Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen?

Diskutiere Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? im Allgemeine Ernährung Forum im Bereich Katzenfutter; Hat das jemand getan und möchte seine Erkenntnisse jetzt mit uns teilen?
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #21
Vielleicht regt euch dieser Thread ja dazu an, euch mal selbst zu hinterfragen, worauf eure Meinung zum Thema Futter beruht und selbst nach Belegen zu forschen die diese Meinung bestärken oder ihr auch widersprechen?
Hat das jemand getan und möchte seine Erkenntnisse jetzt mit uns teilen?
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #22
Belegen kann ich nichts, ich kann nur meine Meinung äußern.

Ja, hauptsächlich gibts bei mir, die von euch als solche genannte "Königsdisziplin" Barf. Aus damaliger Verzweifelung und Überzeugung heraus.

Mara vertrug und verträgt bis heute das Verdickungsmittel Cassia Gum im Nassfutter nicht. Jessie kam als Trockenfutter Junkie zu mir und verschmähte Nassfutter. Trockenfutter war in div. Foren als ganz böse verschrien und nach vielem Nachlesen überzeugte es mich, das keinesfalls füttern zu wollen. Jessie verträgts auch nicht, bekommt sofort DF und leidet dann ganz schrecklich unter EG. Seit Febr. 2012 barfe ich also.

- Mit der Jessie zur vollsten Zufriedenheit.

- Mara frisst es gerne aber mit alleinigem Barf verstopft sie und bekommt deshalb zusätzlich ganz böses RC
Trockenfutter. Schieb ich zwischendurch mal Nassfutter mit geringerem Gehalt an Cassia Gum (bis 1500mg) -egal ob
hoch-
oder minderwertig- ein, ist ihre Welt in Blümchen und alles ist Tutti. Als sie reines Barf bekam hat sie sehr
oft gekauert und wollte nicht so recht fressen und hatte sehr häufig Probleme mit Haarballen. Für mich ist
mittlerweile klar, dass es an ihrer
eingeschränkten Verdauung lag. Sie frisst heute gerne, mit Appetit und ist einfach nur super drauf.

-Als Taiga im Okt. 13 bei uns einzog hatte sie die Wahl zwischen hochwertigem Nassfutter und Barf. Als 5 Monate
alter Streunerstaubsauger fraß sie in der Anfangszeit alles, entschied sich aber sehr schnell dafür nur noch
Barf zu fressen. Ich, damals noch völlig vom Barf überzeugt, fand es völlig ok und machte den riesen Fehler
ihr kein Nassfutter mehr anzubieten. Heute ist Nassfutter leider völlig unfressbar für sie geworden. Trockenfutter fand sie
schon damals auch nur als Leckerlie unfressbar. Leider verstopft auch sie vom puren Barf und bekommt
jetzt, nachdem ich alles an Ballast ausprobiert habe, zusätzlich täglich ungesunde Malzpaste. Ich würde
alles dafür tun, wenn sie doch wenigsten Schrott Nassfutter oder Trockenfutter fressen würde. Nicht ausschließlich aber
wenigstens zusätzlich.

-Djeby kam als Trockenfutter Katze, fraß bei mir aber auch sofort Barf. Verschmäht Nassfutter auch. Bei ihr mach ich es,
wie es ihr beliebt. Sie bekommt einfach beides und ich habe dabei mittlerweile ein lupenreines Gewissen.

Ich bin mittlerweile auch überzeugt davon, dass es zur Lebensqualität der Katze gehört, gerne und mit Appetit zu fressen. Immer nur "gesund", Katz nur noch Kohldampf schiebt, übersäuert weils zu lange nichts oder zuwenig frisst, kein Pölsterchen mehr für irgendwelche Krankheiten hat. Nee, davon bin ich ab.

Das Einzige, was bei uns wirklich nicht in den Futterschrank kommt, ist Ergänzungs/Filetfutter.


