Hallo zusammen!
Ich hab versucht, mir über das Forum ein umfassendes Bild zu verschaffen, aber beim meinem BKH RaKäthe (11 Monate) passt irgendwie alles und nichts. Soll heißen: Der Tierarzt hat FIP als am wahrscheinlichste Erkrankung diagnostieziert, es können aber noch andere in Frage kommen. Und ich will partout nicht resignieren, weil sein Gesamtverhaltenüberhaupt nicht auf FIP passt.
Es fing vor etwa vier Wochen an, da habe ich festgestellt, dass Flauschi schmatzt (nicht beim Essen, sondern zwischendurch), Magengrummeln und Aufstossen hat. Außerdem hat er Katzenstreu gefressen. Also haben wir den Kot untersuchen lassen und festgestellt, dass er Fette mit ausscheidet. Dann gab es vor zwei Wochen eine allgemeine Abtastung und die Organe wurden für in Ordnung befunden. Aber zu Absicherung sollte ein Ultraschall (Herzfehler vorhanden) und ggf. eine Magenuntersuchung gemacht werden. Dabei auch Blutabnahme. Letzten Dienstag gab es den Schall: Es wurde ein tischtennisgroßer Lymphknoten entdeckt, der aber nicht auf andere Organe übergegriffen hatte. Vorsorglich bis zum Ergebnis der Laboruntersuchungen Blut und Punktat wurde ein Cortison und ein Antibiotikum gespritzt. Schon Dienstagabend hatte RaKäthe wieder Hunger (der ist ihm auch nie abhanden gekommen, Fieber hatte er auch nicht, keine Flüssigkeit im Bauchraum festgestellt), ab Mittwoch ist er wieder voll aufgedreht.
Freitag kamen dann die Blut- und Punktatergebnisse: Nichts genaues weiß man. Das Gesamteiweiss ist bei 121,5 (Norm 57-94), Albumin kurz unter dem Normwert, Globuline bei 96,3 (Normwert 28-55), Leukozyten bei 15,7 (Norm 6-11) und Hämoglobin bei 70 (Norm 90-150). Laborkurve und Fip-Titer (1:400) weisen lt. Tierarzt eher auf FIP hin, ein Lymphon kann das Labor trotzdem nicht ausschließen.
RaKäthe hat (aber von Anfang an) noch nie eine große Stimme gehabt und geschnurrt hat er auch nur nachts, wenn es dunkel war (kein Witz!). Sein Bruder Rudi ist an einer FIP gestorben, da war RaKäthe einen Monat bei uns. Flauschis Kumpel Herr Völler ist ein Wald- und Wiesenkater, kerngesund, die beiden lieben sich sehr. Beide wurden im November kastriert und geimpft wurden sie auch, allerdings nicht gegen FIP (hatten beide schon Coronaviren).
Bis gestern war RaKäthe super drauf (spielen, fressen, schmusen war noch nie sein Ding), heute hat er wieder angefangen zu schmatzen und das Fell wird struppiger. Das Cortison baut sich wohl ab, Antibiotika bekommt er ja von uns bis morgen, da wird noch mal geschallt, um zu sehen, ob der Lymphknoten sich wieder verkleinert.
Ich hab noch ein paar Verdachtsmomente, bin aber nicht wirklich medizinisch bewandert. Den Krebs halte ich erst mal für unwahrscheinlich. Bei Leukämie wären doch mehrere Knoten auffällig? Ein Wurmbefall könnte doch auch möglich sein? Die letzte Wurmkur war m.E. im Spätsommer letzten Jahres. Wir haben Wohnungskatzen mit Auslauf auf der Terrasse, wo aber auch Mäuse rumgurken. Dann könnte es vielleicht auch nur ein einfacher heftiger Magen-Darm-Infekt sein, der durch Bekämpfung auf den einen Lymphkmoten (Milz war auch vergrößert) übergesprungen ist? Bei Halsschmerzen bekommen wir doch auch vergrößerte Lymphknoten, oder?
Ich bin auf jeden Fall etwas überfordert und mein Bauchgefühl sagt eigentlich, dass hier etwas mit dem Katerchen nicht stimmt, aber dass es so erst mal keine tödliche Bedrohung ist. Es passt nicht mit dem überein, wie er sich verhält. Eine Freundin (Humanmedizinerin mit Tierarzt-Helferin-Ausbildung und eigener Katzenerfahrung) findet ebenfalls, dass die Werte und das Verhalten nicht übereinpasst. Und wenn das Cortison angeschlagen hat oder das Anitbiotikum, kann es doch eigentlich keine ausgebrochene FIP sein....
Ihr Lieben - irgendwer nach meinem Roman eine Ahnung, was wir übersehen haben könnten?
Sonnige Grüße als Köln