Ich weiss es nicht, ob das so sein kann. Ich weiss nur, dass ich fragen würde, weil es mir als neurotisch neugierigen Menschen keine Ruhe lassen würde. Ich "blamiere" mich lieber beim Arzt mit einer aus seiner Sicht vielleicht unsinnigen oder "blöden" Frage, als das ich ohne Antwort dastehe.
Das mit dem "müsste oder sollte er eigentlich wissen", glaube ich nicht so ohne weiteres. Alleine schon deshalb, weil Tierärzte im Idealfall nach Ansicht der Tierbesitzer in Personalunion das leisten oder wissen "müssten", wofür es in der Humanmedizin Unmengen von hochspezialisierten Fachleuten und Disziplinen gibt, was im tierärztlichen Sektor noch nicht der Fall ist.
Die Quote an Fehlern muss naturgemäss auch entsprechend höher sein. Das bedeutet aber nicht, dass generell nur Fehler gemacht werden. Wenn man Ärzte auf etwas anspricht (geht übrigens auch prima bei Anwälten

) dann kommen sie vielleicht auf einen Ansatz, den sie sonst evtl. nicht verfolgt hätten. Man weiss es nicht.
Also ruf ihn einfach an. Anhand der Art der Reaktion kannst Du ja sicher herausfinden, ob die Frage dann weiterzuverfolgen ist, oder es einen fundierten Grund gibt, warum es nicht so sein kann. Du weist doch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Und da sollten prinzipiell keine Hemmungen bestehen.
