Impfungen - was ist sinnvoll?

Diskutiere Impfungen - was ist sinnvoll? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Heute habe ich etwas mehr Zeit. Ich habe Deine erste Antwort so verstanden, dass Du davon ausgehst, dass Sarkome ausschließlich durch Impfungen...
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #41
Der Link bestätigt doch nur was ich schrieb, oder hab ichs überlesen? :oops:
Statistisch häufiger sind Impfsarkome bei Impfungen mit ,,Hilfsstoffen,, (mir bekannt als Adjuvantien). Und vor allem wird hier auch wieder Tollwut angeführt, wie gesagt seit 2012 gibts den ja glücklicherweise auch ohne. Dass Adjuvatien nur bei Totimpfstoffen benötigt werden (deswegen ging das bei Tollwut wohl so lange nicht ohne) ist mir bisher nicht bekannt gewesen, schon deswegen hat sich der Link für mich gelohnt.?

Probleme machen kann pinzipiell alles. Wenn AB und Coritson solche Nebenwirkungen haben können, dann muss man das generell für Injektionen erweitern. Zumindest solange keiner genau herausfindet und begründet woran es liegt. Damit sollte man Infusion auch nur machen wenn es akut lebensbedrohlich ist und an Diabetikerkatzen will ich garnicht denken. ;-)

Ich glaube aber auch, dass die Fakten beim Impfen nicht immer auf der Hand liegen. Sonst wäre es einfacher. Jeder hat eine andere Immunabwehr/-antwort. Ich muss z.B. alle 2 Jahre einen Hepatitis Titer bestimmen lassen (wegen der Arbeit). Die letze Impfung hatte ich vor 16 Jahren (das war nur die Grundimmunisierung), der Titer ist bestens, ich muss nicht nachimpfen. Eine Kollegin musste jezt schon zum 3. mal in 12 Jahren (die sie in dem Job ist) nachimpfen, da der Titer zu niedrig war. Dafür bilde ich keine Antikörper gegen Röteln, trotz x- facher Impfung und dokumentierter Infektion als Kind.

Ich bin sicher auch kein Freund von übertriebenem Impfen. Aber ich krieg auch echt nen Hals, wenn ich hier in Berlin von Maserepedemie mit Toten lese, das ist einfach nur sinnlos und dämlich. Tollwut gibt es offiziell in D nicht mehr, in Nachbarländern schon und ein Virus braucht keinen Pass um ein zu reisen. Da gehe ich halt lieber auf Nummer sicher, mit einem vernünftigen Maß (zumindest in meinen Augen).

Boah, schon wieder sooo viieel Text. ^^

Heute habe ich etwas mehr Zeit.

Ich habe Deine erste Antwort so verstanden, dass Du davon ausgehst, dass Sarkome ausschließlich durch Impfungen entstehen.
Deshalb habe ich nochmal gesagt, dass jede Spritze eine Gefahr sein kann, da Katzen wohl eine generelle Neigung zu injektionsassoziierten Sarkomen haben.


Was die Fakten beim Impfen betrifft, stimmt es wohl, dass nicht alles auf der Hand liegt oder anders gesagt, nicht alles nachweisbar ist.

Sind Titermessungen sinnvoll?
Titerkontrollen, also die Messung der Menge der Impfantikörper im Blut, sind zwar auch bei Katzen möglich, jedoch nicht sinnvoll. Grundsätzlich besitzen Katzen, ebenso wie Menschen, Mäuse oder Hunde, ein Immungedächtnis. Es beruht auf spezifischen B- und T-Gedächtniszellen, die man nicht einfach durch Bluttest bestimmen kann. Dieses Immungedächtnis ist die Stütze des Impfschutzes – auch bei Katzen.
Quelle:


So wurde eine Katze, in einer Studie, per Injektion infiziert und sie wurde nicht krank, obwohl der Titer zuvor nicht nachgewiesen werden konnte.



So, jetzt zur Tollwut.
Wenn ich Eure Beiträge so lese, dann schlägt mir eine Menge Angst entgegen.
Und genau DAMIT wird, glaube ich, das Geschäft gemacht.
Eben weil man auf Nummer Sicher gehen möchte.

Übertragung auf Haustiere wie Katzen und Hunden wurde bis jetzt nicht berichtet. Eine Übertragung auf Haustiere konnte im Tierexperiment bislang nur unter Anwendung sehr hoher Dosen und cerebraler Infektion erfolgen.
Quelle:


Dieser Bericht der Tierärztekammer lässt mich vollkommen entspannt im Garten sitzen, während Smee die ein oder andere Fledermaus um die Ohren saust.;-)

Liebe Grüße
Melli
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #42
Hallo Melli :)

Ich meinte, dass man bei Impfsarkomen entweder davon ausgehen kann, dass es an den Adjunvantien liegt, dass ein Sarkom entsteht, dann nimmt man eben Impfstoffe ohne diese und gut ist (das ist zumindest die Variante die ich bevorzuge zu glauben).
Oder aber es liegt generell an der Injektion/Verletzung von Haut und u.U. Bindegewebe, dann müsste man die Diskussion aber eben injektions-vollumpfänglich erweitern. Dann sollte es nicht um Impfen gehen sondern generell, wann ist eine Spritze wirklich nötig.

Wegen der Tollwut macht mir Fledermaustollwut auch nicht die große Angst. Aber gerade hier in der Region kommen ja auch genug Tiere aus Nachbarländern weit eingewandert (Bsp. Wolf) und die könnten durchaus die Tollwut wieder einschleppen. D ist nur solange Tollwutfrei wie ein flächendeckender Impfschutz besteht. Das wollte ich mit dem Maserbeispiel erläutern. Vermeintlich ausgerottete Infektionskrankheiten sind ganz schnell wieder da, sobald der durchschnittliche Impfschutz minder wird. ;-)
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #43
Hallo Melli :)

Ich meinte, dass man bei Impfsarkomen entweder davon ausgehen kann, dass es an den Adjunvantien liegt, dass ein Sarkom entsteht, dann nimmt man eben Impfstoffe ohne diese und gut ist (das ist zumindest die Variante die ich bevorzuge zu glauben).
Oder aber es liegt generell an der Injektion/Verletzung von Haut und u.U. Bindegewebe, dann müsste man die Diskussion aber eben injektions-vollumpfänglich erweitern. Dann sollte es nicht um Impfen gehen sondern generell, wann ist eine Spritze wirklich nötig.

Hallo Anja!:)

Es wurden ja zahlreiche Untersuchungen dazu durchgeführt. Deshalb geht es, für mich nicht mehr darum, woran ich glaube, sondern, was Fakt ist.

