Katze verhällt sich untypisch

Diskutiere Katze verhällt sich untypisch im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hey, Es geht um meinen Kater. Ich habe ihn nun fast 3 Jahre. Er kam aus einem Haushalt indem eine ältere Katze nicht ganz einverstanden war das...
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #1
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Hey,
Es geht um meinen Kater. Ich habe ihn nun fast 3 Jahre. Er kam aus einem Haushalt indem eine ältere Katze nicht ganz einverstanden war das er nun auch da ist. Wurde anscheinend gebissen und gejagt.
Deswegen weg gegeben.
Nun hab ich ihn und er versteht sich gut mit meiner Katze (die 10 ist).
Als er ankam hatte er leider Milben im Ohr und Flöhe im Fell. Musste ihn täglich "quälen" damit diese besser werden. Außerdem noch ne Wurmkur in den Hals gejagt...
Fazit ist, dass er es mir irgendwie übel genommen hat und noch immer tut.
Ich kann ihn nicht aufn Arm nehmen. Wenn er was will, dann läuft er an meiner Seite, aber immer außerhalb meiner Griffreichweite. Wenn ich mit meinen Händen in seine Nähe komme, dann geht er auf Distanz.
Meine Katze leckt ihn ab und zu, er jedoch will beißen. Nicht ernsthaft..eher ein kneifen.
Dies erfahre ich Abends am eigenen Leib.
Wenn ich mich hin lege, dann kommt er zu mir, fängt an zu schnurren und knetet die Decke.
Dies macht er so 10 Minuten und dann beißt er meine Hand und rennt weg. Das ist seine Einzige Streicheleinheit am gesamten Tag.
Sonst schnurrt er nie. Hatte schon mehrere Katzen, jedoch keine die über den Tag nicht schnurrt.
Geleckt hat er auch niemanden, nur sich selbst :D

Wie kann ich ihn dazu bringen mir wieder zu vertrauen?
Hab ihn schon seit Jahren keine Behandlung mehr selbst an getan und wenn er irgendwo chillt und die Augen auf hat, dann streichel ich ihm am Nacken. Das gefällt ihm kurz, rennt jedoch nach so ca. 10 Sekunden weg, als wenn er gleich sterben würde. Deswegen halte ich es kurz.
Hab leider keine Verbesserung erfahren.

Habt ihr noch Tipps?

LG
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #2
Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich glaube nicht, dass Dein Kater Dir noch die Behandlungen von vor 3 Jahren übel nimmt. Katzen leben im hier und jetzt. Dass er nicht auf den Arm genommen werden möchte hat damit nichts zu tun. Jede Katze ist anders und nur wenige Katzen möchten getragen werden. Mein Kater lässt es sich zwar gefallen aber toll findet er es auch nicht. Deswegen mache ich es nur wenn ich ihn wiege.
Jedenfalls kommt er ja zu Dir auf die Couch. Also sucht er auch Deine Nähe. Und die Länge der Schmuseeinheit bestimmt immer die Katze.
Du könntest evtl. mal versuchen mit ihm zu klickern. Das und/oder Spieleinheiten können eine engere Bindung aufbauen.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #3
Meine Susi mochte m Anfang das anfassen auch gar nicht, wenn ich sie streichelte, stand sie auf und ging (nicht auf einen anderen Platz, nicht in ein anders Zimmer, nein nach ganz oben ins Dachzimmer unter den Tisch in die Ecke). Das fand ich frustrierend. Hochheben ging genau bis auf Kniehöhe, bevor sie mich beißen wollte.

Ich habe dann ein Ritual etabliert: Katze hochheben sich ggfs beißen lassen und kurz festhalten, dann runter setzen, vor den gefüllten Fressnapf. Mit der Zeit hat das geholfen, es entstand wohl die Verbindung im Kopf: SOO schlimm ist das nicht, man bekommt ja anschließend was Schönes …

Mit dem Streicheln habe ich sie auch nicht gewähren lassen. Ich bin hinter ihr her gekrochen und habe sie zwangsgestreichelt (an den Stellen, wo ich nicht sofort gebissen wurde). Habe auch bewusst immer wieder die Stellen des Anfassens erweitert und die Grenzen getestet (bezahlt mit vielen Bissen und Kratzern). Mit der Zeit hat sie kapiert, dass das nicht böse ist, ja sogar Spaß machen kann.

