Ich habe diesen Schritt übrigens auch gemacht, als ich 19 war.
Zwischen mir und meinen Eltern war es SEHR spannungsgeladen die letzten Jahre, fast so wie bei dir, ständig geriet man aneinander wegen gar nichts.
Ich neige eher dazu, mich selbst zu therapieren

, wer ist schon völlig normal, was aber sicher kein positiver Zug ist.
So suchte ich mir nach der Ausbildung einen Job, dieser war beabsichtigterweise 300 km von Zuhause entfernt und fing völlig neu an, ohne das eine Mutter täglich hätte vor der Tür stehen können und z.b. den Zustand der Staubfreiheit des Teppichs zu begutachten.
Ich kann nur sagen, es hat nicht nur mir gutgetan, sondern sicher auch meinen Eltern und mit noch grösserer Sicherheit unserer Beziehung zueinander.
Durch die Distanz (ja, und einige klare Worte von mir in erster Zeit) sind wir soweit gekommen, das wir uns wieder wirklich gerne treffen und dann gemeinsam auch eine schöne Zeit verleben und gut reden können.
Durch die Distanz ist es nur so häufig, wie ich das möchte, und das ist schon ganz gut so.
Na, wäre es denn so schlimm wenn es Monate dauert? So etwas geht nicht von jetzt auf gleich, ansonsten verbringst du die nächsten Monate doch sowieso auch weiter bei deinen Eltern?
Aber eins ist klar- eine eventuelle Überzeugung muss da von dir heraus kommen, von aussen einreden geht nicht und bringt auch überhaupt nichts.
Vielleicht ist eine Katze ja sogar möglich in einer Wohngruppe? Es gibt da doch öfter Tiere, die gemeinsam betreut oder gehalten werden, eben genau aus dem Grund, das sie beruhigend und positiv auf die Psyche wirken.
Wenn du Verantwortung für dein Leben übernehmen möchtest (was schonmal eine sehr gute Sache ist!)... Überlege, plane, und lass dir Zeit dabei. Es läuft nichts weg, die Katze schon gar nicht. Die kannst du in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren immer noch jederzeit anschaffen, ohne jedes Problem. Dann kannst du auch Verantwortung für ein Tier übernehmen.
Und wenn du jetzt in dich hineinhorchst wirst du bestimmt feststellen, das eine gute Ecke Trotz in dir steckt

, und Trotz ist nie gut, wenn man etwas verändern oder weiterkommen möchte.
LG
Sandra