Seit Anfang der neunziger Jahre gibt es starke Hinweise, dass Impfungen bei Katzen die Entstehung von bösartigen, meist tödlichen Fibrosarkomen hervorrufen. Diese Erkenntnis ist durch zahlreiche Untersuchungen untermauert worden. Sehr viele Stoffe wie Impfstoffe, Antibiotika, Depot-Kortsionpräparate etc. können bei Injektion unter die Haut eine Tumorbildung verursachen.
Quelle:


Also laut der Uni München, geht es nicht nur um Impfungen und auch nicht nur um die Hilfsstoffe in den Impfungen.
Denn:
Verantwortlich scheinen die in Totimpfstoffen enthaltenen Hilfsstoffe zu sein, die am Ort der Impfung eine chronische Entzündung auslösen können. Der Hilfsstoff Aluminiumhydroxid ist in Zellen der Immunabwehr an der Impfstelle nachgewiesen worden.
Allerdings stehen aluminiumfreie Impfstoffe ebenso im Verdacht Fibrosarkome auslösen zu können. Häufigkeit der Impfungen und Kombinationsimpfstoffe gelten als weitere Risikofaktoren.
Quelle siehe oben



Wegen der Tollwut macht mir Fledermaustollwut auch nicht die große Angst. Aber gerade hier in der Region kommen ja auch genug Tiere aus Nachbarländern weit eingewandert (Bsp. Wolf) und die könnten durchaus die Tollwut wieder einschleppen. D ist nur solange Tollwutfrei wie ein flächendeckender Impfschutz besteht. Das wollte ich mit dem Maserbeispiel erläutern. Vermeintlich ausgerottete Infektionskrankheiten sind ganz schnell wieder da, sobald der durchschnittliche Impfschutz minder wird. ;-)

Würde ich in einer Region wohnen, wo die Tollwut quasi an der Grenze lauert und hätte ich Freigänger, dann würde ich einmalig gegen Tollwut impfen lassen.
Denn ich bin der ganz festen Überzeugung, dass das Immungedächnis funktioniert.


Liebe Grüße
Melli
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #44
Also laut der Uni München, geht es nicht nur um Impfungen und auch nicht nur um die Hilfsstoffe in den Impfungen.

Und genau an der Stelle ist es halt auf der von Dir zitierten Seite doch recht schwammig, bzw. lässt Raum für Interpretation. So wie sie es dort schreiben gehe ich als Laie eher davon aus, dass es um die Injektion an sich geht, da sind Medikamente oder Infusion also inbegriffen?

Würde ich in einer Region wohnen, wo die Tollwut quasi an der Grenze lauert und hätte ich Freigänger, dann würde ich einmalig gegen Tollwut impfen lassen.
Denn ich bin der ganz festen Überzeugung, dass das Immungedächnis funktioniert.

Dass eine Impfung nie ganz ,,verschwindet,, denke ich ebenso. Nichts desto trotz ist aber eine kritische Masse an Antikörpern sinnvoll um bei sofortigem Kontakt reagieren zu können.
Bei Tollwut gibt es doch auch eine Besonderheit, es ist eine der wenigen Infektionen wo man während der Inkubatioszeit immernoch impfen kann (warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber ich denke, dass die Infektion nicht sofort zu Antikörperproduktion führt).
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #45
Und genau an der Stelle ist es halt auf der von Dir zitierten Seite doch recht schwammig, bzw. lässt Raum für Interpretation. So wie sie es dort schreiben gehe ich als Laie eher davon aus, dass es um die Injektion an sich geht, da sind Medikamente oder Infusion also inbegriffen?

Ja, so verstehe ich das auch, da ja auch Antibiotika und Kortison-Präparate als Beispiel aufgeführt werden.
Man könnte natürlich darüber nachdenken, ob diese Injektionslösungen nicht auch wieder Hilfsstoffe enthalten.
Aber auch adjuvansfreie Impfungen haben ja zu Sarkomen geführt.
Hm.....
Vielleicht schreiben wir die Uni mal an?:)
Obwohl ich da eh festgelegt bin.


Dass eine Impfung nie ganz ,,verschwindet,, denke ich ebenso. Nichts desto trotz ist aber eine kritische Masse an Antikörpern sinnvoll um bei sofortigem Kontakt reagieren zu können.
Bei Tollwut gibt es doch auch eine Besonderheit, es ist eine der wenigen Infektionen wo man während der Inkubatioszeit immernoch impfen kann (warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber ich denke, dass die Infektion nicht sofort zu Antikörperproduktion führt).

Und wer sagt, dass die kritische Masse nicht vorhanden ist, wenn es darauf ankommt?
Und wenn man, wie ich, davon ausgeht, dass der Titer eh kaum nachweisbar ist, wäre eine mehrfache Impfung für mich ausgeschlossen.
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #46
Man könnte natürlich darüber nachdenken, ob diese Injektionslösungen nicht auch wieder Hilfsstoffe enthalten.
Aber auch adjuvansfreie Impfungen haben ja zu Sarkomen geführt.

Die Aussagen kommen zwar von eine wissenschaftlichen Quelle, sind aber nicht ausreichend begründet. An der Stelle kommt es dann eben schnell zur Äußerung von Meinungen statt belegter Fakten.

Und wer sagt, dass die kritische Masse nicht vorhanden ist, wenn es darauf ankommt?

Niemand. Weder dass, noch dass nicht.
Genau deswegen ist weder die jährliche Impfe, noch die x-jähliche, noch die einmalige faktisch richtig, sondern Interpretationssache. ;-)
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #47
Die Aussagen kommen zwar von eine wissenschaftlichen Quelle, sind aber nicht ausreichend begründet. An der Stelle kommt es dann eben schnell zur Äußerung von Meinungen statt belegter Fakten.

Deshalb habe ich ja vorgeschlagen, die Uni anzuschreiben um genauer nachzufragen.;-)

Mir persönlich reicht, was da steht.
"Zahlreiche Untersuchungen haben untermauert"
Und das von einer Uni. Die sprechen sich damit quasi gegen das mehrfache Impfen und oder Spritzen aus.
Für mich sind das keine Meinungen, der Tierärzte, die da untersucht haben, sondern Fakten.
Sie haben festgestellt.
Weißte wie ich das meine?


Niemand. Weder dass, noch dass nicht.
Genau deswegen ist weder die jährliche Impfe, noch die x-jähliche, noch die einmalige faktisch richtig, sondern Interpretationssache. ;-)

Hm, das würde ich so nicht unterschreiben.
Studien haben belegt, dass zum Beispiel die Seucheimpfung 7,5 Jahre bis lebenslang anhält.
Katzen, die ohne nachweisbaren Titer infiziert wurden und nicht erkrankten, lassen doch nicht viel Raum für Interpretation, für mich.;-)
Interpretationssache würde ich durch Angstsache ersetzen.
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #48
Die 7,5 Jahre beziehen sich in dem oben von dir zitierten Beitrag aber nur auf Schnupfen. ;-)

Für Seuche steht dort nur im Kittenalter, da sich ältere Tier eh nur noch unter ungünstigsten Umständen damit infizieren.

Für Tollwut wird dort auch auf die Angabe eines verfügbaren Präparates verwiesen und das ist nunmal regelmäßig.

Also auch diese Seite kommt nicht wirklich mit Belegen, oder zumindest mit wenigen.


Melli, ich verstehe was Du meinst und worum es Dir geht. Aber es ist eben wie so oft, man findet so vieles, man hört so vieles. Es gibt so gut wie keine Fakten und man kann alles auslegen wie man will.
Damit will ich Dir auch keinesfalls widersprechen, genauso wenig sag ich, dass man jährlich impfen sollte.

Ich für meinen Fall halte Impfen für sehr wichtig und zwar auch flächendeckend. Wie oft man später noch nachimpft muss jeder selbst entscheiden. Gerade den Trend ab einem gewissen Alter keine Aufbauimpfungen mehr zu geben, begrüße ich übrigens sehr. ;-)
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #49
Die 7,5 Jahre bis lebenslang bei der Seucheimpfung, haben sich nicht auf diesen Beitrag bezogen. Das sollte nur ein Beispiel sein.

