Apostroph... Katastroph!

Diskutiere Apostroph... Katastroph! im Katzenklo Forum im Bereich Katzenfreunde; Frage mal, wie viele Lehrer Zeit haben solche Kinder zu fördern?! Wenn man nicht gerade auf eine Privatschule geht und gesondert Unterricht...
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  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #21
Jemand der eine LRS hat (sei sie nun attestiert oder "nur" so erkannt), sollte in der Schule gesonderte Förderung erhalten und bei Fortschritten durch viel Zuspruch motiviert werden, das hilft ungemein, viele überwinden diese dann auch recht schnell; anderen kann man durch Nachteilsausgleiche unter die Arme greifen.

Frage mal, wie viele Lehrer Zeit haben solche Kinder zu fördern?! Wenn man nicht gerade auf eine Privatschule geht und gesondert Unterricht bekommen und diesen auch noch bezahlen kann, tja, muss sich eben jeder selbst helfen. So werden Aufsätze korrigiert mit 20 Fehlern auf der 1. Seite und eine Note 6 am Ende des Aufsatzes... Und wenn die Eltern der Schrift nicht mächtig sind, erwartet man davon auch keine Hilfe. Sonderschule? Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist. Macht sich nicht gut im Lebenslauf.

Ich bin eher der Ansicht, dass man den Kindern beibringen sollte eigene Probleme selbst anzugehen und sich nicht auf ihnen auszuruhen. Manche bekommen dieses Defizit attestiert und denken, sie sind auf ewig davon befreit... andere trainieren die richtige Schrift. Aber eine Lehrerin in der Gesamtschule hat dafür keine Zeit...
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #22
Aus dem Grund, weil es viele selber nicht mehr beherrschen, da man es nicht gelernt hat oder lernen wollte. Und das hat für mich ganz klar etwas mit einer gewissen Faulheit und Ignoranz zu tun.
Das stimmt natürlich. Aber ich denke, sämtliche Dialekte haben im Grunde genommen etwas mit Faulheit zu tun. Denn eigentlich ist es eine Art Faulheit die Worte richtig auszusprechen die dazu führt das diese Wörter "abgeschliffen" werden. Für mich ist das nichts was irgendwie erhaltenswert ist. Aber sag das bsw. mal den Bayern.

Wobei ich durchaus auch die Erfahrung gemacht habe, dass z.T. Kinder, die nicht hier geboren wurde oder deren Eltern Deutsch nicht als Muttersprache beherrschen, die Satzsemantik, Syntax und Grammatik durch den Schulbesuch besser beherrschen als mancher "Muttersprachler".
Stimmt... ich habe mal einen Fernsehbericht gesehen, da hat sich ein Mann mit bayerischen Dialekt unheimlich über etwas aufgeregt was man natürlich nicht verstehen konnte. Irgendwann wurden dann aber Untertitel eingeblendet, auf denen man lesen konnte, das die besagte Person der Meinung war, das Ausländer in Deutschland erst einmal die deutsche Sprache lernen sollten. :roll: :lol:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #23
Niemand verteufelt Dialekte (und niemand ist frei von Fehlern, auch nicht die, die sich für "perfekt" halten, kein Thema).
Im Gegenteil: Ich finde Dialekte unbedingt erhaltenswert!!
Also meinetwegen könnten Dialekte verschwinden. Ich halte rein gar nichts davon. Leider bin ich ja auch mit einen Dialekt "gesegnet" worden und habe lange gebraucht ihn mir wenigstens einigermassen abzugewöhnen. Ich fände es besser wenn jeder auf der Welt jeden verstehen könnte. Da muss man nicht noch künstlich zu den vielen verschiedenen Sprachen auch noch tausende Dialekte am Leben erhalten. Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht, das sich die Dialekte ohnehin abflachen und wohl eines Tages mehr und mehr verschwinden. So wie meine Grossmutter noch gesprochen hat, spricht bsw. in meiner Heimatstadt kein Mensch mehr.

