Warum zwingend kastrieren?

Diskutiere Warum zwingend kastrieren? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Vor allem darf man nicht vergessen, dass in der Natur auch nicht vorgesehen ist, dass Katzen auf so engem Raum miteinander leben müssen. Zwar tun...
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  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #41
Klar, es ist nicht natürlich, dass ein Tier kastriert ist. Aber man darf nicht vergessen, dass die Natur grausam ist [...]

Vor allem darf man nicht vergessen, dass in der Natur auch nicht vorgesehen ist, dass Katzen auf so engem Raum miteinander leben müssen.
Zwar tun sie es in der Natur auch freiwillig, wenn da jedoch gerade mal die Hormone anschlagen, trennen sie sich auch mal wochenlang von ihrer Gruppe, bevor sie dann wieder zurückkommen.

Das ist in der Wohnung nicht möglich, und deshalb gibt es mit unkastrierten Katzen in der Wohnung Probleme, die es unter wilden unkastrierten Katzen nicht gibt.

Man muss sich einfach bewusst darüber sein, dass jegliche Form der Haustierhaltung - besonders in reiner Wohnungshaltung - erst einmal widernatürlich ist. Was nicht unbedingt schlecht ist - es ist eben nur nicht natürlich.
Aber dadurch kann ich dann nicht alles andere, was ich tue, darauf beschränken, dass ich sage "das ist in der Natur auch so und so", denn die Natur beeinflusst das eben auch auf ganz andere Weise als es in der Wohnungshaltung möglich ist.
Man muss sich also schon auch Gedanken darüber machen, wo die Nähe zur Natur - also die artgerechte Haltung - sinnvoll ist und wo es für die Tiere in ihrer Situation, die eben nicht natürlich ist, besser ist, sich noch etwas weiter von der Natur zu entfernen.
Bei Katzen gehört die Kastration definitiv zur zweiten Rubrik.

Eine kleine Anmerkung noch zu der Unterstellung, seriöse Züchter gäben ihre Katzen nur frühkastriert ab, um mehr Geld zu machen, wohingegen die Vermehrer davon abraten.
Seriöse Züchter geben ihre Katzen deshalb nur frühkastriert ab, weil sie als Liebhabertiere verkauft werden, also nicht für die Zucht geeignet sind und sie deshalb sichergehen wollen, dass sie auch nicht dafür genutzt werden. Fast alle Züchter haben schon die Erfahrung gemacht, dass mit den von ihnen als Liebhabertieren verkauften Katzen trotz aller Verträge etc. vermehrt wurde. Aus diesen Erfahrungen haben sie gelernt und geben daher nun ihre Katzen nur noch kastriert ab - zum Wohle und zum Schutz der Katzen.
Vermehrer machen sich darüber natürlich keine Gedanken, denn ihnen ist es egal, ob die Käufer mit den Katzen weiter züchten, in aller Regel wissen sie ja nicht einmal selber, ob die Katzen für die Zucht geeignet wären oder nicht, denn das einzige Merkmal, worauf die achten, ist das Aussehen.
Zucht beinhaltet aber mehr als reines Aussehen, sie beinhaltet die Wesenszüge und vor allem die Gesundheit der Katzen. Und zwar nicht nur die Gesundheit, die man von außen offensichtlich sieht ("der war ja nie krank in seinem Leben, also sind seine Kitten bestimmt auch gesund"), sondern auch den Check auf zB Erbkrankheiten, die teilweise unerkannt über mehrere Generationen weitergegeben werden, bis sie bei einer Generation dann ausbrechen.