Hat jemand n Tipp, wie ich Taiga zurück zum Nassfutter bekomme???
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #23
Ninabella, wegen der Umstellung von Taigas Futter wäre es wohl sinnvoll wenn du deine Frage in einem extra Thread stellst. Hier soll es ja um das Hinterfragen von Vorurteilen gehen. Wäre schade, wenn sie hier untergeht.

Und ich würde meine Frage von heute Morgen gerne noch erweiter:
Hat das jemand getan und möchte seine Erkenntnisse jetzt mit uns teilen?
Und falls nicht, woran liegt das? Kein Interesse, zu kompliziert, total überzeugt vom vorhandenen Wissen oder gibt es ganz andere Ursachen?
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #24
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #25
Danke für den Link, Melanie.
Obwohl ich selbst auch gerne im Blog von Herr Rückert lese, muss man was Fakten angeht auch wieder sehr kritisch sein. Das ist das allgemeine Problem im Internet mit den mangelnden Quellenangaben.
Wir als Leser können einfach nicht unterscheiden, worauf die Aussagen von Herr Rückert beruhen.

Vermutet er das, sind es Erfahrungswerte, hat er die Behauptungen selbst irgendwo einfach abgeschrieben oder beruft er sich auf Aussagen die eindeutig belegt sind?

Weil es auf den normalen Blogs oder HPs so schwer ist, diese Unterscheidungen zu treffen, ist mir Googel Scholar bei der Suche nach fachlichen Texten sehr hilfreich. Damit erhöht sich die Chance, direkt an Studien zum Thema zu gelangen oder Publikationen die mit Quellenangaben arbeiten.

Meine Vermutung ist, dass es vielen sehr schwer fällt, solche Belege zu finden. Mir geht es jedenfalls so. Es ist viel einfacher, die Erklärung in einem Forum oder einem Blog zu lesen, kurz und knackig, ohne viele Fachbegriffe und für den Laien leicht verständlich. Bei Studien ist extrem viel Text, gespickt mit Fachbegriffen und meist sind diese auch noch auf englisch verfasst.

Da würden wir uns vielleicht leichter tun, wenn wir gemeinsam nach Quellen fanden und diese für alle verständlich zusammenfassen? Ich würde das spannend finden.
Jemand schlägt eine Aussage vor, die so zum Thema Futter in den Foren oft geschrieben wird. Und wir überprüfe dann gemeinsam ob es Belege gibt, die für oder gegen diese Aussage sprechen.
 
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  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #26
Wirklich was beizutragen hab ich nicht, weil ich bislang einfach noch nicht die Zeit gefunden habe eine vernünftige Recherche zu betreiben. Dass Katzen Carnivoren sind, die in der Natur eher selten einen Campingkocher dabei haben ( ;-) ), darüber lässt sich nicht streiten und darauf basiert die Ernährung bei uns. Ich halte es zwischenzeitlich so, dass ich die Katzen komplett barfe und es auch kaum Leckerlies gibt. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass unser Trockenfutter-Junkie so dermaßen aggressiv wird, wenn sie die Trockenfutter-Tüte hört. Beim Barf bin ich mir nicht so sicher, ob die Genauigkeit, mit der teilweise beim Suppibarf gearbeitet wird, wirklich nötig ist. Gerade über Vitamin E lese ich zum Beispiel immer wieder, dass das Maß der Supplementierung strittig ist. Ich habe bislang aber noch keine geeigente Quelle gefunden, die ich für belastbar halte. Ich bleib daher im Moment bei dem, was der Kalkulator vorschlägt.
Von den genauen Nährwerten des Fleischs mal ganz abgesehen...
Ich bin mittlerweile nicht mehr ganz so streng wie ich schon einmal war. Ich gebe durchaus auch mal ein Stückchen unsupplementiertes Fleisch oder nach einem Tierarztbesuch (mal) ein Beutelchen Felix. Ich ernähre mich selbst auch nicht 100% clean ;-) Und wer krank ist, darf sowieso fressen was er mag.
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #27
Ja Sini, daran habe ich auch schon manches Mal gedacht, wenn ich einen Bericht (egal welchen und von wem) gelesen habe.
Das erschwert die Recherche natürlich und sie wird dann wohl etwas langwieriger.
Ich bin wirklich gespannt, ob wir etwas aufdecken und zusammentragen können.

