Ein paar Sorgen mit Kater aus dem Tierheim

  • Autor des Themas Redsonic
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mennemaus

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Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.

Euer Max hat leider keinen sonderlich guten Start gehabt. Das lag zuerst mal daran, dass das Tierheim ihn ziemlich schnell nach der Kastration vermittelt hat. Die Hormone sind zwei Wochen danach noch nicht abgebaut, insofern ist das Markieren wohl noch darauf zurück zu führen.

Dass er nach deiner Partnerin gekratzt und gebissen hat, ist leider verständlich, weil er noch völlig verunsichert war und dann weder hoch noch runter fliehen konnte,
da ein schimpfender Mensch an jedem Ende der Treppe stand. Deine Freundin sollte vielleicht noch zum Arzt gehen, zumindest wenn sich die Wunde entzündet ist der Arztbesuch wohl unvermeidlich.

Zum Arzt gehen solltet ihr aber auch mit Max, damit sein Bein untersucht wird. Bei der Gelegenheit gleich zu untersuchen, ob auch noch eine Blasenentzündung vorliegt und dies ein Grund für das Urinieren in der Wohnung ist, macht dann Sinn.

Ihr solltet jetzt alle versuchen, das Ganze einfach noch einmal neu zu starten, ohne Angst von euch, aber mit freundlich-zurückhaltendem Verhalten, keine Schimpferei („Nein“ Sagen kann man, besser noch lobt man für erwünschtes Verhalten) , nicht mit Zeitungen Lärm verursachen, und wenn die Kinder schon mit ihm zusammenkommen, dann lieber in Anwesenheit eines Erwachsenen.

Lasst Max Zeit, um richtig anzukommen, euch und auch das neue Zuhause kennenzulernen. Lasst ihn nicht zu früh raus, zumal er wohl jetzt noch zeugungsfähig ist. Aber er muss ja auch erstmal wissen, wo er hingehört.

Wenn Max rundum gesund ist, sich eingelebt hat und ihr ihn besser kennt und sein Wesen besser einschätzen könnt, solltet ihr doch nochmal überlegen, ob diesem jungen Kater nicht ein Kumpel zur Seite gestellt werden kann, mit dem er herumtoben, kuscheln und sich gegenseitig ablecken kann.

Ich drücke euch die Daumen, dass der Tierarzt nichts Gravierendes findet und dass ihr bald alle zusammen ein tolles Menschen-Katzen-Team werdet.
 
goya

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Das deine Freundin Angst hat kann ich verstehen. Als mich der Hund gebissen hatte, hatte ich anschließend auch Angst vor Hunden. Die hatte ich so lange, bis ich die Körpersprache lesen lernte und verstand, das der Hund mich aus Stress gebissen hatte. Es war nicht seine Schuld.

Ich hoffe ihr stellt dem munteren Gesellen genug zur Beschäftigung ins Arbeitszimmer, damit der Kater nicht unterfordert ist.
 
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Redsonic

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Übrigens auch nochmal danke für die anerkennenden Worte, dass wir ihn immernoch dabehalten haben wenn er schon sechs mal markiert hat. Das ist tatsächlich für mich nicht ganz einfach, weil das Haus einfach noch recht neuwertig ist und ich dem Katergeruch auch nach über 30 Jahren nichts abgewinnen kann 🤣🤣🤣 Aber für mich gehört das als Verantwortung fürs Tier und die getroffene Entscheidung für ihn mit dazu. Klar kommt hier die Frage von anderer Seite auf, wie oft man sich beißen lässt bevor man was unternimmt oder wie man mit der Angst umgehen wird. Schauen wir mal. Vertrauen aufbauen muss es sein. Respekt und Argwohn ist es gerade eher bei ihr. Verständlich. Und ihr habt absolut Recht: den Fehler haben wir gemacht.

Schauen wir nach vorne. Dazu habe ich kleine Fragen: Er hat immernoch Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Küche als sein Reich aktuell. Küche nutzen sie als Schleuse zum Flur. Er schläft nachts im Arbeitszimmer bei Tür zu. Ist das ok? Haben ein wenig Angst was er nachts ggf. im Wohnzimmer alles markiert. Ab wann sollen wir sein Revier erweitern über den Flur zum Rest des Hauses und OG? Oben nochmal Katzenklos hinstellen und zeigen? Unten hat er ja zwei.

