Katerhaltung, Züchter, Vermehrer usw. ...

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Stefkat

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Ich meinte, dass es ein Unterschied ist, ob das Außengehege ein handtuchgroßes Stück Rasen
ist, oder ein wirklich großes, interessant gestaltetes Stück Naturgarten ;). Und wie halt die Innenräumlichkeiten dazu aussehen.

@Nelly12 : Deine Nelly war doch die Katze mit Ausstellungstrauma, oder? Ich geh mal nachlesen ;). Auf jeden Fall toll, was du auf dich genommen hast!
 
Geisterling

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@Stefkat Ah, ich dachte zuerst an das andere „anregend“. 😆
Von den Fotos und von dem was ich kenn (ich bin früher öfter beim Haus vorbei gefahren) sieht es eigentlich ganz okay aus.
Wobei es mich wirklich interessieren würde, wie das alles dann „in echt“ aussieht und riecht.
 
Westpark-Nic

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Ok, also werden die Kater meistens - weils nicht anders geht - weggesperrt und ein guter Züchter erlöst sie daher recht bald von ihrem Katerdasein? Kann man das so sagen?
Denn einen Kater in ein einzelnes Zimmer (egal wie toll eingerichtet) oder Schlimmeres zu sperren ist jetzt in meinen Augen nicht wirklich katzengerecht.
Ja - im Prinzip kann man das so sagen. In der Regel wird ein Kater nicht komplett alleine gehalten, sondern hat - wenn es geht Gesellschaft durch einen Kastraten oder eben einen Mit-Kater.

In einer perfekten Welt würde ein Kater ganz normal mit in der Gruppe leben ... aber das funktioniert eben bei den wenigsten. Natürlich ist das nicht die Art von "Katzenhaltung", die sich eben ein Liebhaber vorstellt. Aber anders ist Zucht kaum möglich. Bestimmte Aspekte in der Zucht, haben nur wenig damit zu tun, wie man sich perfekte Katzenhaltung vorstellt, so z.B. auch, dass man Babys und auch Kastraten von Zeit zu Zeit abgibt.

Der Liebhaber findet das oft "herzlos" ... gerade die Abgabe von Kastraten wird häufig mit "wird gemoppt" und "kommt in der Gruppe nicht klar" kaschiert. Die wenigsten Züchter trauen sich zu sagen, dass sie einfach Platz brauchen. Aber auch das gehört zu den sehr ambivalenten Dingen in der Zucht: Wenn ich es richtig machen will (also wirklich mit einem Ziel züchte und nicht nur niedliche Babys produziere), dann muss ich a) selbst etwas aus meinen Würfen behalten und b) gelegentlich passende Tiere dazu kaufen. Sonst dreht man sich ja letztendlich nur im Kreis, wenn man immer wieder die selben Verpaarungen macht und nur immer wieder alles abgibt. Das ist dann vielleicht noch "Vermehrern auf höherem Niveau" - wenn sonst alles andere stimmt, aber eben nicht wirklich züchten.

Und da muss man ganz realistisch sehen, dass bei jedem Züchter die Kapazität eine Obergrenzen hat um die vorhandenen Tiere zu versorgen. Und wenn ich eben regelmäßig etwas Neues aufnehmen, geht das nur, wenn auch "etwas Altes" weggebe (oder ich bin sehr schnell fertig mit Zucht.

Wäre das nicht auch ein Punkt, auf den der Käufer bei der Wahl des Züchters achten sollte?
Auf jeden Fall - ich wäre nie zu jemandem zu Decken gegangen oder hätte etwas gekauft, wenn ich mit der Haltung der Tiere gar nicht klar gekommen wäre. Nur man kann eben nicht den "Liebhaber-Maßstab" anlegen.

Das ist dann natürlich der Idealfall :). Aber wohl eher die Ausnahme, oder?
So etwas funktioniert, wenn überhaupt nur mit einem potenten Kater - und eben da auch eher selten.

Eine bekannte Britenzüchterin hat mal zwischen "richtigen Züchtern" und "Wohnzimmer-Züchtern" unterschieden. Wohnzimmerzüchter waren die, die eben nur im sehr kleinen gearbeitet haben, wenig Wechsel, kaum Neuzugänge, kaum Kastratenabgaben hatten - also quasi der perfekte LIebhabertraum. Wirklich erreichen kann man damit aber züchterisch nichts. Und dann kann man so eine Form der Produktion auch durchaus in Frage stellen.

