Vielen Dank für die Nachrichten. Das ist beruhigend, zu hören, dass es mir nicht allein so geht.
Sie macht mir schon Freude, sitzt gerade im Katzenbalkon: ich nenne unseren Kellerschacht nun so. Wenn ich dort lüfte, springt sie gern da rein, sie kann zwar vom Garten dort nichts sehen, aber ihn riechen und hören. Das ist, finde ich ein guter Anfang "ausgehen" zu lernen.
Also im Tierheim waren ja viele Katzen, auch Geschwister. Aber sie wurde ausdrücklich als Alleinkatze vermittelt. Sie hatte sich auch vor den anderen verkrochen, als wir sie dort besuchten, bevor wir sie beim dritten Mal mitnahmen. Sie will Prinzessin werden.
Wir hatten ausdrücklich eine scheue Katze gesucht, weil unsere alte auch eine war und ich damit sehr glücklich war, wie Igelfisch schrieb, eine wunderbare Freundschaft hatte sich entwickelt. Daher auch die Entscheidung, keine Babykatze zu nehmen, da weiß man es ja noch nicht.
Längeren Augenkontakt habe ich mir ja schon lange wegen unserer alten Katze abgewöhnt, zum Nachteil mancher Mitmenschen:lol:
Wir zwinkern uns auch zu. Lustig ist, dass sie dann wie eine Statue sitzen bleibt, ihre Augen ganz schließt und wahrscheinlich meint, dass sie nicht zu sehen ist, wenn sie mich nicht sieht. Dann öffnet sie die Augen millimeterweise um zu gucken, ob ich sie sehe. Das ist lustig.
Bevor ich sie geholt hatte, habe ich tagelang Kartons zu Höhlen umgebaut und im Haus verteilt, damit sie sich die genehmsten Ecken aussuchen kann. Hat sie aber nicht, sondern nachdem sie nach 1 1/2 Wochen unter dem Bett vorkam hat sie die gemütlichen Stellen ausgesucht, die auch schon Mimi mochte, Sessel, Stühle vor großen Fenstern mit Ausblick in den Garten etc. Ich denke, die hatte sie nachts schon erkundet.
Ich vermute ja mal, dass sie vielleicht schlechte Erfahrungen mit der menschlichen Hand gemacht hat an der Stelle, wo man sie als Welpen "eingesammelt" hat. Denn ich habe eigentlich das Gefühl, dass sie unsere Nähe nicht schlimm findet solange wir ihr nicht zu nah kommen.
Sie fängt jetzt auch an, zu spielen. Ich räume das Spielzeug immer wieder weg, damit es interessant bleibt. Das pfiffige "Luder" unterscheidet aber ganz genau zwischen Spielen, die ohne diese Menschenhände klappen und solchen, bei denen der Zweibeiner versuchen könnte "ausversehen" mal zu nah zu kommen. Wenn die mal zutraulich wird, dann haben wir bestimmt ganz viel Spaß.
Wir müssen eben abwarten und weiter Bestechungsversuche unternehmen.
Die Schilderunngen von Katzenfrau über Micki sind sehr ähnlich und beruhigen mich. Genau so freue ich mich auch über tägliche kleine Fortschritte. Allein, dass sie mich inzwischen anbettelt, wenn ich in die Nähe des Ortes komme, wo das Futter steht, ist ein enormer Fortschritt.
Ich werde weiter berichten.
Liebe Grüße