Auch heute (ich kann sie inzwischen quasi überall anfassen, mit Abstrichen natürlich), ist sie keine Kuschelkatze, aber sie hat inzwischen die Vorteile des Streichelns erkannt und fordert das auch ein. Allerdings erst seit dem letzten Herbst (sie wohnt inzwischen schon im 3. oder 4. Jahr bei mir) ist sie auf die Idee gekommen, dass „auf die mama“ einen Genuss bringen kann (vorher war „neben die mama auf die Decke das Maximum). Sie kommt dann, manchmal auch nur kurz, aber wenn sie gestreichelt werden will. Wird es zu viel, bzw hat sie ihr Pensum, geht sie wieder.

Ich habe mich beim Anfassen immer wieder weiter vorgetastet, habe mich reichlich beißen lassen (habe das jedes Mal mit einem lauten Unmutslaut kommentiert), habe aber nicht locker gelassen. Susi ist im Prinzip ne Angstkatze, je nach Temperament muss man wahrscheinlich keine allzu großen Hoffnungen haben. In ihrem Fall hat es funktioniert, also wir haben einen Level gefunden, der auf Kompromissen basiert.

Wenn ich nach Hause komme und sie mich begrüßt (das tut sie immer, wenn sie in der Nähe ist), hebe ich sie einmal hoch zum Zwangskuscheln, die Verweildauer ist inzwischen länger geworden, aber wenn sie absolut runter will, lasse ich sie. so ist bei aller Zumutung meinerseits ein Vertrauen entstanden. Und daraus ist ein Bedürfnis entstanden. Zur Begrüßung besteche ich sie oft nach dem Hochheben mit Leckerli.

Sie fand mich allerdings schon nach kurzer Zeit interessant und mochte es, sich im selben Zimmer wie ich aufzuhalten.

Du musst m.E. einfach mit viel Einfühlungsvermögen die Balance zwischen „Zwangskontakt“ und Respekt ihres Willens finden. Ich bin damit bislang gut gefahren und Susi lernt immernoch dazu (ja, sie lernt sehr langsam). Aber jedes Jahr wird es besser.

Aber ich kenne auch Katzen, die sind spinnert im Kopf und fühlen sich noch schneller angegriffen als die Suse. Bis der Korken aus dem Kopf fliegt, kann das dauern. oder es passiert halt nie, das muss man dann auch so hinnehmen.

Ich staune ja immer wieder, dass ein Jägertier so ein ausgemachter Schisser sein kann, wie ne Katze.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #4
Wie wäre es, wenn du einen Federwedel nimmst zum Streicheln?
Das wird ihm mit der Zeit (kann Wochen/Monate) brauchen vielleicht gefallen. Die gefürchtete Hand ist erst einmal weit genug fort, um nicht gefürchtet werden zu müssen und Katze kann die sanfte Berührung erfahren und möglicherweise genießen lernen. Später kannst du den Wedel dann kürzer fassen, bis es eher deine Hand ist, die die Katze berührt, aber Katze denkt, es ist noch der ungefährliche Federwedel. So macht es Taskali erfolgreich bei ihrem Scheuchenzähmprogramm.
Weiteres Zwangsstreicheln würde ich ihr erst einmal nicht aufzwingen, anbieten (vorsichtig, freundlich) ja, aber nicht in Savebereiche nachsteigen und ihr aufdrängen.
Dann lieber, wie schon vorgeschlagen mit dem Clickern arbeiten. Neben kleinen Übungen eben auch "ich lasse mich anfassen und bekomme dafür eine Belohnung" einbauen.
Vielleicht hatte seine Abgabe in Wahrheit genau diesen Grund, er war eben nicht die Schmusekatze, die sich im Grund jeder Katzenhalter wünscht.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #5
Danke für die vielen Tipps. Werde versuchen die um zu setzen.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #6
Es gibt etwas, dass viele - wenn nicht die meisten - Katzenbesitzer weder wahrhaben noch akzeptieren wollen: Katzen, die ihre Besitzer einfach nicht ausstehen können und von ihnen auch nicht berührt werden möchten. Und Katzen, die grundsätzlich von Menschen nicht angefasst werden wollen.