Das ist der Grund, warum Katzen von seriösen Züchtern teurer sind als die von Vermehrern - das Geld, was für die Züchter hinterher dabei herauskommt, ist in aller Regel deutlich weniger als das, was Vermehrer einstecken. Weil Züchter nämlich auch viel mehr Geld in die Gesundheit und Pflege ihrer Katzen investieren.
Wer eine seriöse Zucht betreibt, verdient sich an diesem Hobby weiß Gott keine goldene Nase.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #42
Puh .... ich bin per PN gebeten worden, zu diesem Thema etwas zu sagen, weil wohl einige Leute den Eindruck haben, dass die TE "überzeugt" werden müssen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht glaube, dass ich das kann .... hier ist so ziemlich jedes logische Argument angebracht worden, dass man zum Thema Kastration anbringen kann und das wird alles beiseite gewischt.

Zu sagen, ich kastriere erst, wenn diese oder jene schlimme Folge eintritt ist in etwa so schlau, wie zu sagen, ich höre erst mit dem Rauchen auf, wenn ich Lungenkrebs bekomme.

Wer von sich selbst glaubt, etwas Gutes zu tun, weil er nicht wider die Natur handelt indem er gesunde "Organe" entfernt, muss schon einen sehr merkwürdigen Realitätssinn haben. Da wird meine Meinung, egal ob sie jetzt auf jahrelanger Züchtererfahrung beruht oder nicht, genauso als "theoretisch" abgetan, wie alles, was ihr hier schon aufgezählt habt.

Ich habe in den Jahren meiner Katzenzucht vor allem eins über Gesundheit gelernt - dass sie nämlich explizit bei Katzen durch nichts mehr gefährdet ist, als durch Stress. Und das Potenz Stress bedeutet ist eine Tatsache, die sich an Gewicht, Verhalten, Fell u.ä. ablesen lässt.

Jeder, der mal potente und kastrierte Tiere miteinander verglichen hat erkennt das umgehend. Aber die TE möchte vermutlich einfach gar nichts erkennen .... naja - wie sagte man früher: wer nicht hören will, muss fühlen. Schade, dass die armen Tiere den Scheiß ausbaden müssen.

Grüße,
Nic
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #43
Alle bisher aufgezählten Argumente für die Kastration sind rein hypothetisch.

(...)

Lieben Dank (und das meine ich nicht ironisch), ihr habt mir damit sehr geholfen zu einer Entscheidung zu kommen. Unsere beiden bleiben so lange unkastriert, (...)

Hallo AtreVido,
ich möchte, dass du dir darüber bewusst bist, dass deine Entscheidungsfindung aus ethischer Sicht nicht akzeptabel ist.
Du willst deinen ethischen Werten entsprechend richtig handeln und denkst bewusst darüber nach, und das verdient Respekt. Aber du machst es dir nun wahrlich zu einfach. Deine Entscheidungsgrundlage besteht zur Zeit aus deinen Erfahrungen in der Hundehaltung und den Infos, die du hier in einem LIEBHABERFORUM (die Antwort EINER Züchterin beinhaltend) bekommen hast. Für ein Handeln, das potentielles nicht geringes Tierleid verantwortet, reicht das nicht.
Um dich ernstzunehmen, und dein Handeln als ethisch vertretbar zu respektieren, würde ich von dir erwarten, Gespräche mit Züchtern und mehreren Tierärzten und noch mehr FACHmenschen zu führen, fachlichen Links zu folgen und Fachliteratur zu lesen. Und dabei liegt die Verantwortung bei dir, diese Kontakte und Infoquellen zu finden. Du hättest auch in diesem Form danach fragen können.
Wenn du bereit wärst, diese Zeit und auch finanzielle Mittel zu investieren, und den fachlichen Input daraus hier zu reflektieren, würde ich dein Handeln als verantwortungsvoll empfinden. Bisher ist es das leider nicht und dein "ethisches" Handeln ist das Gegenteil davon. Schade. Denn dein Ansatz, wie gesagt, verdient Respekt.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #44
Um dich ernstzunehmen, und dein Handeln als ethisch vertretbar zu respektieren, würde ich von dir erwarten, Gespräche mit Züchtern und mehreren Tierärzten und noch mehr FACHmenschen zu führen, fachlichen Links zu folgen und Fachliteratur zu lesen.

