Ich bin erst einmal erleichtert, dass zumindest weiterhin die Chance besteht, dass Max doch dauerhaft bei euch bleiben kann, wenn sich die Situation positiv entwickelt.
Fritz hat das am Beispiel seiner eigenen Katze gerade schön dargestellt, dass es Katzen gibt, bei denen man mit Geduld und dem richtigen Einschätzen ihres Verhaltens sich den tollen Mitbewohner erst einmal erarbeiten/verdienen muss. Es lohnt sich aber ohne Zweifel, wenn beide Seiten sich aneinander gewöhnen, sich gut kennenlernen, die Regeln des anderen verstehen und akzeptieren, dann hat oft man ein ganz besonders inniges Verhältnis.
Natürlich muss jemand, der noch nie Katzen hatte (wie deine Partnerin und die Kinder) erst nach und nach den richtigen Zugang finden, die Sprache der Katze verstehen, Vertrauen aufbauen und leider im Falle deiner Partnerin auch Ängste abbauen. Ich hoffe sehr, dass euch das gelingt.
Dein Weg, dass du hier sehr ausführlich beschreibst, welche Probleme (und Ursachen dafür) es gibt, hilft uns, zu verstehen, was bei euch abläuft und euch Tipps geben zu können, wie ihr damit umgehen könnt. Ich würde es euch sehr wünschen, dass ihr mit Max doch die richtige Katze für euch bekommen habt und dass Max auch merkt, dass ihr genau die richtige Familie für ihn seid.
Ich selber habe Katzen seit 1987, die erste (recht schwierige) Katze geerbt von den Schwiegereltern, einige Jahre später der erste (damals noch allein, aber im Alter von 7 Jahren durch die Aufklärung hier im Forum mit Zweitkatze) eigene Kater. Derzeit habe ich zwei Kater (8 und knapp 2 Jahre) und einen Hund (2 Jahre). Hunde habe ich, seit ich vor 44 Jahren meine erste eigene Wohnung bezogen habe, und unsere Hunde haben sich immer toll mit den Katzen verstanden.
Bis auf eine Ausnahme sind alle Tiere als Welpen bei uns eingezogen und haben natürlich anfangs einiges “verkehrt gemacht“ und reichlich Unsinn gemacht. Zum Glück hatten weder wir noch die Tiere untereinander Probleme mit Beißen oder Kratzen, keine unserer Katzen und auch keiner unserer Hunde hat uns gebissen (oder gekratzt). Aber natürlich haben die Hunde, wenn sie jung waren, mit unseren Händen gespielt und dabei auch mit ihren spitzen Milchzähnen gepiekst. Und sie haben die Treppe angenagt, und auch manches Möbelstück oder die Schuhe angeknabbert, die Katzen haben am Teppich gekratzt (obwohl es einen schönen Kratzbaum und einige Kratzmatten gibt) und sich mit den Krallen beim Balancieren an den Stuhllehnen festgehalten, was auch einige Spuren hinterlassen hat...
Gerade junge Tiere machen nicht immer alles richtig, sie müssen erst lernen, was wir als Menschen als richtig oder als falsch empfinden. Bei uns hat das bei allen Tieren gut geklappt, das Miteinander ist toll, ich liebe sie alle und sie lieben mich auch, was sie mir durch Kuscheln und absolutes Vertrauen zeigen.
Ich hoffe, dass ihr wenn ihr die leider etwas schwierige Anfangsphase überwunden habt, auch an diesen Punkt kommt. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ihr nicht aufgegeben habt und dass Max seine Chance bekommt, ein toller Familienkater zu werden.