Damit man z.B. wesentliche Typverbesserung oder anders erzielt und das dann auch noch "gefestigt" - braucht man mehrere Generationen. Wenn ich aber jedes Jahr nur ein oder zwei Würfe habe .... bin ich nach 10 Jahren kaum nennenswert weiter.


[/QUOTE]
Mein Obelix ist solch ein Beispiel des weggesperrten Deckkaters. Als wir ihn, zweijährig, aus der Zuchtauflösung mit seiner Wurfschwester Nelly zu uns nahmen, war es einfach nur schrecklich, er war extrem traumatisiert.
Das ist dann aber nicht der Regelfall für einen Kater - da muss auch noch etwas ganz passiert sein.

Grüße
Nic
 
Isis Bastet

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dass man Babys und auch Kastraten von Zeit zu Zeit abgibt.
Für mich wäre genau das völlig undenkbar.

Das ist dann vielleicht noch "Vermehrern auf höherem Niveau"
Im Prinzip sehe ich das genau so.

Und dann kann man so eine Form der Produktion auch durchaus in Frage stellen.
"Form der Produktion" - selbst die Wortwahl geht in diese Richtung.
 
Westpark-Nic

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"Form der Produktion" - selbst die Wortwahl geht in diese Richtung.
Da gebe ich dir völlig - aber auf so eine Art zu "züchten" ist dann tatsächlich nur noch Produktion. Dass sind dann auch oft die Züchter, auf deren HP man als Zuchtziel "gut sozialisiert und gesund Kitten" findet. Für mich kein "Ziel" (im Sinne, dass ich es irgendwann mal erreichen will) - sondern Prämisse, damit ich überhaupt mit den Tieren züchte.
 
Vitellia

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Ich lese hier gerade sehr interessiert mit. Vielen Dank für die aufschlussreichen Ausführungen, es ist auf jeden Fall sehr interessant, einmal aus 1. Hand was über die Hintergründe zu erfahren. :)
 
Geisterling

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@Westpark-Nic Aus Interesse, wie sieht es eigentlich mit dem Charakter aus? Wie wird der bei Zuchtkatern (oder allgemein) berücksichtigt?
Eine ehemalige Züchterin in einem anderen Forum meinte, dass gewisse Charakterzüge wie Aggressivität oder starke Dominanz(?) vererbt werden können und das man mit solchen Katern nicht züchten soll(te).
Und sollte man dann nicht eher ruhige und verträgliche potente Kater nutzen über denen, die in Gruppen nicht klar kommen?

Charakter scheint für mich bei den Zuchtzielen immer hinten runter zu fallen.
 
Westpark-Nic

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Eine ehemalige Züchterin in einem anderen Forum meinte, dass gewisse Charakterzüge wie Aggressivität oder starke Dominanz(?) vererbt werden können und das man mit solchen Katern nicht züchten soll(te).
[/QUOTE]

Mir hat mal eine langjährige Züchterin gesagt: 90% vom Charakter vererbt der Kater .... ob das jetzt wirklich soooo stimmt, kann ich selbst nach all meinen Jahren nicht sagen (dafür hatte ich immer zu unterschiedliche Charaktere innerhalb eines Wurfes).

Aber es ist richtig, dass sich bestimme Merkmale - vor allem auch "Angstverhalten" vererbt. Bei den Briten gibt es bestimmte Linien, die als "handscheu" und sehr ängstlich gelten.

Leider musste ich auch das aus praktischer Erfahrung lernen ... ich habe aus solchen Linien hier zwei so durchgeknallte Schisser zu Hause, die außer uns niemals jemand zu sehen bekommt.