Anja nein, es gibt zu dem Impfthema mittlerweile eben doch Fakten.
Es gibt Studien, es gibt zahlreiche Untersuchungen, es gibt (unbegründete) Empfehlungen.

Ich halte das richtige Grundimmunisieren auch für sehr wichtig.
Klar flächendeckend. Da sind wir uns einig.:)
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #50
Die Diskusion um die Impfungen ist so alt wie die Foren selber.

Letztlich muss jeder wohl seinen eigenen Weg finden.

Ich habe mehr als eine Katze an Katzenseuche und mehr als eine Katze an Katzenschnupfen elend zu Grunde gegen sehen, deshalb werden meine dagegen geimpft, obwohl es reine Wohnungskatzen sind.

Allerdings werde ich ab diesem Jahr etwas ändern.
Ich werde sie nämlich nur noch nach Titerbestimmung impfen lassen. Dafür gibt es Schnelltests auf die man noch in der Praxis warten kann, es gilt halt nur diese Vorab bestellen zu lassen, da die wenigsten Praxen die vorrätig haben.

Die Frage nach dem Impfstoff selber, die ist für mich noch nicht erschöpfend beantwortet.

Adjuvantien wirken angeblich als Impfverstärker durch ihre lokale Entzündungsreaktion. Die Impfstoffe ohne Adjuvantien sollen wiederum weniger häufig Spritzensarkome begünstigen.

Auch die Impfstelle steht ja immer noch in Diskussion. Letzte Überlegungen gingen da in Richtung Schwanz weil der ggf. bei einem Impfsarkom leichter zu amputieren wäre...

Ich versuche mich nicht komplett verrückt machen zu lassen. Ja ich weiß um die Nebenwirkungen und die Folgeerscheinungen die Impfungen bewirken können und ja mir machen sie auch Unbehagen.

Aber ich weiß auch um die entsetzlichen Folgen der Erkrankungen gegen die geimpft wird.

Da ich Ehrenamlerin in einem Katzenhaus bin, ist bei mir bzw. für meine der Infektionsdruck relativ hoch anzusetzen.

In Abwegung von Nutzen und Schaden werden meine also ohne wenn und aber geimpft, wenn der Titter entsprechend gefallen ist.

Hätte ich Freigänger würde ich diese ebenso gegen Leukose impfen lassen und Region abhängig auch gegen Tollwut.

Impfungen gegen FIP halte ich für Unfug.

Ich verstehe die Impfgegner schon, aber die Erkrankungen die mit den Impfungen verhindert oder wenigstens gemindert werden können, wiegen meiner Meinung nach stärker.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #51
Die Diskusion um die Impfungen ist so alt wie die Foren selber.

Letztlich muss jeder wohl seinen eigenen Weg finden.

Ja, jeder entscheidet für sein Tier.
Ich finde aber auch, dass man als Tierhalter in der Pflicht ist, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und sich nicht nur als zahlungswilliges Opfer dem Tierarzt präsentiert.
Es gibt Empfehlungen des Weltverbandes für Kleintierärzte. Dort wird zum Beispiel empfohlen, das gegen Seuche nur noch alle drei Jahre geimpft werden sollte.
Begründet wird diese Empfehlung allerdings nicht.;-) Es ist ein eher schlechter Kompromiss.
Aber gut. Jetzt gibt es Tierärzte, die immer noch das jährliche Impfen empfehlen und leider gibt es Katzen.-bzw Tierbesitzer, die diesen Wahnsinn mitmachen.
Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen.

Ich habe mehr als eine Katze an Katzenseuche und mehr als eine Katze an Katzenschnupfen elend zu Grunde gegen sehen, deshalb werden meine dagegen geimpft, obwohl es reine Wohnungskatzen sind.
Waren die verstorbenen Katzen denn grundimmunisiert worden, gegen Seuche?

Allerdings werde ich ab diesem Jahr etwas ändern.
Ich werde sie nämlich nur noch nach Titerbestimmung impfen lassen. Dafür gibt es Schnelltests auf die man noch in der Praxis warten kann, es gilt halt nur diese Vorab bestellen zu lassen, da die wenigsten Praxen die vorrätig haben.

Was ich von den Titerbestimmungen halte, habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Sie sagen rein gar nichts aus, weil eben nicht alles so einfach nachzuweisen ist, im Blut.
Aber klar, auch hier gilt: Jeder wie er mag.

Die Frage nach dem Impfstoff selber, die ist für mich noch nicht erschöpfend beantwortet.

Adjuvantien wirken angeblich als Impfverstärker durch ihre lokale Entzündungsreaktion. Die Impfstoffe ohne Adjuvantien sollen wiederum weniger häufig Spritzensarkome begünstigen.

Auch die Impfstelle steht ja immer noch in Diskussion. Letzte Überlegungen gingen da in Richtung Schwanz weil der ggf. bei einem Impfsarkom leichter zu amputieren wäre...

Naja, empfohlen werden die adjuvansfreien Impfstoffe. Sie erfüllen ihren Zweck ja auch.
Warum also das noch größere Risiko eingehen?

Jetzt mal so von der Logik her.....ich verstehe es ernsthaft nicht....
Wenn mir empfohlen wird, jedes Jahr eine Impfung in mein Tier spritzen zu lassen, weil das so gehört und mir im zweiten Satz erklärt wird, dass man da besser den Schwanz nutzt zum Spritzen, weil man den so gut amputieren kann....
Warum kommt man bei solchen Aussagen nicht auf die Idee, dass das nicht gut sein kann, für das eigene Tier?


Ich versuche mich nicht komplett verrückt machen zu lassen. Ja ich weiß um die Nebenwirkungen und die Folgeerscheinungen die Impfungen bewirken können und ja mir machen sie auch Unbehagen.

Aber ich weiß auch um die entsetzlichen Folgen der Erkrankungen gegen die geimpft wird.

Kannst Du mir erklären, warum Du mehr Angst davor hast, dass Deine grundimmunisierten Katzen an Seuche erkranken, als das sie durch das regelmäßige Nachimpfen elendig an Krebs sterben?



Da ich Ehrenamlerin in einem Katzenhaus bin, ist bei mir bzw. für meine der Infektionsdruck relativ hoch anzusetzen.

In Abwegung von Nutzen und Schaden werden meine also ohne wenn und aber geimpft, wenn der Titter entsprechend gefallen ist.

Hätte ich Freigänger würde ich diese ebenso gegen Leukose impfen lassen und Region abhängig auch gegen Tollwut.

Impfungen gegen FIP halte ich für Unfug.

Ich verstehe die Impfgegner schon, aber die Erkrankungen die mit den Impfungen verhindert oder wenigstens gemindert werden können, wiegen meiner Meinung nach stärker.

Um Gottes Willen!
Ich bin absolut keine Impfgegnerin.:)
Die richtige Grundimmunisierung ist das A und O.

