Hallo zusammen!
Ich hab mich hier neu angemeldet um meine Bedenken zu meiner derzeitigen Situation mit euch zu teilen, und um mir ein wenig Zuspruch für mein Vorhaben zu holen, bin doch etwas nervös.
Erstmal zurück zum Anfang:
Mein Freund hat einen kater, 7 Jahre alt, wurde immer allein gehalten und eigentlich verwahrlost. Er hatte immer genug Futter und eine saubere Toilette, aber es wurde nie mit ihm gespielt oder sich beschäftigt. Dadurch hat sich das Brutus das Biest (mein Spitzname für ihn :mrgreen

einige "lustige" Verhaltensweisen angewohnt, meiner Ansicht nach aus Langeweile.
1) Heftige Attacken gegen seine menschlichen Mitbewohner (wir reden vom 9 Kilo schweren Brutus, der einem lustig ins Gesicht springt um zu spielen)
2) furchtbar lautes jämmerliches Betteln um Futter (sein einziges Highlight des Tages)
3) Alles was aus Leder oder falschen Leder ist wird zerbissen (Schuhe, Taschen, Rücksäcke, Klamotten)
4) Er liebt es Unterwäsche zu zerstören, am besten BHs (er wisst nicht wie lustig es aussieht wenn der Riesenkater plötzlich mit dem Bh im Maul umhersaust

:lol: hat mir schon einiges an Lachern beschert bei Freunden meines Freundes)
Ich selbst besitze 2 Katzen, Fuchur, mein kleines Mädchen, 2,5 Jahre alt, sehr klein, zierlich und ihres Zeichens Schmusezicke und Mamakind. Coon, 6 Jahre alt, etwas größer, sehr bullig im Körperbau, seines Zeichens Schmusebaby und Teddybär.
Alle drei wurden schonmal einander vorgestellt und es lief für 3 erwachsene Katzen in völlig neuem Revier (waren 10 Tage auf Urlaub und hatten sie mit) sehr sehr gut ab. Mein großer war etwas empört über den Fremden, Brutus unglaublich lieb und neugierig gegenüber meinen Beiden, allerdings checkt er nicht ganz wie sich Katzen eigentlich verhalten, kam also zu kleinen Reibereien wegen seiner sehr freundlichen und (zu) offenen Art gegenüber meinen Beiden Stubentigern. Aber nichts schlimmes und nach 3 Tagen schliefen sie alle 3 bei uns im Bett nebeneinander.
So, jetzt zum Problem: Mein Freund hat absolut keine Geduld mehr für seinen Kater. Ich verstehe ihn auch, der KAter ist wirklich anstrengend, weckt einen ab 3 uhr morgens auf damit man ihn füttert etc. Allerdings sieht mein Freund nicht ein, das es allein seine Schuld ist das der Kater so ist, immerhin lebt der in nem absoluten Gefägnis und wird nicht beachtet.
Ich habe versucht meinen Freund zu animieren den Kater nach draußen zu gewöhnen, dort wo er wohnt wäre das super möglich, kaum Autos, schöne Grüne Gegend, Tierfreundliche Nachbarn.
Allerdings hat er es in 6 Monate nicht geschafft sich mal die halbe Stunde bis Stunde am Tag für den Kater zu nehmen und mit ihm raus zu gehen.
Da wir bald zusammenziehen wollen (~ 1 Jahr) hat mir die Zerstörungswut des KAters und das nie Ruhe haben wenn ich bei ihm bin irgendwann gereicht, und ich habe meinem Freund ein Ultimatum gestellt - Entweder er gibt sich Mühe mit seiner Katze, damit Brutus mal etwas ausgeglichener und angenehmer wird, oder es gibt kein Zusammenziehen.
Nach 3 Monaten ist noch immer nix passiert und mir der Kragen geplatzt, der Kater war noch immer so eine arme S*u wie vorher. Jetzt meinte mein Freund, dann gibt er ihn halt her wenn er sich nicht bessert.
Meine Reaktion war sehr einfach, bevor du das tust, gibst ihn zu mir!!
So, Fazit, am Sonntag zieht Brutus (ich werde ihn definitiv so umbenennen, der Name passt zu ihm :razz: und seinen echten Namen kennt er eh nicht) zu mir und meinen Tigern.
Ich habe ein wenig Sorge, das Brutus, der sehr groß und stark ist, sich untertags während ich arbeiten bin, mit meiner kleinen anlegt, die ihm 7 Kilo Kampfmasse unterliegt. Mein Großer ist ein starker Bursche, der kann sich wehren, aber ich weiß nicht wie es mit der Kleinen aussieht?
Könnt ihr mir hier Tipps geben? Oder mich ein wenig beruhigen, bin schon sehr beunruhigt...
Sollte ich sie Anfangs vielleicht tagsüber trennen? Platz habe ich genug, 100m² für 3 Miezen :-?
Aber dann wird die aneinander Gewöhnung doch wieder unterbrochen oder?
Wie füttere ich sie denn? Brutus nimmt extrem schnell zu und wird fett (kein Scherz) wenn man ihn wie eine normale Katze füttert, also ~ 200gr sehr hochwertiges Futter am Tag (grau, macs,) dann wiegt er in 2 Monaten 16 kilo, das hatten wir als ausgangssituation, und das will ich ihm nicht mehr antun. nach viel experimentieren hab ich bemerkt, das 130gr perfekt für ihn sind, er hält sein Gewicht seit gut 1,5 Monaten und sieht super schick aus (auch wenn noch ein bisschen Bauch da ist

aber das stört keinen) -> nun ist es aber so, das er alles frisst wie ein Mähdrescher was er findet! ich mein ALLES, auch Schokolade etc. Meine Katzen fressen sehr gemütlich, und Brutus inhaliert sein Fressi. Es wird wohl so enden das Brutus fertig ist, und dann das essen meiner Beiden fressen wird. Ich rechne dann mit Auseinandersetzungen :-?
Soll ichs einfach mal probieren? Alle zusammen und sonst getrennt füttern?
Alles andere ist geklärt. Ich besitze sowieso schon 3 Katzentoiletten, die 4te kommt von meinem Freund mit. er kommt auch für Kosten für seine Miez auf (wenigstens etwas) und rauslassen darf ich ihn auch, wenn er dann lang genug da ist (ich denke 2 Monate sollten reichen). mein Großer geht auch manchmal raus (wenn ihm danach ist, er teilt mir das dann mit) meine Kleine interessiert sich nicht dafür, die guckt nur bei der offenen Tür raus und genießt den Wind und die Luft.
Habt ihr vielleicht noch Tipps für mich? Was sollte ich beachten (außer den Standardkram bei Zusammenführungen, hab schon viel hier gelesen) Brauche ich evtl. noch einen 2ten Kratzbaum? Hab zwar einen großen und ein Kratzbrett, aber ist das genug?
Ich danke schonmal für alle Antworten, und sorry für das viele Getippe, bin halt schon so aufgeregt das Brutus zu uns kommt
Liebe Grüße,
Roxy samt Fuchur und Coon, und baldigst auch mit Brutus