akuter Angsthase

Diskutiere akuter Angsthase im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo an alle Katzenkenner, nachdem ich mich von meiner Maus verabschieden musste und nun 18 Monate verstrichen waren, haben wir aus dem Tierheim...
  • akuter Angsthase Beitrag #1
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Friedasfrauchen

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Hallo an alle Katzenkenner,
nachdem ich mich von meiner Maus verabschieden musste und nun 18 Monate verstrichen waren, haben wir aus dem Tierheim eine zweijährige "Sitzenbleiberin" geholt. Babaykatze kann jeder, dachten wir und wollten etwas von dem, was uns unsere Katze in 14 Jahren gegeben hatte zurückgeben. Uns war bekannt, dass sie sehr scheu ist und sich in den zwei Jahren im Tierheim nie anfassen ließ. Aber nach nunmehr 5 Wochen bin ich schon etwas traurig.
Zwei Wochen hat sie unter unserem Bett geschlafen und sich die erste Woche auch nur dort verkrochen. Nur nachts ist sie herausgekommen und tagsüber, wenn wir nicht da waren. Nun bewegt sie sich im ganzen Haus. Wir reden viel mit ihr. Mit uns spielen fällt ihr sehr schwer, da sind wir ihr zu nah. Das funktioniert nur wenige Sekunden. Sie ist hochgradig neugierig, aber auch so intelligent, dass sie erkennt, dass wir ihr beim Erkunden interessanter Dinge zu nah kommen könnten. Seit einer Woche "spricht" sie mit mir. Soll heißen, sie bettelt, denn sie weiß schon, dass das Futter von mir kommt.
Sie wartet in Deckung, dass ich es bereitstelle.
Sie hat das ganze Haus erobert und genau die schönen Lieblingsplätze unserer alten Katze gefunden. Aber auf weniger als zwei Meter dürfen wir nicht an sie herankommen. Wenn sie irgendwo liegt, springt sie auf, wenn wir vorbeigehen, es sei denn, ich flüstere vorher auf sie ein und gehe dann rückengewandt an ihr vorbei.
Eine Ausnahme gibt es: wir setzen uns ab und an an die selbe Stelle auf die Erde und haben auf einem Tellerchen ein Stück Gulasch in sechs kleine Krümel geschnitten.
Die bekommt sie nur, wenn sie sie aus unserer Hand abholt. Das macht sie, wenn wir mucksmäuschenstill sitzen. Aber wehe, wir sehen sie dabei an oder bewegen auch nur einen Finger. Dann flüchtet sie. Wir freuen uns jedes mal tierisch. Aber das war es dann auch. Sie haut sofort wieder ab, mauzt allenfalls um zu sagen, dass es ihr zu wenig war.
Sie macht keine Schäden, spielt manchmal allein mit kleinen Kugeln oder jagd sich selbst.
Sie kommt uns auch nach nunmehr 5 Wochen nicht nahe. Ich würde sie so gern mal anfassen. Auch beim Gulasch oder in zehn Sekunden Angelspiel geht das nicht. Seit zwei Wochen bekommt sie Bachblüten (ich trau dir nicht).
Sie würde gern raus in den Garten, aber solange sie uns nicht vertraut und so ängstlich ist, wollen wir das Risiko nicht eingehen.
Ich habe ihr vorgelesen, Spielzeug gebastelt, Höhlen gebaut, mich zu ihr auf den Fußboden gelegt und ewig auf sie eingeflüstert. Seltsamerweise ist sie lärmresistent ohne taub zu sein. Auf ihren Namen hört sie auch.
Sie kam mit drei Geschwistern mit drei Monaten ins Tierheim.
Ich habe keine Idee mehr, wie ich an sie rankomme.:-(
hat jemand ähnliche Sorgen gehabt und lösen können?
Sie traut uns nicht und hat Angst vor unserer Nähe.
Liebe Grüße
 
  • akuter Angsthase Beitrag #2
Hallo und herzlich willkommen!
Hatte sie denn im Tierheim keine andere Katze als Gespielin oder ist vll.sogar noch eins ihrer Geschwister dort?
Hat sie sich denn dort mit Katzen vertragen - dann wäre eine Zweitkatze doch möglicherweise die Lösung?
 