Ich möchte noch was sagen, da schriftliche Kommunikation ja manchmal schwierig ist.
Es ist hoffentlich so rübergekommen, dass ich ernsthaftes Interesse an dieser Diskussion habe, aber niemanden belehren oder gar missionieren möchte.:)

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #52
Melli, wenn du mal eine Seuchenepidemie hautnah mitgekriegt hast und gesehen hast, wie mühsam das richtige Desinfizieren ist, damit man das Virus nicht überall hinträgt (was leider sehr leicht passiert, das Virus ist fast nicht totzukriegen), und wie schnell da Abgang angesagt ist, dann hast du DEUTLICH mehr Angst vor einer Ansteckung als vor einer Impfspritze ;-) und das aus meiner Sicht zu Recht.
Bei Leuten, die regelmässig im Tierschutz mit Katzen umgehen, ist aus meiner Sicht eine Durchimpfung der eigenen Katzen unabdingbar (also Grundimmunisierung und dann 3-Jahresauffrischungen), was Seuche angeht.
Die Impfung schützt ja nicht nur die eigenen Katzen, sondern hilft auch gegen die Ausbreitung der Krankheit.
Beim Schnupfen ist die Impfung leider nicht so nützlich.
Ich weiss es natürlich nicht, vermute aber, dass du noch nie eine Seuchenkrise erlebt hast und was dann abgeht mit den Tieren. Ich schwörs dir - du denkst dann über das Risikomanagement anders, als wenn man nur Bücher drüber gelesen hat.
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #53
Erst mal Entschuldigung, ich bin grad mit dem Handy online und weiss noch wo ich hier die Zitierfunktion finde.

Du schriebst "Ich finde aber auch, dass man als Tierhalter in der Pflicht ist, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und sich nicht nur als zahlungswilliges Opfer dem Tierarzt präsentiert."

Ich tue das zwar, aber es als Pflicht jeden Tierhalters zu bezeichnen, finde ich jetzt etwas żu viel.
Eigentlich ist es Pflicht der Ärzte ehrlich zu sein und vernünftig aufzuklären. Ich bin schon froh wenn Menschen überhaupt über so etwas wie Impfungen, Kastration usw. nachdenken.

Du schriebst

"Es gibt Empfehlungen des Weltverbandes für Kleintierärzte. Dort wird zum Beispiel empfohlen, das gegen Seuche nur noch alle drei Jahre geimpft werden sollte."

Richtig und das schon etwas länger. Deshalb impft meine Tierärztin auch Seuche nur alle 3 Jahre und nicht automatisch den Kompiimpfstiff.
Gelesen hatte ich von den neuen Empfehlungen allerdings bereits vor ihr, hätte mich aber auch zufällig gerade erst mit dem Thema beschäftigt.

Du fragtest "Waren die verstorbenen Katzen denn grundimmunisiert worden, gegen Seuche?"

Da es sich in der Mehrheit um Tierheimkatzen handelte, wo die Herkunft ja sehr oft unklar ist, kann ich das nicht beantworten.
Aber es geht nicht nur um Seuche, die GsD recht selten ist, Katzenschnupfen gibt es viel, viel häufiger.

Du schriebst "Was ich von den Titerbestimmungen halte, habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Sie sagen rein gar nichts aus, weil eben nicht alles so einfach nachzuweisen ist, im Blut.
Aber klar, auch hier gilt: Jeder wie er mag."

Nun, dazu muss ich erst noch einmal genauer nachlesen was Du geschrieben hast. So ziemlich jeder Test hat meiner Erfahrung nach seine Gegner und Befürworter. Ich muss mich dazu erst mehr mit Deinen Argumenten auseinander setzten.

Du schriebst "Naja, empfohlen werden die adjuvansfreien Impfstoffe. Sie erfüllen ihren Zweck ja auch.
Warum also das noch größere Risiko eingehen?"

Das ist die Frage, ob sie ihren Zweck so gut erfüllen.
Die Theorie sagt die Immunantwort ist bei Adjuvantiengabe besser, sprich es wird eine höhere Titerbildung erreicht.
Ich lasse Adjuvantienfrei impfen, bin mir aber nicht sicher ob das wirklich so sinnvoll ist.

Du schriebst : "Wenn mir empfohlen wird, jedes Jahr eine Impfung in mein Tier spritzen zu lassen, weil das so gehört und mir im zweiten Satz erklärt wird, dass man da besser den Schwanz nutzt zum Spritzen, weil man den so gut amputieren kann....
Warum kommt man bei solchen Aussagen nicht auf die Idee, dass das nicht gut sein kann, für das eigene Tier?"

Wer sagt das es so empfohlen wird?
Die Impfung in den Schwanz ist im Moment lediglich eine Überlegung in der Tiermedizin.

Das Impfungen auch Nebenwirkungen haben, ist glaube ich in der Tiermedizin nie angezweifelt worden.

Du schriebst "Kannst Du mir erklären, warum Du mehr Angst davor hast, dass Deine grundimmunisierten Katzen an Seuche erkranken, als das sie durch das regelmäßige Nachimpfen elendig an Krebs sterben?"

Kann ich.
Ich weiß aus der Literatur, aus Foren, aus Zeitschriften vom Spritzensarkom, aber noch nie ist mir in Natura auch nur eine einzige Katze damit begegnet.
Durch meine Tierheimtätigkeit sehe ich schon so um die 1000 wenn nicht mehr verschiedene Katzen jährlich.
Dafür sehe ich fast ganzjährig Katzen mit Katzenschnupfensymtomen uny hin und wieder welche mit Seuche.
Katzenschnupfen ist aus meiner Sicht keine Bagatelle. Je nach dem welcher Erreger die Katze da erwischt sind die Folgen verherend.


Das Spritzensarkom besteht als mögliche Nebenwirkung und ist eine Nebenwirkung die mir auch Sorgen bereitet. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird von mir aber als Minimal eingeschätzt.

Es ist ein bischen wie die Sache mit dem Zahnstein entfernen lassen. Ich kenne Katzen die die Narkose nicht überlebt haben, weiss aber auch um die Folgen die der Zahnplack haben könnte... Ich entscheide mich auch hier für's Zahnstein entfernen. respektiere aber natürlich auch andere Meinungen.

Melli, wenn du mal eine Seuchenepidemie hautnah mitgekriegt hast und gesehen hast, wie mühsam das richtige Desinfizieren ist, damit man das Virus nicht überall hinträgt (was leider sehr leicht passiert, das Virus ist fast nicht totzukriegen), und wie schnell da Abgang angesagt ist, dann hast du DEUTLICH mehr Angst vor einer Ansteckung als vor einer Impfspritze ;-) und das aus meiner Sicht zu Recht.

So ist es. Bei Seuchenausbruch wird bei uns im Tierheim nicht umsonst alles was mit den Katzen in Kontakt war verbrannt bzw. entsorgt... ist ein verdammter Drecksvirus.

Bei Leuten, die regelmässig im Tierschutz mit Katzen umgehen, ist aus meiner Sicht eine Durchimpfung der eigenen Katzen unabdingbar (also Grundimmunisierung und dann 3-Jahresauffrischungen), was Seuche angeht.

Wenn ich nicht im Tierheim helfen würde... dann würde ich ggf. tatsächlich anders denken, aber da ich eben genau durch diese Tätigkeit meiner Meinung nach der Infektionsdruck deutlich erhöht ist, lasse ich impfen.

Wenn man gestern bei einer scheinbar gesunden Katze war und zwei Tage später erfährt das diese an Seuche erkankt ist... dann geht einem mit Verlaub' trotz aller Hygienemassnahmen der Arsch auf Grundeis und ich war mehr als froh um das Wissen das meine vier Nasen durchgeimpft waren und sind.

