Was für eine schei55 Situation, sorry, anders kann man das nur durch die Blume ausdrücken. Das liest sich ganz furchtbar. Arme Maus.
Welches Schmerzmittel bekommt denn Merle?
Floki bekam damals Buprenovet, ein Opiat. Sein fPli-Wert war allerdings relativ hoch und auch die Leberwerte überirdisch. Dazu gab es AB. Seine Werte sind dann, bis auf ALT, innerhalb weniger Wochen relativ schnell gesunken. Danach wurde er für seine Zahnsanierung in Narkose gelegt. Das Pankreas Comp hat meiner Meinung nach gar nichts gebracht. Du meinst doch auch dieses homöopatische Mittel in Ampullen abgefüllt?
Meiner Meinung nach hilft besonders die Schmerztherapie. Es gibt zwar unterschiedliche Auslöser und Verläufe der
Pankreatitis, aber wenn die Schmerzen schon so eindeutig gezeigt werden ( und die Zähne auch ), würde ich auf Opiate zurückgreifen. Floki bekam diese für vier Wochen und zur Zahn-OP nochmal und das ist kein Problem. Besonders die Nieren und die Leber werden weniger belastet. Man gibt das einmal täglich auf die Maulschleimhaut.
Was das Futter angeht, du kannst es gerne mal mit lauwarmem Babybrei wie z.B. Hipp-Hühnchen versuchen. Lauwarm reizt am wenigsten die Zähne und duftet lecker.
Vitamin B12 unterstützt die Heilung.
Neulich gab es bei Flokis Blutbild bzw. fPli-Test Unstimmigkeiten. Ich habe dann noch mal nachtesten lassen ( das Blut muss ja ein paar Tage im Labor aufgehoben werden ) und dann war der Wert beim zweiten Check ohne Befund. Zum Tli- Wert kann ich leider nichts sagen, da solltest du tatsächlich noch andere Tierärzte dazu befragen.
Auf jeden Fall sollte dann die Zahnsanierung mittels einer Inhalationsnarkose mit Monitorüberwachung stattfinden. Zusätzlich würde ich eine intravenöse Infusion anweisen und diese dann auch noch einige Stunden nach der Narkose geben lassen. Das spült die Nieren und hilft dem Körper, die Narkosemittel schneller abzubauen und entlastet somit ein wenig auch Leber und BSD.
Hier möchte ich dir noch etwas Lektüre anbieten. Die Seite ist zwar schon etwas älter, aber immer noch ziemlich aktuell:
Tanya's Comprehensive Guide to Feline Chronic Kidney Disease
Auszüge/Zitate:
„Schmerzen im Abdomen werden bei Katzen mit einer Pankreatitis selten erkannt. Nichtsdestoweniger reagieren viele Katzen mit einer klinischen Verbesserung, wenn sie eine analgetische Therapie bekommen. Daher sollten alle Katzen mit akuter Pankreatitis eine Schmerzbehandlung bekommen.“
"Wenn ich bei einem Tier eine akute Pankreatitis diagnostiziere, selbst wenn der Patient keine Schmerzanzeichen zeigt, beginne ich mit einer Schmerzbehandlung. Ich war überrascht, wie vielen Patienten es klinisch besser ging durch den einzigen Unterschied, dass sie eine Schmerzbehandlung bekamen.“

Alles Gute für deine Maus. Ich drücke ganz fest meine Daumen.
