Hallo liebe Foristen,
unser Maine Coon Chesha (Mischung mit Sibirier) ist jetzt 2 Jahre alt und immer noch nicht kastriert. Neulich waren wir zum Impfen bei der Tierärztin, und sie meinte, dass wir Glück haben, dass er entweder nicht markiert oder das nicht riecht. Die Hoden sind voll ausgebildet, also daran liegt es nicht.
Die Tierärztin empfiehlt trotzdem, in Bälde zu kastrieren, aus Vorsorge. Sollte er mal was mit der Harnröhre haben (bei Katern nicht selten), könnte eine Kastration notwendig werden, und wenn er dann 5-6 Jahre oder gar noch älter ist, vertragen Kater die Hormonumstellung nicht gut. So weit die Argumentation der Tierärztin, der ich insofern nicht folge, als dass ja auch Menschen/Männer Erkrankungen im Urinaltrakt haben, ohne dass sie deswegen kastriert werden müssen.
Chesha lebt mit Josser zusammen, einem Europäisch Kurzhaar, 7 Jahre, kastriert mit ½ Jahr. Die beiden haben vor dem Haus eine kleine Voliere (wir nennen es Catio), wo sie außer bei Saukälte oder Starkregen tagsüber immer raus können. Auf der anderen Seite des Gitters neckt auch schon mal die Amsel, oder Herr Fuchs oder ein Streuner schauen vorbei, ohne dass es Stress gibt. Unser Kater sind einfach super entspannt und kommen untereinander und mit anderen Tieren bestens aus.
Mit Chesha habe ich angefangen, an der Leine spazieren zu gehen. Bisher nur im Hintergarten, aber wenn es weiter so gut läuft, laufen wir auch um den Block.
So, ich hoffe, das Gesagte macht klar, dass es rein gar keine Probleme wegen der Nicht-Kastration gibt.
Meine Frage: Hat jemand von Euch Erfahrung mit Katern, die erst sehr spät kastriert wurden, oder kennt handfeste Gründe, warum nicht kastrierte Kater später doch noch kastriert werden mussten?