Frage zum Streu: wir haben blöderweise klumpfreies erwischt. Kannte ich gar nicht. Macht sich irgendwie blöd. Lieber klumpendes nehmen?

Frage zum Futter: er bekommt morgens und abends 85g Nassfutter aus dem Fachgeschäft. Zwischendurch Trockenfutter in so einem Spielturm. Und Wasser steht da. So in Ordnung?
 
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Nur kurz. Das ist viel! Zu wenig Futter. Er darf so viel fressen wie er möchte. Er ist noch im Wachstum. Kein Wunder wenn er überdreht. Es gibt von seiner Seite aus keinen Grund ihn so zu beschränken räumlich. Ja mehr Klos und ganz feine bentonitstreu. Parfümfrei.
 
goya

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Das Markieren ist natürlich etwas problematisch. Wie ihr aber schon bemerkt habt, ist euer Kater freiheitsliebend. Ich würde ihm so viel Platz wie möglich geben. Klos würde ich dazu weitere aufstellen, weg nehmen könnt ihr sie später immer noch. Klumpendes Streu finde ich persönlich besser. Du kannst einfach einen neuen Sack kaufen und nach und nach auffüllen. Das Futter ist zu wenig. Stell so viel Nassfutter hin bis er satt ist. Trockenfutter nur als Leckerli
 
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Redsonic

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Guten Morgen,

ok und danke. Im Tierheimbrief für ihn stand halt, dass er nur zwei Mal am Tag Nassfutter bekommen soll. Und da eine kleine Dose eine Portion ist... egal 😐 wir machen es besser.

Aber dann einfach mehr, nachfüllen wenn er eine Dose leer hat und trotzdem morgens/abends oder einfach noch eine dritte Malzeit dazwischen schieben?

Ich will halt schon, dass er alles leer macht. Was ich nicht mag ist, den Katzen den ganzen Tag das Nassfutter liegen lassen, was dann eklig wird.

Ansonsten... wir wurden heute morgen freundlich begrüßt. Er kam sich streckend und schmeichelnd aus dem Zimmer. Aber im Zimmer fand sich dann ein größeres Malheur. Da lag in der Mitte eine größere Menge halbdicker Kot oder Erbrochenes. Konnte man nicht 100% sagen, tendiere aber zu Kot. Übler Geruch nach Durchfall. Leider auch etwas eingezogen im Parkett und nun ein ca. 6 cm Kreis etwas dunkler verfärbt wegen der Feuchtigkeit. Was man alles macht... 😉 Die Klos waren beide nicht angerührt. Bin gerade froh über die Arbeitszimmerregel gestern. Das auf der neuen Couch hätte ich glaube nicht verkraftet 🙈

Er selber macht einen guten Eindruck. Futter wollte er gerade eine Sorte nicht so richtig. Den zweiten Versuch nimmt er besser. Auch nur an seinem Platz im Arbeitszimmer.

Er läuft wieder ganz normal, elegant. Fuß scheint besser zu sein. Wir fahren heute mal zum Tierheim Tierarzt. Sie hatten uns auch drauf hingewiesen dass er aus dem
Tierheim einen Darmkeim
Haben könnte, allerdings war der Kot zwei Tage lang fest und gut.
 
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Julia01

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Für die Katzen ist es aber schöner, wenn das Futter stehen bleibt. Katzen sind Häppchenfresser und fressen über den ganzen Tag hinweg immer wieder ein paar Häppchen. Ich meine sogar bis zu 80mal am Tag aber das können dir andere Foris bestimmt genauer sagen.

wenn euch das Nassfutter offen in der Wohnung zu eklig ist wegen dem Geruch und dem antrocknen empfehle ich euch einen Futterautomaten, ich kann den Bewegungsgesteuerten von Surefeed empfehlen. so bleibt das Futter länger frisch und man riecht nix wenn die Katze gerade nicht frisst.