Genau so ist es.
Ich denke zwar nicht, dass meine Meinung dadurch mehr "Gewicht" erlangt, aber ich bin zwar keine Tierärztin, aber Tierphysiotherapeutin.
Und als solche habe ich mich mit der Gesundheit von Hunden, Pferden und Katzen ebenso auseinandergesetzt, wie ich Beispiele von Patientenhaltern sowohl für richtiges als auch falsches Verhalten vorgelebt bekommen habe.
Dadurch erhält man einen recht genauen Überblick darüber, was "hypothetisch" passieren kann und was mit hoher Wahrscheinlichkeit in aller Regel passiert. Das ist ein Unterschied, obwohl es natürlich auch immer Ausnahmen gibt, die solche Sachen gut verpacken. Diese sind aber sehr selten und mich darauf zu verlassen, weil ich eine Kastration für widernatürlich halte, ist schon gewagt.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #45
Für mich haben die allermeisten Antworten auf dieses Thema Gewicht. Aber für die TE nicht überzeugend, da nur "potentiell". (Mal nebenbei: Was im Leben ist nicht potentiell?) Gut, dann liegt es an der TE, das Maß der Wahrscheinlichkeit durch Fachlichkeit beurteilen zu lernen. Und für meinen Teil gerne in der Diskussion in einem Liebhaberforum mit unterschiedlichem Fachwissen aller Beteiligten.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #46
Mich wundert es sehr, dass dieser Thread überhaupt erstellt wurde. Denn dieses Thema wurde schon im Mai diskutiert in dem Thread der TE "Zwei Neuankömmlinge". Sie sollte also eigentlich wissen, wie die Foris dieses Forums zu diesem Thema stehen. So langsam keimt in mir der Verdacht auf, dass man gerne provozieren möchte.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #47
Die Woche stand es in der Zeitung. Da ging es um einen Hauskauf. Die Käufer haben dann nach dem Kauf festgestellt, dass alles nach Katze riecht und der Geruch gar nicht weg geht. Es muss wirklich saniert werden. Die Sache ging vor Gericht.
Ist es erlaubt, ein Foto von dem Artikel zu machen und das hier einzustellen? :mrgreen:
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #48
Die Käufer haben dann nach dem Kauf festgestellt, dass alles nach Katze riecht und der Geruch gar nicht weg geht. Es muss wirklich saniert werden. Die Sache ging vor Gericht.
Sowas hatten wir auch schon in einer Mietwohnung. Da musste der Estrich komplett neu gemacht werden, ebenso wie der Putz an den Wänden bis zu einer bestimmten Höhe (sprich: letztendlich auch die kompletten Wände). Sowas kostet ruckzuck 'ne fünfstellige Summe.
In dem Fall haben wir das Geld bis heute nicht von der Verursacherin (der Mieterin) bekommen - sie hat keines. Prima, noch ein Titel mit dem wir die Wände tapezieren können...
Wer sich bei mir mit Katzen als Mieter bewirbt und auf die Frage ob die Katzen kastriert sind mit "was geht sie das an?" reagiert kriegt bei uns keine Wohnung mehr - aus Schaden wird man klug.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #49
Tja…was soll man hier noch groß sagen bzw. schreiben. Die Meinungen sind ja absolut festgefahren. Da ist jemand, der nur das Beste für seine Tiere will. Sie sind zu zweit und werden ausschließlich mit hochwertigen Nassfutter und gelegentlichem Barf versorgt. Sie haben 180m² (minus den Hauswirtschaftsraum, schätzungsweise 9m²) zur freien Verfügung. Es stehen mehrere, große, stabile Kratzbäume zur Verfügung. Zusätzlich wurde aufwändig ein großer Catwalk gebastelt. Ein zweiter soll folgen, wenn sie etwas älter sind. Es gibt eine Menge Spielzeug mit dem sie allein spielen können, eine Menge Spielzeug mit dem wir uns gezielt mit ihnen beschäftigen. Mehrere Variationen von Fummelbrettern und es wird mit ihnen geclickert. Es sind rund herum zwei sehr glückliche Katzen, so machen sie zumindest den Eindruck. Verstehen sich gut mit dem Hund, ein Verkriechen bei Besuch kennen sie nicht, ein Verkriechen bei Staubsauger und Co ebenfalls nicht.
Aber, da ist man beim Thema Kastration anderer Meinung und zack ist man hochgradig verantwortungslos und ein Tierquäler (gern kann man sich von meinen gequälten Tieren zu Hause ein Bild machen). Diese Meinung muss ich akzeptieren, nachvollziehen aber definitiv nicht. Aber hier meinen einige User die Weisheit einfach für sich gepachtet zu haben und andere Meinungen werden schlicht nicht akzeptiert. Und wenn man dann tatsächlich sachlich hinterfragt und nicht nickend der breiten Masse hinterher rennt, wird einem Provokation unterstellt. Sehr schön.

