Hallo zusammen,
nachdem mein Jerry vor zwei Monaten verstorben ist, habe ich mich nun doch schweren Herzens dazu entschieden, schon wieder eine zweite Katze dazu zu holen, damit meine Lilly nicht alleine ist. Ich hatte hierzu in einem anderen Topic ja auch schon etwas geschrieben und ihr habt mir wirklich sehr viele,liebe Tipps gegeben. Danke nochmal an alle.
Kurz zur Vorgeschichte: Ich hatte mir letzte Woche ein paar Tage frei genommen und bin in dieser Zeit mit einem Freund zusammen in insgesamt 11 Tierheimen und Tierschutzvereinen der näheren Umgebung gewesen. Bei der Frage, ob Katze oder Kater, gingen die Meinungen hier im Forum ja teilweise weit auseinander. Ich hatte aber auch mit diversen Tierpflegern in den einzelnen Tierheimen gesprochen und hier ging die Tendenz wirklich ausnahmslos (!) in Richtung Kater, da Lilly es ja seit 12 Jahren nicht anders kennt und eine Katze jetzt evtl. zu "Zickenkrieg" hätte führen können.
Gesucht hatte ich eigentlich eine Katze im Bereich von 4 - 6 Jahren. Halt schon erwachsen genug um nicht nur zu spielen, aber halt auch nicht so alt, um schon wieder sehr ruhig zu sein, denn Lilly spielt für ihr Alter eigentlich sehr gerne. Geworden ist es dann jetzt aber doch der 3,5 Jahre alte Baghira. Ein ganz ruhiger, pechschwarzer Kater, der im Tierheim sofort auf mich zukam, obwohl er das laut Pflegerin sonst wohl eher selten tut. Baghira wurde vor ca. 2 Jahren im Tierheim abgegeben, da er sich bei der Vorbesitzerin wohl irgendwie nicht richtig eingelebt hatte. Genaueres weiß ich leider auch nicht.
Nun zu meinem Problem, bzw. zu meiner Frage: Der kleine ist nun seit Donnerstag Nachmittag bei mir zuhause. Ich habe ihm vorübergehend die Küche als "Quarantänestation" eingerichtet, damit er sich erstmal aklimatisieren kann, bevor ich ihn direkt auch noch mit Lilly konfrontiere. Soweit so gut. Er verkriecht sich nun aber seit Donnerstag mehr oder weniger ohne Pause in einem Katzenbettchen, das ich ihm vorher extra besorgt hatte. Er macht keinerlei Anzeichen, dieses zu verlassen. Gestern abend musste ich im sogar das Katzenklo unmittelbar vor das Bettchen stellen, da er seit knapp 1,5 Tagen nicht mehr auf den Klo war und ich mir schon Sorgen gemacht hatte. Er ist dann auch nur kurz rein, hat sein Geschäft erledigt und ist sofort wieder raus ins Körbchen. An eine Vergesellschaftung mit Lilly ist aktuell noch nicht zu denken. Er fürchtet sich momentan ja schon alleine wegen der Umgebung. Interessant hierbei ist aber, dass er sich von mir durchaus streicheln und auch kraulen lässt. Gekämmt zu werden findet er außerdem ganz toll. Da fängt er sogar an zu schnurren und knetet sein Bettchen durch. Es scheint also nur an der fremden Umgebung und nicht an eventueller Angst vor mir zu liegen. Ich hatte gestern auch mal versucht ihn auf den Arm zu nehmen, um ihn mal vorsichtig durch die Wohnung zu tragen, das fand er aber wohl überhaupt nicht gut, da er zwar still gehalten, dafür aber wie am Spieß geschrien hat.
Ist das "normal"? Soll ich ihm einfach noch etwas Zeit geben? Kann ich die Situation irgendwie anders positiv beeinflussen? Einen Feliway Stecker hatte ich vorher schon besorgt. Dieser ist auch direkt in der Küche montiert. Ob das was bringt kann ich momentan schwer beurteilen.
Generell muss ich noch erwähnen, dass der kleine wirklich sehr lieb ist. Er macht keinerlei Anzeichen zu beißen oder zu kratzen. Wenn er sich bedroht fühlt, mauzt und grummelt er zwar manchmal ein wenig, er läuft dann aber weg oder macht sich klein. Auch lässt er sich problemlos überall anfassen.