Nun ist es an der Zeit, dass ich mich für die guten Wünsche bedanke und erzähle, warum ich so eine Bande liebe.
Es ist natürlich nicht immer einfach mit ihnen - auch im heimischen Umfeld, das erst zum "Entstehen" meiner Bande geführt hat. Die Katzenmutti hat mehr als ein halbes Jahr nur von den Abfällen auf Nachbars Kompost gelebt (Hundefutter- und Küchenreste!) Erst als sie hochtragend war, hat sie sich ein sicheres Plätzchen bei mir gesucht. (Das habe ich erst viel später erfahren.) Da sie so dürr war, habe ich ihre Schwangerschaft nicht bemerkt. Sie sah so leidend aus! Ich kann nicht beschreiben, wie diese Katze geschlichen ist. Jeder Schritt muss ihr schwer gefallen sein. Ich wollte sie anfüttern, um sie über das hiesige Tierheim sterilisieren zu lassen und ihr dann Asyl zu geben. Zu spät! Und als es dann hinter dem Carpot im Holzstapel ganz zart miaute, wollte ich einfach nur, dass die Kleinen überleben. (Seit ihrem Umzug zu mir habe ich "Mutti" gefüttert-logo. Als die Kleinen langsam mobil wurden, diese auch. Und habe mich an ihnen erfreut) Da ging ich immer noch davon aus, ihnen über das Tierheim, das auch die Sterilisation meiner letzten "Notaufnahme" und die Vermittlung ihrer "holzstapelgeborenen" Nachkommen geschafft hat, ein neues Zuhause vermitteln zu können.
Den "Mickerling" von damals habe ich behalten - das ist meine Püppi; meine Katze.
Doch das Tierheim war übervoll von den "richtigen" (?) Notfällen.
In Absprache mit dem Tierheim habe ich dann alles versucht, ihnen ein neues schönes Zuhause zu vermitteln. Erfolglos. Ich wollte sie nur sterilisiert abgeben, um ihnen und der Menschheit -egal wie das Leben spielt- weitere ungewollte Nachkommen zu ersparen. Versuche über persönliche und dienstliche Netzwerke erfolglos. Dann war über ebay ein Interessent, der sich für Blauie - einen wunderschönen schwarzen Kater mit blauen Augen interessierte - für Wohnungshaltung - für mich ein no go. Eine Interessentin wollte nicht die Sterilisation abwarten ("woanders kann man die gleich mitnehmen")
Letztlich sind sie alle sterilisiert worden mit Kostenübernahme durch Tierheim und ich habe gesagt: o.k. ich bin bald Rentnerin. Zwar mit Minirente, aber für meine Bande und mich wird es wohl oder übel reichen.
Ich wünsche ihnen immer noch ein neues Zuhause, wo sie "die" Schmuskatze/ Hauptperson sein können; sie sind so liebenswert. Und Katzenmutti hat sie super erzogen - kein Futterneid, selbst beim Spielen wird gewartet, bis man "dran" ist. Fremden gegenüber neugierig abwartend und selbst einem Hund (wenn der nicht Katzen nur flüchtend mag) offen gegenüber tretend. Also alles super.
Ich, Katzenliebhaberin von Kindesbeinen an (meine Mutter erzählte immer allen, die es hören wollten - und den anderen auch, dass ich beim Anblick einer Katze schon früh vehement Kontakt gesucht habe. Damals gab es noch "Sportwagen", aus denen ich wohl ohne "Geschirr" entwichen wäre, um fremde Katzen zu knuddeln (OT meine Mutter ...)
Ja, aber auch ich habe ein Leben. Und das brachte Baumaßnahmen mit sich und ich hatte weniger Zeit für die gewohnten Knuddeleinheiten meiner Zwerge. Dass das einzige Mädchen Bienchen, schon immer zierlicher, plötzlich vehement abgebaut hat, habe ich auf Wurmbefall zurück geführt. Als Schecki "mein Riesenbaby" Würmer erbrochen hat, war Alarmstufe rot! Alle bekamen Wurmkur und alles schien gut - außer bei Bienchen. Sie baute immer mehr ab - bis zum Erschrecken abgemagert. Nach den Antibiotikaspritzen beim Tierarzt ging es immer auf und ab. Sie hat fürchterlich gelitten, war nur noch Haut und Knochen und krampfhustend. Ihr Anblick glich einer Todgeweihten. Mein Besuch Eurer Seite und der darauf folgende Tierarztwechsel hat ihr mit Sicherheit das Leben gerettet. (Das ist absolut nicht die Abrechnung mit dem ersten Tierarzt; er ist mit diesem außergewöhnlichen Krankheitsbild schlicht überfordert gewesen. Hier k o n n t e n u r ein
S p e z i a l i s t helfen)
Bis Montag reicht das Antibiotikum, das sie so tapfer nimmt: Sie knurrt, aber die Zunge bewegt sich schon, bevor die Spritze kommt - sie will leben!
Sie frisst immer besser... Und natürlich bekommt sie extra Nährstoffe als Paste und Leckerli.
Ohne den Zuspruch Eurer Seite hätte ich sie vielleicht aufgegeben. Es ist so gut, zu wissen. dass es andere gibt, die genau so ticken.
Heute hat Bienchen die Treppe aus dem Keller ohne Probleme gemeistert. Sie hat mit mir auf der Schaukel im Garten gelegen - mit Bruder Pünktchen auf der anderen Seite. Sie fühlt sich gut. Das alles ist so viel mehr als ich mir jemals hätte vorstellen können!
Wenn ich es jetzt nicht besser wüsste, würde ich ihre Lungenprobleme abstreiten. Ich bin so gespannt auf den nächsten Tierarztbesuch. Und die nächste Röntgenaufnahme!! Sie will leben - und ich helfe ihr - logo!
Spätestens Dienstag weiß ich mehr. Und ich berichte vom Wunder von Oranienbaum - für mich ist ihre Geschichte ein wirkliches Wunder!
Vielen vielen Dank für Euer Migefühl.