Sicherlich wird Charakter auch immer noch mal stark durch die Haltungsbedingungen mit beeinflusst - aber sicherlich wird auch ein großer Teil vererbt. Eine meiner Schisser-Katze war das Ergebnis einer gut überlegten Halbgeschwisterverpaarung und ich hatte mir viel davon versprochen. Als sich aber mit der Zeit rausstellte, dass sie so durchgeknallt ist, habe ich sie trotz allem kastrieren lassen. Auch habe ich mir Kater vor dem Decken immer sehr gründlich angesehen ... und wenn da ein Verhalten gezeigt wurde, dass ich merkwürdig fand (also jetzt mal von einer normalen Zurückhaltung Fremden gegenüber) - dann habe ich es gelassen.

Ich habe für mich entschieden, dass mir der tollste Kater nichts nützt, wenn die Kitten hinterher einen an der Klatsche haben ... sowas braucht keiner.

Aber auch so eine Einstellung muss man erst mal lernen!
Grüße
Nic">
Eine ehemalige Züchterin in einem anderen Forum meinte, dass gewisse Charakterzüge wie Aggressivität oder starke Dominanz(?) vererbt werden können und das man mit solchen Katern nicht züchten soll(te).
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Mir hat mal eine langjährige Züchterin gesagt: 90% vom Charakter vererbt der Kater .... ob das jetzt wirklich soooo stimmt, kann ich selbst nach all meinen Jahren nicht sagen (dafür hatte ich immer zu unterschiedliche Charaktere innerhalb eines Wurfes).

Aber es ist richtig, dass sich bestimme Merkmale - vor allem auch "Angstverhalten" vererbt. Bei den Briten gibt es bestimmte Linien, die als "handscheu" und sehr ängstlich gelten.

Leider musste ich auch das aus praktischer Erfahrung lernen ... ich habe aus solchen Linien hier zwei so durchgeknallte Schisser zu Hause, die außer uns niemals jemand zu sehen bekommt.

Sicherlich wird Charakter auch immer noch mal stark durch die Haltungsbedingungen mit beeinflusst - aber sicherlich wird auch ein großer Teil vererbt. Eine meiner Schisser-Katze war das Ergebnis einer gut überlegten Halbgeschwisterverpaarung und ich hatte mir viel davon versprochen. Als sich aber mit der Zeit rausstellte, dass sie so durchgeknallt ist, habe ich sie trotz allem kastrieren lassen. Auch habe ich mir Kater vor dem Decken immer sehr gründlich angesehen ... und wenn da ein Verhalten gezeigt wurde, dass ich merkwürdig fand (also jetzt mal von einer normalen Zurückhaltung Fremden gegenüber) - dann habe ich es gelassen.

Ich habe für mich entschieden, dass mir der tollste Kater nichts nützt, wenn die Kitten hinterher einen an der Klatsche haben ... sowas braucht keiner.

Aber auch so eine Einstellung muss man erst mal lernen!
Grüße
Nic
 
Linette

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Der Liebhaber findet das oft "herzlos" ... gerade die Abgabe von Kastraten wird häufig mit "wird gemoppt" und "kommt in der Gruppe nicht klar" kaschiert. Die wenigsten Züchter trauen sich zu sagen, dass sie einfach Platz brauchen.
Das habe ich mir fast gedacht, dass vorher in der Gruppe gut integrierte Katzen nicht so oft gemobbt werden, wenn sie kastriert wurden, wie es viele Züchter behaupten.
Denn das wird oft auch hinzugefügt, dass Kastraten an Status verlieren, im Vergleich zu dem, den sie als potente Tiere inne hatten. Stimmt das denn und ist es nicht eher so, dass Kastration eher friedlich stimmt - sowohl die kastrierten Tiere als auch die potenten Artgenossen dem Kastraten gegenüber? Mir kommt das mit dem Statusverlust-Problem etwas vermenschlicht gedacht vor.
 
Geisterling

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Mir hat mal eine langjährige Züchterin gesagt: 90% vom Charakter vererbt der Kater .... ob das jetzt wirklich soooo stimmt, kann ich selbst nach all meinen Jahren nicht sagen (dafür hatte ich immer zu unterschiedliche Charaktere innerhalb eines Wurfes).

Aber es ist richtig, dass sich bestimme Merkmale - vor allem auch "Angstverhalten" vererbt. Bei den Briten gibt es bestimmte Linien, die als "handscheu" und sehr ängstlich gelten.

Leider musste ich auch das aus praktischer Erfahrung lernen ... ich habe aus solchen Linien hier zwei so durchgeknallte Schisser zu Hause, die außer uns niemals jemand zu sehen bekommt.