Das bedeutet aber nicht, dass man nicht in der Lage sein kann, die "richtige" Schriftsprache zu erwerben. Die Schwaben sagen schon seit Jahren "isch", aber niemand käme auf die Idee, das auch so zu schreiben :wink:.
So... na dann frag doch mal bsw. einen Lehrer aus Berlin oder auch Sachsen worin die Schüler die meisten Probleme haben. "Isch" ist ja relativ gut nachzuvollziehen. Aber gerade bei "dir, dich, mir, mich, meine" usw. gibt es oft die grössten Probleme. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Auch ich drücke mich im Internet sicherlich oft grammatikalisch und stilistisch nicht immer sehr gewählt aus, trotzdem finde ich es schon z.T. eine Frechheit, WIE nachlässig manche mit ihren Beiträgen umgehen.
Aha... na dann warst du sicherlich noch nicht in einen Chat. :lol:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #24
Ich mag Dialekte sehr gerne, weil das eben auch noch ein Zeichen regionaler Beständigkeit ist. Als offizelles Kommunikationsmittel gibt es ja eben auch Hochdeutsch und international mehrere "Weltsprachen".

Was ich für ein übles Vorurteil halte, ist der Vorwurf "die Jugend" würde sich nicht für Sprache interessieren oder sie beherrschen. Mit Sicherheit hält sich das über alle Generationen die vage; schlechte Schüler und auch Leute mit Schreib-Lese-Schwächen gab es schon immer. Und wahrscheinlich ist das Verhältnis bei Jüngeren sogar deutlich günstiger, weil es heute wesentlich bessere Fördermöglichkeiten gibt.

Und es spielt eben u.U. schon eine große Rolle wo und ob ein Komma gesetzt wird oder nicht.

Wenn man sich in Foren mal vertippt, sehe ich da auch überhaupt kein Problem. Es ist nunmal ein schnelles Medium und man ist auch nicht so sorgfältig wie bei einem sonstigen Text.

Aber wer beherrscht dir Rechtschreibung wirklich perfekt und lückenlos? Und dann noch in einem lesefreundlichen und vor allem auch zielführenden Schreibstil.

Bevor bei uns Presseitteilungen rausgehen, bekommt die vorher JEDER MA nochmal zum korrekturlesen, bzw. gegenlesen. Ganz wichtige Dinge gehen sogar in ein Lektorat, bevor sie veröffentlicht werden. Und das, obwohl alle sehr gute Deutschkenntnisse haben. Lektoren passieren aber auch Fehler...

Um nochmal auf die Dialekte zu kommen: Ich finde, Deutschland und auch Europa wären kulturell sehr schnell viel ärmer, wenn man versuchen würde, alles "gleich" zu machen. Frühere Experimente wie Esperanto, skurile Schöpfungen wie Afrikaans oder auch Jan Tsichold, der die Großschreibung abschaffen wollte etc. finde ich völlig blödsinnig, da sowas letztlich nur auf der Verödung perfekter Systeme basieren würde.

Das wäre das selbe, als ob alle auf ihre regionale Küche verzichten und nur noch dasselbe konfektionierte Industriefressen zu sich nehmen.
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #25
hält sich die vage; .

Aber wer beherrscht dir Rechtschreibung
JEDER MA nochmal zum korrekturlesen,
Das wäre das selbe, als ob alle auf ihre regionale Küche verzichten und nur noch dasselbe konfektionierte Industriefressen zu sich nehmen.


8) :wink: :roll: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Wirklich - sehr anschaulich!! :lol: :lol: :lol:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #26
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #27
hält sich die vage; .

Aber wer beherrscht dir Rechtschreibung
JEDER MA nochmal zum korrekturlesen,
Das wäre das selbe, als ob alle auf ihre regionale Küche verzichten und nur noch dasselbe konfektionierte Industriefressen zu sich nehmen.