(Hab' zum.Schluss die Zitirfunktion doch gefunden)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #54
Wenn man gestern bei einer scheinbar gesunden Katze war und zwei Tage später erfährt das diese an Seuche erkankt ist... dann geht einem mit Verlaub' trotz aller Hygienemassnahmen der Arsch auf Grundeis


Genauso ist es - leider.
Zum Fibrosarkom: ich kenne mehrere Fälle (allerdings über 10-15 Jahre erstreckt), und alle - ausnahmslos - waren von einer Impfung verursacht / ausgelöst.
Ich bin mir dieses Risikos also durchaus bewusst. Bei der Seuchenimpfung sage ich mir deshalb (ganz «*doof*»): so selten wie möglich, und so oft wie nötig*».
Und «*nötig*» ist einfach mehr, wenn man direkten, regelmäßigen Kontakt mit Tierschutz-Katzen hat. Es ist eine Risikoabwägung und muss auf die jeweilige Situation angepasst werden.
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #55
Erstmal möchte ich mich nochmal für die interessante Diskussion bedanken.:)

Susanne, wenn die Tiere nicht grundimmunisiert wurden und dann an Seuche erkranken und sterben ist das dramatisch. Das glaube ich Dir aufs Wort.
Ebenso dramatisch ist das todbringende Sarkom.
Das eine ist nicht besser als das andere.
Und nochmal, ich rede nicht davon gar nicht impfen zu lassen sondern nur mit Verstand.

Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es hier im Forum mehr Einträge zu Sarkomen gibt als zu Katzen, die trotz guter bzw richtiger Grundimmunisierung an Seuche erkrankt sind.




Erst mal Entschuldigung, ich bin grad mit dem Handy online und weiss noch wo ich hier die Zitierfunktion finde.

Du schriebst "Ich finde aber auch, dass man als Tierhalter in der Pflicht ist, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und sich nicht nur als zahlungswilliges Opfer dem Tierarzt präsentiert."

Ich tue das zwar, aber es als Pflicht jeden Tierhalters zu bezeichnen, finde ich jetzt etwas żu viel.
Eigentlich ist es Pflicht der Ärzte ehrlich zu sein und vernünftig aufzuklären. Ich bin schon froh wenn Menschen überhaupt über so etwas wie Impfungen, Kastration usw. nachdenken.

Ich sehe es so.
Wir haben die Verantwortung für die Lebewesen übernommen, die wir uns angeschafft haben.
Somit muss ich mich auch mit verschiedenen Themen auseinandersetzen. Dazu gehört auch die Kastrationspflicht, die artgerechte Haltung, die gesunde Ernährung usw
Für mich ist das Pflicht.

Ja, es wäre die Pflicht der Ärzte auf dem neusten Stand zu sein und auch dementsprechend aufzuklären und zu handeln.
Leider zeigt die Praxis, dass wir uns vieles wünschen können, es aber nicht in Erfüllung geht.


Du schriebst

"Es gibt Empfehlungen des Weltverbandes für Kleintierärzte. Dort wird zum Beispiel empfohlen, das gegen Seuche nur noch alle drei Jahre geimpft werden sollte."

Richtig und das schon etwas länger. Deshalb impft meine Tierärztin auch Seuche nur alle 3 Jahre und nicht automatisch den Kompiimpfstiff.
Gelesen hatte ich von den neuen Empfehlungen allerdings bereits vor ihr, hätte mich aber auch zufällig gerade erst mit dem Thema beschäftigt.

Das klingt nach einem Kompromiss.
Immerhin.:)

Du fragtest "Waren die verstorbenen Katzen denn grundimmunisiert worden, gegen Seuche?"

Da es sich in der Mehrheit um Tierheimkatzen handelte, wo die Herkunft ja sehr oft unklar ist, kann ich das nicht beantworten.
Aber es geht nicht nur um Seuche, die GsD recht selten ist, Katzenschnupfen gibt es viel, viel häufiger.
Zur Seuche schreibe ich dann hierzu nichts mehr. Denn klar ist jetzt bestimmt, dass das richtige Grundimmunisieren SEHR wichtig ist.

Natürlich gibt es den Schnupfen viel häufiger.
Meine Kater wurden auch richtig grundimmunisiert und ca. ein Jahr später wurde per Abstrich der Calici diagnostiziert.;-)
Die Impfstoffe sind extrem veraltet und der Virus verändert sich ständig.
Wie soll man da einen gescheiten Schutz bekommen?

Schnupfenimpfung
Die Haupterreger von Katzenschnupfen sind Herpesviren (felines Herpesvirus, FHV, auch felines Rhinotracheitisvirus genannt) und Caliciviren (felines Calicivirus, FCV).
Caliciviren sind mutationsfreudig und treten in vielen verschiedenen Varianten auf – und gegen viele davon bieten die meisten heutigen Impfstoffe nicht einmal mehr partiellen Schutz. In den USA, in England und auch in Deutschland treten seit Ende der 90er Jahre/Anfang des 20. Jahrhunderts neuartige, hochgefährliche Caliciviren auf, die vor allem ausgewachsene Tiere dahinraffen. Die Impfung schützt dagegen nicht.
Diese hochgefährlichen Caliciviren kommen jedoch nur sehr vereinzelt vor.

Man braucht also keine Sorge zu haben, wenn man eine Tierheimkatze aufnimmt: Dass sie gefährliche Caliciviren mitbringen könnte, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

Schutzdauer der Schnupfenimpfung: Auch bei den Schnupfenimpfungen verschwindet der – begrenzte – Schutz nicht schlagartig nach einem Jahr. In Studien wurde gezeigt, dass Impf-Antikörper noch 7,5 Jahre nach der Grundimmunisierung bestehen können und dass bei Erregerkontakt die Immungedächtniszellen in Aktion treten. Bei Katzen in normaler Privathaltung sind Nachimpfungen verzichtbar. Laut Schultz sind Wiederholungsimpfungen gegen Schnupfen schon deshalb nicht sinnvoll, weil die Impfstoffe wenig bringen. Katzen erkranken an Infektionen der Atemwege, ob sie geimpft sind oder nicht.
Schnupfen ist eine typische Stresserkrankung.
Quelle:



Du schriebst "Was ich von den Titerbestimmungen halte, habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Sie sagen rein gar nichts aus, weil eben nicht alles so einfach nachzuweisen ist, im Blut.
Aber klar, auch hier gilt: Jeder wie er mag."

Nun, dazu muss ich erst noch einmal genauer nachlesen was Du geschrieben hast. So ziemlich jeder Test hat meiner Erfahrung nach seine Gegner und Befürworter. Ich muss mich dazu erst mehr mit Deinen Argumenten auseinander setzten.

Mach das mal. Das ist ein sehr spannendes Thema.:)


Du schriebst "Naja, empfohlen werden die adjuvansfreien Impfstoffe. Sie erfüllen ihren Zweck ja auch.
Warum also das noch größere Risiko eingehen?"

Das ist die Frage, ob sie ihren Zweck so gut erfüllen.
Die Theorie sagt die Immunantwort ist bei Adjuvantiengabe besser, sprich es wird eine höhere Titerbildung erreicht.
Ich lasse Adjuvantienfrei impfen, bin mir aber nicht sicher ob das wirklich so sinnvoll ist.

