Mai Maja,
welch eine Ode für Ilvy-Schatz.
Ich schick ihr mal die besten häppigen Wünsche (hat sie nix von, Knechte werden grundsätzlich ignoriert) und ne Edelmaus und sowas:
Pablo Neruda
„O ungebundenes Raubtier
des Hauses, Nachtspur
hochmütig,
Turnerin, träge
und unnahbar,
abgrundtiefe Katze,
Geheimdienst
in den Zimmern,
Hoheitszeichen
lange schon
verschwundenen Samtes,
wahrscheinlich ist
kein Rätsel
an deinem Benehmen,
vielleicht bist du kein Geheimnis,
jedermann kennt dich, du gehörst
dem geheimnislosesten der Anwohner,
vielleicht dünken sich alle,
wähnen sich Herren,
Besitzer, Onkel
von Katzen, Weggefährten,
Kollegen,
Lehrlinge und Freunde
ihrer Katze.
Ich nicht.
Ich spiele nicht mit.
Ich kenne die Katze nicht.
Alles kenn ich, das Leben und seine vielen Inseln,
das Meer, die unzählbare Großstadt,
die Botanik,
die Blütenbestäubung samt ihrer Irrwegen,
das Mal und Minus der Mathematik,
der Welt vulkanische Trichter,
die irreale Schale des Krokodils,
des Feuerwehrmanns verkannte Güte,
des Priesters blauen Atavismus,
nur eine Katze kann ich nicht enträtseln.