kann dann ja später anfangen, sie in kleinen Mengen zuzugeben.
Futtermäuse sind in Riesenspaß für viele Katzen (wenn auch nicht für jeden Halter ^^), müssen aber nicht sein. Wenn deine Katze jetzt schon 10 ist und nie Freigang hatte, kann es aber auch sein, dass sie gar nicht weiß, was sie mit dem Zeug soll.
Eine reine Ernährung über Futtermäuse ist allerdings nicht zu empfehlen. Das ist ja nicht die "tolle" abwechslungsreich ernährte und gut trainierte Maus aus deinem Garten sondern ein Tierchen, dass schnell und günstig mit möglichst günstigem Futter hochgezogen wurde, um eben als Futter für in erster Linie Schlangen zu dienen.

Ansonsten leg ich dir mal den ans Herz.

Ah, und Empfehlungen: Ich mochte das Buch von einfach-barf. Von einfach-barf und du barfst gibts auch jeweils Kalkulatoren. Es ist jedoch immer ne gute Idee, sein Netz erstmal weit auszuwerfen, statt sich direkt auf eine Quelle einzuschießen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #4
Hallo,

danke für deine ausführliche Antwort.
Das Buch habe ich bestellt, kommt morgen.

Ich hab auch für den Anfang eine Dose Fertig-Supplemente bestellt, das werde ich erst einmal ausprobieren. Dazu hab ich verschiedene Mischungen bestellt, einmal gewolftes komplettes Kaninchen und Rind, mal sehen ob sie davon etwas mag.

Heute hat sie zusätzlich zu gewohnter Aluschale etwas Huhn und Rind roh dazwischen gelegt bekommen, die hat sie gerne angenommen.

Futtermäuse mag ich genau aus diesem Grund nicht füttern, weil ich durch meine Internetseite zu einigen Schlangenhaltern Kontakt habe und früher Rennmäuse hatte. Ich muss ja sagen, die Reptilienhalter halten ihre Futtertiere besser als mancher Liebhaber, oft werden sie auch viel besser gefüttert, weil die Schlange ja vernünftiges und wertvolles Futter haben soll und nicht nur eine Hülle in Mausform.

Ich warte gespannt auf die Lieferung und dann werde ich berichten.
Danke nochmals!
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #5
Welches Fertigsupplement hast du denn?
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #6
Stulle: Ich hab das CarniZoo bestellt, weil ich für das FeliniComplete auch negative Akzeptanzberichte gelesen hatte. Daher fragte ich oben nach Akzeptanzproblemen, wobei ich eigentlich weiß, dass das vermutlich total unterschiedlich ist.
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #7
Das sagt mir leider so gar nix
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #8
CarniZoo sagt mir auch nichts.

Empfohlen werden hier eher Felini Complete (da dürfen weder Innereien noch Knochen dazu) oder EasyBarf (keine Innereien, aber Knochen dürfen rein).
Gewolftes, komplettes Kaninchen darf mit diesen Fertigsuppis nicht supplementiert werden, da vermutlich Knochen und Innereien enthalten sind.

Das hier im Forum nicht wirklich Rezepte zu finden sind, ist pure Absicht ;)
BARF ist immer nur so gut, wie das Wissen des Katzenhalters, der es herstellt.
Du weißt also bei fertigen Rezepten nie, ob derjenige der es erstellt hat auch Ahnung davon hatte. Es kann auch ein übermotivierter Lehrling gewesen sein ;-)
Oder die Katze war sogar krank und das Rezept war darauf zugeschnitten?

Zur Akzeptanz der Suppis:
Seealgenmehl (Jod) und Fortain (Eisen) finden viele Katzen doof.
Es gibt aber für beides Alternativen. Der Name vom anderen Jodsuppi fällt mir gerade nicht ein (ich hab's aber auch noch nie gekauft/gebraucht/verwendet), Eisen kann man auch mit Blut oder Eisentropfen/-Tabletten ersetzen.