Jede Art von Zwangsmaßnahme, Zwangsstreicheln, Hochnehmen etc. vertieft die Abwehr, erhöht die Angst und den Stress. Selbst Federwedel werden oft als Belästigung empfunden und nur gerade eben auf Distanz noch geduldet.

Insbesondere Wohnungskatzen, die vollständig auf die Fütterung durch ihre Dosenöffner angewiesen sind, den "normalen" Kontakt aber ablehnen, geraten damit in eine permanente Frustsituation. Umso mehr, wenn die Zwangsmaßnahmen mit Leckerchen "belohnt" werden. Für derartig gestrickte Katzen ist das keine Belohnung, sondern eine Verschärfung ihrer Lage, denn um an Futter/Leckerlie zu gelangen müssen sie sich etwas gefallen lassen, das sie nicht wollen. Kratzen, Beißen oder auch Unsauberkeit sind dann die logischen Folgen. Einige Katzen resignieren auch weitgehend und wehren sich nur dann noch, wenn sie die Berührungen einfach nicht mehr ertragen können und lieber verhungern würden.

Menschen wollen Schmusekatzen, aber nicht jede Katze will Schmusemenschen! Und Menschen sollten sich mal vorstellen, wie es ihnen gefallen würde, gegen ihren Willen angefasst zu werden. Für ein paar Pralinen täte das wohl niemand.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #7
@Igelfisch:
Das ist Blödsinn, da du extreme Einzelfälle verallgemeinerst.
Das ist falsch, da du eine Unveränderlichkeit des Verhaltens postulierst.
Und das ist kontraproduktiv und gefährlich, da du mit solchen Behauptungen einem verzweifelten Dosi vielleicht gerade den Grund für eine Abgabe/Einschläferung/Aussetzung geliefert hast.

Trolle doch gegen User und nicht gegen Katzen, die haben es oft schwer genug.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #8
Wie wäre es, gar nicht zu trollen und sachlich zu bleiben?
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #9
und wenn er irgendwo chillt und die Augen auf hat, dann streichel ich ihm am Nacken. Das gefällt ihm kurz, rennt jedoch nach so ca. 10 Sekunden weg, als wenn er gleich sterben würde. Deswegen halte ich es kurz.
Hab leider keine Verbesserung erfahren.

Habt ihr noch Tipps?

LG

Ja. Nicht am Nacken streicheln, sondern vorsichtig von vorne nähern, dem Kerlchen die Chance geben, erstmal an Deinem Finger zu schnuppern und wenn er nichts dagegen hat, ihn am "Bäckchen" - also seitlich vom Schnäuzchen - oder unter dem Kinn kraulen. Das mögen so scheue Katzen meistens lieber, als wenn eine "bedrohliche" Hand von oben in den Nacken fasst.;-).

Wenn er faucht oder knurrt, und sich auch dadurch bedroht fühlt, erstmal wieder zurückziehen und am nächsten Tag nochmal probieren. Und wenn es dann auch nicht klappt, immer und immer wieder versuchen. Wichtig ist nur, dass Du ihn nicht bedrängst. Wenn er faucht oder die Ohren anlegt, sofort wieder zurückziehen.
Es braucht bei solchen Katzen meistens jede Menge Geduld. Aber es lohnt sich.;-)

Viel Erfolg!

Es gibt etwas, dass viele - wenn nicht die meisten - Katzenbesitzer weder wahrhaben noch akzeptieren wollen: Katzen, die ihre Besitzer einfach nicht ausstehen können und von ihnen auch nicht berührt werden möchten. Und Katzen, die grundsätzlich von Menschen nicht angefasst werden wollen.

Genau 2 von diesen Exemplaren wohnen ja auch hier. Minki und Möhrchen. Die hatte ich von der Pflegestelle übernommen mit den Worten: "Sie werden die beiden wahrscheinlich niemals anfassen können. Die sind einfach so extrem scheu."

Na gut, dachte ich mir, die beiden können dann ja so im Rudel "mitlaufen"....und hatte die Ansage akzeptiert.

