Wie ich zur Katze kam.....
Im November 2010 bekam ich im Urlaub meinen dritten Bandscheibenvorfall, der dann im Dezember operiert wurde.
Da ich ausser Laufen und Liegen nichts konnte war mein Laptop mein täglicher Begleiter.
"Ich soll ja viel laufen " sagte der Arzt, also dachte ich mit jetzt wäre der richtige Zeitpunkt sich endlich den schon immer gewünschten Hund anzuschaffen. Und so surfte ich kreuz und quer durchs Netz, habe mich in diverse Rassen, deren Haltung sowie auch mögliche Kosten die auf einen zu kommen könnten eingelesen. Habe mit Haltern und Züchtern gesprochen und mich informiert.
Nebenbei hab ich die Tierheime Online in der Umgebung durchsucht und mir auch die Katzen angeschaut.
Nach etlichen Gesprächen mit meinem Göga kamen wir dann beide zu dem Schluss : Ein Hund passt noch nicht in unser Leben.
Denn irgendwann im Februar oder März 2011 werde ich ja wieder Vollzeit Arbeiten und dann?
Wer soll sich kümmern wenn der Hund acht und mehr Stunden allein zu Hause ist. Also hab ich den Gedanken ( wenn auch ungern) auf Eis gelegt. Vielleicht mal wenn wir in Rente gehen....
Im Februar ging ich also wieder zur Arbeit und erzähle einer Kundin diese Geschichte.
Sie fragte mich ob denn ne Katze was wäre und ich sagte ihr da hab ich keine Ahnung von und bei meinem Mann wäre ich nicht sicher ob er das wolle.( Er ist sehr pingelig wenns um Haare geht)
Sie hätte noch einen Kater den sie gerne abgeben würde weil ihr alles Zuviel wird.
Dann schickte sie mir ein Foto und es war geschehen.
Wie sollte ich es nur meinem Mann beibringen? Den ganzen Nachmittag hab ich auf der Arbeit gehibbelt und überlegt. Was frisst es? Was braucht man für eine Katze? usw.
Als ich nach Hause kam war das Foto auf dem Display des Phons- ich bin rein und sage zu meinem Mann : Guck mal ,ist der nicht schön?
Da sagt er ganz trocken: wann sollen wir dahin fahren zum anschauen?
Heute? sage ich, und er: OK
Dann fuhren wir hin- dort war alles ordentlich und die Katzen machten einen guten Eindruck.Nebenbei bemerkt sie war eine Hobbyzüchterin die selten Würfe hatte( heute nenne ich sie auch Vermehrer)
Aber das ist ein anderes Thema.
Nun endlich sah ich den dünnen Kerl mit dem dreieckigen Kopf, wuscheligem Fell und den spitzen Ohren und ich war verliebt.
Drei Wochen später zog er dann nachdem wir alles Mögliche eingekauft hatten,bei uns ein und der "Spass" begann. Wie gesagt, keine Ahnung von nix, zu wenig informiert und Zuwenig gefragt.
Als er so keck aus seiner Box kletterte fragte ich nur ob er kastriert sei, "Nö, der macht nix" kam zur Antwort.
Abends war alles noch gut. Er frass, lag bei uns und ging zum Klo.
Am nächsten Morgen roch es irgendwie in der Wohnung- er markierte alles was nicht Niet und Nagelfest war. Also putzen, putzen ,putzen. Morgens , Mittags ,Abends alles absuchen,ganz furchtbar!
Nach drei Tagen heulen und Nerven blank rief mein Mann bei Ihr an sie solle den Kater bitte abholen das ginge mit dem Markieren so nicht. Ich krabbelte schon auf dem Zahnfleisch und "wohnte" schon mehr draussen als in der Wohnung.
"Sperrt ihn ins Bad , morgen hole ich ihn ab zum Kastrieren" war ihr Antwort.
Sieben Uhr stand sie auf der Matte nahm ihn mit und nach drei Tagen bekamen wir ihn zurück.Bis heute hat er das nicht wieder getan und wir sind glücklich unseren Mümmel zu haben.
Hier ein paar Bilder von Ihm.