Ich weiß nicht, was in einem anderen Forum geschrieben wurde, aber ich wollte meine Gesanken mal da lassen. Wir mussten Boby, meinen damals 17 Jahre alten Kater, aufgrund von Nierenerkrankung gehen lassen. Er hatte nach der Diagnose damals noch lange damit gelebt, aber mehr schlecht als recht. Er konnte am Ende kaum noch gehen, wollte nicht mehr fressen, konnte die letzten Tage nicht mehr aufs Klo - im Nachhinein ärgere ich mich nur, dass wir ihn nicht schon früher haben gehen lassen.
Als er das alles noch konnte - denn sicher hatte er davor schon starke Schmerzen/Probleme. Er war so ein stolzer Kater, unabhängig, frei! Das konnte er am Ende nicht mehr sein. Am letzten Tag brachte ich ihm ein halbes Hendl - er wollte so sehr essen, hat es versucht - es ging kaum. Als ich letztens Bilder
von ihm in den letzten Wochen/Tagen gesehen habe, war ich schockiert. So schwach und krank habe ich ihn damals nicht gesehen - ich dachte immer “er kann ja noch dies und jenes”. Es war eine schwere Entscheidung, sie ich damals mit meinen Eltern getroffen habe. Mein Vater wollte ihn bis zum Schluss am liebsten nicht gehen lassen, aber zum Glück waren meine Mama und ich stark genug. Und es war gut. Aus wahrscheinlich blinder Liebe wollten wir viele Zeichen einfach nicht sehen. Aber dann haben wir uns zum Glück für IHN! und nicht für uns dafür entschieden. Er ging daheim, wir waren alle bei ihm. Nun bewacht er den Kater meiner Eltern und meine beiden Rabauken von oben. Und ich wette, es geht ihm gut und er kann wieder frei sein. Das hat er verdient.
Ich glaube, dass wir alle den Schmerz nachvollziehen können. Am Ende entscheidest du und so sehr wie du sie liebst, wirst auch du sicher die richtige Entscheidung für sie treffen. Manchmal dauert es länger. Ich wünsche euch alles Gute.