BKH oder Russisch Blau

Diskutiere BKH oder Russisch Blau im Kurzhaar Forum im Bereich Katzenrassen; Ja, das war auch die eigentliche Intension. Aber ist Endeffekt ja auch nicht so wichtig ;) Ihr habt mir wirklich sehr geholfen. Zunächst mit der...
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #21
Ich hatte es aber von Katerchen123 aber auch nicht so verstanden, dass sie meint, dass es eine Mischung der Farben sein soll, sondern, dass ihr Lilac und Blue gut gefallen.
Ja, das war auch die eigentliche Intension. Aber ist Endeffekt ja auch nicht so wichtig ;)

Ihr habt mir wirklich sehr geholfen. Zunächst mit der Frage, in wieweit die Rasseporträts in Bezug auf den Charakter wirklich stimmen, denn mit Rassekatzen hab ich bislang keinerlei Erfahrung. Ich finde es wirklich beruhigend, dass das eher grobe Richtlinien sind als detaillierte Fakten.

Und dann natürlich auch mit den Tipps zum Züchterfinden. Kastrieren und v.a. zu mir bringen muss er sie nicht (könnte u.U. auch ein langer Weg werden ;), aber die Fragen, die ich ihm stellen sollte und der Hinweis, auf den Kater zu achten, sind top! Die Impfungen und generell Voruntersuchungen sind ja selbstverständlich und werden bei Nicht-Rassekatzen bei verantwortlichen Vereinen gemacht (so z.B. bei der aktuellen Katze meiner Mutter, die sie von einem Privatverein für wilde Hauskatzen hat). Mit welchem Vorlauf sollte man denn bei einem Züchter anfragen? Erst wenn die Kätzchen da sind oder auch schon früher?
 
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  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #22
Also du kannst jederzeit mit einem Züchter Kontakt aufnehmen. :)

Zu Finny's Beitrag antworte ich später noch was. Mit dem Handy ist das zitieren etwas schwierig :lol:
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #23
Dann werde ich das Ende des Jahres mal angehen und bin gespannt auf deinen Beitrag :)

Was ist eigentlich von solchen Seiten hier zu halten:


Man kann explizit nach Katzen mit Papieren suchen und ich habe hier auch Inserate von Züchtern in der Nähe gefunden, z.T. auch vom 1. Deutscher Edelkatzenzüchter-Verband. Der Preis ist auch OK. Ist das außergewöhnlich und man sollte generell die Finger davon lassen oder ist das einen Versuch wert?
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #24
Dann werde ich das Ende des Jahres mal angehen und bin gespannt auf deinen Beitrag :) [...]

Es macht durchaus Sinn zeitig nach Züchtern zu schauen und man sollte auch bei dem Einzugszeitpunkt flexibel sein, denn wenn man DEN Züchter gefunden hat, dann bedeutet das nicht unbedingt, dass er auch gerade Kitten hat.

[...] Was ist eigentlich von solchen Seiten hier zu halten:


Man kann explizit nach Katzen mit Papieren suchen und ich habe hier auch Inserate von Züchtern in der Nähe gefunden, z.T. auch vom 1. Deutscher Edelkatzenzüchter-Verband. Der Preis ist auch OK. Ist das außergewöhnlich und man sollte generell die Finger davon lassen oder ist das einen Versuch wert?

Solche Seiten (genauso wie z.B. auch ebay Kleinanzeigen) sind ein Sammelsurium von allem was so in diesem Bereich gibt. Das bedeutet, dass man vom übelsten Vermehrer bis zum seriösen Züchter alles findet. Ich finde, man kann dort ruhig schauen, um Züchter zu finden. Wenn man einen guten Eindruck bei einer Anzeige hat, dann kann man sich die Homepage des Züchters näher ansehen. Man muss eben nur wissen worauf man schauen muss, aber da hast du ja schon eine Vorstellung.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #25
Auf diesen Seiten inserieren auch seriöse Züchter.
Aber wie Finny schon schreibt, man muss die Spreu vom Weizen trennen können, also wissen, worauf es bei einem seriösen Züchter ankommt.