  • akuter Angsthase Beitrag #3
Mit einer Zweitkatze würde ich erst mal noch warten, denn 5 Wochen sind bei einer so scheuen Katze einfach noch zu wenig zur Eingewöhnung bzw. Umgewöhnung. Meine Empfehlung: sie erst mal einfach so in Ruhe machen lassen wie sie will und sie in keiner Weise bedrängen. Vielleicht mit Spielzeug und Leckerchen ihre Neugier wecken, aber alles ganz sachte. Und auf keinen Fall jetzt schon raus lassen, dafür wäre es auch für zutrauliche Schmusebacken noch zu früh. Lass sie an dich/euch rankommen! Das wird schon, wenn man sich geduldet und nicht zu hohe Erwartungen in zu kurze Zeit steckt.

Schrieb ich heute schon mal: scheinbares Ignorieren kann ein sehr probates Mittel sein, das Zutrauen langfristig zu gewinnen. Tut erst mal weh, ist aber oft der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!
 
  • akuter Angsthase Beitrag #4
. Aber nach nunmehr 5 Wochen bin ich schon etwas traurig.

Warum denn? Das ist offensichtlich eine sehr schüchterne Maus. Und ich finde es toll, dass Ihr so einem Tierchen eine Chance gebt!:grin:

Meine Möhrchen hockte geschlagene 8 Wochen! in einer Kratzbaumhöhle, als ich sie übernommen hatte. Sie traute sich dort überhaupt nicht raus. (Ausser für ihre Geschäftchen, die dann alle 30 cm neben dem Baum auf dem Teppich gelandet sind). Ich musste sie sogar in der Höhle füttern. Zum Napf hat sie sich ja auch nicht getraut...

Von daher finde ich, dass Ihr mit Eurer scheuen Maus schon einen regelrechten Glücksgriff gemacht habt. Ein bisschen Geduld noch und sie wird ihr neues Zuhause sehr zu schätzen wissen und auch Vertrauen zu Euch gewinnen.:)
 
  • akuter Angsthase Beitrag #5
Hi,
klingt jetzt gar nicht so schlecht, bei Angsthasen dauert das halt länger.

Ihr solltet mal versuchen, bewußt keinen langen Augenkontakt herzustellen, das empfindet sie vielleicht als aggressive Geste. Statt dessen sie ganz oft anblinzeln und dann sofort wieder wegschauen.

Wenn sie die ganze Zeit im Tierheim mit anderen Katzen/ihren Geschwistern zusammen war, würde ich mich da auf jeden Fall nochmal erkundigen. Es kann durchaus sein, dass sie sich in Gegenwart von Artgenossen wesentlich sicherer fühlt und auftaut.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #6
Ich finde auch dass ihr Verhalten für fünf Wochen schon super ist. Bin jetzt kein Spezialist mit Angstkatzen, aber ich hab selber so nen Schisser daheim und ich kann euch verstehen.
Aber ihr müsst ihr Zeit geben, und zwar so viel Zeit wie sie braucht. Egal ob zwei, drei, vier, fünf ... Monate. Überstürzt ihr etwas wirft sie das zurück und das wird dann noch schwieriger als vorher. Jeder Rückschlag wirft unseren Schisser zb um zehn Vortschritte zurück.

Mach dich mal über Zylkene schlau, von Bachblüten halte ich persönlich garnichts. Und schon garnicht von den Mischungen aus Fressnapf etc.

Ich wäre ebenfalls für eine Freundin. Eine Katze im ähnlichen Alter, am besten aus dem gleichen Gehege. Vielleicht gibts ja eine die zutraulicher ist und eurer Miez zeigt, dass ihr nichts böses wollt.

