Hallo @marauc und Herzlich Willkommen!
Ich hoffe, Du liest noch mit?
Vielleicht magst Du ja nochmal in die Diskussion einsteigen.
Wir alle hier, sind nicht so schlau auf die Welt gekommen und haben im Laufe der Jahre viel über artgerechte Haltung, geeignetes Futter, verschiedene Erkrankungen, seriöse Vereinszucht usw gelernt.
Ich kann also verstehen, dass Du Dir Gedanken machst und letztendlich ist auch super, dass Du Dich hier angemeldet hast und wir uns austauschen.
Ich habe mal zitiert, was mir wichtig ist und worauf ich gerne eingehen möchte.
Jetzt habe ich aber ein engscheidendes Gespräch geführt mit einem Urgestein, das mir in meiner Lebenssituation (halb Home Office, halb Arbeit unter der Woche) nur eine weibliche Jungkatze (etwa 1 Jahr) empfiehlt. Sie/Er nennt als Gründe, dass ich genug Zeit hätte, mich mit ihr zu beschäftigen und ein einzelnes Jungtier im Gegensatz zu Kitten-Geschwistern z. B. keinen felinen Partner benötigt.
Du als Mensch kannst leider keinen sozialen Partner ersetzen.
Hast Du mal Katzen erlebt, wie sie miteinander agieren?
Sie toben, wie es nur Katzen miteinander können, sie kommunizieren über die Ohren, die Schwanzbewegung, Körperhaltung.
Rennen gemeinsam den Kratzbaum rauf und runter, beschäftigen sich miteinander, wenn der Mensch mal wieder arbeiten, im Urlaub ist oder Hobbys nachgeht.
Ich könnte noch viele andere Dinge aufzählen, aber vielleicht magst Du das mal lesen:
artgerechte Katzenhaltung - Platzbedarf - Grundbedürfnisse - Beschäftigung (katzen-fieber.de)
Mit anderen Worten, würde dieser Urgestein Züchter bei mir schon durchfallen und ich würde bei ihm kein Kitten und auch keine einjährige Katze kaufen.
Wichtiger aber: Ich habe jetzt öfter gelesen, dass es gut sein kann, dass sich zwei Katzen völlig vom Menschen abkapseln und man wirklich nur noch unironisch den Dosenöffner spielt.
Hier würde ich gern Bilder sprechen lassen

:
Und auch, dass zwei Kitten mehr Aufwand machen
Das ist aus meiner Sicht falsch herum gedacht, weil zwei sich Kitten auch mit sich selbst beschäftigen und vor allem auslasten.
Am Ende möchte ich eine Balance aus enger Bindung, artgerechter Haltung, verhältnismäßigen Kosten und Aufwand.
Wirklich, dass ist nur im Doppelpack möglich.
Klar, die Kosten können sich verdoppeln, wenn sie zweitgleich krank werden, darüber müssen wir nicht reden.
Aber die Kosten stehen bei Dir nicht im Mittelpunkt, oder?
Wenn es doch so ist, gibt es tatsächlich alte Tiere, die zur Einzelkatze gemacht wurden, dadurch, dass sie ausschließlich in Isolation gelebt haben und traurigerweise verlernt haben mit anderen Katzen zu kommunizieren.
Jetzt bin ich sehr gespannt, auf Deine Antwort.
Liebe Grüße
Melanie