Okay, aber das die Katze ein reiner Fleischfresser ist, darin sind sich doch sicher alle einig, oder?

Eine sehr weit verbreitete Foren-Meinung ist, dass Trockenfutter schädlich ist.
Es ist schlecht für die Zähne, es macht dick, es entzieht dem Körper Wasser, es ist keine natürliche und keine artgerechte Fütterung usw...

Die Frage ist jetzt, wie kann ich belegen, dass es so gar nicht stimmt?
Weil, zum Beispiel, unsere Katzen heutzutage doch ganz gut mit einem Teil Kohlehydrate zurechtkommen.
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #28
Ui, das sind ganz schön viele Aussagen auf einmal. Such dir doch eine einzelne These aus und die beleuchten wir dann richtig ;-)
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #29
:lol: Stimmt!
Aber das alles wird über Trockenfutter ja gesagt und wenn wir jetzt nur belegen könnten, dass es zum Beispiel eben nicht dick macht, dann bleibt ja noch der ganze Rest!
Sprich, dann wird wieder gegen argumentiert.

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn diejenigen, die behaupten, dass Trockenfutter dick macht, es auch belegen würden.
Und zwar handfest.

Das wäre weniger Arbeit für uns.:mrgreen:
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #30
Die Bewertung von Katzenfutter durch die Stiftung Warentest ist ziemlich umstritten.
Weiß jemand, ob sie Quellen angeben, die die optimale Nahrungszusammensetzung angeben?
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #31
:lol: Stimmt!
Aber das alles wird über Trockenfutter ja gesagt und wenn wir jetzt nur belegen könnten, dass es zum Beispiel eben nicht dick macht, dann bleibt ja noch der ganze Rest!
Sprich, dann wird wieder gegen argumentiert.

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn diejenigen, die behaupten, dass Trockenfutter dick macht, es auch belegen würden.
Und zwar handfest.

Das wäre weniger Arbeit für uns.:mrgreen:
Ja. es wird sehr viel über Futter, auch Trockenfutter in den Foren geschrieben. Aber auf dem Weg (also der Bitte um Belege) hat es nach meiner Erfahrung leider nicht geklappt weil zwar keine seriösen Quellen angegeben werden können, aber trotzdem weiter so argumentiert wird. Und wenn man für sich selbst einfach dann mal eine These hinterfragen will ist es einfacher, dies in kleinen Schritten zu machen. ;-)

Und man sollte wirklich versuchen, solche Thesen möglichst neutral zu hinterfragen. Es könnte doch sein, dass Trockenfutter nicht grundsätzlich dick macht, kein Wasser entzieht aber trotzdem bestimmte Krankheiten begünstigen kann?
Wenn man aber später auf dieser Basis argumentiert ist das eine ehrliche Argumentation und der Fragende kann wirklich abwägen welches Risiko er durch die Fütterung eingeht.


Die Bewertung von Katzenfutter durch die Stiftung Warentest ist ziemlich umstritten.
Weiß jemand, ob sie Quellen angeben, die die optimale Nahrungszusammensetzung angeben?
Ich unterstelle, viele lehnen die Bewertung der Stiftung Warentest schon deswegen von vorneherein ab weil die Ergebnisse überhaupt nicht in ihr Weltbild von hoch- und minderwertigem Futter passen. Auch habe ich bei Diskussionen zum letzten Test oft den Eindruck, dass die Gegener noch nicht einmal den kostenlosen Teil des Tests gelesen haben in dem erklärt wird, anhand welcher Kriterien getestet wurde:

Ernährungs*physiologische Qualität: 60 %

Die Modell*katze, von der wir ausgehen, ist vier Kilogramm schwer und leicht überge*wichtig. Sie entspricht in etwa der deutschen Durch*schnitts*katze. Wir berechneten, welche Futter- und Nähr*stoff*mengen sie benötigt, und untersuchten, ob die Futter im Test die nötigen Nähr*stoff*mengen liefern. Alle Produkte wurden als Allein*futtermittel bewertet. Das heißt, sie mussten in der Lage sein, als alleinige Nähr*stoff*quelle das Tier mit allem Notwendigen zu versorgen. Alle Proben wurden blind bewertet.

