Hallo,
ich bin neu hier, weil ich mit meinem Latein am Ende bin - und mit meinen Nerven und meiner Kraft. Und deshalb entschuldigt diesen nun folgenden Roman:
Ich habe zwei Fellnasen, Rakäthe, 2,5 Jahre, kastriert, ruhig, sehr lieb, extrem eigen, sehr scheu und sehr brav - und Kurt, 7 Monate alt, männlich, kastriert, ein Wildfang, wie sich immer mehr herausstellt, lieb, verschmust, redselig, verspielt, gesellig, neugierig und sehr gierig.
Beide sind - zur Zeit leider bedingt - Freigänger.
Die zwei mögen sich gerne, auch wenn Kurt dem Mädel oft etas zu wild ist. Aber sie spielen viel und gern zusammen und kommen en gros super aus.
Nur lässt sich Kurt nicht erziehen. Ich bin mit Katzen erfahren, weiß, dass man Katzen nicht erziehen kann und dass sie nur aus Toleranz oder Liebe gehorchen; ich habe aber immer die Erfahrung gemacht, dass Regeln funktionieren. Käthe hört toll und macht wenig Quatsch, Kurt hingegen kann ich schelten, scheuchen, anspritzen etc. nichts hilft.
Die zwei dürfen viel, nur Tisch und Anrichte sind tabu. Aber nichts fruchtet: Nein! sagen, runtersetzen, Wasserspritze, Klickertraining, beim Runterkommen auf Zuruf belohnen, anpusten, ein leichter Klaps (da war ich schon echt am Ende mit den Nerven) - nichts. Und ich weiß nicht weiter.
Er ist eifersüchtig auf Käthe, springt auf sie, sobals sie meine Nähe sucht, will aber auch nicht zu viel Zuneigung haben, sondern haut lieber ab. Er ist immer gierig und ein Nimmersatt, sucht also überall, von wo er weiß, dass Futter kommt, nach Essen. Und er ist unermüdlich: Er tobt mit Käthe rum, geht raus, topt mit mir rum, sitzt helchend vor lauter Übermut da und, kaum zu Luft gekommen, geht es von vorne los.
Ich kann nichts offen stehen oder liegen lassen. Die Zylkene-Drops für Käthe (Kann ich übrigens total empfehlen!), die vom Umzug noch sehr gestresst ist, wurden geräubert, alles suche ich in der Wohnung (natürlich ist alles Spielzeug, logisch, sind ja Katzen), alles wird runtergeworfen und überall ist Katzenstreu aus den Pfötchen.
Dass ich nachts nicht schlafen darf, weil der Typ Türen aufkriegt und mir nachts SPielzeug ins Bett legt, darauf hab ich mich schon eingestellt und damit abgefunden...
Wie - bitte helft mir - wie werde ich dem Tyrannen Herr? Oder besser: Wie bewege ich ihn dazu, mein SPiel mitspielen zu wollen, sprich: meine Regeln zu spielen?