Sollte tatsächlich irgendwann, irgendetwas zwischen den beiden Vorfallen oder aus irgendwelchen anderen Gründen, entwickelt sich eine Katze zur „Problemkatze“ wird hier niemand weggegeben. Ich habe seit ca. 20 Jahren Tiere, einen Großteil davon immer mehrere und nur ein einziges Tier hat mich nicht aufgrund vom Tod verlassen. Es war ein Meerschwein, was wir damals (weil es im Übrigen ebenfalls von allen Seiten so geraten wurde und man sich darauf verlassen hat!) mit einem Kaninchen zusammen hielten. Die beiden verstanden sich nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr und wir mussten dauerhaft trennen. Da saßen zwei Gesellschaftstiere jeweils einzeln in ihren (selbstgebauten, weil die aus dem Geschäft alle weg viel zu klein sind) Käfigen. Das Meerschwein wurde dann weggeben, zu einer guten Freundin, wo es dann glücklich in einer größeren Meerschweingruppe leben durfte. Und das Kaninchen hat ebenfalls bei mir einen neuen Artgenossen bekommen. Es war damals die beste Entscheidung für die Tiere.
Problemtiere gab es unter diesen Tieren übrigens auch.
Ein Kaninchen was auf alle fremden Menschen losgegangen. Mag harmlos klingen, ist es aber nicht, wenn ein Kaninchen (und wir reden von keinem Zwergkaninchen) ernsthaft, ohne Kompromisse auf Menschen.
Da war ein Hund, der so große Verlassensängste hatte, dass er nicht allein bleiben konnte. Bis man die Situation nicht hatte, kann man sich gar nicht vorstellen wie anstrengend es ist, eine 24h Betreuung über mehrere Jahre zu organisieren.
Jetzt ganz aktuell habe ich noch eine Hündin, die die ersten 3 Jahre in ihrem Leben rein gar Nichts kennengelernt hat und in einem absoluten Panikmodus zu uns kam. Ihre Angst schwang leider oft in Angstaggressionen um. Der Grund interessiert aber niemanden. Es wird nur ein 30kg ausrastender Berserker gesehen. Die Reaktionen von unserem Umfeld kann man sich da vielleicht vorstellen. Mittlerweile ist sie ein ruhiger, gelassener und freudiger Hund, der nur noch aufgrund ihrer Angst mit Artgenossen Probleme haben und generell immer etwas vorsichtiger im Leben sein wird.
Hier wird kein Tier aufgrund irgendwelcher Probleme weggegeben!