8) :wink: :roll: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Wirklich - sehr anschaulich!! :lol: :lol: :lol:

MA = Mitarbeiter! :)
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #29
hey isch muß euch sage ihr seit escht voll krass korrekt eure auschsprache und tekschte sind voll korrekt konrekt und eure dischkusion is auch echt konkret isch schwör dir alder



8) 8) 8)
leider Gottes gibt es Jugendliche, die wirklich so schreiben UND denken. :roll:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #30
Ich mag Dialekte sehr gerne, weil das eben auch noch ein Zeichen regionaler Beständigkeit ist. Als offizelles Kommunikationsmittel gibt es ja eben auch Hochdeutsch und international mehrere "Weltsprachen".
Regionaler Beständigkeit? Ich denke, da muss man aber verdammt aufpassen das man dies nicht mit konservativen und veralteten Denkweisen von Vorvorgestern verwechselt. Sorry, aber viele dieser Dialekte haben sich in Zeiten entwickelt die es zu Recht nicht mehr gibt, wie ich finde. Die Welt hat doch insgesamt mehr davon provitiert das Menschen voneinander gelernt haben und nicht davon das sie sich voneinander abgekapselten. Im Vogtland, wo ich herkomme gibt es auf 40 km mindestens 30 verschiedene Dialekte. Und weshalb? Weil früher die Menschen kaum aus ihrer Ortschaft herauskamen. Noch zu Zeiten meiner Grossmutter war es der Höhepunkt des ganzen Jahres wenn man mal zusammen in die nächstgrössere Stadt (ca. 25km entfernt) fahren konnte. Deshalb konnten sich doch überhaupt so viele Dialekte in Deutschland entwickeln und nicht weil es irgendwie so toll ist eine eigene Sprache zu haben.

Früher haben es die Leute ja auch geschafft, trotz Dialekt korrekt zu schreiben. Meines Erachtens ist es eine Ausrede, wenn man behauptet, die Dialekte wären Schuld an dem Defizit.
Lass mich mal raten. Du kommst aus einer Gegend wo man nur hochdeutsch spricht? :wink: :D
Also mal im Ernst. Ich habe das Gefühl das einige gar nicht begreifen wie schwierig das für ein Kind ist, wenn die gesprochene Sprache so weit von der Schriftsprache entfernt ist. Der grosse Denkfehler einiger hier ist, das in vielen Familien eben nicht Dialekt und Hochdeutsch nebeneinander gesprochen wird, sondern ausschliesslich Dialekt. Erkäre doch bsw. mal einen Kind das "ih geh ham" eben "ich gehe nach Hause" geschrieben wird und weshalb man es dann trotzdem nicht so ausspricht.

Und ich spreche von richtigen Dialekt und nicht etwa eine Sprache wie man sie bsw. gelegentlich mal im Bayerischen Fernsehen hört. Einen Dialekt, bei dem ein Mensch mit hochdeutscher Aussprache noch nicht mal ein einziges Wort versteht. Wenn meine Eltern bsw. versuchen hochdeutsch zu reden, glauben viele das wäre schon Dialekt. Dabei haben die noch nicht mal damit angefangen. :mrgreen:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #31
Regionaler Beständigkeit? Ich denke, da muss man aber verdammt aufpassen das man dies nicht mit konservativen und veralteten Denkweisen von Vorvorgestern verwechselt.

Ja, da hast Du natürlich Recht. Dialekte sind ja auch in einer Zeit entstanden, als Homosexuelle noch diskriminiert und verfolgt wurden. 8) :roll:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #32
Also mal im Ernst. Ich habe das Gefühl das einige gar nicht begreifen wie schwierig das für ein Kind ist, wenn die gesprochene Sprache so weit von der Schriftsprache entfernt ist.

Dann frage ich mich, wie es jemals zu genialen Schriftstellern wie Goethe (Hesse), Grass (Ostpreusse), Walser (Schwabe) oder Kaminer (Russe!) kommen konnte, die unsere Sprache meisterlich beherrschen, aber trotzdem auch ihren Heimaltsprachen, bzw. Dialekten frönen.

