Hallo,
ich heiße Anja und habe ein Problem mit meiner Katze. Ich habe sie vor dreieinhalb Jahren aus dem Tierheim geholt. Zu dem Zeitpunkt war sie wohl 12 Jahre alt, aber da sie eine Fundkatze war, war das nur eine Vermutung.
Sie ist weiblich, ist nicht kastriert und ist ein Langhaar-Mix. Probleme mit ihrem Fell gab es bisher nicht. Gefüttert wird nur Nassfutter mit hohem Fleischanteil
Es fing am Sonntag, 9. Dezember an (heute ist der 30. Dezember), dass sie zuerst ihr Abendessen erbrochen hat, nachdem sie es wie sonst auch zu sich genommen hat. Danach kotze sie die ganze Nacht hindurch weißen bis gelblichen Schaum und hat kein Futter mehr angerührt und hat viel getrunken (sie trinkt sonst fast nie).
Am Dienstagvormittag bin ich mit ihr zum Tierarzt gegangen, sie wurde abgetastet, es wurde Blut abgenommen, Fieber gemessen etc, alles unauffällig, keine Schmerzreaktion, und ich habe Malzpaste bekommen, um eventuelle Haare abzuführen.
Das Blut war in Ordnung, abgesehen von einem erhöhten Entzündungswert. Auch Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse waren in Ordnung.
Sie hat daraufhin (am Tag danach, also Mittwoch) ein Antibiotikum gespritzt bekommen, und ein Mittel gegen Übelkeit.
Ich habe ihr dann die Malzpaste mit der Spritze eingeflößt, denn Frau Katze frisst sowas nicht einfach so.
Gefressen wurde weiterhin nicht, dafür viel getrunken. Zusätzlich habe ich Reconvales gegeben, auch nur über die Spritze.
Es ist nichts passiert, Kot abgesetzt hatte sie seitdem auch nicht, gepullert wurde aber. Gekotzt wurde auch nicht mehr, außer einmal recht viel gelbe Flüssigkeit.
Ihr Verhalten war nicht anders als sonst, außer etwas Schwäche.
Am Dienstag (18.12.) habe ich dann einen Termin zum gemacht. Beim Wirken der Sedierung hat sie einen recht festen, mitelgroßen Haarballen erbrochen.
Das Röntgen selbst hat nichts ergeben. Alle Organe sahen gut aus. Sie hatte etwas Gas im Magen. Die TÄ meinte, das käme vom Kotzen.
Danach wurde ihr noch ein Zahn gezogen und ein anderer vom Zahnstein befreit und sie hat eine Infusion bekommen.
Dann hatte sie Durchfall während der Narkose, ein Test ergab Giardien. Dagegen habe ich Tabletten bekommen, die sie widerwillig, jedoch erfolgreich zweimal täglich geschluckt hat.
Jedenfalls hat sie am Tag nach der Behandlung wieder gefressen, jedoch kam kein Kot, woraufhin ich ihr sehr wenig Laktulose gab, woraufhin gekackt wurde. Durchfall hatte sie, trotz Giardien, keinen mehr.
Also habe ich mich gefreut, dass alles wieder normal war. Sie hat eine Woche lang normal gefressen und hat sich normal verhalten.
Eine Woche später (also am Donnerstag, den 27.12.) ging es wieder von vorn los. Nahrungsverweigerung, Kotzen, kein Kotabsatz.
Sie trinkt sehr viel, würgt danach, es kommen einzelne Haare raus, begleitet von viel gelber Flüssigkeit.
Bauchdecke ist etwas gespannt, jedoch ist der Bauch nicht hart.
Sie "versteckt" sich den Hautteil des Tages und schläft viel (aber nicht viel mehr als vorher), wirkt schwach, schleicht rum, putzt sich sporadisch. Abends kommt sie zu mir auf die Couch, tagsüber nicht (als würde ihr das Tageslicht wehtun). Außerdem reicht sie etwas seltsam aus dem Maul.
Ich habe ihr Butter gegeben und etwas Öl, damit ein eventueller Haarballen besser flutscht. Sie schnuppert am Futter, frisst aber nicht. Aber ich glaube irgendwie nicht dran, dass sich nach einer Woche schon wieder so viel Fell im Magen angesammelt haben soll.
Morgen gehe ich nochmal zum Tierarzt, weiß aber ehrlich gesagt gar nicht, was er noch machen soll.
Zudem spielt Frau Katze immer Wilde Sau beim Tierarzt, was die Behandlung erschwert.
Kennt ihr sowas? Was kann ich noch tun?
Liebe Grüße, Anja