Eine Katze zu füttern, besonders aber, eine zuzufüttern, wenn man beobachtet hat, dass sie sonst hungert, ist kein Diebstahl. Und sollte mich mal jemand wegen sowas verklagen wollen, würde ich es drauf an kommen lassen.
Jemandes Tier zu füttern ohne Notwendigkeit lehne ich auch ab.
Hättest du beobachten können, wie sich die ausgehungerte Katze 2 mal am Tag 200 g Nassfutter plus 2 gut gefüllte Teetassen Trockenfutter reingezogen hat, sich dabei immer gehetzt umgesehen hat, ob jemand kommt um es wegzunehmen und anschließend geguckt hat, ob nicht aus dem Boden noch Futter rauswächst, hättest du vielleicht eine andere Meinung.
Ich glaube kaum, dass deine fremdgefütterten Katzen in solch einer Lage waren.
Du hast aber schon gelesen, dass es hier schon lange nicht mehr um ein Tier, das kurz vor dem Hungertod steht, geht und dass die Katze systematisch angefüttert und in Haus gelockt wird...
[...] unsere Nachbarskatze [...] trägt nun seit heute ein Halsband. [...] Mein erster Instinkt, als die Katze heute zu uns kam, war ihr das Halsband abzunehmen. Ich habe es ihr aber, bevor ich sie wieder rausgelassen habe, erstmal wieder umgemacht [...]
Ja und es ist auch gut, dass sie fremdgefüttert wird. Dann sollen sie sich um ihre eigene Katze kümmern, wenn sie es nicht mögen, dass wir es tun. [...]
[...] Davon abgesehen war mein Freund dort und wir hatten danach für eine Zeit die Fütterung eingestellt und die Katze ist erneut sichtlich dünner geworden. Natürlich füttert man da weiter. Kann den Leuten doch egal sein. [...]
Dass die Katze vielleicht aufgrund falscher Fütterung (z.B. DF) dünner geworden ist, wird nicht bedacht bzw. abgeklärt.
[...] Draußen steht eine Schale mit Wasser. Gefüttert wird sie drinnen. [...]
[...] Ich glaube kaum, dass die Leute genau wissen, dass die Katze 2-4 x pro Tag hier was zu essen bekommt. [...]
[...] ich wollte nochmal ein Update geben: die Katze hat hier in der Nachbarschaft tatsächlich doch ein Zuhause. [...] wir füttern sie jetzt einfach weiter und wenn sie uns besuchen möchte, lassen wir sie auch rein. Insgesamt wirkt sie ja gesund. [...]
Wenn sie gesund ist, muss sie nicht zugefüttert werden, schon gar nicht IM Haus, es geht wohl vielmehr darum, die Katze systematisch einzugewöhnen, um sie vielleicht doch zu übernehmen:
Momentan fühlt sie sich noch nicht wohl genug bei uns [...] Wenn sich das die nächsten Wochen/Monate aber mal verändern sollte, würde ich den Schritt wagen und die Nachbarn darauf ansprechen. [...] Also füttere ich "Flöckchen" lieber weiter diskret. Falls es sich in die Richtung entwickeln sollte, dass sie tatsächlich gerne länger bei uns ist und keine Panik kriegt, wenn die Tür zugeht, würde ich den Schritt riskieren. [...]
Sorry, aber wenn es darum geht, die Katze vor dem Verhungern zu retten, dann muss ich sie nicht reinlocken und versuchen, die Türen zu schließen, um sie ans Haus zu gewöhnen. Ja, ich weiß, die TE bestreitet das, aber sie genießt es sichtlich, das Tier im Haus zu versorgen, aber zum
Tierarzt gehen (und das Tier checken zu lassen, weil es ja so verhungert/mangelernährt ist) oder gar mit den Besitzern in Ruhe über das Grundproblem zu reden, wäre übergriffig, man könnte sich ja unbeliebt machen.
Tut mir leid, ich finde das Verhalten so nicht gut, das hätte ganz anders ablaufen sollen, um auch für die Katze wirklich eine gute und dauerhafte Lösung zu finden.
Wir reden hier offensichtlich nicht von einem völlig verwahrlosten Tier.
P.S.: Herv.i.d.Zitaten d.d.Verf.
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Edit: Um eines noch mal klar zu stellen: Ich verstehe die TE! Ich kann auch nachvollziehen, warum sie so gehandelt hat und handelt, keine Frage (!), aber ich finde es trotzdem falsch.