Ich finde auch, der Besuch einer Katzenausstellung kann sehr hilfreich sein. Da kann man sich mit einigen Züchtern unterhalten, die dann auch ab und an mal einen Tipp fallen lassen, welche Züchter ein NoGo sind.
Bei manchen Züchtern kann wirklich alles super scheinen, aber am Ende nach hinten losgehen. Ich kenne da ein Beispiel einer Züchtergemeinschaft, die in "Geliebte Katze" hoch gelobt wurde. Pffft.
Gut ist es immer, sich bei mehreren Züchtern ein Bild vor Ort zu machen.

Ich habe die Züchterin meines Imano auf einer Ausstellung kennengelernt und die Züchterin von Jette in einem Forum.
Die Wahl des Züchters kam vor der Auswahl der Katze.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #26
Stimmt, das habe ich vergessen. Ich finde es sehr wichtig, dass die Katzen vom Züchter gebracht werden, wie sonst soll dieser denn nun wirklich wissen, wo seine Babys in Zukunft leben werden? Und wenn ihn das nicht interessiert, dann werde ich stutzig.
Ich selbst habe die Erfahrung wie schwer es ist sich von den kleinen Monstern zu trennen bei meinen Pflegekatzen gemacht. Niemals hätte ich sie einfach irgendwo einziehen lassen können ohne dieses Zuhause nicht einmal gesehen zu haben und ich hätte es auch nie über mich gebracht sie nicht wenigstens dort hinzubringen. Daher für mich persönlich ein wichtiger Punkt.

Aber wie Puschel ja schon sagte, gibt es hier durchaus verschiedene Ansichten. Du musst auch einfach für dich überlegen was dir wichtig ist.

Natürlich verstehe ich es wenn Züchter das neue zuhause sehen wollen, keine Frage.
Aber hier ist es häufig so, dass Züchter als unseriös gelten, wenn sie die kleinen nicht bringen oder nicht frühkastriert abgeben. Und das finde ich halt etwas übertrieben.
Die Züchterin meiner beiden hat sie zb auch nicht gebracht und sie waren auch nicht kastriert. Trotzdem hat sie sich dafür interessiert wie wir wohnen, ich hab es ihr erklärt und ihr Fotos von der Wohnung gezeigt. Und es gab ne Klausel im Vertrag, dass ich die beiden kastrieren lassen muss. Um das zu kontrollieren, hat die Züchterin die original Papiere behalten, bis ich ihr eine Bescheinigung vom Tierarzt zugeschickt habe. Erst dann hat sie die original Papiere zu mir geschickt.

Was ich eigentlich damit sagen will ist, das ein Züchter nicht unbedingt schlecht sein muss nur weil er die beiden Kriterien nicht erfüllt. So lange die Grundvoraussetzungen erfüllt sind.
Auf Nummer sicher geht man als Züchter aber, wenn man all das kontrolliert. Und ich glaube ich wäre auch eine Person die das kontrollieren würde. (Wenn man jetzt mal außen vor lässt, dass ich so kleine Stinker gar nicht abgeben könnte :oops: )


Solche Seiten (genauso wie z.B. auch ebay Kleinanzeigen) sind ein Sammelsurium von allem was so in diesem Bereich gibt. Das bedeutet, dass man vom übelsten Vermehrer bis zum seriösen Züchter alles findet. Ich finde, man kann dort ruhig schauen, um Züchter zu finden. Wenn man einen guten Eindruck bei einer Anzeige hat, dann kann man sich die Homepage des Züchters näher ansehen. Man muss eben nur wissen worauf man schauen muss, aber da hast du ja schon eine Vorstellung.