Das Thema Hund habe ich angeführt, weil es meiner Meinung nach bisher einfach besser erforscht ist und weil ich dort schon sehr negative Erfahrungen nach der Kastration gemacht habe. Auch bei Katzen gibt es bereits Studien, ich weiß. Aber bei weitem nicht in dem Umfang wie beim Hund, zumindest habe ich diese nicht gefunden. Früher war die Meinung in Bezug auf Kastration beim Hund genauso fest gefahren wie hier in diesem Forum. Aber dann sind ein paar Menschen aufgestanden und haben das hinterfragt. Raus kam…hey einer Kastration kann auch Nachteile haben und zwar gravierende. Manchmal ist eine Kastration trotzdem unumgänglich, ja. Aber von „prophylaktisch“ kastrieren ist man bei informierten Haltern und Tierärzten GsD weit weg.
Interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch, dass hier wirklich niemand auf die fehlenden Sexualhormone eingegangen ist. Die fehlen eben schlicht nicht nur für die Fortpflanzung. Aber das ist ja egal.

Die frühzeitige Kastration senkt das Krebsrisiko? Aber nur für den, im Bereich der Geschlechtsorgane. Wie wäre es den Kopf gleich mit zu entsorgen. Immerhin kann dann kein Gehirntumor mehr kommen. Merkt ihr eure Argumentation eigentlich noch?

Als „Verstümmelung“ sehe ich die Kastration nicht. Aber ohne vorliegenden Grund als Eingreifen in einen gesunden Organismus. Jedes Organ, jedes Hormon steht im Zusammenhang mit vielen Körperfunktionen. Und da hat der Mensch meiner Meinung nach nicht einzugreifen.

Zum Thema Wolf. Genauso dieses Rudel und Alphagedöns ist schlicht weg falsch! Es gibt keine Alphatiere im Wolfsrudel. Rudel wird leider völlig falsch interpretiert. Das ist keine wahllos zusammen geworfene Truppe an Tieren, das ist ein Familienverband. Es besteht aus Vater- und Muttertier, dem aktuellem Wurf Welpen und eventuell dem Wurf aus dem Vorjahr. Natürlich haben die „Alten“ da am meisten zu sagen, einfach weil sie für das Überleben des Rudels verantwortlich sind. Sie bringen Futter herbei und lernen quasi ihre Jungtiere an. Aber da werden keine Rangordnung durch Macht und Kämpfe ausgefochten. Lediglich die Jungtiere aus einem Wurf üben sich spielerisch darin. Wenn dann die Jungtiere geschlechtsreif werden, werden sie von den Eltern in aller Regel verjagt. Ausnahmen gibt’s, ganz aktuell z.B. gerade ein Rudel in Deutschland. Aber das ist sehr a-typisches Verhalten. Und dann kann es sogar vorkommen, dass der Vater nochmal die Tochter deckt.
Also nicht nur die Alphatiere dürfen sich fortpflanzen, sondern in der Regel sie die Elterntiere einfach die Einzigen die im fortpflanzungsfähigen Alter sind.

Aber weg vom Wolf, das war nur zur Richtigstellung. Wie sind bei Katzen. Richtig dort gibt es Machtkämpfe wer sich nun mit dem Weibchen fortpflanzen darf. Und was meint ihr, was mit dem Ungelegeneren passiert? Der darf sich nicht fortpflanzen! Was ist jetzt mit seinen immensen Stress, weil er sich nicht fortpflanzen kann? Bitte liebe Tierschützer und zieht los und kastriert im Namen des Tierschutzes diese armen, gequälten Tiere!
Entschuldigt, natürlich hat vermutlich jedes Lebewesen den Drang sich fortzupflanzen. Das eine mehr, das andere weniger. Aber ganz sicher leidet kein Tier Höllenqualen, wenn es nicht zum Zug kommt. Das gehört genauso zum Laufe der Natur wie die Fortpflanzung selber.