Aber dennoch wollte ich es wissen, ob es wirklich so ist.:cool:

Mit der oben erwähnten "von-vorne" Methode hatte ich es nach einem halben Jahr geschafft, dass sich die beiden Mädels nicht mehr gegen Berührungen von vorne wehrten und mir immer mehr vertraut haben.

Heutzutage können sie vom Schmusen nicht mehr genug kriegen, kugeln sich hin, hüpfen neben mich auf die Couch und lassen sich bekraulen.:-D

Hochnehmen kann ich sie allerdings nach wie vor nicht. Aber ich akzeptiere das halt so.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #10
Die Tipps von Virra finde ich ehrlich gesagt nicht gut. Ein Tier zu etwas zwingen, nur weil der Mensch es will, finde ich furchtbar.

Igelfisch mag vielleicht mit seiner Aussage recht haben, was einzelne Tiere betrifft, aber das würde ich an deiner Stelle für deine Situation nicht berücksichtigen.

Ich glaube einfach dass du ihn inruhe lassen musst. Nicht streicheln, nicht hingehen, und bitte nicht hoch heben. Wir haben drei Kater und einer davon hasst es auf den Arm genommen zu werden, also nimmt ihn keiner hoch. Hannibal lässt sich nur von mir hoch nehmen, also nimmt ihn auch kein anderer hoch. Loui lässt sich ebenfalls nur von mir auf den Arm nehmen.
Aber warum muss man ein Tier überhaupt auf den Arm nehmen? Und gerade wenn ich schon weiß dass es das nicht mag, dann lass ich das doch einfach.

Wenn er sich zu dir legt, lass ihn schnurren, treteln und liegen, aber fass ihn nicht an. Er muss vielleicht erstmal lernen dass er sich in deiner Nähe einfach wohlfühlen kann ohne das was passiert, was er nicht mag.

Wer weiß was er schon alles erlebt hat.

Lass ihn das Tempo bestimmen und passe dich seinem Tempo an.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #11
Ehrlich gesagt finde ich die Tipps von virra auch nicht gut. Wenn man die Katze trotz Abwehr anfasst und sie so dazu zwingt kann sie es nicht mögen. Ich möchte auch nicht gezwungen werden. Und sich bestätigt zu fühlen, dass diese Art und Weise richtig ist, weil die Katze sich irgendwann nicht mehr wehrt ist falsch. Sie gibt sich irgendwann auf und resigniert. Mit Genuss oder gern mögen hat das nichts zu tun.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #12
Mit dem Streicheln habe ich sie auch nicht gewähren lassen. Ich bin hinter ihr her gekrochen und habe sie zwangsgestreichelt

"Zwangsstreicheln" ist immer kontraproduktiv und man sollte es tunlichst unterlassen.

Die Katze bestimmt das Tempo, nicht der Mensch.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #13
Ich habe hier meine beiden ehemaligen Scheu`chen. Cookie war etwas mutiger und neugieriger. Sie habe ich beim spielen immer mal "aus Versehen" mit dem Federwedel berührt, später damit gestreichelt. Leckerchen aus der Hand nehmen klappte auch irgendwann, aber auch dabei habe ich sie nicht einfach angefaßt. Ausgerechnet nach einem Tierarzt-Besuch hat sie meine beine beschmust. Anfassen? Noch nicht. Sie hat sofort den Rückwärtsgang eingelegt. Ich habe ihr immer nur die Hand hingehalten. Eines Tages hat sie diese beschmust und ich habe sie vorsichtig am Bäckchen gestreichelt. Sie fand es toll und das Eis war gebrochen. Inzwischen ist sie eine absolute Schmusebacke. Ihre Schwester Kiwi dagegen war länger nicht anfassbar. Sie saß meistens unterm Bett. Später hat sie sich zwar ganz normal in der Wohnung bewegt, aber anfassen? war nicht dran zu denken. Ich habe irgendwie auch nicht mehr dran geglaubt, dass man sie mal wirklich streicheln kann. Tja, meine Tochter hats dann geschafft. wenn Kiwi auf einer bestimmten Plattform vom Kratzbaum war, hat sie die Hand zu Kiwi gelegt. Kiwi hätte flüchten können. Sie hats aber nicht gemacht. nach ner Zeit, als Kiwi dann auch mal an der Hand geschnüffelt hat, hat meine Tochter sie einfach berührt, später gestreichelt. Im Gegenzug durfte Kiwi "Frust ablassen" wie meine Tochter es nannte. das hieß, Kiwi durfte die Hand bekämpfen. Sie hat allerdings nie doll gebissen oder gekratzt. ich bin auch eigentlich dagegen, die Hand zum Spielen (eben diese Kampfspiele) zu nehmen. Aber gut, bei Kiwi hat es so geklappt. Auch sie ist eine Schmusebacke, die Streicheln lautstark einfordert.
Hochnehmen konnte man beide erst nicht. Ich habe sie genommen, angehoben und beim kleinsten Ansatz zum Zappeln sofort runter gelassen. Und jetzt? kein Problem. Beide räkeln sich sogar auf dem Arm und man muß aufpassen, dass sie nicht runter fallen.
Jede Katze ist anders und du mußt rausfinden, was für Susi am besten ist. Also was am ehesten infrage kommt. Und dann heißt es Geduld, Geduld und noch mal Geduld.
Von totalem aufzwingen und ins Versteck hinterher krabbeln halte ich auch absolut nichts. Die Tiere sollen auch einen Ort haben, wo sie wissen "hier bin ich sicher, hier habe ich meine Ruhe". Diese Orte haben hier alle 5 und dort würde ich sie nur rausholen, wenns wirklich nötig ist (dringender Tierarzt-Besuch z.B.)
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #14
@Geek

