Mein Gott - ich geb es wirklich bald auf.
Zu diesem Punkt gibt es hier schon unendlich viel postings.
Bitte ersetzt Mercedes durch Golf, Stereoanlage oder irgendetwas, was man sich wünscht und was eben Geld kostet.
So, und Rassekatzen kosten nun einmal viel Geld, weil sich Züchter viel Gedanken um die Aufzucht gesunder und charakterfester Katzen machen und dafür immens viel Geld einsetzen. Und nun ist es nun einmal so, dass halt bestimmte Rassen über bestimmte Rassemerkmale verfügen, genau wie ein bestimmtes Auto über bestimmte Merkmale verfügt oder ein Sofa über eine bestimmte Farbe (oder wie auch immer). Und deswegen möchte man eine bestimmte Rasse haben - eben wegen dieser Merkmale. Sonst würde ja nicht Wunsch lauten:Norwegische Waldkatze oder Maine Coon, sondern "Katze", egal welche. So, ich hoffe, nun ist mein Vergleich mit dem Mercedes etwas deutlicher geworden.
Ich spreche auch keinem "das Recht auf Katzenvermehrung" ab. Nur: er soll es doch dann bitte so machen, wie es jeder seriöse Züchter macht: Gründlicher Gesundheitscheck der Eltern vor der Verpaarung, alle erforderlichen und nötigen Tests, Prüfung, inwieweit die zu verpaarenden Tiere miteinander verwandt sind, gründliche Gesundheitsvorsorge bei den Kitten, Behalten der Kitten für mindestens 12 Wochen, Abgabe nur mit Vertrag, gechippt und mit vollständigem Impfschutz. Bitte, dann soll es jeder, der sich berufen fühlt, auch machen. Aber das kostet ja Geld - *Ironnie on*und das "nur" für Hauskatzen??? *Ironie off*
Jeder, der eine Rassekatze für kleines Geld sucht, unterstützt Schwarzzüchter und Vermehrer, die ohne Sinn und Verstand Katzen miteinander verpaaren, egal ob sinnvoll oder nicht. Seriöse Züchter verkaufen viele Tiere mit Zuchtausschluss. Warum wohl? Weil halt, um eine Rasse so wie sie ist zu erhalten, nicht unbedingt jedes Tier zur Zucht eingesetzt werden sollte oder ganz schlicht und einfach: Weil der Züchter verhindern möchte, dass irgendwelche Verpaarungen, die der Rasse nicht guttun, ausgeschlossen werden.
Und wenn einer nun einmal zwei Norweger hat, muss es nicht unbedingt heißen, dass es nun ganz besonders toll ist, diese Tiere miteinander zu verpaaren. Und diese Tiere müssen nicht zwangsläufig krank sein - das hat ja keiner behauptet. Es gibt aber auch keinen vernünftigen Grund, sinn- und verstandlose Vermehrungen zu fördern, nur damit "biilig produzierte" Look-Alikes (und was anderes sind sie ohne Papiere nun einmal nicht) "auf den Markt" kommen.
Tja, und wenn ich mal aufschlüssele, wieviele Stunden ich mit der Aufzucht meiner Katzen beschätigt bin, da wären die Katzen schlichtweg unbezahlbar, wenn ich mir das auch bezahlen lassen würde. Insofern hinkt Dein Vergleich mit Deiner Homepage auch.
Und jetzt frage ich Dich auch: Wenn Du eine Hauskatze für kleines Geld bekommst, warum muss es dann eine Norwegische Waldkatze oder eine Maine Coon sein? Warum muss man dann das zehnfache bezahlen, wenn man nur was Knuddeln haben will - oder warum ist man dann nicht bereit, das zu bezahlen, was es nun einmal kostet?
Und noch einmal zum Thema Ausstellungen: Auch sie haben in der Rassekatzenzucht durchaus ihren Sinn. Ich kenne z. B. eine Norwegerzüchterin, die mit ihren Tieren nicht auf Ausstellungen geht. Diese Tiere haben mit der Norwegischen Waldkatze ungefähr noch so viel zu tun, wie ein Dackel mit einem Rehpinscher. Sie sieht z. B. ganz einfach nicht, dass sie sich in ihrer Zucht meilenweit von dem entfernt hat, was eine Norwegische Waldkatze ausmacht. Außerdem empfehle ich jedem, der behauptet, die armen Tiere würden ja so leiden auf Ausstellungen mal, unserem Tjalfe einen Besuch abzustatten, der während einer Ausstellung total entspannt bei uns am Shop auf dem Tisch oder auf einem Stuhl liegt und es sich gut gehen lässt.