Informationen zum Thema: (Früh-)Kastration und Sterilisation
Keine Wohnungskatze/kein Wohnungskater sollte heute noch
sterilisiert werden. Bei frei/-wildlebenden Katern kommt es mitunter vor, dass eine Sterilisation die erreichte Rangfolge und damit die Gruppendynamik besser beeinflusst (siehe: Gansloßer, Udo: Verhaltensbiologie der Hauskatze
*klick*), für betreute, ein Zuhause-besitzende Wohnungs- und Freigängertiere ist das nicht sinnvoll.
Bei einer Sterilisation werden die Eileiter (bei der Katze) bzw. die Samenstränge (beim Kater)
lediglich durchtrennt, die Keimdrüsen aber verbleiben im Körper.
Katzen rollen weiter, Kater markieren weiter (oder fangen gar erst an). Die Krebsgefahr bei Katzen (Gebährmutter-/Milchleistenkrebs) ist erhöht.
Bei der Kastration werden die Eierstöcke (Katze)/Hoden (Kater) entfernt, so dass sich auch der Hormonhaushalt der Tiere verändert.
Es gibt keinen Grund, eine Katze erst einmal dem Stress einer Rolligkeit auszusetzen. Der Zeitpunkt der Kastration hängt von der Katze ab. Manche Katzen (z.B. Orientalen) können sehr frühreif sein und können schon mit vier Monaten geschlechtsreif werden.
Bei Katern kann der Eingriff eine größere OP werden, wenn nicht beide Hoden in den Hodensack abgestiegen sind (sog. Einhoder/Kryptorchiden) und ein Hoden im Bauchraum verblieben ist.
Kryptorchismus ist vererbbar und zwar sowohl von männlichen als auch von weiblichen Tieren, die Merkmalsträger sein können. Daher sollten alle Tiere (Eltern, Geschwister und evtl. schon vorhandenen Nachkommen) rund um ein kryptochides Tier von einer evtl. Zucht ausgeschlossen werden.
Kater (UND Katzen!) können, wenn sie geschlechtsreif werden, anfangen, zu markieren. Eine Kastration kann das verhindern, das muss aber nicht der Fall sein. Mitunter markieren Katen/Kater, die bereits vor der Kastartion damit angefangen haben, auch nach der OP weiter, meistens wird dieses Verhalten aber zumindest größtenteils eingestellt. Aber auch kastrierte Katzen und Kater können nach der OP anfangen zu markieren.
Dessen sollte man sich immer bewusst sein.
Ebenso sollte einem klar sein, dass eine Kastration einen operativen Eingriff mit Risiken darstellt!
Vor jeder Kastration sollte eine ausführliche Untersuchung der Katze durch den
Tierarzt erfolgen.
Der Zeitpunkt für die Kastration richtet sich nach der Katze/dem Kater (manche Tiere sind recht frühreif und können schon mit 4 Monaten geschlechtsreif werden, andere brauchen viel länger) und ist daher nicht pauschal festzulegen. Es ist u.a. auch davon abhängig, ob der
Tierarzt in der Lage ist, eine mikroinvasiven Eingriff vorzunehmen.
Es gibt auch die sogenannte 'Frühkastration'. Infos dazu gibt es u.a.
*hier*,
*hier*,
*hier* oder
*hier*.
Grüße, sauri
P.S.: Hier noch ein informativer
*Link*.