[...] Der Meinung schließe ich mich zumindest vorläufig an

Wenn der Züchter die Kätzchen selbst kastrieren oder vorbeibringen will, kann er das natürlich tun. Aber wenn nicht, muss es ja kein schlechter sein. [...]
Ich bin einer von denen, die das anders sehen - da ich sehr intensive Einblicke auch hinter die Kulissen mehrerer Catterys habe, muss ich sagen, dass ich da inzwischen sehr strick bin - für mich ist ein "nicht Bringen" definitiv ein Ausschlusskriterium, was die Seriosität eines Züchters angeht, sofern es sich bei den Käufern nicht um gute Bekannte oder "Wiederholungstäter" handelt, wobei ich es auch da sehr, sehr kritisch sehe, denn es geht ja nicht nur darum, ggf. das Tier wieder einzupacken und wieder mit nach Hause zu nehmen, wenn das neue Zuhause nicht so ist, wie beschrieben, sondern auch darum, einem kleinen Wesen oder einem, was einen schon einige Jahre begleitet hat, den Start ins neue Leben zu erleichtern, einen Anker zu bieten, etwas "Vertrautes" auch im neuen Zuhause zu haben.
Wer schon mal beides erlebt hat, weiß, wie wichtig es für das neue Tier ist, eine bekannter Person beim Einzug dabei zu haben, die ihm die ersten Stunden beisteht.
Auch, wenn man Anfänger ist, ist es gut, wenn der Züchter einmal über die Katzensicherungen in der Wohnung schaut, es war sehr aufschlussreich, was man als Anfänger an Gefahrenquellen übersehen hat, weil sie einem gar nicht als solche vorkam.
Und auch, wenn man schon erfahrener ist, ist es gut, wenn der Züchter die Reaktionen der Alttiere (und des eigenen Neutieres) analysiert und Tipps gibt, wie man die Zusammenführung weiter begleiten kann. Nur, weil ein Tier im Züchterhaushalt vielleicht ein Draufgänger war, muss es das im neuen Zuhause noch lange nicht sein (und umgekehrt).
Das setzt natürlich voraus, dass man sich einen guten Züchter ausgesucht hat, der auch dazu in der Lage ist, aber eigentlich sollte sich ein Züchter mit all diesen Aspekten gut auseinandergesetzt haben.
Daher ist es in meinen Augen unerlässlich, dass der Züchter seine Tiere bringt. Für mich zeugt es von wenig Interesse für die eigenen Tiere, wenn ich mir noch nicht einmal diese Zeit als "Abschiedsgeschenk" für mein Tier nehme.
[...] Und klar werde ich mir den "Zuchtort" mit den Bedingungen für Kätzchen und Eltern genau anschauen. War auch bei meinen anderen Katzen so, wobei diese ja nicht vorsätzlich gezüchtet wurden :-D. Die sind dann munter durch die Wohnung gesprungen, bzw. hatten Zugang zu mehreren Zimmern und das Muttertier (sofern Hauskatze, bzw. gerade da) lag auch entspannt rum. [...]
Nun ja, eigentlich nein. Denn wenn es sich dabei nicht um einen Züchter gehandelt hat, dann sollte man das Tun besser nicht unterstützen (oder war es eine Pflegestelle?).
[...] Gesundheitszeugnis tierärztlich (FelV, FIP, FIV und 2-fach entwurmt) [...] Zum Thema FIP noch eine Frage: ich habe verstanden, dass die Krankheit zum Ausbruch einen Gendefekt benötigt, den man erst im Alter von 6 Jahren definitiv feststellen kann und dass dieser damit nicht final für Jung- und Elterntiere ausgeschlossen werden kann. Was man jedoch tun kann und sollte, ist ein tierärztlicher Test, ob der zugehörigen Corona-Virus bei Eltern und Jungtieren vorhanden ist. Ist das korrekt? [...]
Das stimmt, meines Wissens nach, nicht. Weder kann man
FIP einfach so "feststellen", noch ist das ein Gendefekt!
Man kann sein Tier zwar auf den Corona-Virus testen lasse, aber da ca. 80% der Katzen in ihrem Leben mit selbigem Kontakt haben/hatten, ist es eigentlich müßig, das zu tun.
Nur, weil ein Tier an
FIP erkrankt (übriges durch eine völlig willkürliche
Mutation des Virus'), kann man daraus keine Rückschlüsse auf familiäre/linienbedigte Zusammenhänge ziehen. Zwar gab es immer mal wieder Hinweise, soweit ich weiß, ist das allen aber noch nicht wissenschaftlich gegen gecheckt.
FIP kann jedes Tier jederzeit treffen, egal welchen Alters, welcher Herkunft etc. Was man vermutet, ist ein Zusammenhang zu einem schlechten Immunsystem in Verbindung mit Stress. Aber auch das ist - wie oben erwähnt - nicht belegt.
[...] Test Elterntiere auf HCM, PKD, FIP [...]
Wie gesagt, es gibt diesen sicheren
FIP-Test nicht (also einen, der
FIP ausschließt), was es gibt, ist ein test am erkrankten Tier. Bis vor einigen Jahren konnte man
FIP nur bei einer Obduktion definitiv feststellen, heute gibt es einen Test, den man auch am (noch) lebenden Tier durchführen kann, der aber auch keine 100%ige Sicherheit gibt, wohl aber schon eine leider sehr deutliche Richtung anzeigt.
HCM sollte bitte nicht "getestet", sondern "geschallt" sein und zwar bei beiden Eltertieren vor jedem Zuchteinsatz, ansonsten am besten jährlich.
Bei
PKD muss ich passen, da weiß ich aber auch, dass es ein Schall, kein test sein sollte.
[...] Da mein Partner genauso wenig bzgl der Farbe entscheidungsfreudig ist wie ich, interessiert er sich jetzt für eine weiße
BKH. Hierzu habe ich jetzt Folgendes gefunden:
http://www.britischkurzhaar.info/fellfarben.html
Hieße ja, dass mit einer Weißzucht eine
Qualzucht unterstützt würde und dass die Weißen potentiell krankheitsanfälliger sind. Ist die obige Darstellung korrekt?
Ja, die Darstellung ist korrekt, aber wie immer ist das Thema sehr komplex. Schau dazu auch einmal hier,
die Seite ist sehr informativ, wenn auch leider schon etwas älter.
Weitere Seiten:
https://www.katzengenetik.com/weiße-katzen/
http://www.eurocatfancy.de/de/nav/cat-genetics/gene_W.html
Und schau zu allem mal bitte hier:
http://www.vomwestpark.de/seiten/infos.html