Ich hatte von 2006 bis 2010 eine wirklich fürchterliche Beziehung. 4 Jahre hab ich durchgehalten und gehofft, dass es besser wird. Aber er lebte nur im Hartz4 und zockte den ganzen Tag am PC. Ich schaffte das Geld ran und führte den Haushalt... Schon damals hatte ich den Wunsch nach einer Katze. Doch er meinte nur "Wenn du so ein Vieh anschleppst, fliegt es durch das Fenster wieder raus". Naja, ich hab ihn rausgeschmissen. Er hat dann noch randaliert und ich dachte, er bringt mich um! Es endete also mit Polizei und einer Anzeige wegen Körperverletzung (verlief aber glimpflich, da meine Nachbarn dazwischen gegangen sind) Dadurch bin ich in tiefe Depressionen gerutscht. War auch vorher schon ein hochsensibler Mensch. Er hat mir dann den Rest gegeben. Habe mich völlig zurück gezogen und keine sozialen Kontakte gehabt (außer auf Arbeit). Auch jetzt nicht.
Ein Jahr später dann, nachdem ich über 2 Monate in einer Tagesklinik war, habe ich beschlossen, mir nun endlich ein Kätzchen zu holen. Bin dann los in unser Tierheim und wie der Zufall so spielt, wurde gerade ein Wurf Kitten abgegeben. Sie wurden am Straßenrand halb verhungert gefunden. Ich durfte auch kurz zu ihnen in die Quarantänestation. Und da kam sofort ein kleines Katerchen auf mich zu und kletterte auf mir rum. Der war es!! Natürlich konnte ich ihn nicht gleich mitnehmen, die Kitten waren geschätzt erst 9-10 Wochen alt. Okay, ich habe also in dieser Zeit mich sehr belesen und habe alles angeschafft. Bettchen, Kratzbäume, Klo usw. Und Charly sollte der kleine Matz heißen. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, als an den Termin, wo ich ihn holen konnte. Überpunktlich war ich im Tierheim, ausgestattet mit einem großen Weidenkörbchen und einer kuschligen Decke darin. Dann sah ich den Blick der
Tierheim-Mitarbeiterin... ohje.... was ist los? Vorsichtig brachte sie mir bei, dass es der kleine Charly nicht geschafft hat. Es war einfach zu viel Stress für ihn gewesen. Das hatte das kleine Immunsystem nicht geschafft

Doch sie meinten, seine Schwester sei topfit und wäre noch frei zur Vermittlung. Ohne zu Überlegen hab ich die kleine mitgenommen. Sie hatte ihren Bruder verloren, da soll sie es jetzt wenigstens gut haben. So zog Lilly bei mir ein.Allerdings wollte ich noch eine 2. Katze gleich dazu haben. Hatte ja gelesen, dass Katzen nicht alleine gehalten werden sollen. Die Mitarbeiterin sagte aber, das ist Quatsch, Katzen können durchaus alleine leben und sie vermitteln mir nur die eine. Damals hatte ich der vertraut....
3 Tage lang lag sie nur unter dem Sofa. Ich stellte ihr Wasser unnd Futter dorthin und früh war dann auch tatsächlich alles aufgefuttert. Dann kam sie nach und nach raus, erkundete ihr neues zu Hause und nach ca. 1 Woche fühlte sie sich heimisch und es wurde nur noch geschmust. Doch immer war der Gedanke an einen Spielkamerad für sie. Ein paar Wochen später erzählte mir ein Kollege von einem unfreiwillgen Wurf seiner Katze und wenn er keine Abnehmer findet, wollte er sie als Schlangenfutter weggeben. Boah!!!! Eine war dann noch übrig, die anderen wurden gottseidank schon vermittelt. Lexi wollte niemand haben, weil sie schwarz war. So ein Käse! Das Aussehen ist doch sowas von unwichtig! Also hab ich gesagt, ich nehm sie. Am nächsten Tag brachte er sie mir. Er behauptete, sie wäre 13 Wochen alt, aber ich glaube, sie war höchstens 9 Wochen. Sie war so winzig, sie passte zusammengerollt in 1 Hand. Wie eine Bratwurstschnecke.
Allerdings machte sie mir etwas Sorgen. Sie war sehr dünn und hatte schlimmen Durchfall. Ich also in dieTierklinik mit ihr. Sie hatte einen extremen Wurmbefall. Die Tierärztin hat der Kleinen dann alles mögliche gegeben und gespritzt. Ich war richtig fertig. Aber es half! Sie wurde immer fitter. Nur gepinkelt hat sie überall hin, nur nicht ins Klo. "Schön" war es, wenn sie nachts auf mir saß im Bett und dann genüßlich gepinkelt hat. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich nachts meine Bettwäsche wechseln musste. Aber auch auf Handtücher oder Läufer hat sie gemacht. Ich war ratlos. Also wurde wieder das Internet befragt. Schnell kam ich drauf, dass es an der Streu liegen konnte. Hatte damals ganz "tolles" Streu aus der TV-Werbung gekauft. Das war so schön weiß. Aber auch sehr grobkörnig. Ich versuchte dann das Klumpstreu von Tigerino und siehe da: Nicht ein einziges Mal hat Lexi noch fremdgepinkelt.
Auch die Zusammenführung war problemlos. Am ersten Tag bissel Gefauche, am zweiten Tag lagen sie zusammen im Bettchen.
Und diese Entscheidung mit den beiden, bereue ich keine Minute! Sie leben sicher und gut versorgt und ich genieße diese WG
Ja, ist jetzt nicht so spektakulär, aber ich liebe sie so unendlich und sie geben mir alles zurück. Ach und meinen Kollegen habe ich 2 Jahre (!) bearbeiten müssen, damit er seine Katze endlich kastriert. Zum Schluss war ich richtig sauer und habe ihn voll angeschnauzt, weil er so verantwortungslos ist. Ich mein, der hat fast 3000 EUR netto, da ist doch so eine Kastration drin.
So und jetzt schauen wir mal, wie sich Miezi, unser Neuzugang seit 1 Woche einlebt
Fazit: Statt des Idioten hätte ich mir gleich Katzen holen sollen ;-)