Bei der Modell*katze gingen wir von einer Energie*aufnahme von zirka 226 Kilokalorien am Tag aus. Wir verglichen die Aufnahme von Protein, Aminosäuren, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid, Spuren*elementen, Vitaminen, Fett und ungesättigten Fett*säuren mit dem Bedarf der Modell*katze. Ebenso bestimmten wir die Kat*ionen-Anionen-Bilanz. Die Bedarfs*zahlen entnahmen wir der Norm des US-amerikanischen National Research Council (NRC 2006) und der FEDIAF (2016), einem Zusam*menschluss europäischer Futtermittel*hersteller. Außerdem beur*teilten wir die In-vitro-Verdaulich*keit des Proteins (bestimmt nach VDLUFA-Methode).

Bei der Bewertung des Natrium*gehalts wurde die sichere Höchst*grenze (Safe Upper Limit) der FEDIAF berück*sichtigt. Diese Ober*grenze unterscheidet sich von der des NRC, da die FEDIAF aktuelle Studien mit einbezogen hat. Eine Auflistung der Methoden zur Bestimmung der relevanten Nähr*stoffe ist unter „Weitere Unter*suchungen“ zu finden.
 
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  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #32
Der Haken liegt bei "Zusamenschluss europäischer Futtermittelhersteller".

Ist klar, dass die nur angeben was den Futtermittelherstellern gefällt, vorallem den "großen" Betrieben.

Bei dem amerikanischen Daten dürfte es nicht besser sein.

Das ist dann leider nicht wirklich hilfreich.
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #33
Das ist doch aber schon wieder eine reine Unterstellung.
Hier im Thread soll es doch darum gehen, die eigenen Vorurteile auch mal zu hinterfragen.

Weißt du denn, welche Richtlinien diese Zusammenschlüsse haben, auf welche Studien sie sich berufen und inwiefern sie von anderen Richtlinien abweichen?
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #34
Und wenn man für sich selbst einfach dann mal eine These hinterfragen will ist es einfacher, dies in kleinen Schritten zu machen. ;-)

Okay, das klingt logisch.

Und man sollte wirklich versuchen, solche Thesen möglichst neutral zu hinterfragen. Es könnte doch sein, dass Trockenfutter nicht grundsätzlich dick macht, kein Wasser entzieht aber trotzdem bestimmte Krankheiten begünstigen kann?
Wenn man aber später auf dieser Basis argumentiert ist das eine ehrliche Argumentation und der Fragende kann wirklich abwägen welches Risiko er durch die Fütterung eingeht.

Dann fangen wir damit an, dass Trockenfutter, laut Forenmeinung, dick macht?
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #35
Das ist doch aber schon wieder eine reine Unterstellung.
Hier im Thread soll es doch darum gehen, die eigenen Vorurteile auch mal zu hinterfragen.

Ich halte mich da an das Sprichwort: Wes Brot ich fress, des Lied ich sing.:mrgreen:
Die Fediaf hat ihren Sitz in Brüssel und vertritt die Interessen den europäischen Futtermittelhersteller gegenüber dem EU-Parlament.


Weißt du denn, welche Richtlinien diese Zusammenschlüsse haben, auf welche Studien sie sich berufen und inwiefern sie von anderen Richtlinien abweichen?

Ich habe zu wenig Hintergrundwissen um das zu beantworten.
Schau mal hierein. Du findest die Infos unter "Click here for the Nutritional Guidelines 2017":


Okay, das klingt logisch.



Dann fangen wir damit an, dass Trockenfutter, laut Forenmeinung, dick macht?