Was ich auch noch wichtig finde. Verhaltet euch normal. Lauf nicht langsam an ihr vorbei, sondern normal. Dreh ihr nicht den Rücken zu, laufe einfach wie an jedem anderen Vorbei.
Ansprechen ist immer gut, anstarren oder längeres anschauen ist Kontraproduktiv. Hecktische Bewegungen sollten allerdings vermieden werden.

Hat sie Höhlen als Rückzugsmöglichkeiten?
Hat sie Liegeplätze die sehr hoch sind? Zb ein Wandbettchen unter der Zimmerdecke?
Sind die Wege zu den Toiletten eher lang auseinander oder nicht so lang?
Gibt es auf jedem Weg Versteckmöglichkeiten so dass sie zu jeder Zeit "flüchten" kann?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • akuter Angsthase Beitrag #7
Ich habe auch so einen Angstkater aus dem Tierheim. Micki hatte damals wirklich vor allem Angst, am meisten vor Männern. Er ließ sich anfangs nur von mir streicheln und das auch nur ein bisschen mit den Fingerspitzen auf dem Kopf.

Die ersten zwei Wochen hat er nur unterm Tisch, versteckt hinter der Tischdecke, auf einem Stuhl gelebt. Auf diesen Stuhl hab ich ihm auch sein Futter stellen müssen, denn er kam nicht raus. Nachts, wenn alle schliefen, hat er dann klammheimlich seine Geschäfte erledigt.

Ganz langsam - jeden Tag ein kleines Stück - hat er die Wohnung für sich erobert. Ganz viel geholfen hat ihm unser Pünkti, ein super sozialer, lieber Kater, von dem er sich ganz viel abgeguckt hat.

Es hat z. B. drei Jahre gedauert, bis er zum ersten Mal zu mir auf die Couch kam.

Über jeden kleinen Fortschritt bin ich immer sehr stolz. Ich freue mich jedes Mal wieder, denn es zeigt mir, dass er uns vertraut. Nie hätte ich damals gedacht, dass er eines Tages ankommt und mich heftig mit seinem Köpfchen anstupst, weil er gestreichelt und geknuddelt werden will :-D

