Ich bin, wie ja auch aus meinem Posting in diesem Thread ersichtlich, eine Verfechterin der Mehrkatzenhaltung.
Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass es auch Katzen gibt, die, obwohl sie immer in Gesellschaft waren, nach dem Tod des Gefährten/der Gefährtin nicht mehr vergesellschaftet werden möchten. Mein Herzenskater Kasimir war ein solcher. Wir haben versucht, ihn wieder zu vergesellschaften, vergeblich. Er war damals elf Jahre alt. Er saß nur da und zitterte, verteidigte nicht sein Revier, zog seinen Bauch über die Erde und litt. Zum Glück hatten wir eine achtjährige Katze aus dem Tierschutz geholt, die, das war vereinbart, in der Pflegestelle bleiben durfte, wenn es bei uns nicht klappen würde. Um ehrlich zu sein, hatte sie dort das Paradies auf Erden mit gesichertem Freigang etc.So mussten wir wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, als wir den Vergesellschaftungsversuch abbrachen. Wir waren bis zum Tod von Lilly mit der Besitzerin in Kontakt.
Kasimir hat dann noch sechs Jahre mit uns gelebt. Ich weiß ganz sicher, dass wir damals im Sinne von Kasimir richtig gehandelt haben, da hätten Heerscharen von Katzentherapeuten etwas Anderes sagen können.
Auch bin ich der Meinung, dass sich Lebensumstände ändern und dass auch der Mensch seine Zufriedenheit finden können muss.
Was ich von @Gast40648 etwas anmaßend finde ist, dass sie schreibt, dass sie Menschen nicht verstünde, die bereits wenige Wochen nach dem Verlust ihres Tieres dieses durch ein anderes ersetzen. Als unser Kasimir starb, war für mich die Leere unerträglich und so zogen Nelly und Obelix ein. Die Tatsache, dass ich selbst kein weiteres Tier mehr möchte, rechtfertigt eine solche generalisierte Aussage nicht.
Zum Thema Schreien: Mein Obelix schreit sich die Seele aus dem Leib und ausschließlich
bei mir. Bin ich im Urlaub, schreit er so gut wie nicht, wie mir mein Mann berichtet.