Hängt von der Menge ab.
Zuviel Nassfutter macht auch dick.
So einfach ist es also nicht.
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #36
Motzkatze, gibt es denn da keine Übersetzung?
My English is not the yellow from the egg!:mrgreen:
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #37
Motzkatze, gibt es denn da keine Übersetzung?
My English is not the yellow from the egg!:mrgreen:

Ich fürchte nein.
Die meisten wissenschaftlichen Berichte/Bücher sind heute leider auf englisch.
 
  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #38
Dann fangen wir damit an, dass Trockenfutter, laut Forenmeinung, dick macht?
Okay, dazu muss man wissen, dass Fettleibigkeit Adipositas genannt wird. Bei der Suche in Google Scholar nach feliner Adipositas findet man dann zum Beispiel diese Feldstudie (ist ein PDF)
Fütterung von Hunden und Katzen in Deutschland
Dabei wurden Hunde- und 243 Katzenbesitzer nach ihren Fütterungsgewohnheiten, der Art des Futter und ihre Einschätzungen zum Gewicht ihrer Tiere befragt. Kaum ein Besitzer konnte die Figur seines Tieres korrekt beurteilen, nur zwei haben erkannt, dass das massive Übergewicht ihrer Tiere ein gesundheitliches Problem ist.

Es wurde unterschieden, welche Art der Fütterung die Tiere bekommen. Bei den Katzen hat ein Großteil eine Kombination aus Feucht- und Trockenfutter bekommen.
Im Einklang mit früheren Arbeiten aus jüngerer Zeit (11, 12) steht das Ergebnis, dass die Art der Fütterung offensichtlich keinen Einfluss auf den Ernährungszustand hat.
Das heißt, 2012 war statistisch nicht zu erkennen, dass Katzen in Deutschland dicker sind wenn sie nur Trockenfutter bekamen.



edit: Motzkatze, ich kenne Tabellen die sogar verschiedene Vorgaben vergleichen und weiß dass die Vorgaben unterschiedlich sind.
Ich muss dich auch nicht davon überzeugen, dass die von der Stiftung Warentest gewählten Richtlinien die einzig wahren sind.
Aber wenn sich beim Test herausstellt, dass z.B. bei einem Futter ein Vitamin überhaupt nicht nachweisbar ist, dann hat der Hersteller Mist gebaut und nicht die Futtermittelindustie mit ihren unterschiedlichen Richtlinien.

Und Melanie, auch für das Englischproblem (welches ich bei Fachtexten auch habe) gibt es Hilfsmittel, nämlich den Übersetzer von Google ;)
 
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  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #39
Eigentlich macht eine tiefere Diskussion nur über Einzelpunkte Sinn und dann aber auch nur, wenn der Kontext und die Bedingungen genau geklärt werden.

Ich greife mir mal "Trockenfutter macht dick" raus.
Das ist so in der Form viel zu allgemein, kann man nicht wirklich drüber diskutieren ohne Rahmenbedingen.

Wissenschaftlich wäre relevant bei einer exakt gleichen Kalorienmenge Unterschiede zwischen Trockenfutter und Nassfutter Ernährung festzustellen, d.h. die abgemessenen, gleichen Kalorienmengen geht in die Katze rein und nur Unterschiede im Stoffwechsel würden den Unterschied ausmachen.
Ich glaube nicht, dass sich relevante Unterschiede im Gewicht rausstellen würden, WENN die Kalorienmenge exakt dem Bedürfnis der Katze entspricht UND das jeweilige Futter den Ernährungsrichtlinien entspricht.
Von 100 Katzen würde jeweils 10 zunehmen, 10 abnehmen und der Rest das Gewicht halten, also wäre das ein wissenschaftlicher Beleg, dass Trockenfutter nicht dicker als Nassfutter macht.

Natürlich ist so eine Untersuchung so gut wie irrelevant für einen Katzenhaushalt, in dem natürlich eben nicht exakt die benötigte Kalorienmenge gefüttert wird.