Sicherlich wird Charakter auch immer noch mal stark durch die Haltungsbedingungen mit beeinflusst - aber sicherlich wird auch ein großer Teil vererbt. Eine meiner Schisser-Katze war das Ergebnis einer gut überlegten Halbgeschwisterverpaarung und ich hatte mir viel davon versprochen. Als sich aber mit der Zeit rausstellte, dass sie so durchgeknallt ist, habe ich sie trotz allem kastrieren lassen. Auch habe ich mir Kater vor dem Decken immer sehr gründlich angesehen ... und wenn da ein Verhalten gezeigt wurde, dass ich merkwürdig fand (also jetzt mal von einer normalen Zurückhaltung Fremden gegenüber) - dann habe ich es gelassen.

Ich habe für mich entschieden, dass mir der tollste Kater nichts nützt, wenn die Kitten hinterher einen an der Klatsche haben ... sowas braucht keiner.

Aber auch so eine Einstellung muss man erst mal lernen!
Grüße
Nic
Danke für die Ausführungen! An 90% hätte ich tatsächlich auch nicht gedacht. Das gewisse Charakterzüge vererbt werden, ja, okay. Aber 90%? Gerade wenn der Kater nicht im selben Haushalt lebt bzw. mit den Kitten niemals in Berührung kommt. Ich wäre ja eher davon ausgegangen, dass gerade die Mutter (und/oder andere Tiere, unter denen die Kitten aufwachsen) prägender sind. Sich Sachen abgucken etc.
Die Haltungsform trägt sicherlich auch seinen Teil bei, klar.

Das man gewisse Fehler einfach machen muss ist denk ich nicht vermeitbar...Aber ja, lieber den zweitbesten Kater und psychisch stabile Kitten als den weltbesten Kater und Angstkitten.
Da find ichs auch irgendwie schlimm, dass diese "Scheuen" Linien, die du erwähnt hast, anscheinend weiterhin aufgebaut werden. Das ist mMn auch nicht so wirklich Sinn und Zweck einer Zucht. Aber da hat jeder wahrscheinlich ne andere Einstellung zu.

Dazu passt aber auch irgendwie ne andere Frage...Kater zu Katze bringen oder Katze zu Kater? (Im Falle das man einen "externen" Kater nutzt) Da scheiden sich ja auch etwas die Geister, was "richtiger" ist.
Einen sehr aktiven Deckkater zu verschiedenen Catterys zu bringen ist logistisch sicherlich n Ding...Aber eine rollige Katze in eine komplett fremde Umgebung vom Stressfaktor sicher auch nicht ohne.
 
claudiskatzis

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Danke @Westpark-Nic
für deine Erklärungen.👍
 
Stefkat

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@Westpark-Nic : Vielen lieben Dank für deine ausführlichen Erklärungen und Einblicke :)! Ich finde das alles sehr interessant, da ich mich mit Katzenzucht ja wirklich gar nicht auskenne.

Und da muss man ganz realistisch sehen, dass bei jedem Züchter die Kapazität eine Obergrenzen hat um die vorhandenen Tiere zu versorgen. Und wenn ich eben regelmäßig etwas Neues aufnehmen, geht das nur, wenn auch "etwas Altes" weggebe (oder ich bin sehr schnell fertig mit Zucht.
Naja, daran finde ich jetzt absolut nichts Verwerfliches, das ist doch logisch und sollte jedem absolut klar sein. So lange man für den Kastraten ein gutes Zuhause sucht, ist doch alles gut. Ich würde mich dafür definitiv nicht rechtfertigen als Züchter. "Züchten" ist nicht "Sammeln".

Nur man kann eben nicht den "Liebhaber-Maßstab" anlegen.
Hm... in der Haltung sollte man den aber schon anlegen, oder? Von den speziellen Problemen bei der Katerhaltung abgesehen. Wenn der Kater aber dann aber noch ein schönes und artgerechte Leben als Kastrat haben kann, finde ich das vertretbar.

Es muss dir sehr schwergefallen sein, deine Zucht aufzugeben :(. Du hast ja auch viele Generationen auf deine Ziele hin gearbeitet und dann ist die Linie einfach zu Ende.... für mich klingt das ganz schön traurig :d038:.