Das sehe ich genau so. Wenn man weiß worauf man achten muss, dann kann man da durchaus gucken.
Viele wissen es aber leider nicht und geraten dann an Vermehrer.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #27
Manche Züchter machen im Laufe ihres Züchterlebens Erfahrungen, die sie dazu bringen, bestimmte Vorgehensweisen zu ändern.
Z.B. wenn ihre Tiere nicht kastriert werden und sie erfahren, dass mit ihnen vermehrt wird.
Oder wenn sich herausstellt, dass ihre Tiere in ein schlechtes Zuhause geraten sind. Schließlich erzählen dir die Leute, was du hören willst, wenn sie ein Tier von dir wollen. Gelegentlich wird ein Tier wieder zurückgegeben und kommt in einem erbarmungswürdigen Zustand wieder beim Züchter an. Auch wenn man das nicht vermeiden kann, wenn im neuen Zuhause alles toll aussieht, hat man vielleicht eine Chance bei einer persönlichen Übergabe im neuen Zuhaus.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #28
Natürlich verstehe ich es wenn Züchter das neue zuhause sehen wollen, keine Frage.
Aber hier ist es häufig so, dass Züchter als unseriös gelten, wenn sie die kleinen nicht bringen oder nicht frühkastriert abgeben. Und das finde ich halt etwas übertrieben.
Die Züchterin meiner beiden hat sie zb auch nicht gebracht und sie waren auch nicht kastriert. Trotzdem hat sie sich dafür interessiert wie wir wohnen, ich hab es ihr erklärt und ihr Fotos von der Wohnung gezeigt. Und es gab ne Klausel im Vertrag, dass ich die beiden kastrieren lassen muss. Um das zu kontrollieren, hat die Züchterin die original Papiere behalten, bis ich ihr eine Bescheinigung vom Tierarzt zugeschickt habe. Erst dann hat sie die original Papiere zu mir geschickt.

Was ich eigentlich damit sagen will ist, das ein Züchter nicht unbedingt schlecht sein muss nur weil er die beiden Kriterien nicht erfüllt. So lange die Grundvoraussetzungen erfüllt sind.
Auf Nummer sicher geht man als Züchter aber, wenn man all das kontrolliert. Und ich glaube ich wäre auch eine Person die das kontrollieren würde. (Wenn man jetzt mal außen vor lässt, dass ich so kleine Stinker gar nicht abgeben könnte :oops: ) [...]

Ich verstehe schon auch, was du meinst und sicherlich gibt es auch genug Züchter, die ihre Tiere lieben und ganz toll behandeln und diese Kriterien nicht erfüllen.
Ich habe mir darüber früher auch keine Gedanken gemacht und Aragons und Seraphinas Züchterin hat die beiden auch nicht gebracht (mittlerweile bringt sie die Tiere aber auch ins neue Zuhause). Fand ich nicht schlimm. Nur, umso mehr man sich mit der Materie beschäftigt, umso kritischer wird man wohl. Mir macht es einfach ein gutes Gefühl, wenn ein Züchter sehen möchte wo seine Mäuse hinkommen und auch, dass er die Minis bei diesem wichtigen und sehr stressigen Schritt begleiten möchte. Ich möchte ja einen Züchter, dem seine Tiere wichtig sind und diese immer an erster Stelle stehen, dann gehört das für mich mit dazu.

Was die Abgabe von nur kastrierten Tieren angeht, so hat es für mich nicht unbedingt etwas mit der Qualität des Züchters an sich zu tun. Ich ganz persönlich hätte überhaupt kein Problem damit unkastrierte Tiere aufzunehmen. Ich habe meine TÄ, die jedes Kitten sofort kastrieren würde, egal wie alt. Aber nur wenn Züchter anfangen die Tiere nur kastriert abzugeben kann man nachhaltig Schwarzzucht verhindern. Zum decken braucht es keine Papiere, da reichen die potenten Tiere. Ich verstehe durchaus, dass nicht jeder Züchter früh kastrieren möchte und deshalb ist er sicher nicht automatisch ein schlechter Züchter, aber ich finde es mittlerweile einen nicht unwichtigen Punkt bei der Suche nach einem Züchter. Das ist aber auch gewachsen. Alle meine Rassekatzen sind hier unkastriert eingezogen ... und wenn ich so darüber nachdenke hätte einiges verhindert werden können, hätten die Züchter die Tiere vor Abgabe kastriert ;-).
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #29
Ich finde auch, der Besuch einer Katzenausstellung kann sehr hilfreich sein. Da kann man sich mit einigen Züchtern unterhalten, die dann auch ab und an mal einen Tipp fallen lassen, welche Züchter ein NoGo sind.
Finde ich auch einen guten Ansatz, nur leider hab ich in der Großregion bei mir keine Ausstellungen oder Messen gefunden. Nicht mal in 2019!