Wo du in meinem post eine Verallgemeinerung sehen willst, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil geht es genau darum, diese individuellen Kontaktverweigerer eben nicht mit Zwängen irgendwelcher Art zu traktieren.
Die Unveränderlichkeit des Verhaltens liegt meistens bei Besitzern, die es schwer persönlich nehmen, wenn ihre Katze nicht so macht wie sie wollen.

Kontraproduktiv und gefährlich wird es - und zwar für die Katz - , wenn blabla-Ratschläge auch nach dem hundersten Mal nicht funktionieren und Dosi endgültig die Geduld verliert. Wobei Geduld tatsächlich die erste Option wäre.

Mit Schaum vorm Mund läßt es sich übrigens schlecht diskutieren.:mrgreen:
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #15
Es lasst sich auch schwer diskutieren, wenn ein Gesprächspartner das Gesagte bzw Geschriebene als Blabla-Ratschläge bezeichnet.

Bitte Igelfisch, das muss nicht sein...

Zum Thema: Bacon wird im Juli 8 und ich kann sie immer noch erst dann anfassen, wenn sie es will. Das ist OK, wir kommen damit zurecht. Und es wird besser, je mehr wir sie ignorieren.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #16
@Stulle

Ja, du hast recht, das blabla musste nicht sein. Tut mir leid, manche Sachen machen mich etwas kratzbürstig. Ich kann ja auch die Krallen drin lassen und schreiben, dass es in vielen Fällen mit den Standard-Empehlungen einfach nicht getan ist.:cool:

Du hast offenbar die Lösung gefunden, die viele nicht in Betracht ziehen: ignorieren. Das führt in der Tat oft zu einer friedlichen Koexistenz zwischen Katz und Dosi und läßt der Problemmieze eine gute Chance, selber aus der Reserve zu kommen.

Es ist aber ein Unterschied, ob du das schreibst oder ich. Wenn ich schreibe "ignoriere deine Katze", dann heißt es wieder, ich wolle kaltblütig alle Katzen (und sogar Hunde) ausrotten.;-)

Na gut, ich werde meine Worte künftig wohl besser etwas in Watte packen.
Du darfst mich aber gerne rügen, wenn mir das nicht immer so gut gelingt. Ich bin noch lernfähig.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #17
Ich glaube, wir haben für Bacons Verhältnisse wesentlich mehr als eine friedliche Koexistenz... Wenn sie sich traut, sind wir ein echt tolles Team.

arghl.....Wo kommt das Bild her???

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Zuletzt bearbeitet:
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #18
Da einige auf meine Susi-Behandlung Bezug genommen haben:

Ich verstehe, was ihr meint. Aber ihr müsst euch das jetzt nicht so vorstellen, dass ich der Katze nur Zwang angetan habe. Sie ist vom übernächsten Nachbarn zu mir umgezogen und ich habe angefangen sie zu füttern, weil sie total abgemagert war. Sie war die einzige aus der Nachbarschaft, die sich auch von mir Streicheln lies. Also nicht total abgeneigt.

