Die Andros-Reise im Juli 2020 ist nun auch abgeschlossen, und wie zuvor auch überlassen wir den Reisenden den letzten Bericht, diesmal also Miriquidius:
Dass diese Reise unter sehr speziellen Gegebenheiten stattfand, hatte ich schon berichtet. Vor allem die Unsicherheit bis zum Schluss, ob wir sie überhaupt antreten konnten, war nervenaufreibend. Wo doch seit der letzten Reise von @Latifa schon gut fünf Monate ins Land gingen!
Alles in allem war es für mich eine wehmütigere Reise als im Oktober. Natürlich, damals war das alles neu, und ich musste Katzen, Plätze und Menschen erst kennenlernen. Aber ich hatte doch gehofft, mehr Katzen zu Gesicht zu bekommen - auch von denen, die noch bis Jahresanfang an den Futterstellen erschienen oder erst im Februar kastriert wurden.
Seien es an Futterstelle 1 solche wie Aliki, Gali, Odin oder die Schwarzen wie Brick, Kefali und Pepe. Oder Thanos. Und auch "meinen" Wasilios habe ich nicht gesehen, weder an der Futterstelle noch im Ort selbst. An Futterstelle 3 vermisste ich unter anderem Glykos und Leandros. Letzerer war noch im Juni auf Bildern zu sehen.
Es ist mir selbstverständlich bewusst, dass es immer Katzen geben wird, die wir nicht mehr wiedersehen, weil sie abwanderten oder ihnen etwas zugestoßen ist. Aber dass es diesmal so viele waren, die nicht wenigstens ein einziges Mal vorbeikamen…
Umso mehr jedoch habe ich mich über die mir vertrauten Besucher wie Thorin oder Sokrates gefreut. Und über die neu Kastrierten und Zugänglichen wie Aristoteles und Hypatia.
Auch war es ja dann doch nicht so wenig, was wir schaffen konnten - trotz der zeitweiligen Abwesenheit der Tierärztin immerhin 14 Katzen kastriert, zwei der Kitten an Futterstelle 3 gerettet und das "Übliche" wie Medikamenten- und Parasitenmittelgaben, was vor allem den Schnupfenanfälligen wie Hyazinth deutlich zugute kam! Auch die Fütterung zweimal am Tag erleichtert das Streunerleben schon sehr.
Die Abschiedsrunde am Samstagmorgen habe ich daher mit dem sprichwörtlichen lachenden und weinenden Auge absolviert. Und es kamen alle - auch diejenigen, die ich nur kurz oder nur einmal bisher zu sehen bekam, wie Melina!
Futterstelle 1
Melina
Fynn
Robin
Aristoteles
Medea
Marie
Thorin
Hyazinth
Ein scheuer unkastrierter roter Tiger.
Futterstelle 3
Der Schwarze und das zweite Tigerkitten. Letzteres ist leider extremst scheu, es flitzt schon weg, wenn man es schief ansieht. Aber vielleicht rettet ihm diese Vorsicht das Leben und es kommt aus eigener Kraft durch. Futtern kann es jedenfalls schon wie die Großen.
Hypatia
Sokrates
Und noch ein Gruppenbild.
Futterstelle 2
Diese wird derzeit von A. (2) täglich versorgt. Daher fand die Abschiedsrunde hier schon zwei Tage vorher statt.
Zora
Vaggelio (links) und Nyota (rechts).
Data
Neela
Futterstelle bei S.
Wie schon angekündigt, hier eine kleine Nachlese der bei S. kastrierten Katzen. Neben Aristoteles reisten am ersten Kastra-Tag vier Katzen von S. zur Tierärztin:
Allen vieren geht es sehr gut:
Tebetan
Sia
Champy
Eleni in der Mitte.
Zu den schon bei S. gezeigten Katzen gesellten sich jedoch keine weiteren hinzu. Auch Neila ließ sich nicht erweichen, mehr als ihre Heckansicht von vor einigen Tagen zu präsentieren.
Reisekatzen Frido & Kito
Ein kleines Wunder ist uns, denke ich, allen gelungen, die wir im Andros-Projekt aktiv mitarbeiten!
Als bekannt wurde, dass Frido und Kito
FeLV positiv getestet wurden, inserierten wir beide schon vor der Reise, damit sie vielleicht etwas kürzer auf der Pflegestelle verweilen müssen.
Der Wunsch, dass sie nur kurze Zeit auf Pflege untergebracht werden müssen, hat sich nicht erfüllt, …
… denn ich konnte die beiden direkt nach der Landung in Berlin ihren Adoptanten übergeben. Frido & Kito zogen gemeinsam direkt in ihr neues Zuhause!!! [rumhüpf]
Zur Sicherheit verbrachten sie dort die ersten Stunden in einem Bett aus Katzenstreu - wie sie es schon im Ferienhaus auf Andros und dann auch auf der Zwischenstation vor dem Flug praktizierten.
Aber sie legten ihre Scheu bald ab.
Wie eigentlich jede Andros-Reise war auch diese gut mit Arbeit gefüllt, aber dennoch trotz aller Sorgen wieder mit der Gewissheit, "unseren" Andros-Katzen ihr Streunerleben erleichtert zu haben!
Und wenn man wie wir auf den Fahrten auch einmal von den wenigen Hauptstrecken abweicht, um mitten durch die Berge zu fahren, wird man außerdem mit solchen Eindrücken belohnt:
Bis es dann wieder Abschied zu nehmen heißt - von unseren Schützlingen, den griechischen Partnern und einer traumhaft schönen Insel.
Bleibt mir zum Schluss nur, wieder einmal allen von ganzem Herzen zu danken, die das Andros-Projekt unterstützen und mir persönlich auf der Reise eine große Hilfe waren:
Bei meiner Familie, die mir an den Futterstellen auch zur Seite stand, und die meine Abwesenheit bei den Kastrations- und anderen Touren aushalten musste.
Bei @Latifa für ihre schnellen und kompetenten Hilfestellungen und Antworten auf meine Fragen.
Bei dem Team der Forenbetreuung für die Berichterstattung in den verschiedenen Foren.
Bei unseren griechischen Freunden, die täglich vor Ort das Projekt am Laufen halten.
Und natürlich bei Euch allen, die Ihr hier mitlest, uns mit Euren Spenden unterstützt und mit guten Wünschen Kraft gebt!