Gib deiner Maus Zeit und sei nicht enttäuscht von ihr. Sie muss erst lernen, dass sie dir vertrauen kann.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #8
Vielen Dank für die Nachrichten. Das ist beruhigend, zu hören, dass es mir nicht allein so geht.
Sie macht mir schon Freude, sitzt gerade im Katzenbalkon: ich nenne unseren Kellerschacht nun so. Wenn ich dort lüfte, springt sie gern da rein, sie kann zwar vom Garten dort nichts sehen, aber ihn riechen und hören. Das ist, finde ich ein guter Anfang "ausgehen" zu lernen.
Also im Tierheim waren ja viele Katzen, auch Geschwister. Aber sie wurde ausdrücklich als Alleinkatze vermittelt. Sie hatte sich auch vor den anderen verkrochen, als wir sie dort besuchten, bevor wir sie beim dritten Mal mitnahmen. Sie will Prinzessin werden.
Wir hatten ausdrücklich eine scheue Katze gesucht, weil unsere alte auch eine war und ich damit sehr glücklich war, wie Igelfisch schrieb, eine wunderbare Freundschaft hatte sich entwickelt. Daher auch die Entscheidung, keine Babykatze zu nehmen, da weiß man es ja noch nicht.
Längeren Augenkontakt habe ich mir ja schon lange wegen unserer alten Katze abgewöhnt, zum Nachteil mancher Mitmenschen:lol:
Wir zwinkern uns auch zu. Lustig ist, dass sie dann wie eine Statue sitzen bleibt, ihre Augen ganz schließt und wahrscheinlich meint, dass sie nicht zu sehen ist, wenn sie mich nicht sieht. Dann öffnet sie die Augen millimeterweise um zu gucken, ob ich sie sehe. Das ist lustig.
Bevor ich sie geholt hatte, habe ich tagelang Kartons zu Höhlen umgebaut und im Haus verteilt, damit sie sich die genehmsten Ecken aussuchen kann. Hat sie aber nicht, sondern nachdem sie nach 1 1/2 Wochen unter dem Bett vorkam hat sie die gemütlichen Stellen ausgesucht, die auch schon Mimi mochte, Sessel, Stühle vor großen Fenstern mit Ausblick in den Garten etc. Ich denke, die hatte sie nachts schon erkundet.
Ich vermute ja mal, dass sie vielleicht schlechte Erfahrungen mit der menschlichen Hand gemacht hat an der Stelle, wo man sie als Welpen "eingesammelt" hat. Denn ich habe eigentlich das Gefühl, dass sie unsere Nähe nicht schlimm findet solange wir ihr nicht zu nah kommen.
Sie fängt jetzt auch an, zu spielen. Ich räume das Spielzeug immer wieder weg, damit es interessant bleibt. Das pfiffige "Luder" unterscheidet aber ganz genau zwischen Spielen, die ohne diese Menschenhände klappen und solchen, bei denen der Zweibeiner versuchen könnte "ausversehen" mal zu nah zu kommen. Wenn die mal zutraulich wird, dann haben wir bestimmt ganz viel Spaß.
Wir müssen eben abwarten und weiter Bestechungsversuche unternehmen.
Die Schilderunngen von Katzenfrau über Micki sind sehr ähnlich und beruhigen mich. Genau so freue ich mich auch über tägliche kleine Fortschritte. Allein, dass sie mich inzwischen anbettelt, wenn ich in die Nähe des Ortes komme, wo das Futter steht, ist ein enormer Fortschritt.
Ich werde weiter berichten.
Liebe Grüße
 
  • akuter Angsthase Beitrag #9
Bei wirklich scheuen (nicht nur schüchtern) Katzen sind 5 Wochen gar nichts.
Ich habe bei mir letztes Jahr (vor ziemlich genau einem Jahr sogar) auch zwei Scheuchen aufgenommen.
Die eine hat sich nach 2 Monaten anfassen lassen, die andere erst nach 4 Monaten.
Gib ihr Zeit. Bedränge sie nicht. Setzt euch abwechselnd zu ihr den Raum und lest ihr leise aus Büchern vor, damit sie sich an euch und eure Stimmen gewöhnt. Vermeidet direkten Blickkontakt möglichst immer, solange sie noch kein Vertrauen zu euch hat. Wenn sie da irgendwann entspannt und offen im Raum sitzt besorgt euch eine lange Spielangel und Versucht aus der Distanz mit ihr zu spielen. Wenn das auch klappt ergibt sich der Rest relativ schnell. Im Spiel vergessen sie oft alles um sich herum und kommen dem bösen Menschen dann schnell mal sehr nahe. Anfangs erschreckt sie sich und geht schnell wieder auf Abstand, aber irgendwann merkt sie, dass ihr nichts passiert und bleibt sitzen/liegen und dann könnt ihr anfangen sie mit einem Federwedel zu streicheln und dabei mit zunehmender Souveränität der Mieze den Stiel immer weiter vorn anfassen bis ihr sie zusätzlich mit den Finger streicheln könnt und dann löst der Finger den Federwedel ab und ihr habt es geschafft :)
 