Ich habe noch nicht gehört oder gelesen, dass adjuvansfreie Impfungen nicht wirken.
Hast Du dazu mal eine Quelle?


Du schriebst : "Wenn mir empfohlen wird, jedes Jahr eine Impfung in mein Tier spritzen zu lassen, weil das so gehört und mir im zweiten Satz erklärt wird, dass man da besser den Schwanz nutzt zum Spritzen, weil man den so gut amputieren kann....
Warum kommt man bei solchen Aussagen nicht auf die Idee, dass das nicht gut sein kann, für das eigene Tier?"

Wer sagt das es so empfohlen wird?
Die Impfung in den Schwanz ist im Moment lediglich eine Überlegung in der Tiermedizin.

Das Impfungen auch Nebenwirkungen haben, ist glaube ich in der Tiermedizin nie angezweifelt worden.

Das ist keine Antwort auf meine Frage.;-)

Meine Frage war weder auf die Impfung in den Schwanz der Katze bezogen bzw auf diese Überlegung der Tierärzte, noch darauf, dass Tiermediziner nicht über Nebenwirkungen von Impfungen Bescheid wissen.


Du schriebst "Kannst Du mir erklären, warum Du mehr Angst davor hast, dass Deine grundimmunisierten Katzen an Seuche erkranken, als das sie durch das regelmäßige Nachimpfen elendig an Krebs sterben?"

Kann ich.
Ich weiß aus der Literatur, aus Foren, aus Zeitschriften vom Spritzensarkom, aber noch nie ist mir in Natura auch nur eine einzige Katze damit begegnet.
Durch meine Tierheimtätigkeit sehe ich schon so um die 1000 wenn nicht mehr verschiedene Katzen jährlich.
Dafür sehe ich fast ganzjährig Katzen mit Katzenschnupfensymtomen uny hin und wieder welche mit Seuche.
Katzenschnupfen ist aus meiner Sicht keine Bagatelle. Je nach dem welcher Erreger die Katze da erwischt sind die Folgen verherend.


Das Spritzensarkom besteht als mögliche Nebenwirkung und ist eine Nebenwirkung die mir auch Sorgen bereitet. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird von mir aber als Minimal eingeschätzt.

Es ist ein bischen wie die Sache mit dem Zahnstein entfernen lassen. Ich kenne Katzen die die Narkose nicht überlebt haben, weiss aber auch um die Folgen die der Zahnplack haben könnte... Ich entscheide mich auch hier für's Zahnstein entfernen. respektiere aber natürlich auch andere Meinungen.

Ich habe, wenn ich das so lese, das Gefühl, dass das Sarkom, weil man es noch nicht gesehen hat, wenig verbreitet ist, oder kaum vorkommt.
Leider ist das so nicht.

Nichts für Menschen, die sowas nicht ansehen können....:!:


Das ungeimpfte/nicht grundimmunisierte Katzen an Seuche, Schnupfen usw erkranken ist doch ganz logisch.

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #56
Das ungeimpfte/nicht grundimmunisierte Katzen an Seuche, Schnupfen usw erkranken ist doch ganz logisch.

Totale Impfgegner sagen nicht einmal das wäre sicher. Was zeigt das die Diskussion ums Impfen eine grosse Bandbreite hat.

Und nochmal, ich rede nicht davon gar nicht impfen zu lassen sondern nur mit Verstand.

Diesbezüglich sind wir uns einig. Ich halte Impfen nicht für ungefährlich oder als DAS heilbringende Wunder.

Natürlich gilt es mit Verstand zu impfen. Nur was ist der Königsweg, ist doch die Frage.

Wer kann mir sagen ob meine Katzen noch genügen oder überhaupt einen immunologischen Schutz gegen die geimpften Krankheiten haben oder noch haben.
Nach der Grundimmunisierung oder später nach den Auffrischimpfungen und wenn ja wie oft muss die Auffrischimpfungen sein?

Das klingt nach einem Kompromiss.
Immerhin.:)

Das ist nicht nur ein Kompromiss.
Nicht jeder Tierarzt ist nur daran interessiert möglichst teure Untersuchungen und Vorbeugemassnahmen abzurechnen. Unsere Tierärztin bemüht sich sehr darum, dass richtige für die jeweiligen Tiere in der jeweiligen Haltersituation zu empfehlen.
Sie war es beispielsweise, die uns erklärten, als wir noch völlig ahnungslos waren, das Leukose und Tollwutimpfungen für Wohnungskatzen wie unsere totaler Unfug wären.
Was der richtige Weg zu impfen oder nicht ist, dass ist natürlich diskutabel, aber sie z.B. versucht mindestens einen vernünftigen "nur soviel wie nötig" Weg zu finden.

Natürlich gibt es den Schnupfen viel häufiger.
Meine Kater wurden auch richtig grundimmunisiert und ca. ein Jahr später wurde per Abstrich der Calici diagnostiziert.;-)
Die Impfstoffe sind extrem veraltet und der Virus verändert sich ständig.
Wie soll man da einen gescheiten Schutz bekommen?


Quelle:

Das ist mir bekannt und das ist etwas was mich auch gelinde gesagt aufregt. Doch ist der Impfstoff nicht völlig wirkungslos.

Ich habe mir schon Schnupfen ins Haus geschleppt. Aber sie hatten ihn GsD nur leicht und kinnten ihn rasch auskurieren und es haben sich auch nicht alle angesteckt. Da unsere Tierärztin Urlaub hatte, sind wir damals mit den betroffenen Katzen in eine Tierklinik gefahren und die bestätigte, dass es ohne die Impfung vermutlich einen deutlich extremeren Ausbruch gegeben hätte.

Was natürlich nichts daran ändert das der Schnupfenvirenkompleximpfstoff überarbeitet gehört.

Mach das mal. Das ist ein sehr spannendes Thema.:)

Ich hab's mir den Artikel zur Titerbestimmung durchgelesen.
Ja klar gibt es auch Immunantworten auf Viren ohne das vorher ein Titer im Blut festgestellt werden konnte. Nur woher soll ich wissen ob es so wäre?

Ich sehe es nur anders herum. Ist ein ausreichender Titer vorhanden, habe ich die definitive Gewissheit, impfen ist überflüssig. Also wieder eine Spritze weniger.

Ich darf noch einmal sagen, ich bin sicher niemand der gerne unbedacht "in die Katze stechen lässt".

Ich habe noch nicht gehört oder gelesen, dass adjuvansfreie Impfungen nicht wirken.
Hast Du dazu mal eine Quelle?

Das habe ich nicht geschrieben.
Ich schrieb' das Adjuvantien eine wirkverstärkende Wirkung zugeschrieben wird, so das sich angeblich ein besser Titer aufbaut. Das ist etwas anders als " adjuvantienfreie Impfungen wirken nicht".

Wäre ich dieser Meinung würde ich meine Katzen wohl kaum adjuvantienfrei impfen lassen.

Hier mal ein kurzer Artikel dazu, aber auch das wieder ist alles andere als unumstritten.
Persönlich glaube ich dienten die Adjuvantien auch ganz einfach dazu, die kostbaren Eiweißmoleküle auf die eigentlich die spezifische Immunreaktion erfolgt zu Strecken und damit den Impfstoff billiger zu machen. Billiger für die Pharmaindustrie.