Sorry wenn ich es überlesen habe, aber ist ein Kumpel geplant? Katzen generell und insbesondere Jungtiere sollten nicht alleine leben, ein Mensch kann niemals einen Gefährten ersetzen. Auch für spätere Freigänger ist es schön, Zuhause einen Kumpel zu haben, denn das hat nochmal einen anderen Stellenwert als die Kumpel vom Freigang, sofern er da überhaupt welche findet.
Auf die Einschätzung des Tierheimes er sei Einzelgänger nur weil er da die Gruppe aufgemischt hat würde ich nichts geben, da das völlig andere Situationen sind und nur bedingt etwas über die Verträglichkeit von Katzen aussagt.
LG
 
goya

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Im Tierheim hat der arme Kerl auch nicht so eine Auslastung wie bei euch im Haus, kein Wunder das er da weniger fressen sollte. Der Kerl ist, wie bereits erwähnt wurde, noch im Wachstum. Er braucht noch Energie. Das können bis zu 800g Nassfutter am Tag notwendig sein. Außerdem müssen Katzen ein gesundes Sättigungsgefühl lernen. Das lernen sie nicht wenn sie ständig Hunger haben. Katzen sind, wie Julia01 schrieb, Häppchenfresser. Am besten bietet man ihnen viele kleine Mahlzeiten am Tag an.

Der Unfall in der Nacht könnte dem Umzug zu euch geschuldet sein. Manches zeigt sich wenn der Stress nachlässt.
 
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Redsonic

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Ein paar Stunden später und ich bin gerade sehr betroffen. Und tut mir auch leid, dass ihr so viel lesen müsst, aber das wird wohl weniger werden. Max tobte wohl heute durchs Wohnzimmer und in die Küche direkt auf meine Freundin zu. Alles sehr unvermittelt. Ich war oben und hab's nicht gesehen. Sie hat sofort Panik bekommen und saß zitternd und verrammelt in der Küche.

Beim Frühstück im Wohnzimmer peeste er dann auch sehr plötzlich los. Galoppierte richtig mit kleinem Buckel und gewölbten Schwanz. Aus meiner Sicht spielt er nur und da "funkt" es einfach im Kopf, weil er halt ein Junger Kater ist. Als ich dann meinen Sohn zur Kita fuhr, setzte sich ihr Sohn auf die Couch und guckte wohl nach hinten zu ihm auf den Boden. Er bekam runde dunkle Augen, sprang über die Rückenlehne. Ihr Sohn drehte sich weg. Daraufhin hat Max ihn wohl in den Arm gekrallt und leicht gebissen. Dann verschwand er wieder. Ihr Sohn setzte sich dann auf die andere Couch. Max kam dann 7m angepeest und krallte ihm kurz in den Fuß und das Bein. Dann sind beide in die Küche und haben nun nur noch Angst.

Nun steht der Satz, dass meine Freundin nicht mehr kann und will. "Ich oder die Katze". Könnte gerade vor Scham im Boden versinken, habe auch keine eigenen Probleme mit ihm gehabt. Ich sage, sie muss robuster sein. Sie sagt, dass sie seit drei Tagen schlecht schläft und nur noch Angst und Panik hat. Ich versuche noch mit Engelszungen das Überreden, während sie beim Arzt sitzt und nun Angst hat, ihren Sohn mit Max alleine zu lassen. Verdammt verfahren. Nachher steht dann wohl der Weg ins Tierheim an zur Rückgabe.

Hier bei mir ist er sehr lieb. Schwänzelt, läuft über den Tisch im Arbeitszimmer und mauzt. Ließ sich dann runtersetzen und ist nun ruhig im Wohnzimmer. Kann nichts Schlechtes sagen.
 
goya

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Was für eine verzwickte Situation. Von deiner Beschreibung her ist der Kater schlicht nicht ausgelastet. Für mich gibt es jetzt zwei Optionen wenn ihr den Kater behalten wollt- einen Kumpel zum Raufen und das so schnell wie möglich oder Freigang. Entweder ihr riskiert es so und es könnte sein das er dann weg ist oder ihr probiert es vorrübergehend mit Leine. Von ersterem würde ich eigentlich abraten, weil er noch zeugungsfähig ist.
Und bitte rede in Ruhe mit deiner Freundin. Kinder können auch mal durchdrehen, wie handelt ihr da?
 
mennemaus

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So wie du das beschreibst, will der kleine Kerl einfach nur spielen. Das gleiche würde er normalerweise mit einem gleichaltrigen Kumpel machen, herumspringen, miteinander balgen, das ist kein bösartiges Verhalten. Aber weder deine Freundin noch die Kinder haben Erfahrung mit Katzen und sie hat aufgrund der schmerzhaften Attacke auf der Treppe von Anfang an Angst vor ihm bekommen.