Bierhefe finden die meisten Katzen lecker, Salz hat auch noch niemanden gestört, die Calcium-/Phosphorsupplemente (Eierschale, Calciumcarbonat, Calciumcitrat, Knochenmehl, Dicalciumphosphat) sind wohl auch recht neutral, genau so wie Vitamin E Tropfen/Kapseln und Taurin.

Lachs/Forelle (Vitamin D) mögen die meisten Katzen auch, genau so wie Lachsöl (Omega 3).
Ersetzen könnte man den Fisch aber im Ernstfall auch durch Lammherzen, Rinderherz (wobei da ca. die Hälfte des Fleisches im Rezept daraus bestehen muss) oder notfalls synthetisch mit Tabletten.

Zum Frankenprey: Ich finde es grundsätzlich gut und praktiziere es auch seit Jahren bei meinen Hunden, bei Katzen (die insgesamt in der Ernährung komplizierter sind), traue ich dem Braten allerdings nicht so ganz.

Eine Maus enthält nunmal doch mehr als Fleisch, drei verschiedene Innereien (Leber, Niere, Milz) und Knochen.
Auch die Sache Taurin durch 50 % Putenherzen im Muskelfleischanteil zu ersetzen, wäre mir persönlich zu riskant.

Ich bin einfach von ganzem Herzen Suppibarfer und mir fehlt da Jod, Eisen (wobei Preyer Blut supplementieren "dürfen"), Natrium, Vitamin D und Vitamin E (hier ist aber noch umstritten ob Katzen es überhaupt brauchen).
Auch das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist bei PMR selten bis nie ausgeglichen.

Die Sache mit den Knochen für Rohfleischanfängern sehe ich aber nicht so kritisch.
Erstens enthält auch Nassfutter meistens gewolfte Knochen (bspw. Hälse), zweitens kann auch Knochenmehl (also das wohl meistverwendete Ca/Ph-Suppi) bei empfindlichen Katzen zu Knochenkot führen.

Wenn der Knochenanteil nicht zu hoch ist (also bspw. 1/3 Fleisch mit Knochen auf 2/3 reines Fleisch oder 5-7 % reine Knochenmasse) sollte es bei ausreichend Fett und ggf. Ballast nicht zu Knochenkot kommen.
Zumindest hatten die 7 Katzen die hier teils als eigene, teils als Pflegis hier umgestellt wurden nie Probleme damit.

Ballast würde ich anfangs aber immer hinzufügen, BARF enthält im Gegensatz zu Nassfutter (auch hochwertigeren Sorten) selten sehr bindegewebereiches und damit mit höhrem unverdaulichen Anteil ausgestattetes Fleisch wie Pansen, Blättermagen und Euter. Auch sehniges Muskelfleisch mit viel Silberhaut landet seltener im Napf, als bei Fertigfutter.

Das ist auch der Grund weshalb der Kot von gebarften Katzen fester ist, weniger müffelt und allgemein weniger hinten raus kommt.

Und bitte achte auf ausreichend Fett, wenn du die 20 % überschreitest. Katzen brauchen viel Fett (8-12 %) und darunter würde es langfristig zu Schäden an Leber und Nieren kommen.
Fertigbarf und fertige Fleischmixe (gerade Kaninchen und Geflügel) enthalten fast immer viel zu wenig Fett.
Das kannst du z. B. mit Gänse- oder Schweineschmalz (ohne Gewürze und Zwiebeln) ausgleichen.

So, ich hoffe ich hab alles beantwortet. Ist ja immerhin ein Roman geworden ^^

So, noch ein Anhang:

Also das CarniZoo habe ich gerade gegoogelt und würde es nicht geben.