Da sie aber nun bei mir immer fester wohnte, wollte ich keine Katze, die nur frisst und haart. Ich wollte auch was davon haben, denn aus dem Heim hätte ich mir demnächst eine solche ausgesucht, wenn die Suse nicht gekommen wäre.

Ich habe nicht gewollt, dass sich die Verhaltensweisen verfestigen, also habe ich ihre Grenzen angetestet. Also z.B. ich nachsteigen, sie lieb locken, ein wenig zwangsstreichen (ggfs nur mit den Fingerspitzen am Köpfchen), dann wieder gehen und hoffen, dass sie es irgendwann kapiert. Hatse auch. Sie hat Vertauen zu mir, ich kann sie sogar inzwischen am Bauch anfassen (nicht streicheln, das muss ja auch nicht), über sie rübersteigen, ohne dass sie sich dafür interessiert … Und glaubt mir, wenn sie was nicht will dann muss sie auch nicht – außer Zecken rausmachen lassen und fast jeden Tag einmal Kämmen. Auf meinem Arm schnurrt sie inzwischen und mag auch durchaus immer so 30 Sekunden oder so da bleiben, bis sie wieder runter will (und dann auch darf, klar). Aber diese kurzen Momente mag ich. Ist halt ein 2-Mal-am-Tag-Ritual. Wenn sie das nicht wollte, müsste sie mich ja nicht jeden Abend von draußen nach drinnen begleiten (um dann teilweise nach der Begrüßung wieder raus zu gehen, weil sie mit ihren Katzensachen noch nicht fertig war) …

KÄMMEN haben wir auch mit „Zuckerbrot“ (Leckerli vorne weg und hintendran, dazwischen liebes Geflüster) und „Peitsche“ (wenn sie mich in die Hand gebissen hat sofort laut gesprochen oder gebrummt und wenn sie weg wollte sie so gut es ging gehindert) hinbekommen. Sie findet Kämmen zwar immer noch doof, aber das muss sein, alleine schon, weil sie kein Gift gegen Flöhe bekommt. Sie beißt mich heute auch nur noch ganz selten und wenn, dann nur noch symbolhaft, also ganz normale Katzensprache.

Ich denke aber nicht, dass ich meine „Methode“ so bei jeder Katze machen würde. Man muss eben immer genau drauf achten, wie Katze ist und wie die Körpersprache ist, damit man die goldene Mitte findet. Gar nix machen und warten finde ich auch nicht gut, denn nur wenn man das Tier auch irgendwie ein wenig fordert macht man gute Fortschritte, denke ich. Ich denke für Susi war es ok so.
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #19
Wenn ich solche Sätze lese wie "...Sie ist vom übernächsten Nachbarn zu mir umgezogen und ich habe angefangen sie zu füttern, weil sie total abgemagert war", oder "... wollte ich keine Katze, die nur frisst und haart. Ich wollte auch was davon haben...", oder "KÄMMEN haben wir auch mit „Zuckerbrot“ ... und ...„Peitsche“ ... hinbekommen", dann muss ich mich nicht nur auf die Finger, sondern gleich ganz auf die Tastatur setzen.

Und ganz sachlich diesmal: wieso muss sie fast jeden Tag zwangsgekämmt werden? Weshalb bekommt sie keine Behandlung gegen Flöhe, Zecken etc.?

Außerdem: sind die Besitzverhältnisse mit den übernächsten Nachbarn überhaupt abgeklärt? Vielleicht ist sie ja nur eine Besucherkatze, was einiges erklären würde.

Und ganz nebenbei: könnte man sich mal wieder mit dem Thema des TE beschäftigen?
 
  • Katze verhällt sich untypisch Beitrag #20
@Igelfisch: Wenns dich wirklich interessiert, könntest du meine Susi-Anfänge nachlesen. Nur so viel: Susi ist inzwischen ganz offiziell meine. Und gegen Flöhe bekommt sie Program. Du willst da was Falsches reinlesen und tust es, aber lassen wir das, denn wie du ja sagtest, gehört das nun wirklich nicht hier hin.
 
Thema:

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