Dass Katzen durch Kratzen Anspannungen abbauen sollen, habe ich auch noch nicht so oft gehört. Kratzen bedeutet Markieren/Hinterlassen von Duftmarken, ggf. Verscharren von Kot oder Futter. Dass dadurch Stress abgebaut wird, ist wohl eher zweitrangig.
Man sollte Katzen nie körperlich züchtigen, auch andere Tiere/Lebewesen nicht. Ich hoffe einfach mal, dass "was auf die Pfötchen bekommen" lediglich bedeutet, dass man drauf tippt und "nein" sagt (so mache ich das, wenn mal wieder eine Pfote auf dem Tisch landet, während wir essen ;-)). Sprich, ich tippe die Pfote tatsächlich nur an, bitte niemals schlagen oder der Katze bewusst wehtun!
Auch eine Wasserspritze sollte nur im Notfall eingesetzt werden (da oft das Timing nicht stimmt), besser wäre, das Tier in seiner ungewünschten Aktion zu unterbrechen und abzulenken, ggf. eine Ersatzhandlung anzubieten und/oder korrektes Verhalten positiv zu verstärken.
Und zum konkreten Fall: Ich würde genau an die Stelle, an der er kratzt eine Kratzmatte hängen, das schont die Tapete und er kann nach Herzenslust an dieser Stelle kratzen.