  • akuter Angsthase Beitrag #10
Federwedel, das ist eine gute Idee. Das werde ich auch probieren. Aber soweit ist sie noch nicht. Erstmal muss sie die Angel lieben lernen. Dann gehe ich den nächsten Schritt.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #11
Zwischenbericht:
nichts neues:sad:
Sie ist Herrin des Hauses, genießt die schönen Plätze, zerkratzt Dielen und Parkett beim Toben, ist sehr neugierig, erkundet alles, auch Tische und Küchenschrank :evil:
Sie bettelt wie eine Große, ganz jämmerlich und bemitleidenswert.
Sie würde gern mit in den Garten kommen, aber dann wäre sie weg, so schreckhaft wie sie unbekanntem gegenüber ist. Gerne würde ich sie lassen. Aber das geht nicht. Ich könnte sie ja nicht mal nach Zecken absuchen.
Sie hat uns auch schon angefaucht, als wir ihr beim aus der Hand füttern "aus Versehen" :razz: zu nah gekommen sind.
Sie hat mich am Freitag gebissen, als ich sie mit Häppchen aus der Hand gefüttert habe. Der Finger hatte noch so schön nach Fleisch geschmeckt, da hat sie ihn abgeleckt und dann, zack, war es geschehen. Mensch ich hatte Angst, gleich desinfiziert, ausgedrückt und es ist gut gegangen. Habe es peinlichst beobachtet, wenn es nach einer halben Stunde noch rot gewesen und/oder gepuckert hätte, wäre ich ins KH gefahren. Nichts passiert.
Aber Respekt erlernt.
Ach war meine alte liebste Mimi ein Traum. Sie fehlt mir so.
Aber ich will das hinbekommen!!!! Zurück ins Tierheim geht sie nicht!
 
  • akuter Angsthase Beitrag #12
Du wirst das auch hinkriegen! So warmherzig wie du das alles beschreibst, habe ich das Gefühl, dass das klappt und du die nötige Geduld haben wirst. Meine Kristallkugel ist zwar gerade in der Wartung, aber trotzdem denke ich, dass ich da einen begründeten Optimismus sehen kann.

Der Biss zeigt, dass sie noch sehr handscheu ist und auf die kleinste Irritation reagiert. Das kann eine dir unbewußte Bewegung deiner Finger sein oder ein Geräusch, dass sie erschreckt hat. Ich würde es darauf vorläufig nicht mehr ankommen lassen, denn Katzenbisse können echt gefährlich werden. Mit Handfütterung würde ich warten, bis sie wirklich vollkommen bei dir angekommen ist.

Aus der Sicht der Katze ist so eine Fütterung aus der Hand ein sehr hohes Risiko, das sie nur eingeht, wenn sie über einen längeren Zeitraum völliges Vertrauen aufgebaut hat. Oder wenn sie seit ihrer Babyzeit mit genau dieser einen Hand absolut vertraut ist. Die beste Art, ihr angstfreies Fressen und gleichzeitiges Vertrauen zu vermitteln, ist, sie an einem abgeschirmten Ort zu füttern und dabei nicht zu stören. Leckerchen werfen ist eine gute Methode, die Distanz allmählich zu verringern, aber auch nicht mehr.

Wenn sie dann irgendwann mit Klauen und Zähnen am anderen Ende von deinem Wurstbrot hängt, hast du es geschafft!:mrgreen:

Dein Satz "Zurück ins Tierheim geht sie nicht!" ehrt dich. Und freut mich sehr.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #13
Hallo Ihr lieben Katzenliebhaber,
also Frieda hat sich nicht verändert. Sie flüchtet immernoch, wenn wir ihr zu nah kommen. Sie spielt auch nicht mit uns. Sie hat einige Varianten, allein zu spielen, da zerkratzt sie schön unsere Fußböden. Aber sie fühlt sich heimisch glaube ich. Wenn sie sich irgendwo hinlegt, ist sie ganz entspannt,wir dürfen eben nur nicht zu nah kommen. Jetzt liegt sie auch hier ca. zwei Meter entfernt in der Stube und guckt mit uns ESC. Wenn wir nachhause kommen oder morgens aufstehen, dann mauzt sie uns ununterbrochen an damit wir ihr etwas zu fressen geben. Das ist so ein wenig meine Sorge, man will ihr natürlich nachgeben, weil man hofft, sie dadurch zu gewinnen, aber zu schnell wird sie dann zum Moppelchen. Aber nie ein erhobener Schwanz zur Begrüßung.
Sie braucht Zeit.
liebe Grüße.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #14
Wenn eine Katzen ständig nach Futter maunz dann hat sie auch wirklich hunger. Warum lasst ihr sie denn nicht fressen?

