Ah okay, da seid ihr ja in regelmäßiger Betreuung.
Wenn die Wunde dir heute Sorgen macht, würde ich empfehlen, dass du heute wieder hinfährst. Vielleicht könnt ihr euch dann die Fahrt morgen sparen. Und sprich auf jeden Fall an, was du siehst, damit der Tierarzt das kontrolliert und dir etwas dazu sagt. Es hilft der Katze auch, wenn der Besitzer beruhigt ist.
Lösung bei uns war:
Meine Katze Lisa trägt multiresistente Staphylokokken, auch bekannt als MRSA, auch bekannt als Krankenhauskeim. Lisa hat an der Wunde geleckt (wir bekamen nämlich auch keinen Trichter oder so), die Bakterien haben die Wunde besiedelt und damit war die Entzündung da.
Das können Tiere leider genau so wie Menschen bekommen. Woher sie es hat, ob es von der Kastra kommt oder ob sie den Keim vorher schon getragen hat, kann man nicht feststellen.
Wir benötigten zwei Antibiotika, weil der Keim gegen das erste resistent war. Gegen das zweite war der Keim laut Labor auch resistent, es hat aber trotzem (in der Katze) angeschlagen.
Unsere Differentialdiagnose wäre eine Unverträglichkeit auf das innere Nähmaterial gewesen.
Insgesamt hatten wir zwei Wochen Theater mit der Wunde.. mit zwei Antibiotika, Wundspray, Wundcreme, Metacam, Kruste abmachen und spülen und Fieber messen 1-2x täglich. Achja. Und die Katze durfte anderthalb Wochen zum Teil mit Body UND Trichter rumlaufen, weil sie ALLES getan hat, um doch an die Wunde zu kommen...