Das Produkt ist besonders für fleischfressende Tiere wie Greifvögel, Katzen, Ursideas (Bären), Canideas (Wölfe) und Reptilien entworfen worden.[\QUOTE]



Alleine, dass es für 5 Verschiedene Tierarten/-Gattungen mit grundverschiedenen Ernährungsbedürfnissen (Vögel, Reptilien und Säugetiere) sein soll, kann nicht funktionieren. Dazu enthält es Vitamin D2 (kann die Katze nicht verwerten) und auch Weizenstärke.

Da zumindest Greifvögel und Reptilien immer, Bären, Wölfe und Großkatzen meistens in Zoos mit Beutetieren bzw. Fleisch mit Knochenanteil gefüttert werden, kann es nur ein kleines, nicht unbedingt gesundes Plus zum Futter sein.
Die Fütterung von diesen Tieren ist in keinster Weise vergleichbar mit dem, dass du mit diesem Pulver ergänzen willst. Zumals selbst die natürlichen Ernährungsgewohnheiten (und damit Fütterungen) von Großkatzen ganz anders als die von Kleinkatzen sind.

Das Dreifache bei Fleisch ohne Knochen zu verfüttern kann nur ein Scherz sein. Erst recht ohne Empfehlung zum Knochengehalt. Denn Fleisch mit Knochen enthält ja nicht relevant mehr Vitamin A und D als reines Fleisch.

Das ist kein Fertigsuppi sondern nur ein weiteres, sinnfreies Barfpulver, dass sich nicht zum supplementieren eignet sondern eher Schaden als Nutzen bringen wird.
 
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  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #9
Von Doreen Fiedler gibt s fertige BarfMischungen.
Sie hat das Buch "einfach barf" geschrieben.
Im Netz habe ich bislang nur Positives über diese Mischungen gelesen und werde sie in naher Zukunft auch mal testen.
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #10
Und damit wir komplett sind: TC Premix (heißt das noch so oder nun instincts TC? ) wäre dann auch noch zu empfehlen ;-)
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #11
Und damit wir komplett sind: TC Premix (heißt das noch so oder nun instincts TC? ) wäre dann auch noch zu empfehlen ;-)



TC Premix stimmt schon. Nur warum zur Hölle empfiehlt der Hersteller 100 g (?!) Leber auf 900 g Fleisch.
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #12
Erst einmal ein herzliches Danke für eure Mühe und Hilfe!

Ich habe mich bewusst für gewolftes, ganzes Kaninchen entschieden, weil da ja offenbar kein Zusatz nötig ist.
Ich traue nämlich den Zusätzen nicht so bzw. dem Ganzen als Einzelsupplemente, das traue ich mir einfach noch nicht zu. Daher habe ich mich für den Anfang für eine Mischung entschieden.

Felini Complete: Da hab ich mich abschrecken lassen von den negativen Akzeptanzmeldungen, weiß aber nicht, wie meine Katze darauf reagieren würde, ich denke, ich werds ausprobieren.

easyBarf: Darf laut Hersteller nicht eingefroren werden, ist also für mich erstmal raus (wobei ich ja nie lange Fleisch eingefroren lasse und die Vitamine/Mineralstoffe und Co. vermutlich erst nach einer bestimmten Zeit des Einfrierens Schaden nehmen? Einfrieren wäre demnach also eigentlich doch kein Problem)

TCPremix: hab ich gelesen in dem o.g. Buch, hier gibts offenbar eine Mischung für mit und ohne Leberzusatz.

CarniZoo: Mal abgesehen von der Weizenstärke werde ich das trotzdem als erstes ausprobieren. Dass da noch Greifvögel, Reptilien und Raubkatzen draufstehen hat mich jetzt nicht abgeschreckt, weil auch Greifvögel und Reptilien z.B. mit Küken gefüttert werden, das gibts ja auch entweder als Futtertier oder gewolft für die Katze. Was genau ist dann der Unterschied zwischen dem Greifvogel, der Schlange und der Katze? Küken bleibt Küken ... entweder ist das Küken dann nicht für die Katze oder nicht für die Schlange oder den Greifvogel geeignet.