Bei uns wird kein Futter rationiert, davon halte ich nichts. Wenn einer hunger hat, dann bekommt er was. Und dick ist hier keiner.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #15
Dem muss ich zustimmen. Rationierung oder feste Fütterungszeiten liegen nun mal nicht in der Natur der Katze. Wobei eine gewisse zeitliche Konditionierung möglich und hilfreich sein kann, z.B. in der Streunerhilfe oder bei Freigängern, die sonst kaum ins Haus kommen. Bei einer reinen Wohnungskatze besteht natürlich auch die Gefahr, dass sie bei einem permanenten Futterangebot auch aus schierer Langeweile frisst.

So rein gefühlsmäßig gesehen, würde ich Frieda jetzt den Freigang gewähren. Auch mit dem Risiko, dass sie noch lange auf Distanz bleibt. Aber sie weiß inzwischen, wo ihr Zuhause ist, wo sie gefüttert wird und wo es ihr auch dann gut geht, wenn sie nicht sofort zur Schmusebacke wird. Ich würde das einfach riskieren.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #16
ich habe ja nun auch 2 Pelzgesichter, die Super scheu waren. Die ersten Wochen waren sie nur unterm Bett und sind nur rausgekommen, wenn niemand im Raum war. Nach ca 3 Monaten konnte ich Cookie streicheln. Sie kam von sich aus an. Nach einem Tierarzt Besuch strich sie mir um die Beine und hat sich streicheln lassen. Bei Kiwi hat es ca 4 Monate gedauert, bis man sie vorsichtig berühren konnte. Richtig streicheln ca einen Monat später. da hilft nur Geduld.
Futter steht hier auch immer bereit. Dick ist auch keiner der 5. Na ja, okay, Raya ist etwas moppelig, aber sie hat eh nen merkwürdigen Körperbau.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #17
Einen erhobenen Schwanz zur Begrüßung gab es hier auch noch nicht als wir die Mädels schon zart streicheln durften. Das kommt dann mit der Zeit noch.

Ich würde sie auch fressen lassen, wenn sie Hunger hat. Durch rationieren hast du eine total unausgeglichene Katze, der du zudem langfristig das Sättigungsgefühl abtrainierst.

Faye und Zora haben auch am Anfang reingehauen wie verrückt. Als gäbe es nie wieder was. Das hat sich mit der Zeit reguliert als sie merkten es gibt immer Nachschub, wenn leer. Das war zu Streunerzeiten eben nicht so und da mussten sie sich erstmal umstellen.
Selbst wenn sie erstmal moppelig wird, im Freigang trainiert sie sich das spätestens wieder ab ?
 
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  • akuter Angsthase Beitrag #18
Mein Tipp, fange mit ihr zu Clickern an.
Das hilft sehr gut beim Vertrauen aufbauen, gegenseitigem kennen und vertrauen lernen. Dazu muss die Katze nicht anfassbar sein, sie sollte eigentlich nur sich trauen, ein Leckerlie in deiner Gegenwart anzunehmen.

Zum Beispiel hier:


Grundsätzliches zum Clickern hier:


Sehr schön das scheue Wesen einer Katze beschriebenen und wie viel Geduld Mensch manchmal haben muss auch hier in diesem Artikel der Katzenzeitung "Pfotenhieb":


Viel Erfolg!
 