Ich habe, wenn ich das so lese, das Gefühl, dass das Sarkom, weil man es noch nicht gesehen hat, wenig verbreitet ist, oder kaum vorkommt.
Leider ist das so nicht.

Nichts für Menschen, die sowas nicht ansehen können....

Keine Sorge ich hab' ganz andere Dinge gesehen und erlebt ;-)

Man geht momentan von 13,5 Millionen Katzen in Deutschland aus.
Davon sind je nachdem wo man schaut 1 von 1000 bis 1 von 10000 von dem Fibrosarkom, was gemein hin als Impfsarkom bezeichnet, wird betroffen.

Gut, wenn es meine Katze trifft, ist es auch bei 1 zu einer Millionen zu häufig. Trotzdem muss ich abwägen, wie gross ist die Gefahr im Vergleich zu anderen gesundheitlichen Gefahren.

(Allerdings würde ich auch nicht warten bis meine Katze derartige Knollen entwickelt, für alle Tumoren gilt immer je früher entdeckt um so besser die Chance auf Heilung... das aber nur am Rande.)

Ich bin weder naiv noch ärztegläubig, aber ich denke die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte, zwischen Grundimmunisierung und den vermutlich wirklich zu häufigen Auffrischimpfungen.

Leider war es mir nicht vergönnt selber ein tiermedizinisches Studium abzuschliessen, und so gehe ich meinen Weg nach bestem Wissen und Gewissen und bete dabei darum das er meinen Katzen mehr nützt als schadet.


------

Übrigens wirkich ein interessantes Thema zu dem noch einiges weitere zu diskutieren gäbe.

Z.B wird ein Spritzensarkom wirklich nur von Spritzen hervorgerufen ;-)
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #57
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #58
Ich antworte später.

Motzkatze, danke für den Link!
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #59
Den Block von Blog vom Dr. Rückert lese ich regelmässig.
Tatsächlich sind es seine Empfehlungen an denen ich mich versuche zu orientieren.

Wobei, das sei hier auch einmal am Rande angemerkt, es für den Otto Normal Katzenhalter wirklich auch nicht leicht gemacht wird.

Obwohl wir nun schon eine eher fortschrittliche Tierarztpraxis haben, die Frühkastrationen auf Wunsch durchführt. Eine vernünftige Narkoseüberwachung hat und TIVA Narkosen anbietet, müssen wir dort doch die Adjuvantienfreien Impfstoffe vorbestellen lassen und auch Titerschnelltest liegen dort nicht vor.

Wenn es mir um etwas nicht geht, dann sind es die Kosten für vernünftige Behandlungen.
Einen Adjuvantienfreien Impfstoff kann der Tierarzt in der Regel aber nicht als Einzeldosis bestellen und ich Wette auch die Titertestblister gibt es erst ab max 10 Stück.

Da der Otto Normal Katzenhalter von diesen Dingen in der Regel aber nicht einmal etwas gehört hat, kann es schon zu Problemen kommen, wenn man nur versucht diese einfachen Dinge umzusetzen.

Bisher hat unser Tierarzt alles gemacht, aber wenn er sagen würde, nein er bekommt zum Beispiel die übrigen Schnellteste nicht verkauft, was macht man dann... eine andere Praxis suchen?

Klar kann man tun, aber dann jedes Mal sein Tier zur nächsten Praxis schleppen wo irgend wann wie der irgend etwas nicht stimmt?

In der Theorie ist alles einfach, in der Wirklichkeit ist es das nicht.
 
  • Impfungen - was ist sinnvoll? Beitrag #60
Totale Impfgegner sagen nicht einmal das wäre sicher. Was zeigt das die Diskussion ums Impfen eine grosse Bandbreite hat.

Da ich keine Impfgegnerin bin, steht das für mich gar nicht zur Diskussion. Ich bin davon überzeugt, dass zumindest die Seucheimpfung ein Muss ist!:)


Diesbezüglich sind wir uns einig. Ich halte Impfen nicht für ungefährlich oder als DAS heilbringende Wunder.

Natürlich gilt es mit Verstand zu impfen. Nur was ist der Königsweg, ist doch die Frage.

Wer kann mir sagen ob meine Katzen noch genügen oder überhaupt einen immunologischen Schutz gegen die geimpften Krankheiten haben oder noch haben.
Nach der Grundimmunisierung oder später nach den Auffrischimpfungen und wenn ja wie oft muss die Auffrischimpfungen sein?

Tja, das ist wohl tatsächlich ein Problem bzw auch eine Frage der Angst.
Im Grunde müsste ich dann aber im Umkehrschluss, laufend den Titer überprüfen lassen. Also auch nach der Grundimmunisierung.
Und da man nicht so einfach genau bestimmen kann, ob nun ausreichender Schutz vorhanden ist oder nicht, wird das hier nun schwierig.:-?


Das ist nicht nur ein Kompromiss.
Nicht jeder Tierarzt ist nur daran interessiert möglichst teure Untersuchungen und Vorbeugemassnahmen abzurechnen. Unsere Tierärztin bemüht sich sehr darum, dass richtige für die jeweiligen Tiere in der jeweiligen Haltersituation zu empfehlen.
Sie war es beispielsweise, die uns erklärten, als wir noch völlig ahnungslos waren, das Leukose und Tollwutimpfungen für Wohnungskatzen wie unsere totaler Unfug wären.
Was der richtige Weg zu impfen oder nicht ist, dass ist natürlich diskutabel, aber sie z.B. versucht mindestens einen vernünftigen "nur soviel wie nötig" Weg zu finden.

Doch, leider ist der Drei-Jahres-Intervall nur ein Kompromiss.
Sogar ein eher schlechter.
Dieser Kompromiss ist zudem vollkommen unbegründet.

Es wurde empfohlen, jedes Jahr gegen alles mögliche Impfen zu lassen. Dann haben Studien gezeigt, dass Impfsarkome und andere Nebenwirkungen auftreten und DANN wurde ohne jegliche Begründung gesagt, okay, dann impfen wir halt alle drei Jahre.


Das ist mir bekannt und das ist etwas was mich auch gelinde gesagt aufregt. Doch ist der Impfstoff nicht völlig wirkungslos.

Ich habe mir schon Schnupfen ins Haus geschleppt. Aber sie hatten ihn GsD nur leicht und kinnten ihn rasch auskurieren und es haben sich auch nicht alle angesteckt. Da unsere Tierärztin Urlaub hatte, sind wir damals mit den betroffenen Katzen in eine Tierklinik gefahren und die bestätigte, dass es ohne die Impfung vermutlich einen deutlich extremeren Ausbruch gegeben hätte.

Was natürlich nichts daran ändert das der Schnupfenvirenkompleximpfstoff überarbeitet gehört.

Nicht vollkommen wirkungslos, aber notorisch schlecht. Teilweise sogar gefährlich. Durch die ganze Calici-Impferei haben sich die Erreger weiter ausgebreitet, was nicht gerade für den Impfstoff spricht.
Geimpfte Katzen können das Impfvirus auf andere Katzen übertragen, in denen sich dann eigene Virusvarianten bilden.

Und da es keine neuen Schnupfenimpfstoffe gibt, verstehe ich auch nicht, warum ich im Drei-Jahres-Intervall den "alten Mist" impfen lassen soll.


