Hallo,
unser Kater Kalle lebt jetzt seit knapp zwei Jahren bei uns, und bis vor 1 1/2 Jahren war alles super. Keine Revierkämpfe mit anderen Katzen, Friede, Freude, Eierkuchen.
Dann zog ein Bengale in den Ort. Er wohnt mindestens 150 Meter und 7 Grundstücke weit entfernt. Seitdem gibt es immer wieder schreckliche Kämpfe, meistens auf dem Nachbargrundstück. Der Bengale kommt entweder direkt in unseren Garten oder setzt sich hinter den Zaun und wartet auf Randale. Kalle ist ein Straßenkater aus Mallorca und lässt sich auch nicht wirklich viel gefallen.
Wenn ich kann, klettere ich über Zäune und versuche, die beiden zu trennen, das hat ein paar Mal ganz gut geklappt. Heute hat es aber das Gegenteil bewirkt. Als ich dazwischenging, sind beide erst so richtig ausgerastet, und Kalle ist jetzt so schlimm verletzt wie nie zuvor - auch wenn er früher schon ordentlich geblutet und gehumpelt hat.
Seine Vorderbeine und sein Nacken sind mehrfach aufgebissen und ordentlich blutig, und er hat gehechelt. Gehechelt! Das habe ich bei meinen Katzen noch nie gesehen...
Als ich mich heute also ergebnislos durch den Nebengarten kämpfte, habe ich den neuen Nachbarn gesagt, sie sollen gern den Wasserschlauch rausholen, wenn es das nächste Mal losgeht. Die so: "Ja!? Dürfen wir?" Ich so: "Unbedingt, aber nur auf den Bengalen zielen!" Ich war so wütend! Können Katzen sich bei solchen Kämpfen eigentlich töten? Die Nackenwunde sieht wirklich krass aus, blutet aber zum Glück nur oberflächlich.
Wahrscheinlich gibt es für so ein Problem gar keine Lösung... Aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben. Mir tut mein kleiner Kalle so leid. Und ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn der Bengale mal unseren Perser erwischt, bevor der sich durch die Chipklappe ins Haus retten kann...