Im Großen und Ganzen werde ich nicht einseitig ernähren, also auch die Fleischmischungen immer wieder abwechseln, mal komplett gewolfte Tiere, mal Muskelfleisch mit entsprechenden Zusätzen bzw. Leinöl, Karotte etc. in den passenden Mengen.

Ich denke und hoffe, das ist für den Anfang ok.

TC Premix stimmt schon. Nur warum zur Hölle empfiehlt der Hersteller 100 g (?!) Leber auf 900 g Fleisch.

Das erscheint mir als blutiger Anfänger ja schon extrem viel.

Hab grad nachgeblättert: Man soll bei dauerhafter Rezeptnutzung den Leberanteil auf 20g pro 1000g Fleisch senken.
Das hört sich dann schon sinnvoller an ...
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #13
Erst einmal ein herzliches Danke für eure Mühe und Hilfe!



Ich habe mich bewusst für gewolftes, ganzes Kaninchen entschieden, weil da ja offenbar kein Zusatz nötig ist.

Ich traue nämlich den Zusätzen nicht so bzw. dem Ganzen als Einzelsupplemente, das traue ich mir einfach noch nicht zu. Daher habe ich mich für den Anfang für eine Mischung entschieden.

Ganzes gewolftes Kaninchen besteht aber meist nur aus Kopf, Knochen, Fleisch, Leber, Lunge.
Das ist also leider auch nicht ausgewogen und Zusätze sind trotzdem nötig.



Felini Complete: Da hab ich mich abschrecken lassen von den negativen Akzeptanzmeldungen, weiß aber nicht, wie meine Katze darauf reagieren würde, ich denke, ich werds ausprobieren.

Probier es aus, Katzen sind da eben unterschiedlich ;-)
Viele akzeptieren FC anfangs besser als natürliche Suppis.



easyBarf: Darf laut Hersteller nicht eingefroren werden, ist also für mich erstmal raus (wobei ich ja nie lange Fleisch eingefroren lasse und die Vitamine/Mineralstoffe und Co. vermutlich erst nach einer bestimmten Zeit des Einfrierens Schaden nehmen? Einfrieren wäre demnach also eigentlich doch kein Problem)

Richtig gedacht. Ich denke die meisten frieren auch EasyBARF mit ein. Vitamine nehmen nicht sofort Schaden, wennn sie auf Eis liegen.



TCPremix: hab ich gelesen in dem o.g. Buch, hier gibts offenbar eine Mischung für mit und ohne Leberzusatz.

Jap. Es gibt 4 verschiedene Premixe, davon eines mit Leberpulver und eins für Allergiker.



CarniZoo: Mal abgesehen von der Weizenstärke werde ich das trotzdem als erstes ausprobieren. Dass da noch Greifvögel, Reptilien und Raubkatzen draufstehen hat mich jetzt nicht abgeschreckt, weil auch Greifvögel und Reptilien z.B. mit Küken gefüttert werden, das gibts ja auch entweder als Futtertier oder gewolft für die Katze. Was genau ist dann der Unterschied zwischen dem Greifvogel, der Schlange und der Katze? Küken bleibt Küken ... entweder ist das Küken dann nicht für die Katze oder nicht für die Schlange oder den Greifvogel geeignet.

Sowohl Greifvögel, Schlangen als auch Katzen haben unterschiedliche Ernährungsbedürfe. Dazu sind Küken für keines der genannten Tiere optimal.

Bei Greifen werden Küken nur zum Training genutzt, da sie sehr gut portionierbar sind und günstig gekauft werden können.
Dazu sind sie gut verdaulich, weil die Knochen fast nur aus Knorpel bestehen und nicht so schwer im Kropf liegen.

Ernährt werden auch Greife mit Fleisch mit Zusätzen oder ganzen Futtertieren.

Schlangen sollten Küken eigentlich gar nicht bekommen. Nur Anacondas werden als Jungtiere auch (nicht nur) mit Küken ernährt, da sie Salmonellen besser abkönnen als bspw. Pythons.