Natürlich verstehe ich es wenn Züchter das neue zuhause sehen wollen, keine Frage.
Aber hier ist es häufig so, dass Züchter als unseriös gelten, wenn sie die kleinen nicht bringen oder nicht frühkastriert abgeben. Und das finde ich halt etwas übertrieben.
Der Meinung schließe ich mich zumindest vorläufig an ;) Wenn der Züchter die Kätzchen selbst kastrieren oder vorbeibringen will, kann er das natürlich tun. Aber wenn nicht, muss es ja kein schlechter sein. Und klar werde ich mir den "Zuchtort" mit den Bedingungen für Kätzchen und Eltern genau anschauen. War auch bei meinen anderen Katzen so, wobei diese ja nicht vorsätzlich gezüchtet wurden :-D. Die sind dann munter durch die Wohnung gesprungen, bzw. hatten Zugang zu mehreren Zimmern und das Muttertier (sofern Hauskatze, bzw. gerade da) lag auch entspannt rum. So denke ich, sollte es bei einem Züchter ja auch in etwa sein.

Hab mich auch ein bisschen eingelesen, welche Dokumente (neben dem Stammbaum) vorhanden sein sollten und hab das Folgende als wesentlich definiert:
  • Impfpass: 2-fach gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche
  • Gesundheitszeugnis tierärztlich (FelV, FIP, FIV und 2-fach entwurmt)
  • Test Elterntiere auf HCM, PKD, FIP

Zum Thema FIP noch eine Frage: ich habe verstanden, dass die Krankheit zum Ausbruch einen Gendefekt benötigt, den man erst im Alter von 6 Jahren definitiv feststellen kann und dass dieser damit nicht final für Jung- und Elterntiere ausgeschlossen werden kann. Was man jedoch tun kann und sollte, ist ein tierärztlicher Test, ob der zugehörigen Corona-Virus bei Eltern und Jungtieren vorhanden ist. Ist das korrekt?


Da mein Partner genauso wenig bzgl der Farbe entscheidungsfreudig ist wie ich, interessiert er sich jetzt für eine weiße BKH. Hierzu habe ich jetzt Folgendes gefunden:
Sind wir doch mal ganz ehrlich. Die weiße BKH sieht fantastisch aus. Hat sie dann auch noch blaue Augen und die typische BKH-Statur, dann wird wohl jeder BKH-Liebhaber schwach. Doch wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bezahlt die Katze dieses außergewöhnliche Aussehen leider mit einem erhöhten Risiko für Gesundheitsprobleme. Die Genvarianten für das weiße Fell und die blauen Augen gehen auch häufig mit teilweiser oder beidseitiger Gehörlosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Augenerkrankungen und Nachtblindheit einher. Wie auch bei anderen Tieren gibt es zwar strenge Regeln für die Weißzucht bei der Britisch Kurzhaar auf Grundlage des § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzucht) und zahlreiche Züchter versuchen mit vorbildlichen Methoden die Risiken zu minimieren, aber auch Audiometrie-Tests und andere Maßnahmen können die Gefahr für Folgeerkrankungen nicht komplett ausschließen.


Hieße ja, dass mit einer Weißzucht eine Qualzucht unterstützt würde und dass die Weißen potentiell krankheitsanfälliger sind. Ist die obige Darstellung korrekt?
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #30
[...] Der Meinung schließe ich mich zumindest vorläufig an ;) Wenn der Züchter die Kätzchen selbst kastrieren oder vorbeibringen will, kann er das natürlich tun. Aber wenn nicht, muss es ja kein schlechter sein. [...]
Ich bin einer von denen, die das anders sehen - da ich sehr intensive Einblicke auch hinter die Kulissen mehrerer Catterys habe, muss ich sagen, dass ich da inzwischen sehr strick bin - für mich ist ein "nicht Bringen" definitiv ein Ausschlusskriterium, was die Seriosität eines Züchters angeht, sofern es sich bei den Käufern nicht um gute Bekannte oder "Wiederholungstäter" handelt, wobei ich es auch da sehr, sehr kritisch sehe, denn es geht ja nicht nur darum, ggf. das Tier wieder einzupacken und wieder mit nach Hause zu nehmen, wenn das neue Zuhause nicht so ist, wie beschrieben, sondern auch darum, einem kleinen Wesen oder einem, was einen schon einige Jahre begleitet hat, den Start ins neue Leben zu erleichtern, einen Anker zu bieten, etwas "Vertrautes" auch im neuen Zuhause zu haben.
Wer schon mal beides erlebt hat, weiß, wie wichtig es für das neue Tier ist, eine bekannter Person beim Einzug dabei zu haben, die ihm die ersten Stunden beisteht.
Auch, wenn man Anfänger ist, ist es gut, wenn der Züchter einmal über die Katzensicherungen in der Wohnung schaut, es war sehr aufschlussreich, was man als Anfänger an Gefahrenquellen übersehen hat, weil sie einem gar nicht als solche vorkam.
Und auch, wenn man schon erfahrener ist, ist es gut, wenn der Züchter die Reaktionen der Alttiere (und des eigenen Neutieres) analysiert und Tipps gibt, wie man die Zusammenführung weiter begleiten kann. Nur, weil ein Tier im Züchterhaushalt vielleicht ein Draufgänger war, muss es das im neuen Zuhause noch lange nicht sein (und umgekehrt).