Ich hab's mir den Artikel zur Titerbestimmung durchgelesen.
Ja klar gibt es auch Immunantworten auf Viren ohne das vorher ein Titer im Blut festgestellt werden konnte. Nur woher soll ich wissen ob es so wäre?

Ich sehe es nur anders herum. Ist ein ausreichender Titer vorhanden, habe ich die definitive Gewissheit, impfen ist überflüssig. Also wieder eine Spritze weniger.

Ich darf noch einmal sagen, ich bin sicher niemand der gerne unbedacht "in die Katze stechen lässt".

Das Problem, dass ich sehe ist, dass der Schnell-Titer-Test nicht aussagekräftig ist.
Somit gibt es auch keine definitive Gewissheit.
Wo bekomme ich eigentlich überhaupt eine DEFINITIVE GEWISSHEIT?:-?


Das habe ich nicht geschrieben.
Ich schrieb' das Adjuvantien eine wirkverstärkende Wirkung zugeschrieben wird, so das sich angeblich ein besser Titer aufbaut. Das ist etwas anders als " adjuvantienfreie Impfungen wirken nicht".

Wäre ich dieser Meinung würde ich meine Katzen wohl kaum adjuvantienfrei impfen lassen.

Hier mal ein kurzer Artikel dazu, aber auch das wieder ist alles andere als unumstritten.
Persönlich glaube ich dienten die Adjuvantien auch ganz einfach dazu, die kostbaren Eiweißmoleküle auf die eigentlich die spezifische Immunreaktion erfolgt zu Strecken und damit den Impfstoff billiger zu machen. Billiger für die Pharmaindustrie.


Du glaubst also, dass man eine bessere Immunantwort bekommt, wenn Adjuvantien zur Verstärkung eingesetzt werden?

Wenn man sich die Adjuvantien mal genauer ansieht, wird einem übel und ich glaube nicht, dass sie einfach zum "Strecken" eingesetzt werden.
Es wird den Impfstoffen -Thiomersal (Quecksilbernatriummethyl-Thiosalizilat. Eine organische Quecksilberverbindung die zu 49,6% aus Ethylquecksilber besteht. Ein starkes Allergen usw...)

-Aluminiumsalze (können ebenfalls Nervenzellen schädigen. 2007 gab es wohl eine Studie von M. Petrik et al. in der die Forscher selbst extrem erschrocken waren, weil den Testmäusen eine Menge Hirnzellen abgestorben waren.)

-Öladjuvantien (werden auch in Lacken und Farben verwendet)

-Saponine (sollen immunstimulierende Eigenschaften haben, sind aber auch toxisch. Sie wirken hämolytisch und zerstören die roten Blutzellen)

-Formalin und Antibiotika

-Fremdprotein



Keine Sorge ich hab' ganz andere Dinge gesehen und erlebt ;-)

Man geht momentan von 13,5 Millionen Katzen in Deutschland aus.
Davon sind je nachdem wo man schaut 1 von 1000 bis 1 von 10000 von dem Fibrosarkom, was gemein hin als Impfsarkom bezeichnet, wird betroffen.

Gut, wenn es meine Katze trifft, ist es auch bei 1 zu einer Millionen zu häufig. Trotzdem muss ich abwägen, wie gross ist die Gefahr im Vergleich zu anderen gesundheitlichen Gefahren.

(Allerdings würde ich auch nicht warten bis meine Katze derartige Knollen entwickelt, für alle Tumoren gilt immer je früher entdeckt um so besser die Chance auf Heilung... das aber nur am Rande.)

Okay, wenn Dir das Impfsarkom nicht häufig genug vorkommt und Du die größere Gefahr siehst, dass Deine Katze trotz guter bzw ausreichender Grundimmunisierung z.B an Seuche erkrankt, drehen wir uns vermutlich im Kreis und man kann sagen, dass es jeder so handhaben sollte, wie er es für richtig hält.

Wenn man sich mit den von mir aufgeführten Adjuvantien genauer beschäftigt, könnte man allerdings davon ausgehen, dass sie auch Krebs verursachen, Allergien auslösen, Autoimmunerkrankungen hervorrufen usw....
Aber gut. So weit waren wir ja schon, dass man adjuvansfreie Impfstoffe bevorzugen sollte.




Ich bin weder naiv noch ärztegläubig, aber ich denke die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte, zwischen Grundimmunisierung und den vermutlich wirklich zu häufigen Auffrischimpfungen.

Leider war es mir nicht vergönnt selber ein tiermedizinisches Studium abzuschliessen, und so gehe ich meinen Weg nach bestem Wissen und Gewissen und bete dabei darum das er meinen Katzen mehr nützt als schadet.
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Übrigens wirkich ein interessantes Thema zu dem noch einiges weitere zu diskutieren gäbe.

Z.B wird ein Spritzensarkom wirklich nur von Spritzen hervorgerufen ;-)

Ich denke, dass man unterscheidet zwischen Impfsarkomen und injektionsassoziierten Sarkomen.
Festgestellt wurde ja, durch zahlreiche Untersuchungen, dass auch Antibiotika und kortisonhaltige Spritzen zu einem Sarkom führen können.

Den Block von Blog vom Dr. Rückert lese ich regelmässig.
Tatsächlich sind es seine Empfehlungen an denen ich mich versuche zu orientieren.

Wobei, das sei hier auch einmal am Rande angemerkt, es für den Otto Normal Katzenhalter wirklich auch nicht leicht gemacht wird.

Obwohl wir nun schon eine eher fortschrittliche Tierarztpraxis haben, die Frühkastrationen auf Wunsch durchführt. Eine vernünftige Narkoseüberwachung hat und TIVA Narkosen anbietet, müssen wir dort doch die Adjuvantienfreien Impfstoffe vorbestellen lassen und auch Titerschnelltest liegen dort nicht vor.

Wenn es mir um etwas nicht geht, dann sind es die Kosten für vernünftige Behandlungen.
Einen Adjuvantienfreien Impfstoff kann der Tierarzt in der Regel aber nicht als Einzeldosis bestellen und ich Wette auch die Titertestblister gibt es erst ab max 10 Stück.

Da der Otto Normal Katzenhalter von diesen Dingen in der Regel aber nicht einmal etwas gehört hat, kann es schon zu Problemen kommen, wenn man nur versucht diese einfachen Dinge umzusetzen.

Bisher hat unser Tierarzt alles gemacht, aber wenn er sagen würde, nein er bekommt zum Beispiel die übrigen Schnellteste nicht verkauft, was macht man dann... eine andere Praxis suchen?

Klar kann man tun, aber dann jedes Mal sein Tier zur nächsten Praxis schleppen wo irgend wann wie der irgend etwas nicht stimmt?

In der Theorie ist alles einfach, in der Wirklichkeit ist es das nicht.

Ich finde auch, dass Dr Rückert ganz verantwortungsbewusst mit verschiedenen Themen umgeht und er auch in vielen Dingen auf dem neusten Stand ist.
Würde ich in seiner Nähe wohnen, würde ich seine Praxis bestimmt auch aufsuchen.

Da ich so ein Glück nicht habe, hinterfrage ich erstmal alles, was mir mein Tierarzt so vorschlägt.
Zu oft habe ich schon schlechte Erfahrung gemacht und die eierlegende Wollmilchsau, habe ich noch nicht gefunden.

Liebe Grüße
Melanie
 
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