Auch für Katzen sind Küken ein Leckerlie, nicht mehr. Sie sind mehr Ei als Huhn und daher überhaupt nicht für eine häufigere Fütterung in größeren Mengen geeignet.




Im Großen und Ganzen werde ich nicht einseitig ernähren, also auch die Fleischmischungen immer wieder abwechseln, mal komplett gewolfte Tiere, mal Muskelfleisch mit entsprechenden Zusätzen bzw. Leinöl, Karotte etc. in den passenden Mengen.



Ich denke und hoffe, das ist für den Anfang ok.

Der Gedankengang ist gut, nur wie oben beschrieben sind gewolfte Tiere aus Barfshops quasi nie wirklich ganze Tiere. Auch sie müssen supplementiert werden.

Leinöl und andere pflanzliche Öle sind für Katzen nicht geeignet. Nimm lieber Lachsöl.

Karotte ist nur Ballaststoff, nicht mehr.



Das erscheint mir als blutiger Anfänger ja schon extrem viel.



Hab grad nachgeblättert: Man soll bei dauerhafter Rezeptnutzung den Leberanteil auf 20g pro 1000g Fleisch senken.

Das hört sich dann schon sinnvoller an ...



Ja, das ist sinnvoller. 3-5 % sind mehr als ausreichend, 20 g pro Kilo sind damit aber schon wieder etwas zu wenig. Wobei Doreen Fiedler Vitamin A an den untersten Nährwertempfehlungen ansetzt und damit von deutlich weniger ausgeht, als die meisten anderen guten Informationsquellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #14
Die Anfängerin hat's vollbracht:

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Drin ist:

700g Rindergulasch
120g Entenbrust
180g Hühnerherzen (ich hätte gerne 200g gehabt, aber sie hatten nicht mehr, daher 20g mehr Muskelfleisch leider)
50g Karotte
15g CarniZoo (hoffe, ich hab richtig gerechnet...)
1g Lachsöl
100g Wasser

Ganz schlimm oder gehts?


Ich habs in 8 Portionen aufgeteilt à 150-160g je nachdem wie es hinkam, weil ich irgendwie überhaupt keine Ahnung habe, wie viel sie pro Tag möchte.

Die erste Portion von 70g ist gerade eingeatmet :) . Hoffentlich reichts bis morgen früh ...


Da hab ich dann noch Fragen:

Wie viel lasst ihr wie lange im Kühlschrank? Wenn ihr abends mischt, die Portion für den nächsten Tag?
So hab ich es jetzt gemacht, 150g für morgen zurückbehalten, alles andere eingefroren.
Wie lange vorher taut ihr auf? Wenn ich morgens Frühstück brauche, muss ich das abends rauslegen, ne? Oder ist das dann schon zu lange draußen bzw. im Kühlschrank? Gleiches dann morgens für abends rauslegen an Arbeitstagen, richtig?

Danke sehr!
 
  • Umstellung von Dose auf (Teil-)barf Beitrag #15
Soweit passt es ja.

Zum Kühlschrank: Meistens mach ich es genau so. Wenn man Mäkelkatzen hat, schadet 1-2 Wochen einfrieren vor dem ersten verfüttern aber auch nicht, bei vielen Katzen erhöht sich bei natürlichen Suppis die Akzeptanz, wenn das Futter "gut durchgezogen" ist.

Ich lege alles Abends raus, also sowohl Frühstück als auch Abendbrot.
Da ich allerdings nur für die Katzen im Moment ~ 1 kg pro Tag brauche + 1,2 kg für die Hunde, dauert es einfach länger bis es auftaut. Im Winter wenn es kühl ist, ist es oft sogar erst Abends komplett aufgetaut.

Bei deinem homöopathischen Portionen ([emoji28]) würde ich versuchen ob es nicht sogar im Kühlschrank schnell genug auftaut. Ansonsten Wasserbad, da sind 150 g schnell fertig.
 
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