LG!
 
Westpark-Nic

Westpark-Nic

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Dazu passt aber auch irgendwie ne andere Frage...Kater zu Katze bringen oder Katze zu Kater? (Im Falle das man einen "externen" Kater nutzt) Da scheiden sich ja auch etwas die Geister, was "richtiger" ist.
Hm - eigentlich nicht. Der Normalfall ist, dass die Katze zum Kater geht. Deshalb ist das Zeitfenster, indem man eine rollige Katze bringen kann ja auch relativ klein. Sie muss ausreichend "drin" sein, in der Rolligkeit, sonst würde der Stress tatsächlich sofort dazu führen, dass sie die komplett zurück fährt und den Kater nicht ran lässt, bzw. er gar kein Interesse zeigt. Es darf aber auch noch nicht wieder im Abklingen sein - dann fährt sie es ebenfalls runter. Daher hat man realistisch nur etwas 24-48 Stunden. Wenn man dann noch einen Kater nimmt, der eben nicht um die Ecke ist .... dann ist schon verdammt viel Flexibiliät gefragt. Und es kann trotzdem noch sein, dass es nichts wird. Für meine beiden letzten Würfe bin ich nach Nord-Holland gefahren, um die Katze zu bringen (von uns aus eine Strecke von 250 km) - die fährt man dann ja auch vier Mal (Katze bringen, nach Hause fahren - und drei Tage das selbe noch mal, um die Katze zu holen. Wir sitzen gerade im Auto, mein Mann startet den Navi - stutzt, guckt mich an und fragt dann: "Wir fahren jetzt 1000 km - damit die Katze poppen kann?" .... naja - hinterher waren es 2000, weil es eben beim ersten Mal nicht geklappt hat 😅

Den Kater zur Katze bringen ist eigentlich total ungewöhnlich - schon alleine, weil der Katzenbesitzer i.d.R. nicht die "Ausstattung" hat. Und die Potenz der Kater ist wesentlich stärker stressabhängig, als bei Katzen.

Hm... in der Haltung sollte man den aber schon anlegen, oder? Von den speziellen Problemen bei der Katerhaltung abgesehen. Wenn der Kater aber dann aber noch ein schönes und artgerechte Leben als Kastrat haben kann, finde ich das vertretbar.
Natürlich sollte die Haltung ansonsten optimal sein. Aber es eben schon gewisse Unterschiede. Nimm nur z.B. das Thema Ausstellungen - Liebhaber schleppen ihre Tiere da in der Regel nicht hin. Und realistisch gesagt, hat die Katze selbst da ja mal gar nichts von. Könnten wir sie fragen, würden sie einen Tag auf dem Sofa einer Ausstellung vorziehen. Zum sind sie aber notwendig, damit nicht jeder einfach nur nach Gutdünken züchtet - und ja, sie dienen natürlich auch der Eitelkeit der Züchter.

Ich plädiere immer noch dafür, dass Anfänger durchaus auf Ausstellungen gehen. Ich habe mir jedoch für mich selbst nach einigen Jahren herausgenommen zu behaupten, dass ich inzwischen über genug Kenntnisse und Realtiätssinn verfüge, meine Katzen selbst zu beurteilen. Aus diesem Grund bin ich in den letzten 10 Jahren meiner Zucht gar nicht mehr (mit Katzen) auf Ausstellungen gegangen.

Es muss dir sehr schwergefallen sein, deine Zucht aufzugeben :(. Du hast ja auch viele Generationen auf deine Ziele hin gearbeitet und dann ist die Linie einfach zu Ende.... für mich klingt das ganz schön traurig :d038:.
Alles hat seine Zeit - ja, um die Linie ist es ein stückweit schade und natürlich war die Zeit mit den Babys auch immer toll - aber es gibt auch Dinge, die ich gar nicht vermisse (Mails und Besuche von manchen Kitteninteressenten, Kontakte mit manchen Züchtern, der Stress und die Aufregungung bei Geburten ... ) - von daher: alles gut!

Grüße
Nic
 
Stefkat

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Dann bin ich froh, dass es euch gut geht :).
 

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