Hallo ihr Katzenliebhaber,
ich bin neu hier und komme gleich mit dem Schlimmsten. Sorry schonmal dafür.
Ich komme nicht mit dem Tod meines geliebten Findus klar. Er ist einer von zwei Brüdern die wir vor 10 Jahren als Kleinkinder zu uns geholt haben. Die beiden sind mit unseren Kindern aufgewachsen. Während Filou immer mal kleine Wehwehchen hatte, war Findus bis vorgestern (2.4.) ein topfiter kerngesunder Kerl. Am Dienstag dann der Super-GAU. Meine Tochter kocht sich in der Küche etwas und ich wollte mich nach der Arbeit nochmal kurz hinlegen als sie auf einmal rief "Mama, mit Findus stimmt etwas nicht". Ich hörte ihn zwei Mal komisch miauen und als ich nach unten gerannt war lag er auch schon auf der Seite. Ich habe völlig panisch an ihm herum gedrückt und ihn geschüttelt. Bin halb nackt auf die Straße gerannt, hab aber niemanden gefunden der uns hätte helfen können. Meine 14 jährige Tochter war völlig verzweifelt und ich auch. Irgendwann haben wir gemerkt dass es nichts bringt und ihn unter Schock in eine Kiste gelegt. In den nächsten Minuten kam unser Sohn nach Hause und ich war völlig verzweifelt wie ich ihm das erklären soll. Er hat es uns schon angesehen, dass etwas passiert ist und war dann auch untröstlich. Ich habe Findus in eine Kiste in einen kühlen Raum gelegt und meinen Mann angerufen dass der so schnell wie möglich nach Hause kommt. Dann haben wir Findus im Garten beerdigt. Zusammen mit den auch völlig aufgelösten Nachbarn, die ihn auch sehr lieben.
Nun bin ich seit zwei Tagen nur am weinen und mach mir schreckliche Vorwürfe. Erst dass ich ihm nicht helfen konnte. Jetzt dass ich ihn in die Kiste getan habe und ihn nicht noch länger in meinen Armen gehalten habe. Ich weiß nicht warum ich ihn in diese Kiste getan habe. Ich war unter Schock. Ich betreue das so sehr. Hätte ich ihn doch nur nochmal gekuschelt. Aber ich wusste auch nicht was ich wegen der Kinder machen soll.
Ich habe diesen Kater so sehr geliebt. Jede Nacht hat er auf mir geschlafen. Er war auch mein Kind. Ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll dass er nie wieder kommt und nun draußen im Garten liegt. Ich habe mir bis morgen einen Krankenschein geholt und auch die Kinder selbst entscheiden lassen ob sie zu Hause bleiben oder zur Schule gehen.
Ich bin völlig verzweifelt und habe kaum Kraft mich um die Vorbereitungen für die Jugendweihe meiner Tochter übermorgen zu kümmern. Natürlich werde ich das trotzdem tun, aber ich kann das Gedankenkarussell nicht abschalten.
Ich würde mich sehr über ein bisschen Trost von Leuten freuen die meinen Schmerz verstehen können und sich nicht wundern warum man wegen eines Katers so von der Rolle ist.








