Ich würde empfehlen das Trockenfutter wegzulassen, da es stark austrocknet.
Falsch! Trockenfutter trocknet nicht aus. Das ist ein urbaner Mythos.
Trockenfutter stellt lediglich nicht die Flüssigkeitsmenge bereit, die Nassfutter bereitstellt, was bedeutet, dass die Katze mehr trinken muss. Es trocknet aber NICHT nach der Aufnahme den Körper des Tieres von innen aus. Das ist wissenschaflich gesehen nonsens.
Ob ein Futter gesund oder ungesund ist bemisst sich hauptsächlich an seiner Nährstoffzusammensetzung und nicht daran, ob es feucht oder trocken ist.
Katzen benötigen ein Futter mit hohem Anteil an Fleischprotein und Fettsäuren. Kohlenhydrate hingegen sollten in geringen Mengen vorhanden sein.
Beim Trockenfutter kommt es auf die Zusammensetzung, und die über den Tag angebotene Menge an.
Wenn diese Komponenten ausgewogen und abgestimmt sind und genügend Flüssigkeit angeboten wird, ist gegen die Fütterung von
Trockenfutter nichts einzuwenden.
Es ist wissenschaftlich weder belegt, dass
Trockenfutter Katzen "austrocknet" noch das es Krankheiten des oberen- und unteren Harntraktes verursacht.
Nachgewiesen ist jedoch, dass Trockenfutter in zu hohen Mengen und/oder schlechter Zusammensetzung Übergewicht und Diabetes bei Katzen fördern kann, vor allem bei Wohnungskatzen, die zu wenig Bewegung haben.
Ein Diabetes widerum fördert Komorbiditäten wie Nierenerkrankungen, womit wir dann doch wieder indirekt beim oberen Urinaltrakt angekommen wären.
Eine Katze kann aber auch völlig ohne
Trockenfutter einen Diabetes bekommen, nämlich einfach dann, wenn sie zu viel und zu unausgewogen gefüttert wird und sich zusätzlich wenig bewegt. Das geht auch mit Nassfutter.
Trockenfutter ist auch für mich bei der Katzenernährung nicht der Stein der Weisen.
Es ist denaturiert und oft ernährungsphysiologisch ungenügend zusammengestellt. Das gleiche gilt aber auch für viele Feuchtfuttersorten, sogar für welche mit hohem Fleischanteil, die im hochpreisigen Segment anzutreffen sind.
Was mir aufstößt ist die per se Verteufelung und die damit zusammenhängende Panikmache, die immer wieder im Zusammenhang mit
Trockenfutter betrieben wird. Leuten die so füttern wird mit Überschriften wie "Sterbehilfe im Katzenhaushalt" oder Formulierungen Wie "Das trocknet deine Katze aus" unnötig Angst eingejagt.
Das geht manchmal sogar bis hin zum moralischen Disput unter dem Motto: ,,OmG. Wie kannst Du Deinem Tier nur Trockenfutter anbieten?"
Belegt werden kann aber meist nichts.
Wenn in einem Artikel steht, das Futter trockne die Katze aus und noch nichtmal Belege angehangen sind, wie denn dies nun eigentlich stattfindet und anhand welcher Untersuchungen man dies festgestellt hat, bin ich schnell im Bereich der Phantasie angelangt.
Was qua Vorstellung zunächst plausibel erscheint, muss letztlich nichts mit tatsächlichen Fakten zutun haben.
Ach ja, der Mythos vom bösen Trockenfutter (aka: Evil kibble attacks!)
Es findet keine schlüssige Aufklärung statt, sondern Schwarz-weiß Malerei. Das finde ich sehr eindimensional und gelinde gesagt inzwischen auch recht nervig.