  • akuter Angsthase Beitrag #19
Hallo Ihr Lieben,
ja vielleicht versuche ich es mal mit mehr Futter. Ich bin halt vorbelastet: unsere alte Katze hatte trotzdem sie Freigänger war ziemliches Übergewicht. Und mit Sicherheit hat sie nicht in der Fremde gefressen. Sie war zu scheu dafür und obendrein meklig. Unser Grundstück hat sie nicht verlassen und die Nachbarn waren auch nicht einladend.
Das hat sie schon stark in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Das möchte ich einfach nicht wieder erleben.
Vielleicht gewöhnt sich Frieda das ja ab, wenn sie immer Nachschub bekommt.
Sie ist so süß. lebt ganz entspannt neben uns, liegt in unserer Nähe und "spricht" mit uns. So habe ich es mir gewünscht. Nur Anfassen muss sie noch erleben und lieben lernen. Bisher quittiert sie Versuche noch mit Fauchen.
Clickern versuche ich auch, allerdings ohne einen Clicker, sondern ich kann das Geräusch mit der Zunge. Wir hatten früher einen Hund, den haben wir so gerufen, daher habe ich das als Kind irgendwie gelernt.
Allerdings hat sie noch keinen Bock darauf, den Lerneffekt auch zuzulassen.
Tja und Freigang wird sie wohl ende Juni bekommen. Wir sind erstmal einige Tage verreist, da wohnt hier ein Familienmitglied zur Betreuung (ist auch jetzt oft hier) und wenn sie sich dann wieder an uns gewöhnt hat, dann lassen wir sie in den Garten. Ich denke, ich lasse sie in hungrigem Zustand raus.
Donnerstag ist sie 8 Wochen bei uns.
Liebe Grüße und danke für das Interesse und mitfiebern.
 
  • akuter Angsthase Beitrag #20
Hallo in die Runde,
ich möchte mal zwischenberichten: Morgen haben wir Frieda 15 Wochen. Seit drei Wochen geht sie raus und ist mehr draußen als im Haus. Das erste Mal war sie vier Tage weg. Da hatten wir schon Sorge, sie kommt nicht zurück. Sie kannte das ja überhaupt nicht. Wir hatten sie hin und wieder mal gesehen. Dann kam sie vor einem Unwetter zurück zum Fressen und schlafen. Ich usste dafür allerding die Haustür offen stehen lassen und mich still zurückziehen. dann ist sie reingekommen. Aber sie hat offensichtlich die 12 Wochen, die sie davor hier im Haus war, verdrängt und flüchtet regelrecht vor uns. Nur, wenn sie Futter will, dann mauzt sie ganz energisch und kommt auch an meine Hand heran, wenn ich den Napf hinstelle. Aber alle Lieblingsplätze, die sie vorher hatte, auch ganz in unserer Nähe meidet sie nun und liegt in einer entfernten Ecke auf einem Kissen, das ich ihr hingelegt habe oder im ungemütlichen Keller. Aber meist ist sie draußen. Gern auch liegt sie draußen an Stellen, wo sie das Haus beobachten kann, um dann zu entscheiden, ob sie mal reinkommt. Freilich muss ich dafür die Tür öffnen und mich dann aber von der Tür entfernen. Wenn sie im Haus herumläuft, dann nur weil sie wieder auf der Suche nach einem Ausgang oder nach Futter ist. Sogar dann geht sie nur raus, wenn sie Platz hat, einen sehr weiten Bogen um uns zu machen. Sie hat auch schon gelernt, Mäuse zu fangen und ihr Revier zu verteidigen. Unser Haus und Garten sind ihr Revier, sie hält sich fast nur hier auf, ist meist in der Nähe. Aber sie will und braucht uns nicht. Ich habe Bedenken wegen Flöhen und Zecken. Ich kann ihr ja nichts in den Nacken träufeln. Aber sie fühlt sich draußen sehr wohl und das ist wichtig. Aber traurig bin ich schon, dass ich eine Katze füttere und doch keine Katze habe. Mal sehen, was die kalte Jahreszeit bringt.
Liebe Grüße an alle
 
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