Es wäre sehr schade, wenn das Verhalten eines jungen, lebhaften Katers und die Angst einer unerfahrenen Besitzerin dazu führen würden, dass der Kater wieder ins Tierheim zurück müsste.

Du sagst selber, dass du mit ihm keine Probleme hast, das kann ich mir gut vorstellen, denn Max ist nicht aggressiv, er war zu Anfang verunsichert und jetzt ist er einfach nur voller Power, verspielt und will herumtoben. Vielleicht könnt ihr den Jungspunt mit einer langen Katzenangel ein bisschen auspowern, da ist dann keine Gefahr für Beine oder Hände. Der Kerlchen ist einfach sonst langweilig. Er braucht sicherlich auf Dauer einen Tobe-Kumpel, also einen gleichaltrigen Kater.

Es wäre toll, wenn ihr euch auf ihn einlasst, ihm eine Chance gebt und dann hoffentlich merkt, dass ihr euch einen wirklich netten Kerl ins Haus geholt habt, vor dem keiner von euch Angst haben muss.
 
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Redsonic

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Ich bin total bei euch. Rede nochmal mit ihr. Sie sagt halt, dass die Gesundheit der Kinder über allem steht. Ist ja auch richtig so. Blöd ist, dass er den Sohn so unvermittelt "angefallen" hat. Die Couch von hinten erobern und direkt angreifen, geht halt nicht. Wenn seine Hand gebaumelt und provoziert hat, ja. Aber sonst kann er zwar hochspringen, darf aber eben nicht direkt ohne Anreiz angreifen.

Sagen wir so: Sie will sich ein Hotel suchen und ich bin total sauer, weil ich mir mehr Robustheit wünsche. Mich hat er auch beim Streicheln gestern leicht angeknabbert. Aber ich habe auch keine eigene ernste Erfahrung, blende bewusst das Beißen aus, weil es unser Fehler war. Für ich gehört zum Katzenhalten auch mal ein Kratzer am Arm. Und selbst eine ganz junge Katze, die bei einem aufgewachsen ist, springt irgendwann mal auf die Couch und man erschreckt sich auch. Katzen sind einfach zum Teil unberechenbar.

Achso: Ich kenne und lese die allgmeine Forumsmeinung zum Thema Einzelkatze. Meine eigenen Erfahrungen und auch die der Familie bestätigen das Thema Zweitkatze leider nicht. Die zu mehreren gehaltenen Katzen sind sich alle aus dem Weg gegangen, haben gebrummt, einer hat sich im Wesen meist sehr zurückgezogen, der andere hat gemacht was er wollte. Ich halte davon nichts und ist auch nichts für uns...bitte nicht steinigen. Meiner Meinung nach klappt das nur als direkte Geschwister aus einem Wurf. Aber aus dem Grund haben wir uns erst eine Katze anschaffen wollen, wenn sie Freigänger sein kann und eben nicht, wenn wir noch in der Wohnung leben. Hoffe das ist halbwegs tierlieb und ich werde nicht gesteinigt.
 
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Julia01

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also für mich klingt das nach völlig normalen Spielen. So gebärden sich meine beiden Mädels auch, wenn sie ihre wilden 10 Minuten haben, dann wird geknurrt, geraucht und sich mit Krallen und Zähnen zu einem Knäuel verbissen und übern Boden gerollt. Wenn ein Kumpel fehlt und der Kater dann eventuell auch noch schlecht sozialisiert ist, muss dann halt fürs Rangeln und Kämpfen der Mensch herhalten.
 
Geek

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Ich kann dir nur raten den Kater sofort abzugeben.
Ich bewundere deine Liebe zu dem Kerl und deinen Ehrgeiz es doch zu schaffen.
Vieleicht kann du sein Verhalten beeinflussen, aber das wird viel zu lange dauern.
Ich rede hier von Wochen und Monaten bis sich was verbessert.

