Neue Bilder von den Schätzen. Und eine evtl. seltsame Überlegung - ich bin total im Zwiespalt.
Bei meinem Bärchen wurde im April eine beginnende HCM (meine TÄ spricht von einem „Grenzbefund“) festgestellt.
Er wird mit einem ACE-Hemmer behandelt, um das Herz zu entlasten, und soll im Frühjahr nochmal geschallt werden. Ich würde das gern von dem Pawpeds-Kardiologen machen lassen, der ihn 2021 negativ geschallt hatte, zumal ich auch einen positiven Befund bei pawpeds reinstellen lassen würde, was aber nur Pawprds-Ärzte können. Er ist sehr ruhig und spielt nicht mehr so viel, ist aber ja inzwischen auch schon 7.
Bevor ich Luzie aufgenommen habe, habe ich mir eine andere Kätzin gewünscht, die damals aber noch überhaupt nicht zur Abgabe stand. Sie kommt nicht von der Vorbesitzerin von Toby und Luzie und ist mit meinen beiden auch nicht verwandt. Ich kenne sie in Zusammenhang mit meinem 2020 verstorbenen Kater Hunter.
Und diese Kätzin wird nun evtl abgegeben. Sie ist 6 oder 7 Jahre alt, wohl eher ruhig, war aber bis zu diesem Sommer in der Zucht. Ob sie schon kastriert ist, weiß ich nicht. Sie soll aus der großen Gruppe bei der Züchterin raus.
Was nun? Ich habe- unkonkret, weil es damals eher darum ging, ob die Kater meines Partners zu mir sollen - mit Luzies Züchterin (nicht ihrer Vorbesitzerin, zu der besteht kein Kontakt mehr) gesprochen. Neben dem Wunsch, dass mein Partner seine Kater doch irgendwie behalten kann, ging es mir auch darum, dass Luzie, die fast schon mehr Kontakt zu Toby möchte als er zu ihr (sie kuschelt gern mit anderen Katzen, er toleriert es, aber nur und ausschließlich bei ihr) ihre Liebe und ihr soziales Wesen auf mehr Katzen aufteilen kann. Sie meinte damals, dass ihre Katzen grundsätzlich alle sozial sind, Luzie ihrer Einschätzung nach aber eigentlich nur Toby und keine weiteren Katzen braucht. Sie hat die enge Bindung zu Toby, die es offenbar manchmal zwischen Zuchtkatzen gibt, wenn sie zusammen aufwachsen.
Und Toby…Toby ist sozial, aber kein Kater, der sich in der großen Gruppe wohl fühlt. Er braucht Kontakt zu anderen Katzen, aber ich schätze ihn so ein, dass er Stress hat, wenn es zu viel und zu eng wird.
Die Kätzin würde ich also nicht „für“ meine Katzen aufnehmen. Ich habe ein sehr harmonisches Pärchen, das nur die jeweilige Partnerkatze braucht. Beide Katzen sind chronisch krank, wenn auch gut eingestellt.
Die Kätzin würde ich aufnehmen, weil ich sie einfach herzzerreißend hübsch finde und weil sie in katzenerfahrene, geduldige Hände muss. Also aus egoistischen Gründen. Um Sabine Schroll (sinngemäß) zu zitieren: „wenn Sie überlegen, ob Sie noch mehr Kinder wollen, fragen Sie ja auch nicht die Kinder, sondern entscheiden, dass Sie die Familie vergrößern wollen, und schauen, ob die Ressourcen vorhanden sind“.
Ressourcen sind da, gerade so. Auch bei mir steigen, wie bei jedem, die Energiekosten. Ich habe chronisch kranke Katzen und eine Fernbeziehung. Die neue Maus wird erstmal Ausgaben (Kotprofil, ggf. Giardienbehandlung, Blutbild, Infektionsserologie bzgl. FIV und FeLV) mit sich bringen. Es wäre eine egoistische Entscheidung, weil ich mich in diese spezielle Katze verliebt habe und schon ein Stück weit denke, dass ich ihr ein gutes Zuhause bieten kann. Soweit meine unausgegorenen Gedanken. Was denkt ihr?