Da man in diesem Forum wirklich nirgends sachlich diskutieren kann, werde ich mich nun auch abmelden. Ja, gefundenes Fressen hier für einige. Aber egal bei welchem Thema, ist man nicht der Meinung wie die "Alphaleute" in diesem Forum, wird gewettert, was das Zeug hält, man ist Verantwortungslos, quält seine Tiere, lässt sie hungern oder oder oder.
Einfach mal andere Meinungen zu akzeptieren, so lange es den Tieren gut geht gibt’s es hier schlicht weg nicht.
Aus diesem Grund werde ich hier auch keine Infos geben, was das Zusammenleben in 1-2 oder 4-5 Jahren macht. Entweder zerreißen sich alle das Maul, dass es ja vorprogrammiert war und ätsch siehste das haste jetzt davon und die armen, armen Tiere. Oder mir wird sowieso nicht geglaubt, wenn tatsächlich auch in 5 Jahren die beiden immer noch total friedlich und dicke miteinander sind. Dann hätte ich die eigentlich nie verkommene Ausnahme erwischt, davon lässt sich rein gar nichts ableiten.

Besonders gut hat mir auch der Kommentar gefallen, dass von mir verlangt wird mit Züchtern zu sprechen, mit Fachliteratur anzusehen und Weiteres, anstatt in einem Forum zu fragen. Wer sagt, dass das eine, das andere ausschließt? Niemand weiß, welche Infos ich bisher wo eingeholt habe und zum Glück ist das auch einzig und allein meine Angelegenheit.

Ich bin weiß Gott kein Gutmensch, aber das Tierwohl meiner Tiere steht bei mir immer an allererste Stelle.
Und damit Goodbye!
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #50
Dazu sag ich nur noch: Der eine lernt es nie, der andere noch später :roll:
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #51
Tja…was soll man hier noch groß sagen bzw. schreiben. Die Meinungen sind ja absolut festgefahren. !

Dann frag dich doch mal warum die Meinungen so "festgefahren" sind. Alle haben hier schon schlechte Erfahrungen gemacht mit unkastrierten Tieren.

Ich kann dir nur nochmal ans Herz legen diesen Eingriff machen zu lassen. Und es gar nicht auszutesten ob irgendwann Probleme auftauchen oder nicht.
Meine Kater sind genauso glücklich und ihnen fehlt auch nichts. Und sie sind kastriert.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #52
Bei 180qm ist ja genug Platz zum Trennen :n015:
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #53
Es geht hier weitestgehend nicht um Meinungen. Sondern um Tatsachen.
Ich hoffe es geht alles gut bei Euch.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #54
Vielleicht lasst ihr das Thema einfach ruhen. AtreVido schrieb ja, dass er sich abmelden bzw möchte. Ihr wisst ja, dass diese Diskussion sich wohl nur noch im Kreis drehen wird. Dann doch lieber im Sand verlaufen lassen. Jeder, der hier nur mitliest, wird 1 und 1 zusammenzählen können.
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #55
Genau wegen solchen "Meinungen" passieren solche "Unfälle" wie bei uns! Sorry, dafür habe ich kein Verständnis (das hätte vor einem halben Jahr vielleicht noch etwas anders ausgesehen). Mein Vorschlag: Vielleicht siehst du dir das Elend mal an, das da draussen herrscht, vielleicht nimmst du mal eine trächtige Streunerin auf und/oder versorgst einen Wurf mit der Flasche alle 2 Stunden, siehst dir an, wie die kleinen, ungewollten Kätzchen immer schwächer werden und dann sterben! Du kannst nicht sicher stellen, daß NIE einer deiner Kater ausbüchst und eine Katze deckt.
Und ehrlich gesagt, ich habe das Tierschutzgedöns auch immer abgetan als "die spinnen doch!". Nachdem ich es dieses Jahr selbst erleben musste, sieht das aber anders aus. Trotz meines Alters bin ich lernfähig und gebe diesen Leuten Recht! Und ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: Ich wünsche mir die Kastrationspflicht ! Deutschlandweit und auch für Wohnungskatzen!