Du unterschätzt die Panik deiner Freundin komplett, noch ein paar Tage und sie hat ein bleibendes Trauma und das ist dann wirklich die Entscheidung "Katzen (egal welche) oder meine Freundin".
Sei nicht stur, bei manchen Vergesellschaftungen zwischen Katzen muss der Dosi irgendwann doch einsehen, dass es einfach nicht stimmt und der Abbruch der einzige Weg ist.
Und das gilt nun mal auch bei der Vergesellschaftung deiner Freundin mit dem Kater, es stimmt einfach nicht.
 
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Redsonic

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Für mich gibt es jetzt zwei Optionen wenn ihr den Kater behalten wollt- einen Kumpel zum Raufen und das so schnell wie möglich oder Freigang. Entweder ihr riskiert es so und es könnte sein das er dann weg ist oder ihr probiert es vorrübergehend mit Leine.
Also ich denke auch Freigang. Ich sag's ganz ehrlich, wenn er dann weg ist, wäre es halt so. Was willste machen. Der Trieb ist stärker. Habe halt laut Vermittlungsvertrag die Pflicht, dass er 4 Wochen drin bleibt. Aber das wäre mir auch egal, wenn er unbedingt raus muss. Mal gucken was los ist, wenn sie vom Arzt kommt.

@Geek: Wahrscheinlich hast du Recht und das ist auch das was sie sagt. Ich unterschätze die Panik und kann nicht nachfühlen. Sie wurde vor Jahren mal beruflich von einer Ratte in die Hand gebissen, die sie regelrecht abschütteln musste und da kommt jetzt alles hoch bei ihr.
 
Emil

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Ich muss Geek leider zustimmen. Das wäre auch meine Meinung.
 
mennemaus

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Ich kann dir nur raten den Kater sofort abzugeben.
Ich bewundere deine Liebe zu dem Kerl und deinen Ehrgeiz es doch zu schaffen.
Vieleicht kann du sein Verhalten beeinflussen, aber das wird viel zu lange dauern.
Ich rede hier von Wochen und Monaten bis sich was verbessert.

Du unterschätzt die Panik deiner Freundin komplett, noch ein paar Tage und sie hat ein bleibendes Trauma und das ist dann wirklich die Entscheidung "Katzen (egal welche) oder meine Freundin".
Sei nicht stur, bei manchen Vergesellschaftungen zwischen Katzen muss der Dosi irgendwann doch einsehen, dass es einfach nicht stimmt und der Abbruch der einzige Weg ist.
Und das gilt nun mal auch bei der Vergesellschaftung deiner Freundin mit dem Kater, es stimmt einfach nicht.
@Geek Du hast sicherlich viel Erfahrung mit Katzenhaltung und wohl besonders mit der Zusammenführung von Katzen. Aber in diesem Fall hier widerspreche ich dir. Der Kater ist erst seit Samstag in der Familie, er ist jung, der Anfang ist ziemlich schief gelaufen, er ist sehr frisch kastriert, also noch voller Hormone und er ist unausgelastet. Ich finde, dass dieser Kater eine Chance verdient hat.

Schön wäre es, wenn jemand die Partnerin von Redsonic beraten und ihr Tipps geben könnte, wie das Verhalten des Katers zu verstehen ist, was man machen kann, damit er nicht kratzt und dass sie keine Angst haben muss. Eine Katzenverhaltenstherapeutin könnte so etwas bestimmt leisten. Da man aber wahrscheinlich nicht direkt, wenn man sich eine Katze anschafft, eine Therapeutin mit ins Boot holt, können wir hier mit unseren Tipps vielleicht die erforderlichen Hilfen geben.

Wenn ich mir eine Katze anschaffe, dann sollte ich nicht nach kurzer Zeit aufgeben, wenn nicht alles direkt so läuft, wie ich es mir erhofft hatte. Der Kater ist noch jung, er ist noch ziemlich ungestüm und er ist nicht ausgelastet, er will spielen. Hätte er einen Kater als Spielgefährten, wäre das eine Situation, an der man viel Freude hat, die beiden miteinander herumtoben zu sehen. Den Spielgefährten hat er nicht, deshalb sucht er sich bei den Menschen seine Beschäftigung.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Kater, wenn er sich eingelebt hat und dann Freigang hat, ausgelastet ist und dass es zuhause gut läuft. Und das Markieren sollte aufhören, wenn er organisch gesund ist und wenn die Hormone infolge der Kastration nicht mehr sein Verhalten bestimmen. Da geht es um wenige Wochen, in denen man noch Geduld haben muss, um dann ein Katerleben lang einen tollen Hausgenossen zu haben.
 