Das setzt natürlich voraus, dass man sich einen guten Züchter ausgesucht hat, der auch dazu in der Lage ist, aber eigentlich sollte sich ein Züchter mit all diesen Aspekten gut auseinandergesetzt haben.

Daher ist es in meinen Augen unerlässlich, dass der Züchter seine Tiere bringt. Für mich zeugt es von wenig Interesse für die eigenen Tiere, wenn ich mir noch nicht einmal diese Zeit als "Abschiedsgeschenk" für mein Tier nehme.

[...] Und klar werde ich mir den "Zuchtort" mit den Bedingungen für Kätzchen und Eltern genau anschauen. War auch bei meinen anderen Katzen so, wobei diese ja nicht vorsätzlich gezüchtet wurden :-D. Die sind dann munter durch die Wohnung gesprungen, bzw. hatten Zugang zu mehreren Zimmern und das Muttertier (sofern Hauskatze, bzw. gerade da) lag auch entspannt rum. [...]
Nun ja, eigentlich nein. Denn wenn es sich dabei nicht um einen Züchter gehandelt hat, dann sollte man das Tun besser nicht unterstützen (oder war es eine Pflegestelle?).

[...] Gesundheitszeugnis tierärztlich (FelV, FIP, FIV und 2-fach entwurmt) [...] Zum Thema FIP noch eine Frage: ich habe verstanden, dass die Krankheit zum Ausbruch einen Gendefekt benötigt, den man erst im Alter von 6 Jahren definitiv feststellen kann und dass dieser damit nicht final für Jung- und Elterntiere ausgeschlossen werden kann. Was man jedoch tun kann und sollte, ist ein tierärztlicher Test, ob der zugehörigen Corona-Virus bei Eltern und Jungtieren vorhanden ist. Ist das korrekt? [...]
Das stimmt, meines Wissens nach, nicht. Weder kann man FIP einfach so "feststellen", noch ist das ein Gendefekt!
Man kann sein Tier zwar auf den Corona-Virus testen lasse, aber da ca. 80% der Katzen in ihrem Leben mit selbigem Kontakt haben/hatten, ist es eigentlich müßig, das zu tun.
Nur, weil ein Tier an FIP erkrankt (übriges durch eine völlig willkürliche Mutation des Virus'), kann man daraus keine Rückschlüsse auf familiäre/linienbedigte Zusammenhänge ziehen. Zwar gab es immer mal wieder Hinweise, soweit ich weiß, ist das allen aber noch nicht wissenschaftlich gegen gecheckt.
FIP kann jedes Tier jederzeit treffen, egal welchen Alters, welcher Herkunft etc. Was man vermutet, ist ein Zusammenhang zu einem schlechten Immunsystem in Verbindung mit Stress. Aber auch das ist - wie oben erwähnt - nicht belegt.

[...] Test Elterntiere auf HCM, PKD, FIP [...]
Wie gesagt, es gibt diesen sicheren FIP-Test nicht (also einen, der FIP ausschließt), was es gibt, ist ein test am erkrankten Tier. Bis vor einigen Jahren konnte man FIP nur bei einer Obduktion definitiv feststellen, heute gibt es einen Test, den man auch am (noch) lebenden Tier durchführen kann, der aber auch keine 100%ige Sicherheit gibt, wohl aber schon eine leider sehr deutliche Richtung anzeigt.
HCM sollte bitte nicht "getestet", sondern "geschallt" sein und zwar bei beiden Eltertieren vor jedem Zuchteinsatz, ansonsten am besten jährlich.
Bei PKD muss ich passen, da weiß ich aber auch, dass es ein Schall, kein test sein sollte.