Deine Bedenken kann ich durchaus verstehen, in einen gesunden Organismus muß niemand eingreifen. Leider sieht die Natur es aber anders vor und die Tiere würden sich fortpflanzen. Bei unserer Hündin hat es dazu geführt, daß sie beinahe gestorben wäre (blutige Durchfälle, Erbrechen, Futterverweigerung). Es dauerte fast ein Jahr, bis wir die Ursache raus fanden - die Hormone ! Ihre Eierstöcke waren nach 5 Jahren ohne Trächtigkeit so überaktiv (weil ihr Körper wohl dachte, es würden zu wenig Eizellen produziert um trächtig zu werden), daß sie o. g. Symptome hatte, weil ihr Körper von Hormonen überschwemmt wurde!

Niemand möchte dir hier deine Meinung absprechen oder ausreden! Wir wollen das Beste für deine Tiere und schildern hier nur Erfahrungen. Aber wenn du es so siehst, daß es unnatürlich ist, sie nicht zu kastrieren, dann solltest du da auch konsequent sein und deine Kater natürlich leben lassen! Und dazu gehört nunmal auch die Fortpflanzung, oder zumindest, daß du ihnen die Chance dazu gibst ! Also : Tür auf und die Kater raus lassen! Das wäre natürlich und konsequent.

LG
Rea
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #56
Zum Thema Wolf. Genauso dieses Rudel und Alphagedöns ist schlicht weg falsch! Es gibt keine Alphatiere im Wolfsrudel. Rudel wird leider völlig falsch interpretiert. Das ist keine wahllos zusammen geworfene Truppe an Tieren, das ist ein Familienverband. Es besteht aus Vater- und Muttertier, dem aktuellem Wurf Welpen und eventuell dem Wurf aus dem Vorjahr. Natürlich haben die „Alten“ da am meisten zu sagen, einfach weil sie für das Überleben des Rudels verantwortlich sind. Sie bringen Futter herbei und lernen quasi ihre Jungtiere an. Aber da werden keine Rangordnung durch Macht und Kämpfe ausgefochten. Lediglich die Jungtiere aus einem Wurf üben sich spielerisch darin. Wenn dann die Jungtiere geschlechtsreif werden, werden sie von den Eltern in aller Regel verjagt. Ausnahmen gibt’s, ganz aktuell z.B. gerade ein Rudel in Deutschland. Aber das ist sehr a-typisches Verhalten. Und dann kann es sogar vorkommen, dass der Vater nochmal die Tochter deckt.
Also nicht nur die Alphatiere dürfen sich fortpflanzen, sondern in der Regel sie die Elterntiere einfach die Einzigen die im fortpflanzungsfähigen Alter sind.
Anscheinend hast du ein Problem mit dem Führungsanspruch von Alphatieren. ;-)
Natürlich ist ein Rudel auch ein Familienverband. Und die Jungwölfe sind noch zu jung zum Jungtiere aufziehen und haben noch keinen hohen Status (den sie aber anstreben können). Wenn sie verjagt werden, werden sie woanders familienfremde, geschlechtsreife Wölfe suchen, ist ja auch sinnvoll um Inzucht zu vermeiden. Und wenn ein Leitwolf alt und schwächer wird, verliert er seinen Anspruch an einen jungen (meist fremden) Wolf. Das ist auch heute noch das Ergebnis von Wolfsforschern, habe extra noch mal einige gelesen. Ob dir dieses autoritäre Modell ins Weltbild passt oder nicht.

Nachtrag: anscheinend kommt es auch drauf an, wo das Wolfsrudel bzw. der Beobachter lebt:


Sollte tatsächlich irgendwann, irgendetwas zwischen den beiden Vorfallen oder aus irgendwelchen anderen Gründen, entwickelt sich eine Katze zur „Problemkatze“ wird hier niemand weggegeben. Ich habe seit ca. 20 Jahren Tiere, einen Großteil davon immer mehrere und nur ein einziges Tier hat mich nicht aufgrund vom Tod verlassen. Es war ein Meerschwein, was wir damals (weil es im Übrigen ebenfalls von allen Seiten so geraten wurde und man sich darauf verlassen hat!) mit einem Kaninchen zusammen hielten. Die beiden verstanden sich nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr und wir mussten dauerhaft trennen. Da saßen zwei Gesellschaftstiere jeweils einzeln in ihren (selbstgebauten, weil die aus dem Geschäft alle weg viel zu klein sind) Käfigen. Das Meerschwein wurde dann weggeben, zu einer guten Freundin, wo es dann glücklich in einer größeren Meerschweingruppe leben durfte. Und das Kaninchen hat ebenfalls bei mir einen neuen Artgenossen bekommen. Es war damals die beste Entscheidung für die Tiere.
Problemtiere gab es unter diesen Tieren übrigens auch.
Ein Kaninchen was auf alle fremden Menschen losgegangen. Mag harmlos klingen, ist es aber nicht, wenn ein Kaninchen (und wir reden von keinem Zwergkaninchen) ernsthaft, ohne Kompromisse auf Menschen.
Da war ein Hund, der so große Verlassensängste hatte, dass er nicht allein bleiben konnte. Bis man die Situation nicht hatte, kann man sich gar nicht vorstellen wie anstrengend es ist, eine 24h Betreuung über mehrere Jahre zu organisieren.
Jetzt ganz aktuell habe ich noch eine Hündin, die die ersten 3 Jahre in ihrem Leben rein gar Nichts kennengelernt hat und in einem absoluten Panikmodus zu uns kam. Ihre Angst schwang leider oft in Angstaggressionen um. Der Grund interessiert aber niemanden. Es wird nur ein 30kg ausrastender Berserker gesehen. Die Reaktionen von unserem Umfeld kann man sich da vielleicht vorstellen. Mittlerweile ist sie ein ruhiger, gelassener und freudiger Hund, der nur noch aufgrund ihrer Angst mit Artgenossen Probleme haben und generell immer etwas vorsichtiger im Leben sein wird.
Hier wird kein Tier aufgrund irgendwelcher Probleme weggegeben!
Zu deiner Erfahrung mit Problemtieren sag ich nur: Wenn man drauf steht, kann man sich Problemtiere natürlich selbst herstellen. Das hast du nämlich mit deinen Katern vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #57
Ich habe mich nun durch den Thread gelesen und kann beim besten Willen keine wissenschaftlich belegbaren Gründe der TE finden, warum die beiden Kater nicht kastriert werden sollten.

Denn wenn du nach belegbaren Argumenten DAFÜR fragst, musst du doch welche dagegen haben? Wie sonst, kommst du darauf, dass dir hier ALLE, die dir Argumente FÜR eine Kastration bringen, etwas Böses wollen?

Übrigens ist auch beim Menschen von der Natur die A-Sexualität nicht vorgesehen. Aber die Natur hat sich meist etwas dabei gedacht, dass manche Individuen sich nicht fortpflanzen KÖNNEN/WOLLEN.

Mal abgesehen davon, dass deine Kater dir nicht bestätigen können, dass sie A-sexuell sind und wir daher davon ausgehen MÜSSEN, dass der Trieb wie bei anderen Artgenossen angeboren ist.

Und warum ist dir egal, welche vor allem psychischen Folgen bei deinen Tieren auftreten können, aber die physische Gesundheit so viel wichtiger?
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #58
Vielleicht lasst ihr das Thema einfach ruhen. AtreVido schrieb ja, dass er sich abmelden bzw möchte. Ihr wisst ja, dass diese Diskussion sich wohl nur noch im Kreis drehen wird. Dann doch lieber im Sand verlaufen lassen. Jeder, der hier nur mitliest, wird 1 und 1 zusammenzählen können.

Nur noch mal zur Erinnerung. :mrgreen:
 
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #59
  • Warum zwingend kastrieren? Beitrag #60
2 Stunden? Wow ^^
 
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Thema:

Warum zwingend kastrieren?

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