Hallo zusammen!
Ich wollte euch ein halbes Jahr später mal ein kurzes Kisa-Update geben.
Sie war ab Ende Dezember wieder komplett fit und das hielt sich ganze 3 Monate. Wir dachten wirklich, wir hätten es komplett überstanden.
Tja leider Ende März wieder erste Probleme beim Springen. Und diesmal kam der Schub dann wirklich schnell und heftig: Bereits nach einer Woche ging gar nichts mehr! Und das den ganzen April über. Das war wirklich eine richtig schwere Zeit, vor allem das nächtliche Aufstehen und immerzu versorgen, was ich ja alleine machen muss.
Trotzdem hatte ich den Eindruck dass Kisa es mental besser weggesteckt hat. Vielleicht weil sie es "schon kannte"? Klar wurde auch geweint und gejammert, aber nicht so viel wie letztes Jahr. Oder es liegt einfach daran, dass sie halt auch erwachsen wird. Sie hat sich sehr tapfer mit ihrer Krankheit arangiert, obwohl sie wirklich 4 Wochen überhaupt nicht alleine aufstehen konnte. Alle vier Beinchen waren betroffen. Und trotzdem landete bei ihr nie ein Geschäft außerhalb des Klos! Naja außer ich hab es bewusst in Kauf genommen und hab sie wirklich mal ausnahmweise Nachts im Körbchen im Wohnzimmer gelassen, weil ich einfach mal ne Nacht durchschlafen musste. (Durchschnittliche Schlafenszeit 5 Stunden - mit stündlichem Wegruf.) Man möge es mir verzeihen!
Da das bisher der längste Schub war, waren wir wirklich verzweifelt und die Ärztin hat auch gemeint, dann müssten wir evtl. doch die volle Diagnostik durchziehen. Kortison geben wir keins mehr, weil ich den Eindruck hatte es kommt und geht eh wie es will - mit oder ohne Kortison. Und da sie davon eher Übelkeit und Brechreiz bekommt sehe ich da keinen Mehrwert mehr. Die Ärztin hat das auch so empfohlen.
In dem Zustand mit extremen Muskelabbau wollte ich ihr aber auch keine Arztbesuche oder gar Narkose antun und Gott sei Dank war mein Gefühl dann doch richtig: Nach einigen Besuchen bei der Physiotherapie, täglichen Reha-Übungen zuhause und Tens-Einheiten trat seit Anfang Mai wieder Verbesserung ein. Jetzt ist sie wieder fast vollständig fit. Rennen ist noch nicht ganz drin, aber schnelles Laufen geht, und gestern hat sie es allein geschafft auf ihren Kratzbaum zu springen.
Diese Krankheit ist für alle die es mitbekommen regelrecht unfassbar. Selbst meine Stiefmutter (Tierarzthelferin) sagt immer, wenn sie Kisa in so einer schlechten Phase sieht, dann sieht das aus als stünde sie mit einem Bein im Grab. Und einen Monat später läuft sie rum als wäre nichts gewesen. Echt verrückt!
Natürlich ist es bitter, dass noch mal so ein krasser Schub kam, aber es zeigt uns auch, dass sie sich selbst nach so einer langen Phase immer wieder erholt und das bestätigt mich darin, dass wir es richtig machen und Physiotherapie die beste Behandlung für sie ist. Ich hoffe natürlich weiterhin, dass mit steigendem Alter die Phasen weniger werden, weil die Pflege schon wirklich enorm belastend ist. Aber jedes mal wenn ich sie rumspringen und schnurren seh, weiß ich, dass es die Mühe wert ist.
Liebe Grüße von Kisa!