Sorry, Luckyguy, aber das ist völliger Schwachsinn. Es gibt eine menge leute, die Dialekt sprechen und trotzdem gut Hochdeutsch können und sogar noch eine Fremdsprache.
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #33
Also irgendwie kann ich es auch nicht leiden, wenn gerade die Bayern - die richtigen Oberbayern etc. so heimatverbunden sind, dass sie sich nicht bemühen, sich verständlich zu artikulieren, sodass ich oft Dometscherin spielen muss.

Ich spreche zwar auch eine dialektgefärbte Sprache und mir rutscht schon auch der eine oder andere Ausdruck im Dialekt raus (des hochdeutschen bin ich nicht so 100 % in Sprache mächtig :wink: )

Jedoch finde ich es peinlich, wenn ein Erstklässler sich gewählt ausdrücken will und dann sagt: Einhein da leint er ja mein Schieben - weil er meint das sei Hochdeutsch - er hat es einfach nicht gelernt zu Hause. Da würde man nämich sagen: aha, da loant er ja, mei Schiam :wink:

Aber trotzdem wage ich zu behaupten, dass ich nirgens so grausliche grammatikalisch verzerrte Sprache zu Ohren bekam, wie in einem Provinznest in Niedersachsen, die sich uns Bayern immer noch als halbwilde, barbarische Analphabeten vorstellen.
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #34
Sorry, Luckyguy, aber das ist völliger Schwachsinn. Es gibt eine menge leute, die Dialekt sprechen und trotzdem gut Hochdeutsch können und sogar noch eine Fremdsprache.
Ich habe nicht von der Ausnahme der Regel gesprochen. Ich meinte die Regel selbst. Und da wo ich herkomme sprechen 99 Prozent der gesamten Bevölkerung ausschliesslich Dialekt und kein Wort Hochdeutsch. Und das sind nunmal leider Tatsachen.

Schau dir doch nur mal den bayerischen Freistaat mit seinen tollen Dialekten an. Sieht es da vielleicht nach Fortschritt und Weltoffentheit aus? :roll:

Sorry, aber deine verklärte Klischeemeinung hat in vielen Fällen mit der Realität nicht sehr viel zu tun. Dialekte sind nunmal nicht niedlich oder putzig. Sie sind für die gesamte berufliche und persönliche Entwicklung vieler Kinder in der heutigen Zeit eher hinderlich, statt das sie nützen.
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #35
@ Lucky Guy: Hochdeutsch ist gleich Bildung?

Das wage ich doch sehr zu bezweifeln.
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #36
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #37
Aber trotzdem wage ich zu behaupten, dass ich nirgens so grausliche grammatikalisch verzerrte Sprache zu Ohren bekam, wie in einem Provinznest in Niedersachsen, die sich uns Bayern immer noch als halbwilde, barbarische Analphabeten vorstellen.
Wieso... sind die Bayern und Sachsen das denn etwa nicht? :roll: :roll: :roll:
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #38
@ Lucky Guy: Hochdeutsch ist gleich Bildung?

Das wage ich doch sehr zu bezweifeln.
Nein, so habe ich das wirklich nicht gemeint. Ich bin nur der Meinung das viele Dialekte gar nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen und eigentlich eher hinderlich sind, statt das sie zu irgend etwas nützte sind.
 
  • Apostroph... Katastroph! Beitrag #39
Sprüche, die hier im Umlauf sind - ohne wirklich jemandem nahe treten zu wollen:

Sachsen sind helle, häflich und heemtüksch,
Thüringer sind rothaarig und bucklig
Die Preussen reden so schnell, dass man erst spät merkt, dass nichts dahintersteckt, bei den Bayern ist es gerade umgekehrt

Tragen diese Aussagen etwa zur Völkerverständigung bei?

Wenn es schon nicht mal innerhalb Deutschland klappt, muss man sich dann wundern, dass es so zugeht???
 
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