Würde man den Versuch wiederholen, nur die Katzen dürften jetzt so viel essen wie sie wollten, würde man andere Ergebnisse bekommen, da jetzt die Menge an Futter, die die Katze zu sich nimmt, um satt zu werden die entscheidende Rolle spielt.
Von den Kalorien her entsprechen (ganz grob) 200-300g Nassfutter etwa 50-100g Trockenfutter.
Die Nassfutter Katzen werden schlicht von Magenvolumen her nicht soviel Futter fressen können wie die Trockenfutter Katzen.
Bei so einem Test würde man genauso wissenschaftlich zum Schluss kommen, dass Trockenfutter dicker macht.

Also mein Fazit: In einem normalen Katzenhaushalt mit bettelnden Katzen und nachgebenden Dosis macht Trockenfutter dicker als Nassfutter. :mrgreen:

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Der eigentlich wirklich interessante Test wäre Katzen 10% mehr an Kalorienzufuhr zu gönnen und dann wieder nach Trockenfutter und Nassfutter zu unterscheiden. Zu erwarten wäre, dass beide Gruppen gleich an Gewicht zulegen würden. Jetzt würde aber der Stoffwechsel von Carnivoren ins Spiel kommen und man könnte überprüfen, ob Kohlenhydrate, die ja produktionstechnisch mehr im Trockenfutter vorhanden sind, zu einem verstärkten Fettaufbau führen.
 
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  • Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #40
Mein Englisch ist jetzt auch nicht so der Knaller :mrgreen: darum habe ich jetzt auf einer Seite, diese Artikel gefunden.




In diesen Artikel findet man auch die dazugehörigen Quellen der Studien aber die sind auf englisch, da bin ich raus.


Ich hab auch irgendwo über eine Studie gelesen, welche untersucht hat, auf was Katzen bei der Wahl des Futters achten.
Am Ende kam man zu dem Ergebnis, dass die Testkatzen sich zuerst am Geschmack aber später an dem Nährstoffgehalt/ Zusammensetzung des Futters orientieren und entscheiden was sie fressen.
Diese Studie wurde, wenn ich nicht richtig erinnere, von Mars in Auftrag gegeben.
Ist für mich in diesem Fall völlig nebensächlich, weil dass was dort herausgefunden würde, meine Meinung bezüglich Futter bestätigt.
Die Katzen wissen am besten was sie brauchen.
Ich sehe dass bei meinen, am Anfang hab ich mich an die allgemeine Meinung gehalten und ausschließlich hochwertig gefüttert.
Bis sie es irgendwann nicht mehr wollten und ich dachte sie mäkeln.
Mit der Zeit habe ich aber fest gestellt, dass es nicht immer mäkeln ist, sondern scheinbar das Futter gerade nicht die richtige Zusammensetzung hat.
Es gibt Zeiten da geht alles, dann wieder nur hochwertig, dann mal wieder Mittelklasse oder Junk Food.
Das beste Beispiel habe ich jetzt gerade ...wir sind gerade in eine neue Wohnung gezogen und natürlich gab es da Futter, was sie mögen und es war öfters Ergänzungsfutter dabei, für dass sie eigentlich alles andere stehen lassen.
Seit gestern wurde das nur widerwillig gefressen bzw komplett ignoriert, also gab es eine Dose Macs, welche vor dem Umzug bäh war.
Es wurde sich darauf gestürzt wie verrückt und das Grau heute ging auch problemlos.
Ich denke ich hab es mit dem Ergänzungsfutter zu gut gemeint.


Darum bin ich beim Futter entspannter ... ich hab einfach von allem etwas da und versuche abwechslungsreich zu futtern, was auch mal sogenanntes " Schrottfutter " beinhaltet.
Auf Getreidefrei und Zuckerfrei achte ich weiterhin.
Trockenfutter gibt's hier eh nicht, da Finley es nicht verträgt.
Ich denke, dass beste Futter ist das, was der Katze schmeckt.:)
 
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