[...] Da mein Partner genauso wenig bzgl der Farbe entscheidungsfreudig ist wie ich, interessiert er sich jetzt für eine weiße BKH. Hierzu habe ich jetzt Folgendes gefunden:



Hieße ja, dass mit einer Weißzucht eine Qualzucht unterstützt würde und dass die Weißen potentiell krankheitsanfälliger sind. Ist die obige Darstellung korrekt?
Ja, die Darstellung ist korrekt, aber wie immer ist das Thema sehr komplex. Schau dazu auch einmal hier, ist sehr informativ, wenn auch leider schon etwas älter.

Weitere Seiten:





Und schau zu allem mal bitte hier:

 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #31
Hier wäre eine Züchterin, die fast weiße Katzen züchtet und auch fast alle Voraussetzungen erfüllt. Es ist nur nicht klar, ob die Kitten schon kastriert ins neue Zuhaus gehen.


Soweit ich weiß, sind ihre Preise aber auch nicht ohne. :mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #32
WO hast du denn Preise auf der Homepage gesehen? Überhaupt gibt die schlecht funktionierende Seite sehr wenige Infos raus....
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #33
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #34
Ok danke......ich vermisse aber dennoch Hinweise...z.b. in welchem Alter die Kitten abgegeben werden und auch,dass es keine Einzelkatze werden darf...oder hab ich es überlesen? Naja, mit mind. 1000 Euro würde ich schon rechnen
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #35
Mindestens 12 Wochen. Steht in dem Teil, wo beschrieben wird, dass das Kitten ins neue Zuhause gefahren wird.
Das sie nicht allein abgegeben werden, scheint mir selbstmurmelnd.
Wenn die Züchterin sogar darauf achtet, wie die Kitten in den Gebärmutterhörnern liegt, damit man besser weiß, welches Kitten man zu Kater oder Katze geben kann.
Es gibt diverse Züchter, die nicht wissen, dass das eine Rolle spielt.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #36
Nun ja, eigentlich nein. Denn wenn es sich dabei nicht um einen Züchter gehandelt hat, dann sollte man das Tun besser nicht unterstützen (oder war es eine Pflegestelle?).
Es waren ganz normale Straßentiger (EHK?), die entweder ungeplant von normalen Familien kamen oder auch von einer Auffangstation für freilebende Katzen, die die Jungen geimpft, entwurmt etc. vermittelt hat.

Vielen Dank für deine Erklärungen zum FIP! Hatte nur gelesen, dass - wie du auch schreibst - alle Katzen dieses bekommen können und dass es nicht zwangsläufig tödlich enden muss. Für den schlimmen Ausgang sei ein Gendefekt verantwortlich.

HCM sollte bitte nicht "getestet", sondern "geschallt" sein und zwar bei beiden Eltertieren vor jedem Zuchteinsatz, ansonsten am besten jährlich.
Stimmt! Aber Ultraschall ist ja auch ein Test ;)

Bei PKD muss ich passen, da weiß ich aber auch, dass es ein Schall, kein test sein sollte..
Ja, auch dieses wird per Ultraschall festgestellt. Kann wohl bei Jungtieren im Alter von 12 Wochen nicht ausgeschlossen werden, aber da PKD auch(?) genetisch bedingt sein kann, kann man z.B. bei den Eltern einen Gentest, mit dessen Hilfe Träger der PKD-Veranlagung getestet wird, machen. Wird auch bei einigen Züchtern hier in der Nähe so angeboten. Ist dies also nicht eine Standard-Untersuchung für Rassekatzen? ...Sorry, wenn ich dumm frage, aber mit Zuchtkatzen kenne ich mich nicht aus.

Und vielen Dank für die Infos zu Weißzucht :) Die werde ich mir später mal in Ruhe anschauen und mir mein Bild davon machen.

Hier wäre eine Züchterin, die fast weiße Katzen züchtet und auch fast alle Voraussetzungen erfüllt. Es ist nur nicht klar, ob die Kitten schon kastriert ins neue Zuhaus gehen.


