Zylkene kann ich auch empfehlen, Telizen hatte ich noch nicht probiert, kenne aber viele, die damit gute Erfolge hatten.
Im Umgang gilt:
Angstkatzen benötigen klare Strukturen und Rituale an denen sie sich entlanghangeln können. Dabei helfen vor allem Signalwörter bzw. Signalgeräusche, damit sie wissen, was jeweils passiert und man berechenbar wird. Deshalb findet sie das klickern auch so toll. Da kannst du weiter ansetzen. Statt noch mehr lustige Übungen bring ihr lieber bestimmte Wörter und oder Geräusche b, die du im Alltag verwenden kannst. Zum Beispiel ein Gut-Wort/Geräusch, dass für sie ganz simpel heißt: alles ist gut bzw. ich will nichts böses von dir. Wenn se das erlernt hat und du dann z.B. in ihre Richtung läufst, aber gar nichts von ihr willst, sondern nur eben gerade da lang willst, kannst du das Geräusch machen und sie weiß daraufhin, dass du nix von ihr willst und kann entspannen. Ebenso umgedreht verbinde das sie berühren mit einem Wort/Geräusch - möchtest du sie nun berühren, dann "Frage" sie mit diesem Geräusch vorher, ob du darfst und halte die Hand hin - köpfelt sie dann die Hand an, hat sie deine Frage mit Ja beantwortet und du darfst - macht sie es nicht, dann laß es auch bleiben. Man kann da viele Spielarten mit rein und das je nach Bedarf sehr differenziert handhaben oder nur grob. So habe ich z.B. für alle Mietzen dasselbe Zwitschern als generelles Gut-Geräusch, was sie bei mir lernen. In Einzelfällen habe ich aber auch einigen Katzen Wörter wie "Runter" bzw. "Fenster auf" beigebracht - das waren Katzen, die vor mir gern auf das Fensterbrett geflüchtet sind - und so verhindert haben, dass ich mal durchlüften konnte (Fenster in den Katzenräumen sind bei mir vollvergittert). Also habe ich ihnen "runter" bzw. "Fenster auf" beigebracht um ihnen klar zu machen, dass ich von ihnen gar nicht will, sondern sie nur weggehen sollen, damit ich das Fenster aufmachen kann. Hat immer super funktioniert und sie haben dann tatsächlich gelernt auf das bestimmte Wort hin wegzugehen - ohne Angst, denn sie wußten ja, was ich von ihnen will.
Wichtig bei dem Prinzip ist, dass man die Wörter und Geräusche niemals mißbräuchlich verwendet. Also niemals z.B. das Gut-Wort verwenden, wenn man sie für einen Tierarzt-Besuch einfangen muß usw. Denn damit würde man alle vorherige Arbeit zerstören und das Mietz würde wieder den Menschen als unberechenbar ansehen.