Nachdem mir nur noch der Kopf schwirrt und "das Herz flattert" brauch ich mal wieder Rat oder wenigstens Hilfe beim sortieren.
Mir sind ja einige Katzen vom Nachbarhof mehr oder minder zugelaufen. Die Situation des Nachbarn möchte ich definitiv nicht diskutieren. Er will Katzen, er hat Katzen und kümmert sich soweit auch. Die Kitten aber zu ihm zurückbringen würde natürlich nix nützen weil sie in zwei Minuten wieder da wären.
Zwei der vier kann ich schweren Herzens irgendwie "mitlaufen" lassen bzw. hoffen, dass sie irgendwann dorthin zurückgehen wo sie hingehören (da gibt es leider zwei "böse Katzen", die gerne alles vertreiben was nicht so durchsetzungsfähig ist).
Dann gibt es da noch Loui (den ich noch umtaufen werde). Ungefähr 4 Monate alt. Kam vor ca. 6 Wochen mit seiner Mama auf meine Terrasse, die er seitdem nicht mehr verlassen hat. Ist inzwischen nicht nur "gezähmt", sondern das schmusigste was ich je erlebt hab. Bei ihm drängt die Zeit massiv. Denn wenn er anfängt zu markieren muss er draußen bleiben. Wobei ich bei ihm nicht sicher bin, ob er sein eigentliches zu Hause überhaupt je kennengelernt hat.
Und mein kleines Sorgenzausel. Das kam vor ca. 3 Wochen alleine her und ist seitdem nicht mehr gegangen. Schätzungsweise 13 Wochen, ein Bub. Und vermutlich ein Kandidat um mal vom Tierarzt angeschaut zu werden. Er macht sich inzwischen zwar toll. aber so 100 % gefällt er mir nicht. Ein unglaublich hübsches Kerlchen, das sich mit dem "zahm werden" noch sehr schwer tut. In kleinen Schritten sind wir aber auf einem guten Weg.
Und da gibt es Oskar, der die ganze Situation erstaunlich tapfer nimmt, aber jetzt nicht direkt begeistert ist von dem "Kroppzeug", das hier rumfleucht.
Joschi flippt komplett aus wenn er einen der Zwerge, womöglich noch in der Wohnung sieht. Lässt sich dann aber teilweise auch wieder gut mit Leckerlies überreden friedlich zu sein. Hoffnung hätte ich schon, dass das auf Dauer funktionieren könnte.
Ich will aber definitiv keine vier Katzen! Kann nicht wirklich garantieren ihnen auf Dauer gerecht zu werden. Hatte mich so sehr gefreut, hier endlich eine zufriedene Zweiergruppe zu haben.
Aber was ist die Alternative? Vermitteln? Bei der aktuellen Kittenschwemme wohl kaum (hatte mit einer Kollegin gesprochen, die im Tierschutz aktiv ist. Die ersticken in Kitten). Louis aufnehmen, Zausel mehr oder minder wild lassen (Futternäpfe gibts hier genug, das ist nicht das Problem)?
Augen und Haustür zumachen? Theoretisch würde ich ja gerne sagen: "selbst schuld", hätte ich nie angefangen zu füttern. Praktisch hat mir aber die Louis-Mama echt keine andere Wahl gelassen. Ich hätte ihn ja schlecht verhungern lassen können?
Die Idee, Zeit zu gewinnen indem ich heimlich kastrieren lasse drängt sich zwar auf scheidet für mich aber komplett aus. Ich hab zu meinen Vermietern ein wirklich gutes Verhältnis. Hintergehen will und werde ich sie nicht. Außerdem ist es vollkommen ausgeschlossen, hier heimlich ne Box zum Auto zu bringen. Da müsste ich die Kätzchen schon unter die Jacke packen wenns niemand mitbekommen soll.