Soweit ich weiß, sind ihre Preise aber auch nicht ohne. :mrgreen:
Danke für den Link! Bei den Bildern würde ich am liebsten gleich hinfahren und sofort ein Kätzchen nehmen :) Mit dem Preis hab ich ja eigentlich das Limit 1.000 bis 1.500 für beide gesetzt. Wenn mein Freund aber unbedingt eine weiße haben will und das Limit dann gerechtfertigt etwas überschritten würde, wäre es auch nicht so tragisch.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #37
Da bin ich dann gespannt, was dein Freund sagt. :mrgreen:
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #38
[...]
Vielen Dank für deine Erklärungen zum FIP! Hatte nur gelesen, dass - wie du auch schreibst - alle Katzen dieses bekommen können und dass es nicht zwangsläufig tödlich enden muss. Für den schlimmen Ausgang sei ein Gendefekt verantwortlich. [...]

Weißt du noch, wo du das gelesen hast und kannst mal einen Link hier einstellen? Ich habe das so noch nie gehört.
Auch nach meinem Wissensstand können nicht ALLE Katzen an FIP erkranken, sondern nur diese, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Da dies aber ein Großteil der Katzenpopulation ist (man geht bei Züchterhaushalten von bis zu 100% aus - die negativen Tests bei den Kitten werden darauf zurückgeführt, dass immer schön genau in dem Alter getestet wird, wenn die maternalen Antikörper bereits abgebaut sind und das Kitten noch keine eigenen gebildet hat), bzw. Katzen sich ja auch jederzeit mit dem Coronavirus infizieren können und sei es in der Tierarzt-Praxis bei einer Kontrolluntersuchung, endet es doch damit, dass keine Katze vor FIP geschützt ist. Das FIP-Virus ist eine Mutation des ungefährlichen Coronavirus. Hat eine Katze sich mit Coronaviren infiziert, dann mutiert bei jedem Vermehrungsschritt eine gewisse Anzahl dieser Viren. Einige dieser Mutationen können die FIP Erkrankung auslösen. Also umso höher die Mutationsrate (hier kommen die Punkte Stress und schlechtes Immunsystem ins Spiel), desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine FIP-Mutation dabei ist. Erkrankt das Tier dann an einer FIP gibt es keine Chance auf Heilung mehr.
Wie schon gesagt, gibt es die Vermutung, dass es eine genetische Komponente gibt, aber im Großen und Ganzen ist der Stand der Dinge, dass man nicht vorhersagen kann, welches Tier an einer FIP erkranken wird. Von einem Zusammenhang mit einem Gendefekt habe ich wirklich noch nie etwas gehört. Daher, wenn du deine Infos noch wiederfindest, wäre es nett, wenn du sie mit uns teilen würdest.

[...] Ja, auch dieses wird per Ultraschall festgestellt. Kann wohl bei Jungtieren im Alter von 12 Wochen nicht ausgeschlossen werden, aber da PKD auch(?) genetisch bedingt sein kann, kann man z.B. bei den Eltern einen Gentest, mit dessen Hilfe Träger der PKD-Veranlagung getestet wird, machen. Wird auch bei einigen Züchtern hier in der Nähe so angeboten. Ist dies also nicht eine Standard-Untersuchung für Rassekatzen? ...Sorry, wenn ich dumm frage, aber mit Zuchtkatzen kenne ich mich nicht aus. [...]

PKD ist eine vererbbare, nicht ansteckende Erkrankung. Es gibt Gentests, die bei manchen Rassen auch sehr zuverlässig sind. Aber hier muss man wirklich schauen, ob die auserkorene Rasse dazugehört und meiner Meinung nach sollte bei den Zuchtkatzen nicht auf den Schall verzichtet werden.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #39
Weißt du noch, wo du das gelesen hast und kannst mal einen Link hier einstellen? Ich habe das so noch nie gehört.
Habe für dich gesucht und ich denke, ich habe eventuell von der aktuellen Forschung zu schnell rückgeschlossen und es als vollkommen gegeben hingenommen.