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Puppi2004

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Du kannst ihn doch so und jetzt sofort noch nicht in den Freigang entlassen! Wenn weg, dann weg, was soll dann aus ihm werden?
Bringt ihn zurück.
Und wenn ich das so lese, schafft euch eine ältere, ruhigere Katze an. Mit so einem jungen Kater können diese Spielangriffe nun mal immer passieren.

Auch würde ich mir mehr Zeit nehmen.
Fahrt öfter ins Tierheim setzt euch in die Katzenzimmer, spielt mit den Katzen.
Dieses Tierheim erscheint mir etwas suspekt, wenn ihr euch Zeit nehmt, könnt ihr die Katzen selber kennenlernen. (Und dann vielleicht auch gleich ein Pärchen nehmen, das sich dort schon gefunden hat.)
Ergänzung ()

@Geek Du hast sicherlich viel Erfahrung mit Katzenhaltung und wohl besonders mit der Zusammenführung von Katzen. Aber in diesem Fall hier widerspreche ich dir. Der Kater ist erst seit Samstag in der Familie, er ist jung, der Anfang ist ziemlich schief gelaufen, er ist sehr frisch kastriert, also noch voller Hormone und er ist unausgelastet. Ich finde, dass dieser Kater eine Chance verdient hat.

Schön wäre es, wenn jemand die Partnerin von Redsonic beraten und ihr Tipps geben könnte, wie das Verhalten des Katers zu verstehen ist, was man machen kann, damit er nicht kratzt und dass sie keine Angst haben muss. Eine Katzenverhaltenstherapeutin könnte so etwas bestimmt leisten. Da man aber wahrscheinlich nicht direkt, wenn man sich eine Katze anschafft, eine Therapeutin mit ins Boot holt, können wir hier mit unseren Tipps vielleicht die erforderlichen Hilfen geben.

Wenn ich mir eine Katze anschaffe, dann sollte ich nicht nach kurzer Zeit aufgeben, wenn nicht alles direkt so läuft, wie ich es mir erhofft hatte. Der Kater ist noch jung, er ist noch ziemlich ungestüm und er ist nicht ausgelastet, er will spielen. Hätte er einen Kater als Spielgefährten, wäre das eine Situation, an der man viel Freude hat, die beiden miteinander herumtoben zu sehen. Den Spielgefährten hat er nicht, deshalb sucht er sich bei den Menschen seine Beschäftigung.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Kater, wenn er sich eingelebt hat und dann Freigang hat, ausgelastet ist und dass es zuhause gut läuft. Und das Markieren sollte aufhören, wenn er organisch gesund ist und wenn die Hormone infolge der Kastration nicht mehr sein Verhalten bestimmen. Da geht es um wenige Wochen, in denen man noch Geduld haben muss, um dann ein Katerleben lang einen tollen Hausgenossen zu haben.
Aber bis dahin braucht es viel Zeit und auch ich fürchte, dass unter diesen Voraussetzungen jetzt nur noch mehr schief gehen kann.
Dieser Kater ist noch jung und bekommt bestimmt eine Chance - in einer anderen Familie.
 
goya

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Wenn deine Freundin so eine Panik vor Bissen hat, stellt sich mir die Frage ob Tierhaltung für euch überhaupt sinnvoll ist. Entschuldige das ich mich so klar ausdrücke. Aber selbst Hamster, Hasen und Vögel können starke Schmerzen zufügen.
 
Geek

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@mennemaus
Gerade weil ich Katzen gut einschätzen kann, gab ich den Ratschlag zum Abbruch.
Du hast die anfangs gegeben Information vergessen oder ignoriert, dass er im TH eine andere Katzengruppe aufgemischt hat und deshalb einzeln gehalten wurde.
Insofern steht deine Sichtweise "zweiter Kater und dann wird alles besser" auf wirklich wackeligen Beinen.
 

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