Auch wenn ich davon ausgehe, dass wenn wir z.B 80 Katzen hätten die unter völlig gleichen Bedingungen zur Welt kämen, genetisch gleich wären und das gleiche Leben hätten und 20 davon nur mit Trockenfutter gefüttert würden, 20 mit dem billigsten Nassfutter, 20 mit "hochwertigen" Nassfutter und 20 mit Barf wahrscheinlich schon eine Tendenz zu sehen wäre, was die Lebenserwartung betrifft.
Wie kommst Du darauf, ist das nur eine Vermutung, oder gibt es genauere Hintergründe die Dir vorschweben? Studien sind leider in den allermiesten Fällen schlecht zu beurteilen (da die Ergebnisse wirklich alles andere als Eindeutig sind), die Interpretation der Ergebnisse hat schon einige Entscheidungsträger in den Wahnsinn getrieben wenn es um Produktzulassungen ging.
Ich bin leider grottenschlecht was wissenschaftliche Quellen suchen angeht und das was ich von der Arbeit her weiß und kenne ist zum Großteil nicht veröffentlich, weil es in den Forschungbsereich gehört und Firmen so viel Geld für dieses Wissen zahlen um sich damit einen Marktvorteil zu verschaffen, dass sie das hüten.
Trotzdem würde ich gerne ein paar Gedankenansätze bringen.
Tierärzte empfehlen bestimmte Futter weil sie gesponsort werden. Ganz ehrlich, diese Behauptung ist einfach nicht in Ordnung, eher übele Nachrede! Ich habe es eine einziges Mal erlebt, dass ein Tierarzt vom Futtermittelhersteller Provision bekam und in diesem Fall wurde ich direkt von der TÄ darauf hingewiesen. Wenn ich denn dieser Futter (aus einer Auswahl von dreien) möchte, würde sie sich freuen wenn sie es bestellen dürfe, da es für mich nicht teurer ist, sie aber Provision erhält. Nein ich habe das Futter nicht bestellt, nicht wegen der Provision, sonder weil sich herausstellte (im Einvernehmen mit der TÄ), dass der Allergieverdacht ad acta gelegt werden konnte und keine Monoproteinkost benötigt war.
Meine derzeitige Tierärztin und ihre Assistentin füttern
Trockenfutter, das ist keine Naivität meinerseits das zu glauben, sondern ich weiß es da ich dort ein und ausgehe. Welcher
Tierarzt wäre bitte so bescheuert seine eigene geliebte Katze zu ,,vergiften,, wenn er denn weiß was er da tut?
Billigfutter mit wenig Fleisch ist zusatztechnisch optimal abgestimmt auf den Bedarf einer Katze. Alle großen Futtermittelhersteller von ,,Schrottfutter,, machen Studien um genau zu evaluieren was der Zielorganismus braucht oder nicht und zwar bis ins kleinste Dezail. Gerade Produzenten hochwertiger Futter verlassen sich hauptsächlich auf die Rohstoffe, supplementieren ein wenig und fertig. Genau so ist es beim BARF, die wichtigsten Supplemente kennt man, aber auf dauer sind eben auch Kleinigkeiten wichtig.
Mein persönliches Fazit was auf Erfahrung, Gehörten, Gelesenem und Erlebtem beruht:
Trockenfutter ist nicht per Se schlecht, die Guten darunter zu finden ist allerdings nicht so einfach.
Nassfutter mit wenig Fleischanteil gibt dem Organismus alles was er benötigt in der richtigen Konzentration, aber es wird geschummelt mit billigen Füllstoffen.
Nassfutter mit hohem Fleischanteil muss genauer begutachtet werden als das hier drüber gelistete, da die wenigen Zusätze sehr unterschiedlich konzentriert sind, am besten mischt man die Hersteller immer ein wenig.
BARF ist was für echte Könner, Laien riskieren eine Unterversorgung. Fertige Supplementmischungen sind mittlerweile recht okay, aber auch da sollte man unterschiedliche Fertigsuppis verwenden. Das selbe gilt übrigens wenn wir uns Veggie oder vorwiegend Veggie ernähren wollen (Obwohl unser Stoffwechsel dafür durchaus veranlagt ist).
Wie mache ich es:
Ich fütterre als Hauptgang
Nassfutter mit hohem Fleischanteil (alles Mögliche an Sorten von billig bis teuer). Als Schmankerl gibts 1-2 Mahlzeiten Rohfleisch die Woche mit ein wenig Fertigsuppi.
Trockenfutter sind hier die eigentlichen Leckerlie (macht sich gut zum Beute-Exchange), dafür gibts keine anderen Leckerchen.