Jedenfalls geht die Forschung nach meinen Funden - wie du schon sagtest- davon aus, dass als Ursache für die Mutation des Virus Stress (wie schon von Saurier beschrieben) in Kombination mit genetischer Veranlagung ist. Wobei die Forschung mittlerweile auch schon Teile der verantwortlichen Genetik ausfindig gemacht sowie einen Test entwickelt hat. Ob der Test eines Privatunternehmens sinnvoll ist, sei dahingestellt, aber die letzten Forschungsergebnisse kommen vom NCBI (National Center for Biotechnology Information aus den USA, auch von der Regierung finanziell gesponsort) und ich denke, die sind schon recht zuverlässig.

Auf das Thema gestoßen bin ich hier
Die Krankheit FIP ist nicht ansteckend wie immer angenommen. Der Ursprung ist in der Genetik zu finden, auch wenn das zurzeit noch auf viel Protest und Kopfschütteln stösst. Dies kann auch erklären, warum eine Impfung zwecklos ist. Bei genetisch gesunden Katzen hat sie keinerlei Wirkung, da die Tiere auch ohne diese Vorsorge gesund geblieben wären, bei FIP-kranken Katzen beschleunigt sie den Krankheitsverlauf zum Teil massiv.


Aus der Forschung (nicht NCBI, aber einfacher zu lesen ;)
Conclusion

Scientists are devoting considerable research to unraveling the mystery of FIP, which was once thought to be a deadly infectious disease of cats. Although infection with FCoV is a necessary condition for FIP to develop, it is now known that FIP is both a genetic disease and an immune-mediated disease.


Aus der Forschung Part 2 (NCBI aus 2016):
Discussion

FIP is an important infectious disease in cats, with nearly 100% mortality. However, an understanding of the host determinants in the occurrence of FIP has been limited to date. An imbalance between cellular and humoral immunity - with excess antibodies contributing to disease progression and a significant decrease in IFN-γ production - has been consistently observed in FIP animals. We recently identified the first host gene – fIFNG – showing an association between host genetic polymorphisms and FIP.
...
Several pedigreed cats, including Abyssinians, Himalayans, Birmans, Bengals, Ragdolls, and Rexes, were reported to have a higher incidence of FIP than other breed cats. Recently, a genome-wide association study of Danish and American Birman cats populations identified five SNPs involved in FIP susceptibility. However, none of these SNPs showed a similar correlation in the present study, concordant with the postulation by the authors that these associations might only be relevant to Birman breed or other breeds with similar genetic traits.
In addition to the three SNPs in fIFNG, we identified in this study five more SNPs from two genes - one in fTNFA and four in fCD209 - that are associated with the occurrence of FIP. As the susceptibility or resistance to viral infections is a complex phenotype regulated by multiple interacting genes and gene networks, genes related to innate and adaptive immunity and other host genes remain to be pursued. The combination of all the FIP susceptibility genotypes into a single typing diagnosis assay should facilitate the screening of FIP-resistant cats in breeding and eventually decrease the loss of cats to this incurable disease.



Der Gentest

Abyssinians, Bengals, Birmans, Himalayans, Ragdolls and Rexes have a higher risk, whereas Burmese, Exotic Shorthairs, Manxes, Persians, Russian Blues and Siamese cats are at a decreased risk of FIP infection. One of the most significant factors appears to be genetic susceptibility, which accounts for up to 50% of the incidence.

Genetic test available for FIP protection
According to recent findings, genetic tests have been developed. The results of DNA tests for these variants can help breeders to avoid losses from FIP in their catteries. By applying DNA test results to breeding plans, a population with increased resistance to FIP can be bred.
Genetic testing allows us to detect protective polymorphisms. The combination of only six polymorphisms cannot ensure complete protection from FIP infection, but it can greatly reduce the probability of developing FIP.
 
  • BKH oder Russisch Blau Beitrag #40
Vielen Dank für die Links, die werde ich mir sicher nachher noch einmal genauer ansehen :).
Die von dir zitierten Stellen sind schon einmal wirklich interessant und mir war wirklich nicht bewusst, dass an Gentests zur Feststellung von einer Prädisposition von Katzen zu FIP geforscht wird.
Das wäre ja toll, wenn man Zuchtkatzen hier gezielter auswählen könnte, aber mir wäre wirklich neu, dass solche Tests in Zuchten, zumindest in Deutschland, eingesetzt werden, oder solche Tests von den großen deutschen Laboren angeboten werden. Werde aber auch noch mal auf Laboklin und Idexx stöbern gehen.
Vielen Dank für deine Mühe.
 
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